Darling Jim

Autor: Christian Mork
Genre: Thriller
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-05256-6
Erscheinungsdatum (D) März 2009 Erschienen 2007
Seiten 351
Übersetzung Violeta Topalova

Darling Jim

Inhalt

Ein furchtbares Verbrechen wird das Haus im irischen Dorf Malahide auf immer zeichnen. Auch nachdem es geputzt und desinfiziert wurde, meiden es die Bewohner von Malahide, denn hier kamen drei Frauen auf schreckliche Art und Weise ums Leben. Moira Walsh und ihre zwei Nichten mussten eines qualvollen Todes sterben, der viele Rätsel aufgibt. Was ist geschehen in dem düsteren Haus, das nicht bereit ist, sein Geheimnis preiszugeben? Welche Rolle spielt dabei der mysteriöse Fremde Jim Quick? Er kam eines Tages nach Malahide wie eine Erscheinung. Mit seinem roten Motorrad und seinen geheimnisvollen Geschichten betörte er von der ersten Sekunde an jede Frau in Malahide. Fast jede von ihnen erlag früher oder später seinem diabolischen Charme und seinen Schauergeschichten, die er in den Pubs der Gegend erzählte. Doch auch von Jim fehlt nun jede Spur. Welche Verbindung bestand zwischen ihm und den drei toten Frauen? Als eines Tages das Tagebuch eines der Opfer auftaucht finden sich darin einige Antworten – aber auch viele neue Fragen…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Was diesen Psychothriller ausmacht, ist die humorvolle und originelle Beschreibung der Bewohner dieses Ortes irgendwo auf der Grünen Insel und deren Lebensgewohnheiten und Eigenarten. Hier fühlt man sich sofort zuhause, bekommt den Eindruck, in ein ganz anderes Leben einzutauchen, das charakteristisch für Irland zu sein scheint. Mythen, dunkle Geheimnisse und der Hang zum Mysteriösen begegnen einem auf jeder Seite dieses Romans und vermitteln einen Eindruck von der dunklen Sinnlichkeit des irischen Volkes. Vor allem der geheimnisvolle Jim fesselt mit seiner finsteren und gefährlichen Ausstrahlung und wirft immer wieder neue Fragen auf. Mork verbindet einen brutalen Mordfall mit mystischen Bildern von einem grausamen Wolf, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

So werden Realität und alte Sagen miteinander verwoben – was mehr als gewöhnungsbedürftig ist und das Hauptproblem dieses Thrillers darstellt. Oft weiß man nicht so recht, wohin dieser Roman eigentlich führen soll. Vieles bleibt bis zum Schluss im Dunkeln und verwirrt den Leser zunehmend. Auch wenn die Idee, die Opfer selbst das Rätsel lösen zu lassen durchaus originell ist, fehlt dieser Geschichte doch ein stimmiger roter Faden. Mehr und mehr verliert sich der Leser in der Zwischenwelt von Mythen und Wahrheit und weiß am Ende nicht mehr, was denn nun eigentlich tatsächlich passiert ist. Schade, „Darling Jim“ hat einige wirklich gute Ansätze zu bieten, schafft es aber nicht, den Leser bei der Stange zu halten. Am Ende schließt man völlig verwirrt und etwas ratlos dieses Buch und wünscht sich, dass der Autor mehr aus seinen wirklich hoffnungsvollen Ideen gemacht hätte.

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