Mortal Engines - Krieg der Städte

Autor: Philip Reeve
Genre: Science Fiction
Verlag: Fischer TOR
ISBN: 978-3596702121
Erscheinungsdatum (D) 24.10.18 Erschienen 2001
Seiten 336
Übersetzung Gesine Schröder, Nadine Püschel

Mortal Engines - Krieg der Städte Mortal Engines

Inhalt

Große Städte fressen kleinere – so war es schon immer. Seit hunderten von Jahren herrscht im Städtedarwinismus das gnadenlose Recht des Stärkeren. Und London ist eine Stadt der Stärke! In den großen Jagdgründen gehört sie zu den prächtigsten und schnellsten Städten, und ihre Einwohner sind stolz auf ihre fahrende Heimat. Auch Tom ist stolz auf sein Zuhause. Der Gehilfe der Historikergilde kann sich nicht vorstellen, dass es wo anders schöner oder lebenswerter wäre. Zumal London Valentine hat, den größten Abenteurer und Historiker, den die Welt je gesehen hat. Valentine ist Toms Held, und er ist es, der dem Oberhaupt der Historiker bei einem heimtückischen Attentat im Bauch der Stadt das Leben rettet. Aus dem Nichts war ein Mädchen mit einem Messer aufgetaucht und hatte versucht, Thaddeus Valentine zu ermorden. Doch anstatt Tom für seine Rettung zu danken, stößt dieser den jungen Mann zusammen mit der Attentäterin in den Abgrund. Tom überlebt und ist plötzlich mitten im größten Abenteuer seines Lebens….

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Philip Reeve hatte für sein Buch „Mortal Engines – Krieg der Städte“ ein paar ganz großartige Ideen: Fahrende Städte, die alles verschlingen, was ihnen in den Weg kommt. Luftschiffe, die den Himmel beherrschen. Mächtige Gilden, Agenten, und die Mysterien alter Technologie. Steampunk trifft Science-Fiction, und das ist absolut cool! Da kommen unweigerlich Erinnerungen an „Mad Max“ hoch. Reeve erzählt im ersten Band seiner Quadrologie über die fahrenden Städte eine spannende Geschichte. Er verlässt sich für seine Handlung allerdings sehr auf die schnelle, actionlastige Abfolge der Ereignisse und vernachlässigt dafür die Zeichnung seiner Figuren. Das führt dazu, dass alle recht schablonenhaft wirken und ihre teils tragischen Geschichten an der Oberfläche verharren. Es fällt schwer, mit ihnen in echten Kontakt zu kommen. Man vermisst an „Mortal Engines – Krieg der Städte“ die Wucht einer detailreicher erzählten Welt und die Strahlkraft von Charakteren, die einem auch nach der letzten Seite noch im Gedächtnis bleiben. Was bleibt und begeistert sind Philip Reeves fantasievolle Ideen gepaart die Hoffnung, dass sich der Autor im nächsten Band der Reihe mehr Zeit in der Erzählung lässt und mit uns tiefer in seine faszinierende Welt eintaucht.

Alle Bände des „Mortal Engines“-Quartetts:

Band 1:
Mortal Engines - Krieg der Städte
Band 2:
Mortal Engines - Jagd durchs Eis
Band 3:
Mortal Engines – Der Grüne Sturm
Band 4:
Mortal Engines – Die verlorene Stadt

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