Das verbotene Eden - Logan und Gwen

Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur.
ISBN: 978-3-426-65325-8
Erscheinungsdatum (D) 03.09.12 Seiten 464

Das verbotene Eden - Logan und Gwen

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2080. Das Antlitz der Welt, wie wir sie kennen, hat sich komplett verändert. Männer und Frauen leben streng voneinander getrennt, es gibt nur noch selten Kinder, weshalb die Menschheit auszusterben droht. Es ist nun schon Generationen her, dass ein manipulierter Impfstoff die tödliche Feindschaft zwischen Männern und Frauen auslöste. Nun bekriegen sie einander und nur bei herbeigeführten Treffen zwischen den „Hexen“ und „Teufeln“ werden noch Kinder gezeugt.

Gwen steht kurz vor ihrer Prüfung zur Heilerin, kann sich aber auf nichts anderes konzentrieren, als auf den Verlust ihrer Gefährtin Juna, die mit dem Mönch David aus dem Land der Frauen geflohen ist. Um ihre Trauer zu vergessen und Rache an den verhassten Männern zu nehmen, schließt sie sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch das Unternehmen scheitert und Gwen überlebt die Unternehmung als einzige der Frauen, weil sie von Logan, dem Sohn eines Schmieds und Champion des Warlords Alexander, gerettet wird. Auf Wunsch seines Vaters bringt Logan Gwen zu einem Sklavenhändler, der einen horrenden Preis für die junge Frau erzielen will. Doch womit Logan nicht gerechnet hat, sind die über ihn hereinbrechenden Gefühle für die junge Heilerin, die darauf schließen lassen, dass der Virus, der die Feindschaft zwischen Männern und Frauen hervorgerufen hat, allmählich seine Wirkung verliert…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Was Thomas Thiemeyer im ersten Teil seiner Trilogie um „Das verbotene Eden“ noch nicht so recht gelingen wollte, wird im zweiten Teil „Logan und Gwen“ erst so richtig deutlich. Hier schafft er es nämlich, die guten Ansätze, die bereits in „David und Juna“ zu erahnen waren, schlüssig und absolut fesselnd umzusetzen und so eine Geschichte zu präsentieren, die mit dem ersten, nicht ganz so gelungenen Teil, zu versöhnen vermag. Auch wenn seine Charaktere in „Logan und Gwen“ sich in gewisse Rollenklischees einfügen, die man aus der Fantasy-Literatur nur zu gut kennt, überrascht Thiemeyer dennoch in der Zeichnung seiner Figuren. Vor allem die halsstarrige Gwen, die ihrer einstigen Gefährtin nachtrauert und sich dadurch zu einer um sich schlagenden Amazone im Kampf gegen die Männer entwickelt, ist eine Sympathieträgerin, die immer wieder mit ihrem Tun zu überraschen vermag. Aber auch der innerlich so sanfte Kämpfer Logan überzeugt als männliche Hauptfigur und erweist sich bald schon als Held wider Willen.

In diesem zweiten Teil ist eine deutliche Entwicklung zu spüren – sowohl seitens der Figuren als auch handlungstechnisch. Thiemeyer lässt seine Charaktere in einem Nebel aus Verwirrung und unbekannten Gefühlen herumirren, als der Virus allmählich beginnt, seine Wirkung zu verlieren. Es spielt mit der Idee, dass heterosexuelle Liebe absolut verpönt und undenkbar ist und die, die ihr erliegen, zu Ausgestoßenen und Verfolgten werden. Das Gefühlschaos, in das die Betroffenen stürzen, beschreibt er äußerst authentisch und amüsant.
„Logan und Gwen“ ist eine rasant erzählte Fantasygeschichte voller Romantik, Spannung und interessanter Figuren, die mit ihrem Ende absolute Neugier auf den dritten und letzten Teil erzeugt.

Diese Reihe umfasst folgende Bände:
Das verbotene Eden - David und Juna
Das verbotene Eden - Logan und Gwen
Das verbotene Eden - Magda und Ben

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