Die Spur des Barolo

Autor: Paul Grote
Genre: Krimi
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21603-6
Erscheinungsdatum (D) 21.08.15 Seiten 413

Die Spur des Barolo

Inhalt

Francesca Sturm erreicht das Grauen auf dem Flughafen Düsseldorf: Ihr Mann Arnold, der mit sechs anderen Weinfreunden auf einer Weinreise in Italien war, steigt nicht aus der Maschine und weitere Recherchen zeigen, dass er gar nicht an Bord war, obwohl dies keinem seiner vermeintlichen Freunde aufgefallen ist. Natürlich wird Francesca von den Behörden belächelt: Was gibt es wohl für Gründe, warum ein Ehemann verschwindet? Da sie von dieser Seite keine Hilfe erwarten kann, und auch die Unterstützung der Weinfreunde mehr als dürftig ist, schmiedet Francesca zusammen mit ihren Eltern einen Plan: Sie soll als angebliche Weinkennerin die Route des Weinklubs nachverfolgen und so Nachforschungen anstellen. Einziges Problem: Francesca hat im Gegensatz zu ihrem Mann und ihrem Vater keine Ahnung von der Materie.
Nach einer oberflächlichen Einweisung wagt sie die Reise – ganz alleine. Denn sie ist sich sicher, dass Arnold in Gefahr schwebt und sie ihm helfen muss. Leider hat sie mit dieser Vermutung mehr als recht....

Buchkritik von Angelika  Koch

Die Geschichte an und für sich ist gar nicht schlecht. Man stelle sich vor: Jemand, den man vom Flughafen abholen will, steigt nicht aus dem Flugzeug und ist sogar total verschwunden. Ein wahres Horrorszenario. Und auch die Überlegung, bei fehlender Unterstützung der Behörden die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, liegt gar nicht so fern. Und das muss man dem Autor auch lassen: Auf völlig unprätentiöse und somit glaubhafte Art und Weise wird eben diese Geschichte von ihm erzählt, und deswegen kann der Leser sich ohne Probleme in das Geschehen einfügen und allem wohlwollend folgen. Die Beschreibung der Landschaften und Weingüter ist im Gegensatz dazu wundervoll bild- und lebhaft. Dieser Gegensatz macht den Reiz des Buches aus.
Doch leider muss sich „Die Spur des Barolo“ - genau wie die anderen „Weinbücher“ des Autors auch, an die entsprechende Zielgruppe richten, damit sich diese Reize wie ein guter Wein voll entfalten können. Für den Nichtweinkenner bzw. Nichtweinliebhaber dürfte dieses Buch zu langatmig sein und die Beschreibungen der Natur und der Weine viel zu ausführlich. Und selbst denjenigen, die dem edlen Tropfen nicht abgeneigt sind, werden die Passagen mitunter zu lang. Fazit somit: Gute Geschichte mit zu vielen Längen und zu wenig Action.

Die weiteren Weinkrimis von Paul Grote sind:
Tod in Bordeaux
Bitterer Chianti
Rioja für den Matador
Verschwörung beim Heurigen
Der Portwein-Erbe
Der Wein des KGB
Der Champagner-Fonds

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