Die letzte Spur

Autor: Charlotte Link
Genre: Thriller
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-46458-6
Erscheinungsdatum (D) April 2008 Seiten 637

Die letzte Spur

Inhalt

Die dreiundzwanzigjährige Elaine Dawson ist fest davon überzeugt, ein geborener Pechvogel zu sein. Ihre Eltern sind früh verstorben und nun muss sie sich ganz allein der Pflege des querschnittsgelähmten Bruders Geoff widmen. Die Hochzeitseinladung einer Freundin nach Gibraltar kommt ihr deswegen äußerst gelegen – endlich hofft sie, einmal etwas Abstand gewinnen zu können. Doch schon wieder scheint die junge Frau vom Pech verfolgt zu sein. Am Flughafen Heathrow muss sie nämlich erfahren, dass sämtliche Flüge dieses Tages wegen Nebels gestrichen sind. Da Elaine für die Nacht keine Bleibe hat, nimmt sie die Einladung eines Fremden, in seiner Wohnung zu übernachten, dankbar an. Von diesem Moment an verliert sich ihre Spur.

Fünf Jahre nach diesen Ereignissen rollt die Journalistin Rosanna Elaines Fall erneut auf. Pikanterweise war sie damals diejenige, die Elaine zu ihrer Hochzeit eingeladen hatte, auf der die junge Frau aber nie ankam. Zusammen mit dem Anwalt Marc Reeve, dem Mann, der Elaine mit in seine Wohnung genommen hatte, geht Rosanna Hinweisen nach, die besagen, dass Elaine noch am Leben sein könnte. Besonders Marc hat großes Interesse daran, dass Elaine lebend gefunden wird, zerstörten damals die Verdächtigungen doch seine Karriere. Nach wie vor beteuert der Anwalt seine Unschuld und Rosanna ist nur zu gern bereit, dem attraktiven Mann zu glauben. Noch ahnt sie allerdings nicht, welche Gefahr sie mit ihren Nachforschungen heraufbeschwört.

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Einmal mehr beweist Charlotte Link mit „Die letzte Spur“, dass sie zu den ganz großen Spannungsautorinnen Deutschlands zählt. Auf intensive Weise lässt sie ihre Leser am Geschehen teilhaben, verstrickt sie immer mehr in ihre Geschichte, lockt sie auf die falsche Spur – um dann eine völlig unerwartete Auflösung zu präsentieren. Wie keine andere lässt sie dabei die Leser am Gefühlschaos ihrer Protagonistin teilhaben – und verwehrt ihnen damit den Blick auf das Offensichtliche.

Dabei hält sie die Fäden der Handlung immer sicher in der Hand und verflicht am Ende die verschiedenen Stränge zu einem schlüssigen Ganzen. Die Spannung, die die Autorin hierbei erzeugt, ist kaum auszuhalten, völlig gebannt folgt man dem Geschehen, vergisst dabei Zeit und Raum – und manchmal auch das Atemholen. „Die letzte Spur“ ist ein durch und durch gelungener Thriller, der viel mehr, als nur prickelnde Spannung zu bieten hat.

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