Wo die wilden Kerle wohnen

Autor: Maurice Sendak
Genre: Bilderbuch
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-01203-3
Erscheinungsdatum (D) 1967 Erschienen 1967
Seiten 48
Übersetzung Claudia Schmölders

Wo die wilden Kerle wohnen Where the Wild Things Are

Inhalt

Als Max eines Abends seinen Wolfspelz anhat und nur Unfug im Kopf hat, wird er von seiner Mutter ohne Abendessen ins Bett geschickt. Da wächst in seinem Zimmer ein Wald, der zu einem riesigen Urwald wird und plötzlich ist da ein Meer mit einem Schiff. Und Max segelt auf diesem Schiff viele Tage und Wochen, bis zu dem Ort, wo die wilden Kerle wohnen. Die rollen ihre fürchterlichen Augen, zeigen ihre fürchterlichen Zähne, brüllen ihr fürchterliches Brüllen und zeigen ihre fürchterlichen Krallen. Doch Max hat keine Angst vor ihnen, sondern zähmt sie mit seinem Zaubertrick. Sie bekommen Angst vor ihm und nennen ihn den wildesten Kerl von allen – sie machen ihn zum König der wilden Kerle. Zuerst haben Max und die wilden Kerle viel Spaß zusammen, doch irgendwann wird dem König der wilden Kerle langweilig und er fühlt sich einsam, weil er sich nach jemandem sehnt, der ihn am allerliebsten hat.

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Kinder lieben dieses Bilderbuch! Dem wilden Max geschieht etwas, das sie alle nur allzu gut kennen: Er eckt an mit seinem ungezähmten Verhalten und wird dafür bestraft. Doch anstatt nun alleine in seinem Zimmer zu schmollen, gelangt er an einen Ort, wo seine Ängste Gestalt annehmen – in Form der wilden Kerle. Doch er fürchtet sich nicht vor ihnen, nein, vielmehr wird er zu ihrem Anführer, zum wildesten Kerl von allen.

Welches Kind hat sich nicht schon einmal irgendwann etwas Ähnliches vorgestellt? Max muss sich an keine Regeln halten, sich nicht unterordnen oder gar bestrafen lassen – er hat die Macht über alles. Doch dann merkt er, dass das allein eben nicht ausreicht, er möchte wirklich geliebt werden, für das, was er ist und nicht, weil er der Stärkste und Schlauste von allen ist. Auch damit können Kinder sich sehr gut identifizieren, wissen sie doch, wohin sie gehören und sehnen sich danach, angenommen zu sein. So geht die Geschichte für Max und die kleinen Leser gut aus – er hatte seinen Spaß und entscheidet sich am Ende doch dafür, weniger Macht, als vielmehr Liebe und Zuneigung zu bekommen.

Dieser Kinderbuchklassiker – bereits 1967 beim Diogenes-Verlag erschienen – liegt hier erstmals als kleine Taschenausgabe vor und ist damit der ideale Reisebegleiter für Kinder.

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