Schuld

Autor: Ferdinand von Schirach
Genre: Kurzgeschichten
Verlag: btb
ISBN: 978-3442714971
Erscheinungsdatum (D) 13.02.17 Seiten 208

Schuld

Inhalt

Nach „Verbrechen“ legt der Autor Ferdinand von Schirach mit dem Erzählband „Schuld“ eine zweite Sammlung von wahren Geschichten vor, allesamt Gerichtsfälle aus seinem Arbeitsalltag als Strafverteidiger. Er präsentiert eine interessante Mischung von unterschiedlicher Intensität und vor unterschiedlichen Hintergründen.
Eine Frau, die misshandelt wird, bis der Mann eines Tages erschlagen wird, eine junge Frau, die von einer Gruppe von Männern vergewaltigt wird und keiner seine gerechte Strafe bekommt, ein Junge, der in einer Klosterschule brutal gefoltert wird, eine Frau die stehlen muss, um leben zu können und vieles mehr erzählt der Autor in diesem Buch mit einer intensiven, reduzierten Sprache, die die Tragweite der Geschehnisse umso mehr hervorhebt.

Buchkritik von Angelika  Koch

Ferdinand von Schirach ist deutscher Strafverteidiger, Schriftsteller und Dramatiker mit einem äußerst umfangreichen Repertoire, das von Kurzgeschichten über Romane und Gesprächsbände bis hin zu Theaterstücken reicht. Vieles wurde bereits verfilmt und Schirach steht auf einer Bestseller-Liste nach der anderen. In „Schuld“ beschreibt er Gerichtsfälle mit einer ganz eigenen Sprache, die sehr reduziert und distanziert wirkt, die Geschehnisse damit aber noch ungeheuerlicher macht. Das Spektrum der Fälle ist sehr breit; es wird dem Leser bewusst, mit welch unterschiedlichen Themen sich Gerichte zu befassen haben und dass die Schuld mannigfache Gesichter besitzt. Diese Kurzgeschichten haben es in sich, manches ist kaum vorstellbar, anderes wiederum nachvollziehbar und dennoch zu verurteilen. „Schuld“ ist eine kurzweilige Lektüre, die dennoch Substanz und somit Betand hat.

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