Schwarze Klippen

Autor: Lara Dearman
Genre: Krimi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48668-7
Erscheinungsdatum (D) 15.07.19 Erschienen 2019
Seiten 448
Übersetzung Marie-Luise Bezzenberger

Schwarze Klippen Dark Sky Island

Inhalt

Die kleine Insel Sark, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Insel Guernsey gelegen, ist ein von der Welt abgeschiedener Ort. Das Eiland, das in das kalte Wasser des Ärmelkanals eingebettet ist, bietet seinen Bewohnern absolute Stille und Ruhe. Die wenigen Häuser werden nachts von jeglicher Straßenbeleuchtung verschont, und Autos sucht man hier vergebens. Doch die scheinbare Idylle verwandelt sich jäh in einen Hort der Bedrohung, als in einer Höhle menschliche Gebeine entdeckt werden. Die Journalistin Jennifer Dorey und DCI Michael Gilbert, die aus Guernsey herübergekommen sind, um sich mit dem grausigen Fund zu beschäftigen, werden nur kurze Zeit später mit dem brutalen Mord an einem alten Mann konfrontiert, der Zeit seines Lebens auf Sark zubrachte. Dem im Ort als Eigenbrötler verschrienen Mann wurde die Kehle durchgeschnitten – und manch ein Bewohner von Sark vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Mord und dem mysteriösen Knochenfund.

Sowohl Jenny als auch Michael versuchen – jeder auf seine eigene Weise – Informationen von den Dorfbewohnern zu erhalten, leider nur mit mäßigem Erfolg. Offenbar gibt es hier mehr als nur ein Geheimnis, das nicht nach außen dringen soll. Wer von den 450 Menschen, die auf der kleinen Insel leben, weiß etwas über die Zusammenhänge…und vor allem: Wer von ihnen ist ein Mörder?

Buchkritik von Stefanie  Rufle

„Schwarze Klippen“ ist der zweite gemeinsame Fall von DCI Michael Gilbert und der Journalistin Jennifer Dorey. Bereits in „Das tote Mädchen vom Strand“ überzeugte Autorin Lara Dearman, selbst auf Guernsey aufgewachsen, mit ihrer Fähigkeit, die besondere Atmosphäre und die mystischen Schauplätze der Insel gekonnt zum Leser zu transportieren. Auch die kleine Insel Sark, auf der sie mit ihren Eltern regelmäßig die Ferien verbrachte, wird sofort und unmittelbar vor dem inneren Auge des Lesers sichtbar. Dearman verwebt die sagenumwobene Welt dieser Insel mit einem Kriminalfall, der Gegenwart und Vergangenheit auf schicksalsträchtige Weise miteinander verbindet. „Schwarze Klippen“ lebt von seiner atmosphärischen Dichte und seinem sinnlichen Bezug zu den alten Mythen und Sagen der Insel Sark, einem ungewöhnlichen und äußerst lebendigen Schauplatz.

Doch wie schon in ihrem Debütkrimi, will es Lara Dearman auch hier wieder nicht so recht gelingen, ihren Charakteren die nötige Tiefe und Authentizität zu verleihen. Auch in ihrem zweiten Fall bleiben Jenny und Michael, die Protagonisten dieser Geschichte, auf seltsame Weise fremd und eindimensional. Diese Figuren erreichen den Leser nicht wirklich, sie sind, wie auch alle anderen Charaktere, wie Schatten, ohne Kontur und Berührungspunkte für den Leser. Das gilt es umso mehr zu bedauern, da „Schwarze Klippen“ über die nötige Atmosphäre und Spannung verfügt, die einen richtig guten Krimi ausmachen würde.

Jennifer Dorey und DCI Michael Gilbert ermitteln in folgenden Fällen:
Das tote Mädchen vom Strand
Schwarze Klippen

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen