„Glaubt an Euch und macht, was Euch Spaß macht!“

Thriller-Autor Sebastian Fitzek besucht im Rahmen des von Booksection.de und dem Scheffelgymnasium ins Leben gerufene Projekt „LESEN!“ die Abschlussklasse 13b.

"Der Augensammler" war Thema!

Es ist schon eine Ehre, wenn Sebastian Fitzek trotz endloser Terminliste, neuer Schreibphase und der großen Entfernung (er lebt in Berlin!) für einen Tag nach Bad Säckingen reist, um sich mit der Abschlussklasse 13b des Scheffel-Gymnasiums über sein Buch „Der Augensammler“ zu unterhalten.
Die Klasse hatte nach dem sehr erfolgreichen letzten Projekt mit „Lucian“ von Isabel Abedi um eine Fortsetzung gebeten. Diesem Wunsch kam Booksection.de, gemeinsam mit dem Knaur.-Verlag, selbstverständlich umgehend nach. Der Buchverlag mit Sitz in München war von der Idee und der Umsetzung des vorangegangenen Projektes derart begeistert, dass er den Schülern alle 25 Exemplare zur Verfügung stellte. Für diese großzügige Unterstützung sagen wir an dieser Stelle noch einmal herzlich „DANKE!“.

In den Winterferien sollten die Schüler der 13b das zuletzt erschienene Buch „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek lesen – was fast alle auch taten.
Bis auf zwei Schülerinnen nahm sich die ganze Klasse noch vor dem Abi Zeit, sich auf diese gruselige Geschichte einzulassen und freute sich danach umso mehr, dass Sebastian Fitzek der Einladung nach Bad Säckingen sehr gerne nachkam und am 18. Januar 2011 in der Klasse stand.

Nach einer kurzen Einführung durch Booksection.de übernahm Fitzek auch schon das Ruder und brachte die Schüler nicht nur zwei Stunden mit seiner lockeren und sympathischen Art zum Lachen, sondern hielt auch viele wichtige Botschaften für die Abschlussklasse bereit. Durch seinen nicht gerade geradlinigen Lebenslauf geprägt, machte er seinen gespannt lauschenden Schülern Mut, sich auszuprobieren, nach dem richtigen Weg zu suchen und nie den Spaß an der Sache zu verlieren. „Wenn mich etwas langweilt suche ich mir etwas anderes!“, sagte Fitzek. Dazu passt der Lebenslauf des Autors perfekt.
Ob Redakteur beim Radio, Jura-Studium oder Tier-Mediziner: alles Alternativen, jedoch alles nicht das Richtige für Sebastian Fitzek, der mit dem Schreiben nun seinen Weg gefunden zu haben scheint. Dennoch, so Fitzek, kann es auch sein, dass er sich irgendwann neuen Projekten widme, wenn er keinen Stoff mehr für seine Thriller habe. Doch soweit ist es noch lange nicht und die Fortsetzung zu „Der Augensammler“, an dem Fitzek gerade schreibt, soll im Herbst bei Knaur. erscheinen.

Sebastian Fitzek signierte seine Bücher

Die 13b des Scheffelgymnasiums war insgesamt gesehen perfekt auf Sebastian Fitzek vorbereitet. Nicht nur das Büffet in der Klasse stimmte (es wurde Kuchen gebacken, Getränke besorgt und der Autor selbst erhielt ein tolles Geschenk als Dankeschön für den Besuch), sondern auch inhaltlich hatten sich die Schüler eindrucksvoll auf den Besuch des Autors vorbereitet.
Differenzierte Fragen gehörten ebenso zum Katalog, wie inspirierende und persönliche. Fitzek wusste auf jede Frage eine ausschweifende und unterhaltsame Antwort und sorgte für einen kurzweiligen und sehr lustigen Vortrag.

Nach der Signierung der mitgebrachten Bücher, war es Zeit sich zu verabschieden. Sebastian Fitzek bedankte sich dafür, dass die Schüler sein Buch gelesen und rezensiert hatten und flog am Abend wieder zurück in die Hauptstadt Berlin.
Und auch Booksection.de sagt „DANKE!“ und „Auf Wiedersehen!“ - das erfolgreiche Buchprojekt ist mit „Lucian“ und „Der Augensammler“ nun beendet - und wünscht der Abi-Klasse des Scheffelgymnasiums von Herzen erfolgreiche Prüfungen und einen großartigen Start ins berufliche Leben. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

"Die besten Kritiken!"

Wie versprochen veröffentlicht Booksection.de an dieser Stelle die besten Kritiken zu "Der Augensammler". Viel Spaß beim Lesen!

...von Vanessa Frese

Der Psychothriller des Berliner Autors Sebastian Fitzek überzeugt durch unantastbare Authentizität. Die Figuren sind sehr plastisch beschrieben, der Leser wird in die Geschichte hineingezogen. Ein ständiger Wechsel der Perspektive verschafft dem Leser nicht nur Einblicke in die Gedanken und Gefühle aller Beteiligten, sondern bringt vor allem die Undurchsichtigkeit eines solchen Kriminalfalles anschaulich herüber. Während die „Fakten“ sich zuspitzen und man am liebsten schon den Mörder erkannt hätte, gibt es immer wieder kleine Details, die einen zweifeln lassen, genau das, was einen guten Krimi ausmacht. So wird es beim Lesen nie langweilig und es macht sich auch nie der Drang, das Buch wegzulegen, bemerkbar.Die Raffinesse, die durch die ganze Handlung hindurch nie verloren geht, zeigt sich schon in der Anordnung der Seitenzahlen als Countdown: ein kleines Detail, das genau der Thematik der Geschichte entspricht und beim Verschlingen des Buches einfach Freude bereitet.Auch die Auflösung des glaubwürdigen Wirrwarrs ist vollkommen überraschend und keineswegs langweilig und vor allem nicht vorherzusehen, ein weiterer Pluspunkt der einen in den Bann dieses Buches zieht.
„Der Augensammler“ ist mit allen Features ausgestattet, die ein „guter“ Psychothriller haben muss und damit absolut empfehlenswert wenn nicht sogar Pflichtlektüre, wenn einem dieses Genre zusagt.

...von Evi Roth

Wenn man gesagt bekommt, man solle das gerade erst angefangene Buch nicht lesen, legt man es dann zur Seite und vergisst es wieder? Wenn man von jemandem gesagt bekommt, man solle nicht in den Keller gehen, überzeugt es einen dann davon, es tatsächlich nicht zu tun? Wohl kaum. Diese natürliche und menschliche Reaktion lässt sich schon bei kleinen Kindern beobachten, deren Neugierde gerade durch solche gut gemeinten Verbote angefacht wird und, einmal wild lodernd, kaum mehr zu löschen ist.
Mit einem solchen kleinen Trick schafft Sebastian Fitzek es, die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers für sich zu beanspruchen und diesen schon von Anfang an neugierig zu machen. Der Handlungsverlauf des Buches ist im Prinzip simpel – schon der Rückentext beschreibt, dass es um einen Menschen geht, der „das älteste Spiel der Welt“ spielt. Nun ist der Charakter des Versteckspiels ja bekanntlich nicht sehr komplex – wer sich versteckt, wird gesucht und wer sucht, versucht zu finden. Oder etwa nicht? Sebastian Fitzek macht aus etwas vermeintlich Einfachem etwas höchst Komplexes, das nicht nur eine unersättliche Neugierde, sondern auch einen Bann auslöst, von dem man sich durch das ganze Buch hindurch nicht mehr lösen kann und möchte.
Eine Kombination von Spannung, Neugierde, Angst und Verwirrung macht den Psychothriller „Der Augensammler“ zu dem was er ist – ein Buch, das fesselt, unterhält und nicht zuletzt auch zum Denken anregt. Es ist ein absolutes Muss für jeden Fan des Psychothrillers und vor allem für Sebastian Fitzek Fans, aber gleichzeitig bildet es auch eine gute Möglichkeit für jeden, der mit diesem Genre bisher nichts zu tun hatte, sich einzulesen und vielleicht bald ein Fan zu werden.

...von Johannes Lebert

Als Vorzeigeautor des Psychothrillers in Deutschland hat Sebastian Fitzek mit „Der Augensammler“ nun sein sechstes Werk vollendet und liefert dem Leser das, was von einem Thriller erwartet wird – und seinen Fans das, was sie von ihm gewohnt sind.
Soll heißen: Das, was man Fitzek schon bei früheren Werken vorwarf, kann man auch beim „Augensammler“ anbringen - eine stellenweise etwas sehr konstruierte Handlung oder Charaktere, denen vielleicht der letzte Schliff fehlt. Kurz: manchmal hätte ein bisschen mehr „Tiefe“ nicht geschadet. Darüber hinaus vermisst man gelegentlich eine wirklich fesselnde Atmosphäre, in die man „hineinsinken“ könnte. Literarisch wertvoll ist Fitzeks Werk deshalb eher weniger.
Aber eines kann man ihm nicht vorwerfen: dass sein Thriller nicht spannend wäre. Ohne Frage ist „Der Augensammler“ ein Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. An diesem Punkt versteht Fitzek sein Handwerk wie kaum ein anderer: Er weiß ganz genau, wie er die Spannung und Furcht des Lesers in die Höhe schnellen lassen kann und hat in dieser Hinsicht einen erbarmungslos und atemberaubend spannenden Thriller geschaffen.
Eine originelle und nette Idee sind auch die umgekehrten Seiten- und Kapitelzahlen und der Beginn mit dem Epilog bzw. der Abschluss mit dem Prolog. Während dies zunächst nur Verwirrung hervorruft, macht es am Ende Sinn und verstärkt nur die einerseits verstörende, andererseits Aha-Effekt-mäßige Wirkung des Schlusses.
Hoch anzurechnen ist ihm darüber hinaus auch die hervorragende Recherchearbeit, auch gerade bezüglich des Lebens als Blinde/r.
Fazit: Dass „Der Augensammler“ literarisch gesehen durchaus kein Meisterwerk ist, ist unterm Strich nebensächlich, weil der Thriller das ist, was er in erster Linie sein soll und will: spannend. Ein Werk, das zwar wenig anspruchsvoll, dafür aber unterhaltsam und packend ist.

...von Jan-Marc Delpho

Fitzeks „Der Augensammler“ wird genau wie seine Vorgänger die Psycho-Thriller Fans begeistern. Mit seinen Verwirrungskünsten schafft er es die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten und macht es unmöglich, den Täter zu ermitteln bis er es will. Die Auflösung am Ende ist genauso schlüssig wie der Rest des Buches und ermöglicht dem Leser einen Einblick in Fitzeks komplexe Gedankengänge. Alle Charaktere tragen auf ihre Art zur Handlung bei und sind absolut glaubwürdig. „Der Augensammler“ liest sich flüssig und zugegeben fällt das Weglegen schwer.
Dennoch ist das Buch nicht annähernd so furchteinflößend wie im Prolog angekündigt, und man hat keineswegs Probleme einzuschlafen. Auch ist das Ende mehr oder weniger nichts Neues, es ist zwar offen gehalten (für einen möglichen Nachfolger), doch nicht für jeden Geschmack dramatisch genug.
Zusammenfassend ist es aber ein sehr gelungenes Buch, dessen Lektüre sich lohnt und einen auf keinen Fall langweilen wird.

...von Sabrine Brutsche

Wow! Das ist wirklich ein Roman, der zu Recht dem Genre „Psychothriller“ zugerechnet wird. Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Spannungsbogen kontinuierlich angezogen, bis er am Schluss seinen unglaublichen Höhepunkt erreicht.
Zu Beginn etwas verwirrend kommen dabei die rückwärts zählenden Kapitel und der ablaufende Countdown daher – doch der Sinn dessen wird sich dem Leser noch früh genug offenbaren.
Die Ereignisse überschlagen sich und kein einziges der Kapitel endet nicht mit einer Neuigkeit, die dem Leser den Atem verschlägt und den Pulsschlag erhöhen lässt. Zur Ruhe kommen, verschnaufen, mal die Ereignisse sacken lassen ist da nicht! Die Spannung treibt den Leser dazu, immer weiter zu lesen und das Buch so fast an einem Stück zu verschlingen. Also absolut kein Schmöker, der monatelang auf dem Nachttisch liegen bleiben wird!
Besonders die Szenen, die aus der Perspektive des entführten Tobias erzählt werden, lassen den Leser die unfassbare Grausamkeit des Verbrechens erahnen.
Dabei sind sämtliche Charaktere des Thrillers fantastisch dargestellt und überzeugen durch ihre Authentizität auf ganzer Linie.
Bei der Suche des Lesers nach der Identität des Augensammlers wurde der Verdacht zwar durch einen klitzekleinen Hinweis bereits auf den tatsächlichen Täter gelenkt, doch die Auflösung überwältigt dennoch und übersteigt alle Vorahnungen um ein vielfaches an Grausamkeit und Abgebrühtheit.
Es ist wirklich unglaublich, was sich in einem gesunden Autoren-Hirn abspielen kann und zu Papier gebracht wird. Sebastian Fitzek hat mit seinem „Augensammler“ somit eindrucksvoll bewiesen, dass er verdient als neuer, deutscher Star des Psychothrillers gehandelt wird. Alle Achtung!
Zum Schluss bleibt einzig die für einen gesunden Verstand nie zu beantwortende Frage: Wie kann denn ein Mensch nur zu solchen Taten fähig sein?

Dieses Schulprojekt wurde durch Booksection.de und dem Knaur.-Verlag realisiert.




"Die Schüler sollen erleben, dass Lesen auch durchaus Spaß machen kann!"

Booksection.de führt gemeinsam mit dem Arena Verlag und der Buchhandlung zum Gallusturm in Bad Säckingen Kritikprojekt am Scheffelgymnasium in Bad Säckingen durch

"Lucian" stand im Mittelpunkt!

Anderen Menschen Spaß und Freude am Lesen zu vermitteln, ist ja das erklärte Ziel von Booksection.de. Als wir von Doris Ohmer, die am Scheffelgymnasium in Bad Säckingen unter anderem Deutsch unterrichtet, angesprochen wurden, ob wir uns ein Projekt mit einer ihrer Deutschklassen vorstellen könnten, mussten wir deshalb nicht lange überlegen. Geplant war, dass die Schüler die Gelegenheit bekommen sollten, zu einem Buch, das nicht zur Pflichtlektüre der zwölften Klasse zählt, eine Rezension zu schreiben. Gemeinsam mit Doris Ohmer überlegten wir, welches Buch geeignet sein könnte und entschieden uns für das Jugendbuch „Lucian“ von Isabel Abedi.

Sofort bestätigte sich wieder einmal der absolut positive Eindruck, den Booksection.de von der Zusammenarbeit mit dem Arena-Verlag hat, denn die damalige Presseansprechpartnerin, Regine Bruns, zögerte nicht lange, und spendete sage und schreibe 15 Exemplare von „Lucian“ für unser Projekt. Der nächste Weg führte uns daraufhin zur Buchhandlung zum Gallusturm in Bad Säckingen, deren Besitzerin Frau Betina Wallbiner-Rösel uns großzügigerweise die restlichen 10 Exemplare überließ. Überwältigt von dieser großen Unterstützung machten wir uns dann mit einem riesigen Bücherpaket unterm Arm auf zu unserer ersten Schuldoppelstunde am Scheffelgymnasium.

Empfangen wurden wir vor den Sommerferien von einer gespannt auf uns wartenden und sehr gut vorbereiteten Klasse 12b und ihrer sympathischen Lehrerin Doris Ohmer. Gemeinsam mit den Schülern erarbeiteten wir, wozu es überhaupt Buchkritiken gibt, was eine gute Rezension ausmacht und welche Elemente unbedingt mit einfließen müssen. Es war ein Leichtes, mit diesen durch und durch motivierten Schülern zwei Schulstunden zu gestalten, und für uns selbst war es deshalb ein besonderes Vergnügen, die Bücher überreichen zu dürfen, die mit einer persönlichen Autogrammkarte von Isabel Abedi für jeden Schüler versehen waren. Natürlich machten wir deutlich, dass wir für diese Bücher auch etwas erwarteten: Nämlich, dass jeder sich die Zeit nähme, „Lucian“ zu lesen und dazu dann anschließend eine Rezension zu verfassen. Die drei besten Buchkritiken würden auf Booksection.de veröffentlicht, weshalb es auch wichtig war, dass sie vom Stil her zu unseren eigenen Buchkritiken passen sollten. Trotz des einen oder anderen Stöhnens über den doch beträchtlichen Umfang des Buches, wurden wir am Ende sehr herzlich verabschiedet, und uns wurde sehr deutlich vermittelt, dass wir unbedingt wieder kommen müssten.

Etwa drei Monate lang hatten die Schüler Zeit, „Lucian“ zu lesen und ihre Gedanken dazu niederzuschreiben. Ende Oktober, als es dann für uns ein Wiedersehen mit der Klasse gab, die mittlerweile 13b hieß, waren wir natürlich sehr gespannt auf die Ergebnisse. Wir waren wirklich positiv überrascht, dass 18 von 24 Schülern eine Rezension verfasst und alle, bis auf einen Schüler, „Lucian“ tatsächlich gelesen hatten. Wir gaben den Schülern die Gelegenheit, zu erzählen, wie es ihnen mit dem Buch und dem Verfassen einer Buchkritik ergangen war und gaben dann die Gewinner bekannt. Vanessa Frese, Evi Roth und Johannes Lebert hatten nach unserem Ermessen die besten Rezensionen verfasst, die vom Schreibstil am ehesten zu unserer Seite und unseren Vorgaben passten. Der Rest der Klasse quittierte dies mit lautem Beifall.



"Die drei besten Kritiken!"

Wie versprochen veröffentlicht Booksection.de an dieser Stelle die drei besten Kritiken zu "Lucian". Viel Spaß beim Lesen!

...von Johannes Lebert

Ein Buch, aus der ich-Perspektive eines pubertierenden Mädchens geschrieben und sich hauptsächlich um das Thema Liebe drehend - ohne vorschnell urteilen zu wollen, aber das klingt doch sehr nach einem typischen Mädchenbuch. Und einerseits ist das "Lucian" aus der Feder von Isabel Abedi auch, aber dennoch ist es Abedi andererseits gelungen, eine fesselnde, witzige und zugleich tiefgründige Mädchengeschichte zu erzählen.

Zuallererst überzeugt "Lucian" dadurch, dass alles einfach zusammenpasst - nicht nur originelle und authentische Charaktere und Dialoge, sondern auch eine schöne, runde Story tragen dazu bei, dass sich alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügt. Dazu kommen eine fesselnde Erzählweise, der es aber an den richtigen Stellen auch nie an Witz fehlt und eine atmosphärische Stimmung, die den Leser schon ab der ersten Seite in den Bann zieht.

Dass man die Geschichte auch auf 100 Seiten weniger hätte erzählen können und dadurch leider ein paar wenige Längen entstehen, ist nur nebensächlich, denn Isabel Abedi schafft es mühelos, diese mit ihren Erzählkünsten zu überbrücken.
Und wenn die Protagonistin teilweise etwas zu pubertär und unreif erscheint, ist das vielleicht zunächst nervig, trägt aber letzten Endes dennoch zum stimmigen Ganzen bei.
In dem Sinne hat Isabel Abedi eine Geschichte geschaffen, an der man absolut nichts aussetzen kann und die in ihrer Ganzheit überzeugt.

Fazit: "Lucian" ist schlicht und einfach ein typisches Mädchenbuch - darüber können auch keine noch so facettenreichen Erzählkünste der Autorin hinwegretten. Dennoch: Für Zugehörige der Zielgruppe oder andere, die sich trotzdem auf die Story einlassen, bietet das Buch Spannung, tolle Unterhaltung und eine schöne Geschichte.

...von Vanessa Frese

Zu Beginn des Romans „Lucian“ wird der Leser ganz unvermittelt in das Leben der Protagonistin Rebecca „hineingezogen“, man möchte mehr Details über sie und ihre Geschichte erfahren, das zeugt vom großen Talent der Autorin.

Da mit Rebecca ein jugendliches Mädchen erzählt, versucht Abedi, ihr eine authentisch jugendliche Ausdrucksweise zu geben, was jedoch aufgesetzt wirkt. Diese Unehrlichkeit lässt die Charaktere verblassen, weil der Leser ihnen und ihren Handlungen nicht mehr vollkommen vertrauen kann.

Im weiteren Verlauf der Geschichte um Rebecca und ihren Begleiter Lucian wird auch kein Klischee ausgelassen: die Mutter der Hauptfigur ist lesbisch, die beste Freundin hat zwei unterschiedlich große Brüste und wird deshalb von dem unglaublich klischeehaften Schulschwarm (südländischer Leadsänger der Schulband) zurückgewiesen, die Mutter versucht ihre Tochter zu beschützen und macht sie damit todunglücklich…
Im Allgemeinen ist es einfach von allem zu viel, was wiederum zu einem Verlust der Authentizität führt.

Beeindruckende Erzählkünste stellt Abedi aber unter Beweis, als Rebecca sich völlig zurückzieht, nicht mehr isst, spricht oder sich bewegt. Hier werden die E-Mails, die sie in dieser Zeit von Freunden und Familie erhält, als erzählerisches Mittel eingesetzt, dass sie nicht beantwortet werden, zeigt Rebeccas Unfähigkeit, sich zu rühren, innerlich sowie äußerlich.

Unverzeihlich ist jedoch, dass die Problematik des Buches schon größtenteils bekannt ist: In der Fernsehserie „Kyle XY“ (deutsche Erstausstrahlung 2007 auf Pro7) wird ein Junge nackt und ohne Erinnerungen im Wald gefunden. Er kommt bei einer Psychologin unter (allerdings nachdem er vom FBI dort hingeschickt wurde) und verliebt sich in die Tochter, sowie sie sich in ihn. Kyle hat einen körperlichen Makel: Er hat keinen Bauchnabel.

Allerdings ist es Abedi gelungen, den Leser sozusagen nicht von der Geschichte loskommen zu lassen, da er immer nur genauso wenig weiß, wie die Hauptperson, welche bis fast zum Schluss nur einzelne Puzzleteile findet, die man (noch) nicht zu einem Ganzen zusammensetzen kann. Es entsteht ein Sog der Neugier, dem man nicht entkommen kann und deshalb gezwungen ist, weiterzulesen.

„Lucian“ ist ein fesselndes Buch durch seine kreative jedoch unauthentische Erzählweise, die Geschichte ist allerdings nicht originell und leicht überzogen dargestellt.

...von Evi Roth

Isabel Abedi schafft es in ihrem Roman „Lucian“, unterschiedliche Menschen anzusprechen, indem sie ein leicht zugängliches Thema behandelt. Außerdem zieht sie den Leser mit ihrer geschickten Wortwahl und ihrer Fähigkeit, Spannung aufzubauen, in den Bann und erreicht damit, dass es dem Leser schwer fällt, das Buch auf die Seite zu legen.

Anfangs jedoch braucht es ein paar Kapitel, bis die Geschichte richtig ins Rollen kommt. Während dieser ersten Seiten, die dem Leser die Situation nahe bringen, ist es etwas schwer, sich zu konzentrieren, da man mit den Informationen gewissermaßen nur sanft „berieselt“ wird. Sobald die Geschichte jedoch tatsächlich ins Rollen kommt, hat man keine andere Wahl, als weiter zu lesen und herauszufinden, wie die Geschichte endet. Isabel Abedis größte Stärke in diesem Roman ist es, Verwirrung auszulösen, die nach einer Antwort verlangt. Als Leser wird man quasi in die Geschichte hineingezogen und kann sich unschwer mit der Protagonistin identifizieren. So erlebt man den Roman gleichermaßen als Leser wie auch, als ob man selbst Teil der Geschichte wäre.

„Lucian“ ist Isabel Abedis bisher umfangreichstes Buch, was aber, bis auf die leichte Trägheit am Anfang der Geschichte, keinerlei negative Auswirkungen auf dessen Gesamtbild hat. Alles in allem ist „Lucian“ ein sehr spannendes und lesenswertes Buch, das einen so schnell nicht loslässt.


Wir waren dann doch einigermaßen überrascht, dass fast die gesamte Klasse den Wunsch äußerte, dieses Projekt fortzuführen. Denn das bedeutet ja, dass die Schüler, neben der regulären Schullektüre, noch ein zusätzliches Buch gemeinsam lesen „müssen“. Außerdem waren sie auch bereit, sich mit uns außerhalb der regulären Schulzeit zu treffen – vor so viel Engagement können wir nur den Hut ziehen. Offensichtlich hat Doris Ohmer genau das erreicht, was sie mit diesem Projekt bezweckt hatte: den Schülern zu vermitteln, dass Lesen (und das darüber sprechen) auch durchaus Spaß machen kann! Eine neue gemeinsame Lektüre war dann auch schnell gefunden. Die Klasse entschied sich für den Thriller „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek. Auf weitere Berichte von unserem Projekt mit der Klasse 13b des Scheffelgymnasiums dürft Ihr an dieser Stelle also schon gespannt sein.

Stefanie Rufle & Thomas Ays
Booksection.de



Dieses Schulprojekt wurde durch Booksection.de, dem Arena Verlag und der Buchhandlung zum Gallusturm realisiert.






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