Mortal Engines – Der Grüne Sturm

Autor: Philip Reeve
Genre: Science Fiction
Verlag: Fischer TOR
ISBN: 978-3596702145
Erscheinungsdatum (D) 27.02.19 Erschienen 2005
Seiten 384
Übersetzung Gesine Schröder, Nadine Püschel

Mortal Engines – Der Grüne Sturm Infernal Devices

Inhalt

Etliche Jahre sind vergangen, seit Hester und Tom mit Anchorage auf dem toten Kontinent Amerika ein neues, dauerhaftes Zuhause gefunden haben. Die Motoren der Stadt stehen schon lange still, und zusammen mit den übrigen Bewohnern haben sich die beiden ein neues Leben eingerichtet. Doch nicht alle schätzen die Beschaulichkeit und Ruhe: Wren, die Tochter von Hester und Tom, will endlich eigene Abenteuer erleben und etwas von den Wundern der Welt sehen. So wie ihre Eltern damals. Als geheimnisvolle U-Boot-Piraten die Stadt besuchen, zögert sie daher nicht lange und bittet darum, mitgenommen zu werden. Doch man sollte aufpassen, um was man bittet, denn schnell wird Wren klar, dass reale Abenteuer beileibe nicht so romantisch sind, wie die der eigenen Fantasie. Aus ihren gedanklichen Luftschlössern wird bald lebensgefährlicher Ernst, denn das U-Boot trägt Wren mitten hinein in den immer noch tobenden Krieg zwischen den Antitraktionisten vom Grünen Sturm und den letzten verbliebenen Raubstädten…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Mit „Der Grüne Sturm“ setzt Philip Reeve seine „Mortal Engines“-Reihe packend und kurzweilig fort. Die Handlung macht einen Sprung von sechzehn Jahren und zieht aus diesem Kniff seine neue Dynamik. Mit Wren Natsworthy hat Reeve auch eine neue jugendliche Hauptfigur, die natürlich perfekt für die jugendliche Hauptzielgruppe an Lesern passt. Fans der alten Figuren kommen dennoch auf ihre Kosten, denn der Autor gräbt so manchen tot geglaubten Charakter wieder aus und gibt ihm eine neue, spannende Entwicklung. Neue und alte Handlungsstränge verbinden sich dank Reeves routiniertem und gekonntem Erzählstil zu einem neuen Ganzen, das zwar hier und da doch auch wieder Längen hat, sich insgesamt aber hinter dem packenden zweiten Teil der Reihe nicht verstecken muss. Nicht nur die actionreiche Handlung macht diesen dritten Band lesenswert, erneut ist es auch die eingewobene Gesellschaftskritik, die dem Buch gut steht. Behutsam widmet sich Philip Reeve erneut auch dem Thema von Kriegstraumata und seelischen Verletzungen und bringt so ernste Töne in eine ansonsten unterhaltsame Science-Fiction-/Fantasygeschichte.

Alle Bände des „Mortal Engines“-Quartetts:

Band 1:
Mortal Engines - Krieg der Städte
Band 2:
Mortal Engines - Jagd durchs Eis
Band 3:
Mortal Engines – Der Grüne Sturm
Band 4:
Mortal Engines – Die verlorene Stadt

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