Das Siegel von Rapgar

Autor: Alexey Pehov
Genre: Fantasy
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492702737
Erscheinungsdatum (D) 03.04.18 Erschienen 2009
Seiten 592
Übersetzung Christiane Pöhlmann

Das Siegel von Rapgar PeresmeSnik

Inhalt

Die altehrwürdige Stadt Rapgar ist ein Schmelztiegel der Kulturen.
Zwischen moderner Dampftechnik und alter Magie haben hier die verschiedensten Völker ein fragiles, recht friedliches Miteinander und Nebeneinander geschaffen. Doch nun wird die Stadt von einer Reihe grausamer Morde erschüttert. Die Opfer scheinen wahllos gewählt, und die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Till er‘Cartya, Spross einer alten Magierfamilie, gerät zufällig in den Fokus der Ermittlungen, als er die hübsche Erin im Zug vor ein paar undurchsichtigen Verfolgern rettet. Ehe er sich versieht, gehört er zum Kreis der Verdächtigen, wurde er doch vor ein paar Jahren bereits beschuldigt, den Schwiegersohn des Stadtfürsten ermordet zu haben. Damals hatte Till schmerzlich gelernt, dass der Polizei nur bedingt zu vertrauen ist, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem geheimnisvollen Mörder und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur, die ganz Rapgar auslöschen könnte….

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Mit „Das Siegel von Rapgar“ hat Alexey Pehov einen packenden Krimi abgeliefert, der nicht nur Elemente der Jack-the-Ripper-Story neu erzählt, sondern auch einen stimmungsvollen Mix aus Steampunk und Magie liefert. Pehov zeichnet die Stadt Rapgar als Schmelztiegel der unterschiedlichsten Kulturen. Ein Ort, an dem magische Traditionen mit moderner Technik ringen. Alleine dies ist absolut faszinierend. Am Anfang verweilt sich der Autor ab und an etwas lange in der Zeichnung der vielen Details seiner Stadtwelt und nimmt damit in Kauf, dass der Krimi-Spanungsbogen behäbig wirkt. Doch das verzeiht man ihm gerne, denn an jeder Ecke wartet Pehovs Welt mit neuen, großartigen Ideen auf. Auch die Figuren, die er hier zeichnet sind so interessant und vielseitig, dass man ihnen unbedingt folgen will. Sie alle tragen Licht und Schatten in sich, und ihre Geheimnisse machen sie zu durchweg interessanten Protagonisten.

Geschickt verdichtet Alexey Pehov seine Handlung gegen Ende immer weiter und versteht es mit unerwarteten Wendungen wieder und wieder zu überraschen. Gerade das letzte Drittel der Geschichte glänzt im Vergleich zu den detailüberladenen ersten Seiten mit einer ungemein dichten Atmosphäre, die einen absolut packt. Und so fiebert man dem Ende und der Auflösung der Geheimnisse rund um das Siegel von Rapgar atemlos entgegen und hofft, von Alexey Pehov bald wieder einmal in diese besondere Stadt mitgenommen zu werden.

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