Quattro Stagioni - Ein Jahr in Rom

Autor: Stefan Ulrich
Genre: Erlebnisbericht
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-26854-5
Erscheinungsdatum (D) Juni 2008 Erschienen 2008
Seiten 297

Quattro Stagioni - Ein Jahr in Rom

Inhalt

Autor Stefan Ulrich zog 2005 mit seiner Familie tatsächlich nach Rom und berichtete von dort als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung über Rom, Italien und den Vatikan. In seinem Erlebnisbericht „Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom“ erzählt er von seinen Erlebnissen und Erfahrungen mit den Römern in der Ewigen Stadt. Er schildert, wie er zusammen mit einem kompletten italienischen Familienclan in einem Palazzo haust, welche Schwierigkeiten er und seine Familie mit der italienischen Bürokratie hatten und wie die Römer sonst so ticken. Schnell wird klar, dass nicht jede Stadt so wundervoll ist, wie sie auf den ersten oder vielleicht auch zweiten Blick erscheint.

Buchkritik von Kathrin  Lang

Stefan Ulrich, der als Reporter der Süddeutschen Zeitung tatsächlich in Rom lebt und von dort seit 2005 Bericht erstattet, hat uns mit seinem Erlebnisbericht „Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom“ einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des italienischen Lebens ermöglicht. Hat man sich bislang über die deutsche Bürokratie geärgert, darf man sich nun freuen, denn den Italienern geht es in diesem Bereich noch viel schlimmer. Egal, ob es um fließend Wasser, Strom oder den Wohnsitz geht, in Italien werden alle Erledigungen zu einem Marathon, für den man viel Puste braucht, um ihn bestreiten zu können. Allen Auswanderern ist „Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom“ daher unbedingt ans Herz zu legen, wird man durch diese Lektüre doch auf einige unangenehme Eventualitäten vorbereitet. Doch leider ist diese Tatsache schon einer der wenigen Punkte, der diesen Erlebnisbericht wirklich lesenswert macht. Immer wieder wiederholen sich diverse Ereignisse, und nicht alle Anekdoten aus bella Italia scheinen absolut spezifisch für eben dieses Land zu sein. Außerdem mag der lockerleichte Schreibstil des Autors in den ersten Kapiteln noch amüsant sein, doch büsst dieser ab einem bestimmten Zeitpunkt immer mehr von seinem Charme ein. Schade, denn hätte sich Ulrich etwas knapper gehalten und die Zeitspanne seines Berichtes um ein paar Monate verkürzt, wäre aus „Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom“ sicherlich eine kurzweilige und zudem lehrreiche Lektüre geworden. So jedoch macht dieses Buch leider nach einigen Kapiteln keinen richtigen Spaß mehr und wirkt ermüdend.

In er gleichen Reihe erschien bereits:
Fish and Fritz - Als Deutscher auf der Insel

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