Das Phantom der Oper

Autor: Gaston Leroux
Genre: Roman
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06111-5
Erscheinungsdatum (D) Januar 2006 Erschienen 1910
Seiten 279
Übersetzung Johannes Piron

Das Phantom der Oper Le fantome de l´opéra

Inhalt

Als Firmin Richard und Armand Moncharmin die Leitung der Pariser Oper übernehmen, ahnen sie ja nicht, was auf sie zukommen wird. Zwar lassen ihre Vorgänger sie nicht im Dunkeln über die unheimlichen Vorgänge in ihrem neuen Refugium, noch verschweigen sie die Existenz des Gespenstes, das hier sein Unwesen treibt – dem „Phantom der Oper“. Richard und Moncharmin halten das alles natürlich für puren Unsinn. Doch als ein Mann erhängt aufgefunden wird und der riesige Kronleuchter ins Parkett fällt, wird den beiden neuen Direktoren allmählich klar, dass es sich um mehr als nur einen üblen Scherz ihrer Vorgänger handelt.

Das Phantom indessen verzehrt sich vor Liebe zu der jungen Sängerin Christine Daaé, deren Herz es um jeden Preis gewinnen will. Es gibt sich vor ihr als „Engel der Musik“ aus, verzaubert sie mit seiner göttlichen Musik und entführt sie in die unheimlichen Tiefen der Pariser Oper. Als Christine allerdings sein wahres Gesicht erkennt, erschreckt sie zutiefst und ist fortan voller Angst und Entsetzen vor dieser Kreatur. Doch gibt es für sie, die dem Phantom und seiner Musik bereits so tief verfallen war, noch Rettung? Einzig der junge Raoul de Chagny, der Christine noch aus Kindertagen kennt, ist bereit, den ungleichen Kampf in der geheimen Unterwelt aufzunehmen

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Dies ist die (wie der Autor immer wieder betont) wahre Geschichte des Phantoms der Oper. Leroux behauptet, dass nach dieser Lektüre niemand mehr ernsthaft daran zweifeln kann, dass es das unheimliche Phantom tatsächlich gegeben hat. Natürlich nicht als gespensterhaftes Wesen, sondern als ein Mann aus Fleisch und Blut, dem das Schicksal übel mitgespielt und ihn so gezwungen hat, zu dem zu werden, was er ist.

Naja, wirklich ernst wird Leroux es damit wohl nicht gemeint haben, aber das ist ja eigentlich auch völlig nebensächlich. Wichtig ist, dass es sich hier um eine spannende und fesselnde Geschichte handelt, die mit einer gehörigen Portion Dramatik und Liebe gespickt ist. Gut zu lesen, auch wenn die Ausdrucksweise nach fast hundert Jahren doch etwas hölzern klingt. Leroux gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die einen abwechselnd mit den beiden Liebenden zittern und unendliches Mitleid mit dieser gepeinigten Kreatur empfinden lässt. Am Ende erscheint der Gedanke, dass tatsächlich einmal ein „Phantom der Oper“ existiert haben könnte, gar nicht mehr so abwegig.

Gaston Leroux´Geschichte war die Vorlage für Andrew Lloyd Webber´s Musical "The Phantom of the Opera"

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