Weltenzerstörer

Autor: Cixin Liu
Genre: Science Fiction
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31925-7
Erscheinungsdatum (D) 13.08.18 Erschienen 2012
Seiten 128
Übersetzung Marc Hermann

Weltenzerstörer 人和吞食者

Inhalt

Die Erde in einer nicht näher beschriebenen Zeit: Eines Tages taucht im Weltraum in der Nähe des Planeten ein mysteriöser Kristall auf. Der Kommandant einer chinesischen Weltraumpatrouille findet den außerirdischen Flugkörper. Eigentlich war der Trupp auf der Suche nach gefährlichen Asteroiden, doch nun hat diese Gruppe von Menschen den ersten Kontakt zu nicht irdischem Leben, denn der Kristall erwacht plötzlich. In seinem Innern erscheint ein kleines Mädchen und schreit eine verstörende Botschaft: „Alarm! Alarm! Der Weltenzerstörer kommt.“ Wie sich herausstellt, stammt der Kristall aus dem Epsilon-Eridani-System, welches unlängst Opfer des mysteriösen Weltenzerstörers wurde. Der Weltenzerstörer ist ein riesiges Raumschiff, welches fremde Planeten bis auf die letzte Rohstoff-Reserve ausräubert und danach öde und leer zurücklässt. Ein Schicksal, das die Menschheit für die Erde verhindern will, doch die Zeit ist knapp, und zunächst ist die Bevölkerung wie gelähmt, ob dieser grauenvollen Nachricht. Doch dann hat der Kommandant einen klugen Plan…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Der chinesische Science-Fiction-Autor Cixin Liu hatte 2015 seinen internationalen Durchbruch, als er für den ersten Band seiner Trisolaris-Reihe „Die drei Sonnen“ den wichtigen Genrepreis, den Hugo Award gewann.
Bei Cixin Liu trifft philosophische Betrachtung auf Technik, Ingenieursdenken auf die großen Fragen der Menschheit. Genau diese Mischung macht oft die Geschichten im Science-Fiction-Genre aus. Doch anders als etwa bei dem genialen Ted Chung, schafft es Cixin Liu in seiner Novelle „Weltenzerstörer“ nicht, daraus auf wenigen Seiten eine magische und fesselnde Story zu schmieden. Seine Geschichte hat viele spannende Gedanken und manchen klugen Handlungsschachzug, doch vermag der Autor die Dimension seiner Gedanken in den wenigen Sätzen nicht ausreichend Tiefe mitzugeben. Denn anders als erwartet, ist die eigentliche Geschichte nur 71 Seiten lang. Die restlichen Seiten verteilen sich auf mehr oder weniger interessante Anhänge über Maßeinheiten und die chinesische Sprache. Unter dem Strich hebt sich „Weltenzerstörer“ nicht ab aus der Menge vergleichbarer Storys.

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