Geister auf der Metropolitan Line

Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Krimi
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21733-0
Erscheinungsdatum (D) 31.05.18 Erschienen 2017
Seiten 176
Übersetzung Christine Blum

Geister auf der Metropolitan Line The Furthest Station

Inhalt

Aufsässige Geister in der Metropolitan Line von London belästigen die Fahrgäste und sorgen für Aufruhr und Verunsicherung bei den Pendlern, die täglich die britische Metropole auf dem Weg zur Arbeit fluten. Die zuständige Polizei hat die Fälle schnell als „abstrusen Scheiß“ klassifiziert. Und für den ist bei New Scotland Yard eine ganz besondere Ermittlungseinheit zuständig: das Folly. Peter Grant – Police Constable und erster Zauberlehrling seit 50 Jahren - und sein Boss Nightingale nehmen die Ermittlungen auf…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Die erste Regel guter Polizeiarbeit lautet: nicht Hals über Kopf dem erstbesten Hinweis hinterherjagen, egal wie verheißungsvoll er ist. (…) Die zweite Regel lautet: Such dir einen Dummen, der die lästigen Aufgaben erledigt.

Für alle, die nach dem großartigen sechsten Teil „Der Galgen von Tyburn“ auf die Fortsetzung der Story des ersten Zauberlehrlings von New Scotland Yard seit 50 Jahre gewartet hatten, ist „Geister auf der Metropolitan Line“ eine Enttäuschung.
Dieser siebte Teil ist nämlich keine „echte“ Fortsetzung, sondern soll wohl nur das Warten bis zum nächsten vollwertigen Buch verkürzen. Die Veröffentlichung im Original soll noch 2018 erfolgen. Bis dahin gibt es also diese kleine Ermittlungsgeschichte über Geister in der Londoner U-Bahn.

Die nicht erfüllte Erwartungshaltung vieler Leser ist nur ein Problem dieses mit 176 Seiten doch recht kurzen Ausflugs in die skurrile magische Welt der britischen Metropole. Peter Grants Fall „Geister auf der Metropolitan Line“ ist in sich einfach nicht so spritzig, witzig und peppig wie man das sonst gewohnt ist. Die Story ist lahm und packt einen nie wirklich. Nur selten schafft Ben Aaronovitch die besondere Atmosphäre herzustellen, die die übrigen Bände seiner Reihe sonst ausmacht. „Geister auf der Metropolitan Line“ bringt zwar ein Wiedersehen mit zumindest ein paar der liebgewonnen Figuren, aber unter dem Strich hätte es diesen Exkurs einfach nicht gebraucht.

Alle Fälle von Peter Grant:
Die Flüsse von London
Schwarzer Mond über Soho
Ein Wispern unter Baker Street
Der böse Ort
Fingerhut-Sommer
Der Galgen von Tyburn
Lies Sleeping (erscheint im Original am 06.11.18)

Weitere Geschichten rund um Peter Grant:
Geister auf der Metropolitan Line

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