Auris

Autor: Vincent Kliesch
Genre: Thriller
Verlag: Droemer
ISBN: 978-3-426-30718-2
Erscheinungsdatum (D) 02.05.19 Seiten 352

Auris

Inhalt

Jula Ansorge ist Radioredakteurin in Berlin und betreibt zudem einen eigenen Podcast über Kriminalfälle - vor allem über Kriminalfälle, bei denen sie den Täter für unschuldig hält. Besonders intensiv beschäftigt sie sich momentan mit dem seit einem Jahr in Einzelhaft sitzenden Matthias Hegel, seines Zeichens akustischer Profiler, dem sein absolutes Gehör den Spitznamen „Auris“ (das Ohr) eingebracht hat. Jula ist felsenfest davon überzeugt, dass Hegel zu Unrecht hinter Gittern sitzt. Allerdings hatte er den Mord ohne jegliche Einschränkungen gestanden und rein gar nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht. Selbst als Jula ihm Beweise liefern kann, die seine Unschuld bestätigen könnten, interessiert ihn das nicht im Geringsten.
Für Jula ist Hegel ein großes Rätsel, aber aufgrund der Tatsache, dass auch sie in ihrer Vergangenheit damit konfrontiert wurde, dass ein von ihr geliebter Mensch ohne fundierte Beweise zum Mörder abgestempelt wurde, lässt Jula nicht locker. Aber als Hegel beginnt, Interesse an ihren Erkundigungen zu zeigen, beginnt auch für Jula ein ganz persönlicher Albtraum und sie bringt den Menschen, der ihr am wichtigsten ist in Todesgefahr ….

Buchkritik von Angelika  Koch

Vorweg eine kleine Warnung: Man sollte dieses Buch erst beginnen, wenn man die Zeit hat, es an einem Tag zu Ende zu lesen, denn es würde einem nicht gelingen, es aus der Hand zu legen. Glücklicherweise ist der Umfang des Buches überschaubar und man kann es tatsächlich an einem Tag oder in einer Nacht schaffen. Von der ersten Seite an befindet sich der Leser in einer temporeichen, über die Maßen spannenden und völlig rätselhaften Story, in deren Verlauf der Autor nicht zulässt, dass der Leser auch nur die geringste Ahnung davon haben könnte, was zur Hölle hier eigentlich vorgeht. Vincent Kliesch schrieb dieses Buch nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Wer Fitzek kennt, weiß, welche Ideen im Kopf des Ausnahmeautors reifen, und bereits nach den ersten Seiten ist klar, dass Kliesch mit der Umsetzung dieser Idee in keinster Weise überfordert war. Auf der einen Seite erschafft der Autor interessante Charaktere, spickt sie mit ungewöhnlichen Lebensgeschichten oder Ausnahmefähigkeiten, umspannt sie dann auf der anderen Seite mit einem gemeinsamen Netz, dessen Existenz aber lange für den Leser verborgen bleibt, um dann schlussendlich daraus eine hervorragend erzälte, spannende und schlüssige Geschichte zu konstruieren. Erst ganz am Ende werden alle Fragen beantwortet, zumindest fast alle. Denn Kliesch lässt den Leser mit einem Cliffhanger zurück, der es in sich hat. Unbedingt, ganz unbedingt will der Leser nun wissen, ob und wie es mit Hegel und Jula weitergeht.

Dieses Buch entstand nach einer Idee von Sebastian Fitzek

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen