Das Sündenhaus

Autor: Antonia Hodgson
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426654408
Erscheinungsdatum (D) 21.08.17 Erschienen 2016
Seiten 416
Übersetzung Sonja Rebernik-Heidegger

Das Sündenhaus A Death at Fountains Abbey

Inhalt

Tom Hawkins, Gentleman und Lebemann, ist gerade dem Tod von der Schippe gesprungen, als ihn ein Auftrag der Königin höchstpersönlich ereilt: Er soll sich auf den Weg nach Yorkshire machen, zum Anwesen von John Aislabie. Dieser hatte die Königin um Hilfe gebeten, da er bedroht wurde. Allerdings ist „gebeten“ nicht so ganz richtig ausgedrückt, denn Aislabie hat etwas gegen die Königin in der Hand, womit er sie erpressen kann. Offiziell lautet der Auftrag für Hawkins nun, die Hintergründe der Drohbriefe zu ergründen, inoffiziell soll er jedoch für die Königin ein Kontenbuch suchen, das pikante Details über finanzielle Transaktionen beinhaltet, in die das Königshaus selbst involviert gewesen war.
Dummerweise hat die Königin aber auch etwas gegen Hawkins in der Hand und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Weg anzutreten. Da er über einen außergewöhnlichen Verstand verfügt und mit einer messerscharfen Beobachtungsgabe gesegnet ist, scheint er der richtige Mann für diesen Auftrag zu sein. Im Stillen schmiedet er jedoch Pläne, wie er sich selbst einen Vorteil verschaffen kann, um nicht mehr durch die Königin erpressbar zu sein.
Doch leider entpuppt sich die Geschichte als sehr vielschichtig und verwirrend und schon bald muss Hawkins erkennen, dass der Tod ihm noch immer näher ist, als es ihm recht sein kann ….

Buchkritik von Angelika  Koch

Auch für Leser, die sonst nicht Fans von Historischen Thrillern sind, ist die Reihe um Tom Hawkins nun schon zum dritten Mal ein wahrer Leckerbissen. Auch in diesem Band lässt die Autorin nicht nach, „Das Sündenhaus“ steht hinter seinen beiden Vorgängern in keinster Weise zurück.
Im Anhang listet Antonia Hodgson alle Fakten auf, aus denen sie dann geschickt diese Geschichte entwickelt hat. Die Fakten nehmen einen solch großen Teil des Plots ein, dass man glauben kann, dass sich alles genauso zugetragen haben könnte. Das macht den besonderen Reiz des Buches aus. Sicherlich war es nicht so, aber nur der Gedanke, dass Hodgson etwas um die Geschehnisse der damaligen Zeit herumgesponnen hat, vermittelt dem Leser großen Spaß beim Lesen. Und auch ein bisschen Gänsehaut, denn alle Bücher der Autorin haben etwas Unheimliches, Dunkles an sich, das auf den Leser überspringt und ihn somit immer wieder schaudern lässt.
Hawkins ist eine zeitlose Figur, er könnte genauso heute als Detective ermitteln, er hat etwas Schlaues und Gewitztes an sich, das sich gut in andere Zeiten transportieren ließe. Dennoch vermittelt Hodgson auch in „Das Sündenhaus“ wieder die Eindrücke der damaligen Zeit. Anfang des achtzehnten Jahrhunderts, das ist einerseits noch gar nicht so lange her, andererseits wird einem in den Büchern der Autorin immer wieder deutlich, wie völlig anders das Leben damals war, welche Konventionen galten, wie mit Menschen umgegangen wurde, wie ungerecht Wohlstand und Ehre verteilt waren. Gruselig und ungeschminkt ist der Erzählstil, das Buch gewinnt dadurch an Tiefe und Glaubwürdigkeit. Spannend ist der Plot allemal, die Aufklärung entblättert sich nur Stück für Stück, und bis zum Ende bleibt der Leser mit Begeisterung dabei und hofft auf eine weitere Geschichte um Hawkins und sein Leben …..

Es geht um Tom Hawkins und seine Abenteuer in folgenden Büchern:

Das Teufelsloch
Der Galgenvogel
Das Sündenhaus

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