Das Silmarillion

Autor: J. R. R. Tolkien
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-93829-6
Erscheinungsdatum (D) 1978 Erschienen 1977
Seiten 404
Übersetzung Wolfgang Krege

Das Silmarillion The Silmarillion

Inhalt

Jede Geschichte hat ihren Anfang, jedes Abenteuer seine Wurzeln in der Vergangenheit. „Das Silmarillion“ bringt uns die Geschichten aus dem ersten Zeitalter von Mittelerde nahe. Jener Zeit, auf die die Helden aus „Der Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ mit Ehrfurcht zurückblicken. Jenes Zeitalter, dass Elrond, Gandalf, Sauron und Saruman bereits erlebten. Das Buch beleuchtet nicht nur die Schöpfungsgeschichte von Mittelerde, sondern bringt uns auch in verschiedenen einzelnen Erzählungen die markanten Ereignisse des ersten Zeitalters und die Völker jener Zeit nahe.

Buchkritik von Melanie  Frommholz

1973 verstarb mit J.R.R. Tolkien einer, wenn nicht der bedeutendste Autor von fantastischer Literatur. Sein Entwurf einer erdachten Welt hat sich letztlich durchgesetzt und prägt heute die moderne Fantasyliteratur wie kein zweiter. Wie oft sprechen wir heute davon, dass sich ein Autor „seine“ Welt erschaffen hat, in der er seine Helden Abenteuer bestehen lässt. Doch erst wer sich mit Tolkien und seinem Werk befasst hat, in seine Schöpfung eingetaucht ist, der kann erahnen, was es heißt, sich eine Welt wahrhaftig zu erschaffen. Mit verschiedenen Völkern, die alle ihre eigene Sprache und Geschichte haben. Die epischen Ausmaße und die Detailversessenheit, die die Ausgestaltung der Ideen des englischen Oxford-Professors annimmt, begeistern und faszinieren auch heute noch vorbehaltlos. Tolkiens Mittelerde ist zum Ideengeber für viele junge Autoren geworden und seine Figuren und Völker gehören heute so selbstverständlich zu unserem magischen literarischen Universum, dass wir gerne vergessen, wer sie uns eigentlich geschenkt hat.

Wahre Erzähltiefe gründet sich darauf, dass für die Tiefe zunächst die Grundlagen geschaffen wurden. Dank Christopher Tolkien, der die Sammlung an Geschichten nach dem Tod seines Vaters sichtete und herausgab, und dem „Silmarillion“ kennen wir nun Tolkiens Grundlagen, seine Vision einer Schöpfungsgeschichte. Zwar bietet das Buch keine zusammenhängende Geschichte, doch die vielen einzelnen Erzählungen verbinden sich dennoch zu einem Gesamtbild. Das Buch wird damit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Bücherschrankes jedes Tolkiens-Fans. Das Buch macht viele Ereignisse und Anspielungen aus „Der Herr der Ringe“ verständlicher und beleuchtet das Verhältnis, das die Völker Mittelerdes untereinander haben. Außerdem begegnen wir auch hier vielen faszinierenden Figuren, wie dem Menschen Beren, der die Elbenfrau Lúthien liebte.

"Das Silmarillion" wurde postum von Tolkiens Sohn Chritopher veröffentlicht.

Am 23.09.2011 brachte der Klett-Cotta Verlag eine neue Auflage mit Illustrationen von Ted Nasmith heraus.

Unsere Kritik zu Tolkiens "Der Herr der Ringe" findet ihr hier.

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Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

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