Die Flüsse von London

Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Krimi
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21341-7
Erscheinungsdatum (D) 01.01.12 Erschienen 2011
Seiten 480
Übersetzung Karlheinz Dürr

Die Flüsse von London Rivers of London

Inhalt

Peter Grant, Polizeianwärter bei der Metropolitan Police, hat es fast schon geahnt. Während seine Freundin Lesley nach ihrem Abschluss zu den „echten“ Polizisten darf, wird seine Zukunft nur aus langweiliger Büroarbeit bestehen. Doch dann kommt jener schicksalhafte Dienstag im Januar, an dem ein Mann im Covent Garden seinen Kopf verliert und Peter Grant den einzigen Zeugen entdeckt. Zu dumm, dass der Mann ein Geist ist und nur Peter ihn sehen kann. Aber als richtiger Polizist nimmt er pflichtgemäß zunächst dessen Personalien auf. Natürlich erzählt man solch ein Ereignis aber nicht mal eben seinem Vorgesetzten. Dennoch wird der mysteriöse Polizeiinspektor Thomas Nightingale auf Peter aufmerksam und holt ihn ins Folly zu einer besonderen Einheit. Er soll Zauberlehrling werden; der erste seit 50 Jahren. Von nun an ändert sich Peters Leben völlig, denn als sich herausstellt, dass der Kopflose in Covent Garden zu einer ganzen Reihe von geheimnisvollen Todesfällen gehört, sind Peters Fähigkeiten bald sehr gefragt. Nightingale beginnt ihn auszubilden, und schon bald jagt Peter nicht nur Geister sondern vermittelt auch zwischen den Flussgöttern der Themse und vernichtet Vampire in Vorstadtsiedlungen. Alles sehr aufregend und sehr anstrengend, denn die Polizei von London hat auch für die Jagd auf Geister jede Menge Formulare…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Feldausrüstung für Gespensterjäger: warme Jacke; Thermounterwäsche (extrem wichtig); Thermosflasche, Geduld; Gespenst.
Mit „Die Flüsse von London“ legt Ben Aaronovitch seinen ersten Peter Grant-Krimi vor. Die Mischung auf gutem englischen Krimi und urbaner Fantasy rockt von der ersten Minute an. Aaronovitch hat einen frischen und frechen Schreibstil, der die Dinge beim Namen nennt und die Fähigkeit, lebendige und spannende Figuren zu zeichnen, die für den Leser schnell zum Leben erwachen. Temporeich schreitet er bei seinen Ermittlungen voran und stellt seinem Protagonisten dabei manches magische wie nichtmagische Hindernis in den Weg. Dabei ist das Zaubern für ihn oft mehr Wissenschaft, und Okkultes wird einfach akzeptiert als Bestandteil unserer Welt: Ich kann es sehen, also ist es auch da. Diese Selbstverständlichkeit macht Spaß und erdet die Geschichte auf angenehme Art und Weise. Mit viel Kreativität und dem richtigen Augenmaß für witzige wie nachdenkliche Momente ist es Ben Aaronovitch so gelungen, etwas Eigenes zu schaffen. Und so ganz nebenbei löst man mit Peter Grant nicht nur einen Fall, sondern erfährt auch noch viel über London und seine Geschichte. Davon will man schnell noch mehr!

Alle Fälle von Peter Grant:
Die Flüsse von London
Schwarzer Mond über Soho
Ein Wispern unter Baker Street
Der böse Ort
Fingerhut-Sommer
Der Galgen von Tyburn
Die Glocke von Whitechapel

Weitere Geschichten rund um Peter Grant:
Geister auf der Metropolitan Line

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