Irisches Verhängnis

Autor: Hannah O'Brien
Genre: Krimi
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21584-8
Erscheinungsdatum (D) 01.04.15 Seiten 415

Irisches Verhängnis

Inhalt

Nach einigen Jahren in Dänemark kehrt die junge Polizistin Grace O’Malley in ihre Heimat Irland zurück und übernimmt dort die Leitung des Morddezernats in Galway. Dass ihr einflussreicher Onkel bei ihrer Einstellung offenbar ohne ihr Wissen seine Finger im Spiel hatte, bekommt Grace allerdings schnell zu spüren. Überdeutlich schlagen ihr Ablehnung und Neid vonseiten ihrer neuen Kollegen entgegen – lediglich ihr bodenständiger und liebenswerter Kollege Rory Coyne bildet hier eine Ausnahme. Der sechsfache Vater, der zudem noch mit der Gabe des „zweiten Gesichts“ gesegnet ist, steht Grace mit Rat und Tat zur Seite, und auch der überaus attraktive Wirtschaftsdetektiv Peter Burke, den Grace noch aus Kindheitstagen kennt, stellt sich als große Hilfe im Fall, mit dem sie es zu tun bekommt, heraus.

Die junge Studentin Annie wurde ermordet, und gleich drei einflussreiche und überaus bekannte Männer geraten dabei in den Fokus der Ermittlungen. Offenbar hat jeder von ihnen auf die eine oder andere Weise etwas zu verbergen, und erneute Mordfälle lassen Grace zunehmend unter Druck geraten. Dabei bereitet ihr auch ihr eigenes Privatleben gehöriges Kopfzerbrechen, ruft doch das spurlose Verschwinden ihrer Tochter Roisin den einflussreichen irischen Familienclan auf den Plan…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

„Irisches Verhängnis“ ist der erste Fall für die irische Ermittlerin Grace O’Malley, die nach Jahren in Dänemark zur irischen Garda zurückgekehrt ist. Gleich zu Beginn macht Autorin Hannah O’Brien deutlich, welch gewichtige Rolle die irischen Familienverwicklungen in ihrem Krimi spielen werden. Ihre sympathische und überaus eigenwillige Ermittlerin Grace tut alles, um dem Einfluss der „verfluchten O’Malleys“ zu entkommen, doch das ist in der irischen Provinz Galway scheinbar fast unmöglich. Es sind der trockene, irische Humor und der Charme der grünen Insel, die den Leser vom ersten Augenblick an für diesen Krimi einnehmen, der mit seiner ganz eigenen Ausstrahlung eine spannende, wenn auch nicht immer gänzlich fesselnde Geschichte zu erzählen weiß.

Auch wenn der Spannungsbogen hin und wieder die eine oder andere Schwäche aufweist, ist es doch vor allem das sympathische Ermittlertrio, das den Leser unaufhörlich bei der Stange hält. Grace O’Malley, Rory Coyne und Peter Burke begeistern von Anfang an durch ihre sympathische Ausstrahlung, Selbstironie und kluge Menschenkenntnis. Grace’ Verhältnis zu ihrer Tochter Roisin ist nicht immer wirklich nachvollziehbar, doch die Hoffnung, dass sich das in den (hoffentlich) anschließenden Fällen immer mehr klären wird, ist durchaus da. In jedem Fall ist Hannah O’Brien mit „Irisches Verhängnis“ ein viel versprechender Auftakt zu einer Krimireihe gelungen, bei der in jedem Fall noch Luft nach oben ist.

Die Grace O'Malley und Rory Coyne-Reihe umfasst folgende Bände:
Irisches Verhängnis
Irisches Roulette
Irische Nacht
Irisches Erbe
Irische Totenwache

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen