Der böse Ort

Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Krimi
Verlag: dtv
ISBN: 978-3423215077
Erscheinungsdatum (D) 01.05.14 Erschienen 2013
Seiten 400
Übersetzung Christine Blum

Der böse Ort Broken Homes

Inhalt

Mit dem Sozialwohnblock Skygarden Tower hatte sich der deutsche Architekt Erik Stromberg in Südlondon ein architektonisches Denkmal gesetzt. Über die Jahrzehnte hat der Bau nicht nur begabte Künstler und erfolgreiche Politiker hervorgebracht, sondern auch reichlich Irre und Kriminelle. Keine natürliche Häufung, so viel steht fest und Grund genug für Peter Grant, Polizist und Zauberlehrling, hier Magie zu wittern. Doch wie hängt ein gestohlenes Buch über Magie aus der weißen Bibliothek Weimar damit zusammen? Als mit dem Fortschreiten der Ermittlungen auch die Leichen zunehmen und Peters persönlicher Erzfeind, der gesichtslose Magier, seine Duftmarken hinterlässt, ist klar: hier ist etwas Größeres im Gange…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Operative Merkworte im Katastrophenfall, wenn man der Erste vor Ort ist: ÜBELZT. Ü wie Überblick. Verschaffen Sie sich einen solchen: Oh Gott, eine Bombe.
B wie Beurteilung der Lage. Oh Gott, es gibt noch viel mehr Bomben, und alle hier drin werden sterben.
E wie Erkenntnisse umgehend weitergeben. Oh Gott, eine Bombe, wir werden alle sterben, schicken Sie Hilfe.
An das L konnte ich mich ums Verrecken nicht erinnern.
Z stand für Zahl der Schwerverletzten ermitteln. Aber der Gipfel war T: Tragen Sie alles in das entsprechende Formular ein.

Auch in seinem vierten Fall kämpft Peter Grant, Police Constable und Englands erster Zauberlehrling seit 50 Jahren, wieder mit der Bürokratie, zahlreichen paranormalen Phänomenen, nichtmenschlichen Londonern, Nachthexen und seinem speziellen „Freund“, dem Gesichtslosen. Noch immer begeistert dabei die launige und lebendige Art und Weise, wie Ben Aaronovitch sein London zu sprachlichem Leben erweckt. Der Fall rund um die Wohnanlage Sky Tower ist erneut spannend, hat aber im Gegensatz zu den letzten drei Grant-Fällen durchaus auch seine zähen Momente. Dennoch bleibt man auch bei diesem Fall bei der Stange, denn schließlich will man unbedingt wissen, auf welche Weise ein Rentner mit magischer Begabung, ein U-Bahn-Selbstmörder und eine Baumnymphe in Verbindung stehen. Ben Aaronovitch füttert uns in „Der böse Ort“ auch wieder mit zahlreichen Hinweisen zu der umtriebigen Vergangenheit seines Bosses Nightingale.
Kurz: Es bleibt spannend, kreativ, abwechslungsreich und fast durchweg fesselnd in Peter Grants bunter Welt und daher wollen wir von diesen Urban Fantasy-Krimis unbedingt noch mehr lesen!

Alle Fälle von Peter Grant:
Die Flüsse von London
Schwarzer Mond über Soho
Ein Wispern unter Baker Street
Der böse Ort
Fingerhut-Sommer
Der Galgen von Tyburn
Die Glocke von Whitechapel

Weitere Geschichten rund um Peter Grant:
Geister auf der Metropolitan Line

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