Golden Cage

Autor: Camilla Läckberg
Genre: Roman
Verlag: List
ISBN: 978-3-471-35173-4
Erscheinungsdatum (D) 29.03.19 Erschienen 2019
Seiten 384
Übersetzung Katrin Frey

Golden Cage En bur av guld

Inhalt

Faye und Jack haben es ganz nach oben geschafft in die Stockholmer High Society, ihr gemeinsames Unternehmen floriert, sie wohnen in einem überaus luxuriösen Apartement und verkehren in den besten Kreisen. Seit ihre Tochter Julienne ihr Leben bereichert, scheint alles perfekt. Aber es scheint eben nur so. In Wahrheit ist Faye jeden Tage damit beschäftigt, Jack zu gefallen, denn im Gegensatz zu ihren Anfangszeiten scheint er seine Achtung ihr gegenüber verloren zu haben. Faye jedoch kämpft immer weiter um seine Anerkennung, in dem verzweifelten Versuch, dass alles wieder so sein möge, wie es einmal war.
Immer mehr muss Faye aber erkennen, dass Jack nicht der ist, für den sie ihn hält oder halten möchte, denn es tun sich immer neue Abgründe auf und als es eines Tages zu viel wird, schmiedet Faye einen perfiden Plan …..

Buchkritik von Angelika  Koch

Tatsächlich ist der Leser, vor allem aber eher noch die Leserin, bei der Lektüre des Buches versucht, in eine gewisse Schadenfreude zu verfallen. So nach dem Motto: „Haha, wusste ich es doch, wenn man reich ist, ist man wahrscheinlich eben doch nicht glücklich“. Dass das nur bedingt so zutrifft, was soll's. Es ist einfach herrlich, diese Scheinwelt der Schönen und Reichen und ganz schön Reichen bröckeln zu sehen. Dass Schadenfreude nicht die feinste Art ist, wen interessiert es? Dennoch ist ungefähr die Hälfte des Buches für jede halbwegs emanzipierte Frau schier unerträglich, und man möchte Faye am liebsten eine ihrer superteuren Handtaschen um die Ohren hauen. Kann das noch wahr sein? Gibt es solche Frauen tatsächlich? Unfassbar! Aber vielleicht doch wahr? Und dann – endlich – kriegt Faye die Kurve, und es wird richtig amüsant. Obwohl – für die ganz normale Durchschnittsfrau überspannt dann die Autorin doch etwas den Bogen. So sehr wollte man Jack doch nicht leiden sehen. Oder doch? Die Lektüre dieses Buches macht schlicht und ergreifend Spaß und ist durchaus spannend. Hin und wieder wirkt der Plot ein bisschen zu bemüht konstruiert, aber egal: Es lohnt sich auf jeden Fall „Golden Cage“ in die Bibliothek der „andersartigen“ Bücher aufzunehmen und Spaß an der Lektüre zu haben.

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