Spätzleblues

Autor: Elisabeth Kabatek
Genre: Roman
Verlag: Knaur.
ISBN: 978-3-426-51039-1
Erscheinungsdatum (D) 01.08.14 Seiten 352

Spätzleblues

Inhalt

Gerade so hat Pipeline Praetorius es noch geschafft, sich mit ihrem Freund Leon zu versöhnen, ehe der in sein Flugzeug stieg, um für zwei Jahre nach China zu entschwinden, wo er bei Bosch angestellt ist. Zwar ist Line überglücklich, nun wieder mit Leon vereint zu sein – doch leider beschränken sich ihre Kontakte über die täglichen kurzen Treffen per Skype. Das ist Line entschieden zu wenig, und so treibt ihre Sehnsucht nach Leon bei ihr die seltsamsten Blüten, zumal ihr Katastrophen-Gen keineswegs tausende von Kilometern entfernt weilt, wie ihr geliebter Leon. Neben dem Künstler Tarik, der sie ja einst zu seiner Muse erwählt hat, sind es auch noch der Polizist Simon, der ihr wieder einmal in den unmöglichsten Momenten über den Weg läuft und ihr neuer Arbeitskollege Micha, die eine ernsthafte Gefahr für ihre Beziehung mit Leon darstellen könnten.

Micha, der offenbar ebenso wie Line mit dem Katastrophen-Gen geschlagen ist, arbeitet mit ihr zusammen in der Werbeagentur, und dieser neue Job entpuppt sich zusehends als ein einziges Desaster. Kurzerhand entschließt Line sich, als Putzfee, die von Haustür zu Haustür geht, ihren Etat etwas aufzubessern. Doch Line wäre nicht Pipeline Praetorius, wenn an den diversen Fronten auch nur annähernd etwas glatt gehen würde…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Zeit mit der chaotischen und doch so liebenswerten Pipeline Praetorius zu verbringen, ist einfach herzerwärmend und sorgt für jede Menge gute Laune! Auch in „Spätzleblues“, dem dritten Band ihrer Reihe um die sympathische Stuttgarterin, gelingt es Elisabeth Kabatek wieder, die Lachmuskeln ihrer Leser aufs empfindlichste zu strapazieren. Fettnäpfchen pflastern Lines Weg, daran hat sich auch nach der glücklichen Versöhnung mit ihrem Leon nichts geändert. Diese Fettnäpfchen schildert Kabatek derart witzig und brüllend komisch, dass die Lachtränen nur so über die Wangen rollen. Dabei geht sie aber stets so liebevoll mit ihrer tollpatschigen Heldin um, dass man die Chaos-Schwäbin einfach nur knuddeln möchte. Doch auch sämtliche andere Figuren aus „Spätzleblues“ – solche, die wir schon aus den vorigen Bänden kennen und andere, die hier neu hinzugekommen sind – sind derart sympathisch, exzentrisch, skurril und nervtötend, dass sie direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen.

Vermischt mit den Besonderheiten des schwäbischen Sprachgebrauchs und so manchem Kalauer aus Lines Mund, erzählt Kabatek in „Spätzleblues“ erneut eine liebenswerte Geschichte mit so manchem Schwank aus Pipeline Praetorius’ chaotischem Leben. Auch wenn die eine oder andere Episode dann doch arg überzogen wirkt, ist das Gesamtergebnis von „Spätzleblues“ wieder ein durchaus gelungenes – so macht der Wilde Süden Deutschlands einfach Spaß!

Die Pipeline-Praetorius-Reihe umfasst folgende Bände:
Laugenweckle zum Frühstück
Brezeltango
Spätzleblues
Zur Sache, Schätzle!
Schätzle allein zu Haus

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen