Die letzten Tage des Jack Sparks

Autor: Jason Arnopp
Genre: Horror
Verlag: Knaur.
ISBN: 978-3-426-22681-0
Erscheinungsdatum (D) 01.02.19 Erschienen 2016
Seiten 464
Übersetzung Ruggero Leò

Die letzten Tage des Jack Sparks The Last Days Of Jack Sparks

Inhalt

Jack Sparks sorgte mit seinen Enthüllungsbüchern weltweit für Aufsehen. Nun hat er ein neues Projekt im Visier: Er will die Existenz des Paranormalen widerlegen. Jack, für den Attribute wie Bescheidenheit, Respekt und Anstand Fremdwörter sind, nimmt zu Recherchezwecken an einem Exorzismus in Italien teil. Zunächst kann er über die angebliche Teufelsaustreibung bei einem jungen Mädchen nur herzhaft lachen und ist überzeugt davon, es hier mit einem Betrug allererster Güte zu tun zu haben. Doch dann taucht auf seinem You Tube-Kanal ein mehr als verstörendes Geistervideo auf, das angeblich von ihm selbst gepostet wurde. Kurz darauf wird dieses Video wieder entfernt, und jetzt ist Jack sich sicher, dass hier jemand versucht, ihn an der Nase herumzuführen.

Während Jack nun in der Weltgeschichte herumreist, um weitere Indizien zur Widerlegung des Paranormalen zu finden, häufen sich verstörende Ereignisse, die allesamt mit dem Exorzismus in Italien in Verbindung zu stehen scheinen. Als ihm schließlich auch noch Maria, das angeblich vom Teufel besessene Mädchen, erscheint, wird Jack in eine regelrechte Spirale aus Flashbacks, Paranoia und Wahnsinn gezogen…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Das als Horror-Thriller deklarierte „Die letzten Tage des Jack Sparks“ entpuppt sich schon nach wenigen Seiten als der endlos erscheinende Drogenrausch des selbstverliebten Titelhelden. Dieser Jack Sparks ist einem in seiner Egozentrik, Überheblichkeit und gnadenlosen Selbstüberschätzung beinahe von der ersten Seite an grottenunsympathisch. Sein endloses, selbstvergessenes Kreisen um sich selbst ist dabei derart ermüdend und langweilig, dass man dieses Buch spätestens ab Seite 100 gut und gerne zur Seite legen könnte. Jason Arnopps gewollt flapsiger Erzählstil, der sich zunehmend in wirren Drogenphantasien des Protagonisten verliert und im Verlauf der Geschichte immer mehr abdriftet, trägt wenig dazu bei, den Leser an die Geschichte oder gar an die ganz und gar unsympathische Hauptfigur zu binden.

Hinzu kommt, dass dieser „Horror-Thriller“ weder gruselig, noch übermäßig spannend ist, sondern sich vielmehr der Motive gängiger Horrorfilme bedient. Es will einfach keine rechte Spannung aufkommen, und Arnopps permanenter Wechsel zwischen unterschiedlichen Erzähl- und Zeitebenen ist irgendwann einfach nur noch ermüdend. Auch wenn dann auf den letzten 100 Seiten doch noch eine gewisse Spannung aufkommt und Jason Arnopp einen durchaus gelungenen Twist einsetzt, um das Ganze aufzulösen, ist „Die letzten Tage des Jacks Sparks“ doch unterm Strich ein wenig bis gar nicht gelungener Horror-Thriller, der weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen