"Besondere Autoren verdienen besondere Aufmerksamkeit!"

Unter diesem Motto blickt Booksection.de, gemeinsam mit seinen Schwesterseiten Moviesection.de & Musicsection.de, auf besondere Künstler: Die "Portrait-Specials".

Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schriftstellers sein, sondern die Leserschaft dieses Autors umfassend und interessant informieren.

Im Oktober und November im Blickpunkt: Der deutsche Krimiautor Oliver Bottini, der mit seinen Romanen um die Freiburger Hauptkommissarin Louise Bonì die Krimileser fesselt.


Interview:

„Wenn ich beim Schreiben ein Gefühl für die Figur bekomme, dann merke ich, dass es stimmig ist.“

Booksection.de traf Oliver Bottini auf der Frankfurter Buchmesse zum Interview.

Booksection.de: Louise Bonì ist ein wirklich faszinierender Charakter, der in seiner Authentizität einfach nur gelungen ist. Sie haben einmal gesagt, dass es Ihnen wichtig sei, Louise immer wieder weiterzuentwickeln, sie in jedem Roman an einer anderen Position ihres Lebens zu zeigen. Wo steht Louise denn in „Das verborgene Netz“ gerade?
Oliver Bottini: Für mich ist sie jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sie merkt, dass es so nicht mehr weitergeht. Ihre Art, ihren Dienst auszuüben funktioniert so nicht mehr, geht zu sehr auf Kosten ihrer Gesundheit, der Kollegen, der Dienststelle. Das Buch endet ja damit, dass sie pausieren wird, und ich werde mit ihr auch für ein Buch Pause machen. Das nächste Buch wird von etwas anderem handeln, aber sie kommt dann „frisch renoviert“ im übernächsten Buch wieder.

Booksection.de: Das ist auch sehr spürbar in diesem Roman, und während der Lektüre treibt einen permanent die Angst um, dass Sie sich womöglich ganz von Louise verabschieden wollen.
Oliver Bottini: Nein, das habe ich nicht vor, aber ich glaube, dass es wichtig ist, einfach mal eine Pause zu machen und mich auch neuen Herausforderungen zu stellen. Durch die Figur, die Art des Erzählens und der Perspektive bin ich doch sehr eingeschränkt, und ich freue mich darauf, mal etwas anderes zu machen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ich mit Louises Art nicht noch zehn weitere Bücher machen kann. Sie muss jetzt einfach „crashen“ und sich dann regenerieren.

Booksection.de: Können Sie sich denn noch ein Leben ohne Louise Bonì vorstellen? Würden Sie sie als Teil Ihres Lebens bezeichnen?
Oliver Bottini: Ja, sie ist natürlich ein Teil meines Lebens, und im Moment kann ich es mir ohne sie nicht gut vorstellen. Ich möchte auch wissen, wie es mit ihr und Ben Liebermann weitergeht. Wie ist sie, wenn sie ein paar Monate ausgesetzt hat und wieder zurückkommt? Schafft sie es, ihr Leben in den Griff zu bekommen? Das würde ich alles nicht erfahren, wenn ich nicht mit ihr weiterschreiben würde. Es gibt bestimmt einen Punkt, an dem man das Gefühl hat, die Figur ist auserzählt, die Leute mögen sie nicht mehr, der Autor mag sie nicht mehr, und dann muss man aufhören. Aber da bin ich jetzt noch nicht mit Louise.

Booksection.de: Bei Louise hat man ja immer das Gefühl, dass sie kurz vor dem Abgrund steht, und man weiß nie so genau, ob sie nun springt oder es doch schaffen wird. Wissen Sie als Autor schon immer zu Beginn eines Romans, wie sich das entwickeln wird, oder werden Sie während des Schreibens manchmal von Louises Entwicklung überrascht?
Oliver Bottini: Ich weiß das in groben Zügen, aber der Rest entwickelt sich natürlich. Ich wusste relativ bald, dass es für sie auf ein tragisches Ereignis hinauslaufen wird, und dass dieses Buch von einer Zäsur markiert sein wird. Ich weiß, dass sie nicht wieder anfangen wird zu trinken, dass sie einen ganz starken Kern hat. Sie kann umfallen, und es kann ihr furchtbar schlecht gehen, aber da ist immer etwas, auf das sie sich beziehen kann, woraus sie schöpfen kann, um wieder aufzustehen. In den bisher fünf Romanen hat sie ja so viel aufs Dach gekriegt, dass es nicht plausibel wäre, wenn sie einfach fröhlich weitermachen würde.

Booksection.de: Kann man sagen, dass Ben Liebermann zu ihrem Anker wird, zu dem, an dem sie sich wieder aufrichtet?
Oliver Bottini: Das ist für mich eine ganz zwiespältige Geschichte. Die Louise, die ich konstruiert habe ist eigentlich ein Mensch, der keinen Anker benötigt. Sie zeichnet sich durch den Versuch aus, vollkommen unabhängig zu sein. Ihr Problem mit Ben ist, dass sie merkt, dass da Gefühle sind, mit denen sie nicht umgehen kann und die ihr auch nicht passen. Es wird nicht so sein, dass sie sich an ihm aufrichtet, dazu ist er auch nicht die richtige Figur. Es ist aber in jedem Fall geplant, dass die beiden noch ein weiteres Buch zusammen erleben werden. Mal sehen, wie sich das entwickelt, denn für mich ist es beim Schreiben auch spannend zu sehen, welche Themen für sie gerade relevant sind, und welche Klippen sie umschiffen muss. Diese Klippe namens Liebe war zu Beginn des Buchs für mich diffus da, aber alles weitere hat sich im Schreiben entwickelt. So, wie Louise ist, muss sie damit ein Problem haben.

Booksection.de: Immer wieder wird Louise ja mit ganz dramatischen persönlichen Schicksalsschlägen konfrontiert, so auch in „Das verborgene Netz“. Natürlich werden wir an dieser Stelle nicht verraten, was da genau passiert.
Oliver Bottini: Ja, bitte nicht. (lacht) Aber es ist ganz schrecklich. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das wirklich machen soll, denn es war auch für mich persönlich hart.

Booksection.de: Was reizt Sie daran, immer auch diese persönlichen Schicksale in die eigentlichen Kriminalfälle einfließen zu lassen?
Oliver Bottini: Es sind Romane, bei denen es natürlich um die Kriminalfälle geht, aber eben auch ganz stark um die Figuren. Damit versuche ich, auch etwas über den Zustand unserer Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen, zu kommentieren, wie ich selbst das sehe. Es gibt Polizeibeamte, die Depressionen oder Ängste haben, die mit einem Alkoholproblem zu kämpfen haben und damit irgendwie zurecht kommen müssen. Der Polizeibeamte aus Freiburg, mit dem ich sehr intensiv zusammen arbeite, hat mal gesagt, dass alle Leute denken würden, die Polizei sei der Problemlöser der Nation, bei dem alles in Ordnung sei. Aber in Wirklichkeit geht es Polizeibeamten wie allen anderen, sie leiden unter Scheidung, unter Trennung und Ängsten. Deswegen fand ich es wichtig, das auch mit einfließen zu lassen, auch, um Klischees aufzubrechen, die jeder von uns im Kopf hat.

Booksection.de: Immer wieder trifft Louise auf Männer, die im Verborgenen agieren, die eigentlich dem anderen Lager angehören, aber doch irgendwie auf ihrer Seite stehen. Was fasziniert Sie an diesem Thema?
Oliver Bottini: Aus tiefenpsychologischer Sicht würde ich sagen, ist es ein physischer Kontakt mit ihrem eigenen Schatten. Sie ist ja alles andere als die Idealpolizistin, sie hat ihre dunklen Seiten, übertritt Vorschriften. Auf der anderen Seite möchte ich kein Buch schreiben, in dem es einen durch und durch Bösen gibt. Ich erzähle von Menschen, die mit sich ringen, die wissen, dass sie auf dem falschen Weg sind und wieder umkehren wollen. Louise ist innerhalb des Polizeiapparats die einzige, die dann ein Andockpunkt sein kann, denn die anderen würden ja niemals das machen, wozu sie bereit ist. Das bedeutet für sie immer wieder eine Konfrontation mit Männern, aber auch mit der dunklen Welt, in der sie sich selbst emotional und psychisch befindet und in die sie sich ganz physisch hineinbegibt.

Booksection.de: Würden Sie der Theorie zustimmen, dass es zwei unterschiedliche Arten von Autoren gibt, nämlich die einen, die ihre Mitmenschen beobachten und ihre Beobachtungen in ihren Büchern umsetzen und die anderen, die verschiedene Teile ihrer eigenen Persönlichkeit abspalten können und in ihren Büchern verarbeiten? Wenn ja, zu welcher Art von Autor gehören Sie selbst?
Oliver Bottini: Ich glaube, es gibt mindestens noch eine dritte Art von Autoren, zu der ich selbst vielleicht gehöre. Das sind Leute, die ihre dunklen Seiten oder ihr Inneres anzapfen, ohne es so richtig zu merken oder darüber wirklich zu reflektieren. Das bedeutet nicht, dass ich nicht reflektiere, aber ich gehöre nicht zu den Autoren, die das ganz bewusst machen. Es gibt in meinen Büchern viele Figuren, bei denen ich weiß, dass sie etwas erlebt haben, was ich so ähnlich kenne. Aber ich gehöre sicherlich nicht zu der Kategorie, die andere oder sich selbst ganz genau beobachten und das dann verarbeiten. Ich nehme Themen aus der Realität, die ich spannend finde, tausche aber die Menschen, die mit diesem Thema besetzt sind, aus.

Booksection.de: Würden Sie sagen, dass es ein Erfolgsgeheimnis zu einer solch lebendigen und authentischen Figurenzeichnung gibt, oder ist es eher so, dass man es kann oder eben nicht kann?
Oliver Bottini: Jetzt mal davon ausgegangen, dass es bei mir funktioniert, gibt es schon gewisse Techniken, die wichtig sind. Zum Beispiel, keine Klischees zu erzeugen. Mit jedem Wort, das man schreibt, läuft man Gefahr, in eine Klischeefalle zu laufen, und oft merkt man erst hinterher, wie viele Klischees dann doch in einem Buch stecken. Ich möchte aber Figuren erschaffen, die Menschen sind, und Menschen haben immer ganz viele verschiedene Seiten. Ich glaube, wenn man das umsetzen kann, funktioniert es, dann sind die Figuren vielschichtiger und damit nachvollziehbar, so dass man als Leser Empathie empfinden kann. Man kann ja auch mit Menschen, die ein Verbrechen begehen, Empathie empfinden, wenn man versteht, warum sie so handeln. Wenn es einem als Autor gelingt, diese Empathie beim Leser zu erzeugen, dann hat man es richtig gemacht. Wenn ich beim Schreiben ein Gefühl für die Figur bekomme, dann merke ich, dass es stimmig ist.

Booksection.de: Durchlaufen Sie diesen Prozess alleine, oder beteiligen Sie jemanden daran, der immer wieder darüber liest?
Oliver Bottini: Ich mache das im Prinzip alleine, aber die Verlagslektorin und auch meine Freundin lesen natürlich frühzeitig darüber und geben Feedback.

Booksection.de: In „Das verborgene Netz“ geht es ja um Wirtschaftsspionage. Wie kamen Sie auf dieses Thema?
Oliver Bottini: Es geht ja letztendlich nicht um die Wirtschafsspionage an sich, sondern um die Menschen, die daran beteiligt sind – um die Täter, um die Opfer und um die Ermittler. Ich habe irgendwann mal gelesen, dass Wirtschaftsspionage in Deutschland ein großes Problem ist, über das aber kaum gesprochen wird. Die Firmen haben Angst, dass es an die Öffentlichkeit gelangen könnte, weil das immense Folgen für das Image und damit auch für die Entwicklung der Aktienkurse haben würde. Es gibt aber mittlerweile Versuche von öffentlichen Stellen wie Regierung oder Arbeitskreisen der Wirtschaft, die Unternehmen in dieser Hinsicht etwas wachzurütteln, denn es werden viele Unternehmen ausspioniert, ohne dass sie es überhaupt merken. Hinzu kommt, dass man über die befreundeten Nationen, die Deutschland ausspionieren, schon mal gar nicht spricht. Niemand kann offiziell aussprechen, dass beispielsweise die Franzosen, die Engländer oder die Amerikaner Deutschland ausspionieren. Aber es passiert eben. Dieses Thema fand ich sehr interessant und bizarr.

Booksection.de: Welchen Ihrer mittlerweile fünf Romane um Louise Bonì würden Sie denn als ihren gelungensten oder den, der Ihnen am nächsten steht, bezeichnen?
Oliver Bottini: Das kann ich nicht beantworten, denn sie haben alle einen sentimentalen Wert für mich, von daher ist das schwer zu sagen.

Booksection.de: Worum wird es denn in Ihrem nächsten Roman – dem Buch ohne Louise – gehen?
Oliver Bottini: Es wird ein sehr politischer Kriminalroman sein, der überwiegend in Berlin, aber auch in Baden-Württemberg, in Schwaben spielt. Aber will ich jetzt schon verraten, worum es geht? (lacht) Ich greife nochmals die jugoslawischen Zerfallskriege auf, aber eben aus der deutschen Perspektive. Es wird aber wirklich etwas anderes, es wird nicht nur eine, sondern vier Hauptfiguren geben, und alles bewegt sich in verschiedenen Zeitebenen.

Booksection.de: Herr Bottini, vielen Dank für das interessante Interview!


Biographie:

"Seit ich vierzehn war, war Schriftsteller mein Traumberuf, jetzt bin ich es - was will ich mehr?"

Mit seinem Erstlingswerk „Mord im Zeichen des Zen“ konnte Oliver Bottini einen Überraschungserfolg landen und Krimifans durften frohlockend feststellen, dass es durchaus noch deutsche Autoren gibt, die sich mit ihren Werken wohltuend vom amerikanischen Krimi-Einerlei abheben. Im Mittelpunkt von Bottinis Kriminalromanen steht die Ermittlerin Louise Boní, eine durch und durch von Problemen belastete und alkoholabhängige Protagonistin. Dem brillanten Autor gelingt das Kunststück, als Mann die Psyche einer zutiefst verwundeten Frau zu beschreiben – und das voller Feingefühl und Ehrlichkeit. Über seine Hauptfigur sagt Bottini:
"Ich wollte einfach eine Figur mit Tiefe, Widersprüchen, Schwächen, Stärken, die ihre Konflikte erkennt und sich mit ihnen auseinandersetzt. Nur solche Figuren interessieren mich als Autor, also Figuren, die ähnlich wie reale Menschen nicht eindimensional sind, sondern ihre Ecken, Kanten und vielleicht auch Abgründe haben."

Der 1965 in Nürnberg geborene Bottini studierte in München Neuere deutsche Literatur, Italianistik und Markt- und Werbepsychologie. Seit vielen Jahren widmet er sich dem Studium des Buddhismus und praktiziert Kung Fu und Qi Gong. Zum Thema Buddhismus existieren bereits mehrere Publikationen Bottinis. Für seine Kriminalromane „Mord im Zeichen des Zen“ und „Im Sommer der Mörder“ erhielt Oliver Bottini jeweils den Deutschen Krimi Preis, beide Bücher standen monatelang auf den Krimi Welt-Bestenliste. 2007 folgte die Nominierung für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Roman“. Doch auf die Tatsache angesprochen, dass er mittlerweile zu den führenden deutschen Krimi-Autoren zählt, reagiert Bottini eher bescheiden:
"Natürlich schmeichelt es mir, wenn ich so etwas höre oder lese, und es stärkt gewiss auch meine Motivation. Aber wer welche Autoren wie einschätzt, das ist ja höchst subjektiv. So gibt es sicherlich allein für die Journalisten insgesamt Dutzende "führende deutsche Krimi-Autoren". Und für alle ist ja auch Platz.... zur kompletten Biographie-Seite



Bibliographie:

Mord im Zeichen des Zen

2004, Fischer

Louise Bonì, Hauptkommissarin der Freiburger Kripo, steckt in einer tiefen Lebenskrise. Seitdem sie gezwungen war, in Ausübung ihrer Tätigkeit einen Mann zu erschießen, ist nichts mehr, wie es war. Tiefe Schuldgefühle plagen die Kommissarin, hinzukommen unverarbeitete Ereignisse aus der Vergangenheit, die jetzt auf sie einstürzen. Ihr letzter Trost ist die Flasche. Die ist mittlerweile ihre ständige Begleiterin - so auch am ersten Tag ihres freien Wochenendes, aus dem sie aber unsanft herausbefördert wird. Die 42jährige bekommt von ihrem Dezernatsleiter einen mehr als merkwürdigen Auftrag erteilt. Ein japanischer Mönch wandert anscheinend in Sandalen und Kutte durch die Landschaft östlich von Freiburg. Louise soll herausfinden, was mit ihm los ist und vor allem, was er vorhat.

Als die Kommissarin den Mönch endlich eingeholt hat, muss sie erkennen, dass er verletzt und offenbar auf der Flucht ist. Sie kann aber nicht mit ihm kommunizieren und begleitet ihn deshalb eine Nacht lang auf seinem Weg. Da wird Louise klar, dass es tatsächlich drei Verfolger gibt, die dem mysteriösen Mönch auf den Fersen sind und dass dieser in Todesangst ist. Das Problem ist nur, dass Louise aufgrund ihres Alkoholproblems nicht mehr das ungeteilte Vertrauen der Vorgesetzten und Kollegen genießt. Deshalb ist sie gezwungen, sich allein auf Spurensuche zu begeben. Entgegen vieler Widerstände gelingt es ihr allmählich, Licht in das Dunkel zu bringen. Was sie hier entdeckt, könnte schrecklicher und unmenschlicher kaum sein..... zur Buchkritik


Im Sommer der Mörder

2006, Fischer

Im friedlichen kleinen Ort Kirchzarten, idyllisch im Breisgau gelegen, geht eines Morgens im Sommer ein kleiner Schuppen in Flammen auf. Die örtliche Feuerwehr vermutet zunächst nur ein harmloses Feuer – bis plötzlich ein regelrechtes Inferno losbricht, dem einer der Feuerwehrmänner zum Opfer fällt. Schnell stellt sich heraus, dass sich unter dem Schuppen ein illegales Waffenlager befand – Kirchzarten wird aus seinem Dornröschenschlaf gerissen. Die Freiburger Kripo wird eingeschaltet und Hauptkommissarin Louise Bonì sieht sich plötzlich in einen Fall voll von Korruption und dubiosen Gestalten hineinkatapultiert.

Gerade erst aus dem Kanzan-an zurückgekehrt, in dem sie versuchte, gegen ihre Alkoholsucht anzukämpfen, muss Louise sich in ihrer Dienststelle erst mühsam wieder beweisen. Ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden hat die Kommissarin auch im Kanzan-an nicht abgelegt und diese sind einigen Kollegen doch etwas suspekt. Doch Bonì kann schnell erste Erfolge aufweisen, Spuren führen ins zerfallende Jugoslawien der Neunziger Jahre. Doch dann nimmt der Fall allmählich Dimensionen an, die weit über das hinausgehen, was ein einfacher brennender Holzschuppen auch nur annähernd erahnen ließ...zur Buchkritik


Im Auftrag der Väter

2007, Fischer

Die Familie Niemann bekommt einen gehörigen Schrecken, als an einem nebligen Tag plötzlich ein bewaffneter und ihnen völlig fremder Mann im Garten ihres Freiburger Hauses steht. Offensichtlich möchte der Fremde Paul Niemann drohen und verschwindet erst, als die Niemanns die Polizei rufen. Doch schon in der folgenden Nacht kehrt der mysteriöse Mann zurück und stellt Paul ein ebenso erschreckendes wie unerklärliches Ultimatum. Hauptkommissarin Louise Bonì und ihr Team erkennen schnell, dass sie es hier mit einem höchst gefährlichen Mann zu tun haben, der zu allem entschlossen und dem sein eigenes Leben völlig gleichgültig geworden ist.

Während der Ermittlungen stößt Bonì auf Hinweise, dass der Täter vom Balkan stammt und seine Geschichte sich bis ins Jahr 1945 zurückverfolgen lässt. Es wird immer offensichtlicher, dass der Täter im Zusammenhang mit Paul Niemann steht, doch dieser scheint sich nicht an den Fremden erinnern zu können und irgendwann wird Louise klar, dass ihr oberstes und dringlichstes Ziel ist, Pauls Angehörige zu schützen...zur Buchkritik


Jäger in der Nacht

März 2009, Fischer

Nadine, eine Freiburger Studentin aus reichem Haus, verschwindet spurlos. Kurz darauf wird ein fünfzehnjähriger Junge ertränkt in der Nähe eines Dorfes am Rhein aufgefunden. Eddie war ein zur Gewalt neigender Einzelgänger, der von seinem Vater permanent verprügelt wurde. Was nun verbindet diese beiden jungen Leute miteinander? Für Louise Bonì, Hauptkommissarin der Freiburger Kripo, steht fest, dass diese beiden Fälle zusammenhängen und dass Nadine noch lebt.

Als dann auch noch ein von allen respektierter Familienvater Opfer eines brutalen Mordes wird, verdichtet sich Louises Verdacht: Sie und ihr Ermittlerteam haben es hier mit grausamen Menschenjägern zu tun, deren einziges Ziel es ist, Nadine, Zeugin ihrer Taten, unschädlich zu machen. Bonì ahnt, bei wem Nadine untergetaucht ist und ihr ist klar, dass ein Wettlauf mit der Zeit begonnen hat. Denn vor allem einer der Täter hat nichts mehr zu verlieren....zur Buchkritik


Das verborgene Netz

Oktober 2010, Fischer

Als in Berlin ein Mann auf brutalste Art und Weise zusammengeschlagen wird und vom Täter jede Spur fehlt, wird die Kripo Freiburg eingeschaltet, denn eine Spur in diesem undurchsichtigen Fall führt in die Dreisam-Stadt. Kripo-Hauptkommissarin Louise Bonì reist nach Berlin, um eine Zeugin zu befragen, die in der Tatnacht im Hotelzimmer neben dem des Opfers wohnte. Diese Zeugin weiß mehr, als sie zugibt, das wird Louise schnell klar, doch will es ihr nicht gelingen, hinter deren Mauer aus Angst und Schweigen zu dringen. Bald schon stellt sich heraus, dass das Opfer ein Spitzel des Geheimdienstes ist, was den Verdacht nahe legt, dass es sich beim Täter um einen Profi handeln muss.

Zurück in Freiburg muss Bonì sich mit der Tatsache abfinden, dass der Verfassungsschutz, der im Hintergrund agiert, jegliche Kooperation mit der Kripo verweigert. Die Kripo-Hauptkommissarin muss erkennen, dass sie offensichtlich von jemandem beobachtet wird, ein „Schutzengel“, dem das Wohl der Zeugin aus Berlin sehr am Herzen zu liegen scheint. Louises Ermittlungen führen sie zu der Freiburger Firma GoSolar, einem Unternehmen, das sich auf die Produktion von Ökostrom spezialisiert hat. Hier scheinen alle Fäden zusammenzulaufen, doch wie schnell sich das Netz zusammenziehen wird, kann Louise Bonì sich nicht einmal im Entferntesten vorstellen...zur Buchkritik


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