Codename Tesseract

Autor: Tom Wood
Genre: Thriller
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442472574
Erscheinungsdatum (D) 14.03.11 Erschienen 2010
Seiten 544
Übersetzung Leo Strohm

Codename Tesseract The Killer

Inhalt

Der Auftragskiller Victor gehört zu den besten auf seinem Gebiet. Als er jedoch in Paris einen ehemaligen russischen Marineoffizier umbringt und ihm einen USB-Stick abnimmt, wartet in seinem Hotel bereits ein Killerkommando auf ihn. Er schafft es, seine Attentäter auszuschalten, muss nun aber in immer brenzligeren Situationen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Wenn er überleben will, muss er den Spieß umdrehen und diejenigen finden, die ihn tot sehen wollen.
Bald wird klar, dass es um heikle Informationen auf dem USB-Stick geht, die angeblich den Standort eines gesunkenen Frachters aufzeigen, der besonders hoch entwickelte russische Raketensprengköpfe als Ladung hat. Während der russische Geheimdienst seine Raketentechnologie schützen, der französische Geheimdienst das Blutbad in Paris aufklären und der amerikanische Geheimdienst Schadensbegrenzung betreiben will, wird klar, dass sich Verschwörer innerhalb der CIA die Raketen unter den Nagel reißen und sie an den Meistbietenden verkaufen wollen…

Buchkritik von Johannes  Lebert

Eine Spionage- und Auftragskillerstory, die den Leser mitnimmt auf eine atemberaubende Jagd über den halben Globus... Es gibt wenige Bücher, die in Sachen Action, Tempo und Vielfalt der Schauplätze wirklich nahe an Filme wie über Jason Bourne oder James Bond herankommen, aber „Codename Tesseract“ gehört eindeutig dazu.
Tom Wood erzählt die Story so, dass dem Leser gar keine Zeit bleibt, über Geschehenes bzw. Gelesenes nachzudenken. Von Beginn an verzichtet er auf unnötiges Blabla, besonders was Umgebungsbeschreibungen oder Charakterzüge und Innenleben der Figuren angeht. Stattdessen schreibt er schnörkellos, einfach und infolgedessen extrem rasant, an vielen Stellen mag man als Leser sogar fast das Gefühl bekommen, man erlebe die Actionsequenzen in Echtzeit.
Und genau deswegen macht Tom Woods Debütthriller so viel Spaß, weil er eben ungewohnt spritzig und actiongeladen ist. Es ist auch nebensächlich, dass „Codename Tesseract“ wohl kaum ein sonderlich anspruchsvolles oder tiefgründiges Werk ist. Schade nur, dass sich unter dem Strich doch die eine oder andere inhaltliche Ungereimtheit zu viel eingeschlichen hat, wodurch es dem Plot schlussendlich etwas an Nachvollziehbarkeit und Authentizität fehlt, was zusammen mit der einfachen, schmucklosen Sprache schnell konstruiert, ja fast amateurhaft wirken kann. Ebenso hätten der Story ein paar Wendungen und Überraschungen mehr gut getan, Wood verschießt hier recht früh sein Pulver und schafft es nicht, bis zum Ende einen inhaltlichen Spannungsbogen zu ziehen.
Dennoch: wer auf der Suche nach einer erfrischenden und kurzweiligen Actionlektüre oder nach einer Überbrückung bis zum Kinostart des nächsten Thrillerblockbusters ist, wird an „Codename Tesseract“ seinen Spaß haben.

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen