Der Seelenbrecher

Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-63792-0
Erscheinungsdatum (D) Oktober 2008 Seiten 361

Der Seelenbrecher

Inhalt

Mehrere Studenten haben sich zu einem psychologischen Experiment, wie der leitende Professor es nennt, in der zwischenzeitlich herunter gekommenen Luxusklinik Teufelsberg eingefunden. Es wird ihnen eine Patientenakte zu lesen gegeben, die sich - wie einem Studenten sofort auffällt - liest wie ein Psychothriller. Eine Frau wird gefangen, gefoltert, wacht auf und hält alles erleichtert für einen Traum, fällt aber, ohne dass sie sich zwischenzeitlich bemerkbar machen kann, wieder in den selben Alptraum zurück.

Die Stundenten wissen, dass vor vielen Jahren drei Frauen dem so genannten Seelenbrecher zum Opfer fielen, Frauen, die in einer Art Wachkoma lagen und nie mehr daraus aufwachten. Auch wissen die Studenten, dass es in eben dieser Klinik damals kurz vor Weihnachten zu einem grausigen Showdown des Seelenbrechers gekommen war.

Der Professor möchte, dass die Studenten die Patientenakte ganz durchlesen. Mehr nicht. Doch das ist den meisten unheimlich genug, und es bleiben schlussendlich nur zwei Studenten übrig, die an diesem Experiment teilnehmen. Was diese dann da zu lesen bekommen und was sie am Ende selbst an Schrecken mitnehmen, darauf allerdings waren sie nicht vorbereitet...

Buchkritik von Angelika  Koch

Es drängt sich bei diesem Buch auf, das Fazit zuerst zu schreiben, weil es einem auf der “Seele brennt“, was durchaus schlüssig ist, wenn man dabei den Titel des Buches in Betracht zieht. Alle leidenschaftlichen Leser von Psychothrillern wissen, wie schwierig es für den Autor ist, den Handlungsbogen nicht zu überspannen. Dies ist Sebastian Fitzek in seinem ersten Thriller “Die Therapie” hervorragend gelungen. Leider ist das in diesem Buch nicht ganz der Fall. An vielen Stellen der Geschichte war es einfach “too much”. So widersprüchlich das auch klingen mag, durch die unablässige Abfolge von Geschehnissen, also durch deren Dichte, verlor der Roman an Intensität.

Nichtsdestotrotz: Anfangs fesselt das Buch noch derart, dass man den geneigten Leser wirklich warnen muss: Niemals ein Fitzek-Buch anfangen, wenn man noch etwas “ Nichtaufschiebbares”, wie z.B Silvester, vor hat. Und: Dieses Buch begibt sich in die Abgründe der Tiefenpsychologie, deswegen: Nichts für zart besaitete “Seelen”. Danach kommt dann jedoch die oben beschriebene Phase des Buches. Zum Schluss aber wird es wirklich wieder so, wie man es sich von diesem Genre wünscht. Spannend, überraschend und erschreckend.

Kleiner verschlüsselter Tipp zum Schluss: Es ist jedem, der dieses Buch aufmerksam liest, zu empfehlen für sich selbst am Ende das Lösungswort zu knacken. Nur zur Sicherheit ….. Außerdem: Dieses Buch schreit nach einer Fortsetzung, Herr Fitzek!!!

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