Zogg

Autor: Axel Scheffler, Julia Donaldson
Genre: Bilderbuch
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-79422-2
Erscheinungsdatum (D) 23.08.10 Erschienen 2010
Seiten 30
Übersetzung Thomas Eichhorn

Zogg Zog

Inhalt

Vor langer Zeit lehrte Frau Drache in ihrer Schule den jungen Drachen all die Dinge, die Drachen wissen müssen. Zogg, der größte kleine Drache wollte unbedingt einen schönen goldnen Stern und strengte sich deshalb ganz besonders an.
Im ersten Jahr lernten die Drachen das Fliegen, und Zogg war mit Feuereifer dabei – und krachte schließlich an einen Baum. Als er ganz benommen am Boden lag, kam ein kleines Mädchen des Wegs und verarztete ihn.
Im zweiten Jahr wurden die Drachen im Brüllen unterrichtet. Zogg brüllte vier Stunden lang und war schließlich heiser. Wieder kam daraufhin das kleine Mädchen und gab ihm ein Pfefferminzbonbon gegen die Halsschmerzen.
Im dritten Jahr sollten sich die Drachen im Feuerspeien üben. Zogg schnaubte so stark, dass am Ende sein Flügel Feuer fing. Wieder fand ihn das Mädchen und machte ihm einen heilsamen Verband.
Im vierten Jahr dann war es endlich so weit: Die Drachen sollten lernen, wie man Prinzessinnen entführt. Doch Zogg wollte es einfach nicht gelingen, bis erneut das Mädchen vor ihm stand, sich als Prinzessin Perle zu erkennen gab und ihm anbot, doch einfach sie zu entführen. Endlich konnte Zogg den goldenen Stern sein eigen nennen.
Alles hätte so gut enden können, wäre da nicht eines Tages ein Furcht erregender Ritter aufgetaucht, der es sich zum Ziel gemacht hatte, Prinzessin Perle zu befreien…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Erneut haben Axel Scheffler und Julia Donaldson, die Schöpfer des legendären „Grüffelo“ ein Bilderbuch kreiert, das alles hat, was Kinder im Vorschulalter lieben. Drachen sind faszinierende und zugleich gefährliche Wesen aus der Fabelwelt, von denen Kinder in besonderem Maße fasziniert sind. In „Zogg“ haben diese kleinen Drachen äußerst liebenswerte Wesenszüge, und vor allem Zogg ist eine Figur, die Kinder zum herzhaften Lachen anregt. Darüber hinaus ist er aber auch eine sehr positive Identifikationsfigur, schlägt er sich doch mit den Problemen herum, die auch Kinder nur zu gut kennen. Ständig sind sie damit konfrontiert, dass sie vieles noch nicht so gut können, dass sie immer wieder neue Dinge lernen müssen. Zogg zeigt den Kindern, dass es ganz normal ist, wenn man nicht alles sofort kann, dass es aber immer jemanden, wie die Prinzessin Perle, gibt, der einem helfend und tröstend zur Seite steht. Zudem macht er deutlich, dass selbst ein starker Drache manchmal schwächer ist, als man denkt. Ganz nebenbei bricht „Zogg“ aber auch noch diverse Rollenklischees auf, erzählt von einer starken Prinzessin, die viel lieber Ärztin wäre, von einem Drachen und einem Ritter, die eigentlich Rivalen sein müssten, sich am Ende aber doch versöhnen, und zeigt, dass man immer die Chance hat, sein Leben zu verändern, auch wenn man das nie für möglich gehalten hätte.

Neben dem großen pädagogischen Wert überzeugt „Zogg“ durch liebenswerte und absolut witzige Illustrationen, die durch die vielen Details die kleinen Betrachter zum Sprechen anregen. Auch wenn der in Reimform geschriebene Text in der Übersetzung ab und an etwas holprig klingt, ist „Zogg“ insgesamt doch ein durch und durch gelungenes Bilderbuch, das Kinder im Vorschulalter lieben werden.

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen