Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet

Autor: Christopher Hitchens
Genre: Sachbuch
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-62036-0
Erscheinungsdatum (D) 06.04.09 Erschienen 2007
Seiten 352
Übersetzung Anne Emmert

Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet God is not great: How Religion poisons Everything

Inhalt

Christopher Hitchens war Buchautor und Journalist und als Literatur- und Kulturkritiker tätig. „Der Herr ist kein Hirte“ ist eine schonungslose Abrechnung mit allen Religionen und deren Auswüchsen und Auswirkungen. Hitchens nimmt sich hier nicht nur das Christentum und den Islam vor, sondern zerpflückt auch unbekanntere Religionen, Glauben und Rituale. Er führt den Leser durch eine bunte und unterhaltsame Mischung von Themen wie die Auswirkungen von Religionen auf die Gesundheit der Menschheit, metaphysische Behauptungen der Religionen, billige Wunder und das Schreckgespenst Hölle bis hin zu der Behauptung, dass das Vermitteln von Religion Kindesmisshandlung ist. Durch die eigenen Reisen in viele Länder und sein journalistisches Wissen, wird das Buch mit selbst erlebten Geschichten bereichert und gespickt.

Buchkritik von Angelika  Koch

Christopher Hitchens war eingefleischter Atheist und nimmt in „Der Herr ist kein Hirte“ schonungslos, aber rhetorisch überaus brillant, Religionen, Mythen und Glauben auseinander. Hitchens nimmt an keiner Stelle ein Blatt vor den Mund und hin und wieder muss der Leser wirklich schlucken, wenn er einen seiner rethorischen Pfeile abschießt, manchmal aber auch schmunzeln, meistens jedoch zustimmend nicken. Über welches unglaubliche eigene Wissen der Autor verfügte, das ist für den Leser auf jeder Seite spürbar. Jeder Abschnitt, jede Zeile, enthält Informationen, die man erst mal aufnehmen und verdauen muss. Im Gegensatz dazu sehen viele Gläubige mit ihrem Schein- und Halbwissen blass aus.
„Der Herr ist kein Hirte“ ist definitiv keine Lektüre für einen faulen Sonntagnachmittag. Dieses Buch will erarbeitet, verstanden und ernst genommen werden und wäre eindeutig ein Kandidat dafür, mehrere Male gelesen zu werden.
Menschen, für die Religionen wichtig sind, dürften bei der Lektüre dieses Buches schwer getroffen sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass so jemand dieses Buch überhaupt zur Hand nimmt, ist verschwindend gering, denn schon der Titel lässt auf den Inhalt schließen. Hitchens haut einem sein Wissen, seine Gedanken und scharfzüngigen Folgerungen nur so um die Ohren und lässt kein einziges gutes Haar an den Religionen. Der folgende Satz steht exemplarisch für den Inhalt des Buches (Zitat): „Was ohne Beweise behauptet werden kann, lässt sich auch ohne Beweise verwerfen“.

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