Die Kinder Hurins

Autor: J.R.R. Tolkien
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-93603-2
Erscheinungsdatum (D) April 2007 Erschienen 2007
Seiten 333
Übersetzung Hans J. Schütz, Helmut W. Pesch

Die Kinder Hurins The Children of Húrin

Inhalt

Lange bevor sich der Hobbit Frodo aufmacht, den einen Ring im Lande Mordor zu zerstören, kämpfen die Menschen von Beleriand ebenfalls gegen das Böse. Die finstere Macht Morgoths breitet sich wie ein Geschwür aus, Orks ziehen plündernd durchs Land. Doch noch ist das Gute nicht geschlagen. Obwohl sein Vater Húrin von Morgoth gefangen gehalten wird macht sich dessen Sohn Túrin auf, dem Bösen die Stirn zu bieten. Doch einst verfluchte Morgoth Túrins Sippe. Eine Last, die sein Leben immer überschattet.

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Mit „Die Kinder Húrins“ geht für alle Tolkien-Fans eine lange Durststrecke zu Ende. Lange war bereits zu hören, dass sein Sohn Christopher Tolkien an der Herausgabe weitere Geschichten seines Vaters arbeitet. Ob und wann wir diese jedoch zu lesen bekämen, war unklar. Nun ist es soweit und wir können erneut eintauchen in die sagenhafte Welt Mittelerde. „Die Kinder Húrins“ greift eine Erzählung aus dem „Silmarillion“ auf. Jedoch ist die Geschichte nun erstmals als zusammenhängender Roman zu lesen. Wie man im Anhang des Buches erfährt, war dieses Projekt wohl auch im Sinne des verstorbenen Autors, für den diese Erzählung eines der zentralen Ereignisse aus den „älteren Tagen“ Mittelerdes war. Fans der Tolkienschen Erzählweise werden von dem Buch begeistern sein. Der Geschichte kommt die neue, verlängerte Aufmachung sehr zu guten, kann man doch so viel eher das dramatische Schicksal der Hauptfigur Túrin miterleben und erleiden. Túrin ist durch und durch ein tragischer Held und so bietet die Erzählung auch alle Elemente einer klassischen Heldensage. Große Schlachten, verhängnisvolle Missverständnisse, große Gefühle, tragische Ereignisse und abgrundtief böse Widersacher- alles ist hier vereint und sorgt für spannende Lesestunden. Zwar übt die Geschichte nicht ganz den Zauber aus, der sich beim Lesen von „Der Herr der Ringe“ einstellt, in jedem Fall ist dieses Buch jedoch eine unabdingbare Ergänzung jeder Tolkienschen Büchersammlung und ein wahrer Augenöffner, was das erste Zeitalter von Mittelerde betrifft.

Die Illustrationen des Buches stammen von Alan Lee, der für seine Entwürfe für die Verfilmung "Der Herr der Ringe" 2004 einen OSCAR erhielt.

Unsere Kritik zu Tolkiens "Der Herr der Ringe" findet ihr hier.

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