Sophie Scholl - Die letzten Tage

Autor: Fred Breinersdorfer
Genre: Biographie
Verlag: Fischer
ISBN: 3-596-16609-8
Erscheinungsdatum (D) 2005 Seiten 477

Sophie Scholl - Die letzten Tage

Inhalt

Das Buch ist aufgeteilt in sechs Abschnitte:

1. Die Flugblätter der "Weißen Rose" – Alle Flugblätter plus des Flugblattentwurfs von Christoph Probst sind hier im Originalton abgedruckt.

2. Eine kurze Geschichte der "Weißen Rose", wie alles begann, wie Hans Scholl nach seinem Stalingradeinsatz mehr und mehr zum Kriegsgegner wurde und mit einigen Freunden und schließlich auch mit seiner Schwester Sophie Flugblätter gegen den Nationalsozialismus und gegen Hitler verteilte. Wie Sophie und Hans bei ihrer letzten Flugblattaktion ertappt und verhaftet wurden. Die Verhöre, die Geständnisse, die Versuche, die beteiligten Freunde aus allem herauszuhalten und schließlich der Prozess und die Hinrichtung.

3. Biographische Notizen der Mitglieder der "Weißen Rose" Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf, Kurt Huber, Else Gebel zum einen und des Kriminalobersekretärs Robert Mohr, der das Verhör von Sophie Scholl leitete und des Präsidenten des Volksgerichtshofes Roland Freisler zum anderen.

4. Das Drehbuch des Films "Sophie Scholl – Die letzten Tage" , das sich insbesondere auf die letzte Flugblattaktion Hans und Sophie Scholls konzentriert und die letzten Tage von Sophie schildert. Am Ende dieses Kapitels stehen Bemerkungen zum Konzept des Films von Fred Breinersdorfer und Marc Rothemund.

5. Die Vernehmungsprotokolle von Mitgliedern der "Weißen Rose"

6. Hier gibt es noch eine kommentierte Auswahlbibliographie zur "Weißen Rose".

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Ein unbedingtes Muss für alle, die den Film gesehen haben. Hier kann man nochmal alles nachlesen, viele Zusammenhänge werden klarer und das Ausmaß des Ganzen wird überschaubarer. Immer wieder laufen einem Schauer über den Rücken, nämlich immer dann, wenn man sich klarmacht, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, dass dieser Terror tatsächlich einmal existiert hat – und noch gar nicht vor so langer Zeit. Gleichzeitig bekommt man ein ganz starkes Gefühl von Zuversicht, denn da gab es tatsächlich Menschen, die trotz Bedrohung ihres Lebens bereit waren, für ihre Ideale einzustehen.

Manche Passagen des Buches sind etwas langatmig, insbesondere die Verhörprotokolle, in denen sich vieles wiederholt. Wie gesagt, alle, die sich für die schrecklichen Geschehnisse im "Dritten Reich" interessieren und noch ein bisschen mehr über die Widerstandsbewegung "Die Weiße Rose" wissen wollen, sollten dieses Buch unbedingt lesen.

Gleichnamiger Film mit Julia Jentsch in der Rolle der Sophie Scholl

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