Hangman

Autor: Daniel Cole
Genre: Thriller
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-28921-2
Erscheinungsdatum (D) 02.01.18 Erschienen 2018
Seiten 480
Übersetzung Conny Lösch

Hangman

Inhalt

Chief Inspector Emily Baxter vom New Scotland Yard wird von FBI und CIA angefordert. In New York wurde ein Toter gefunden, der derart gekennzeichnet wurde, dass zu befürchten steht, dass hier kopiert wird, was der Ragdoll-Killer vorgemacht hatte. Diesen Fall hatte Baxter gelöst, und so hofft man nun auf ihre Hilfe. Zur Seite gestellt bekommt sie den kauzigen Special Agent Damien Rouche vom CIA, der ihr mehr Rätsel aufgibt als der Fall selbst, und Special Agent Elliot Curtis vom FBI, die ihr von Anfang an sympathisch ist.
Eigentlich möchte Baxter diesen Fall nicht bearbeiten, denn die Wunden des letzten Falles sind noch lange nicht verheilt und zudem ihr enger Kollege und Freund seither verschwunden. Gerade erst hat sie begonnen, sich davon zu erholen und sogar eine Beziehung angefangen, die ihr sehr schwerfällt, denn Vertrauen ist ein schwieriges Thema für sie. Somit ist sie auch ihren neuen Kollegen gegenüber mehr als vorsichtig und das nicht ganz zu Unrecht, denn es scheint, dass von amerikanischer und britischer Seite nicht so ganz mit offenen Karten gespielt wird.
Doch noch bevor sie dazu kommt, sich über alles Gedanken zu machen, überschlagen sich die Eregnisse dies- und jenseits des Atlantiks, und bald schon merkt Baxter, dass dieser Fall tatsächlich mit dem Ragdoll-Fall zusammenhängt und erneut muss sie sich dem Grauen aussetzen, und erneut verliert sie Menschen und ihren Glauben an das Gute …

Buchkritik von Angelika  Koch

Wow! Diese Story hat es in sich. Nichts für zarte Seelen! Die Brutalität, mit der Daniel Cole schreibt, ist nahezu unerträglich, seine bildhafte Sprache bereitet dem Leser beinahe physische Schmerzen. Überhaupt ist die Sprache des Autors sehr formreich, nahezu gestalterisch, offen und dennoch verschachtelt, man muss beim Lesen wirklich aufpassen, dass man nichts verpasst, man muss sich in der Tat auf dieses Buch einlassen. Tut man das nicht, wird es einem keinen Lesespaß bereiten, tut man es, wird es einem an manchen Stellen leid tun.
„Hangman“ ist keine Durchschnittskost, nichts Gewöhnliches, nichts, was spurlos am Leser vorbeigeht. Die Geschichte ist brutal, verworren, mystisch und überaus grausam. Die Sprache des Autors ist es ebenso. Ganz zu schweigen von den Akteuren. Daniel Cole zeichnet messerscharf Charakterköpfe, Leidende, Verwundete, zutiefst traumatisierte Menschen, die aber dem Grauen ein Ende bereiten wollen. Wenngleich die Hintergründe an manch einer Stelle ein bisschen zu unglaublich wirken, bleibt dieses Buch am Leser hängen. Keinesfalls wird er es achtlos ins Regal stellen und vergessen. Hier sät der Autor eine Saat, die beim und nach dem Lesen aufgeht und nicht unbedingt schöne Früchte bringt.
Dennoch – Daniel Cole hat eine große Gabe. Die Gabe, Sprache so zu nutzen, dass sie lebendig wird und durch Mark und Bein geht, wie ein scharfes Messer, genau wie das Messer, das in dieser Geschichte Worte in die Brust der Opfer ritzt.

Chief Insepctor Emily Baxter arbeit beim New Scotland Yard und ermittelt in diesen Fällen:

Ragdoll
Hangman

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen