Das Haus der Tänzerin

Autor: Kate Lord Brown
Genre: Roman
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-30232-6
Erscheinungsdatum (D) 16.07.13 Erschienen 2012
Seiten 528
Übersetzung Elke Link

Das Haus der Tänzerin The Perfume Garden

Inhalt

Seitdem Emma Temple weiß, dass ihre Jugendliebe Joe sie mit der gemeinsamen Freundin betrogen hat, ist nichts mehr in ihrem Leben so, wie es vorher war. Neben der einschneidenden Trennung von Joe muss sie nun auch noch den Tod ihrer Mutter verkraften, der sie in ein tiefes Loch stürzt. Nach einem furchtbaren Unglück, in das Joe verwickelt ist, hält Emma nichts mehr in London. Sie beschließt in Spanien, in der Villa, die sie von ihrer Mutter erbte, neu zu beginnen. Die malerischen Hügel Valencias scheinen ihr der perfekte Ort zu sein, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ihrem ungeborenen Baby ein glückliches Zuhause zu schaffen.

Die gelernte Parfümeurin verliebt sich sofort in ihren verwilderten Garten und den angrenzenden Orangenhain und eröffnet dort ihren eigenen Blumenladen. Emma hat vielversprechende Pläne und wird dabei von ihrem Nachbarn Luca und dessen Familie tatkräftig unterstützt. Doch immer wieder fragt sie sich, warum ihre Mutter ihr ausgerechnet ein Haus in Spanien vererbte. Noch ahnt sie nicht, wie eng das Schicksal ihrer Großmutter Freya mit diesem Haus und den dramatischen Zeiten des spanischen Bürgerkriegs verbunden ist…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Es ist der Britin Kate Lord Brown gelungen, mit „Das Haus der Tänzerin“ einen packenden Roman zu erschaffen, der Fiktion eng mit den Fakten des spanischen Bürgerkriegs verwebt. Auch wenn die Verkettung der schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 mit Emmas Geschichte etwas erzwungen wirkt und der Dramaturgie zu Anfang etwas zu Gewolltes auflädt, ist die Geschichte um die Parfümeurin Emma und die dramatische Verwicklung ihrer Vorfahren in den spanischen Bürgerkrieg doch sehr gelungen. Vor allem Kate Lord Browns Schilderungen der Zeit der grausamen Franco-Ära und dem damit verbunden Leid der einfachen Bevölkerung in Spanien wirken äußerst genau recherchiert und beeindrucken durch den sachlichen Erzählton nachhaltig. Geschickt wechselt die Autorin zwischen den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart hin und her und lässt den Leser gemeinsam mit Emma allmählich das Geheimnis derer Familie aufdecken.

Auch wenn „Das Haus der Tänzerin“ hin und wieder sämtliche Klischees einer romantischen Liebesgeschichte erfüllt, fühlt man sich als Leser doch mehr und mehr verzaubert von dem Geheimnis umwobenen Haus inmitten der Orangenhaine. Es gelingt Kate Lord Brown, diesen Ort vor dem inneren Auge des Lesers immer klarer erstehen zu lassen, so dass man am Ende meint, den Duft der Orangenblüten wahrzunehmen.
„Das Haus der Tänzerin“ ist die bezaubernde und herzzerreißende Geschichte einer jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und am Ende ein großes Geheimnis lüftet.

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