"Besondere Autoren verdienen besondere Aufmerksamkeit!"

Unter diesem Motto startet Booksection.de, gemeinsam mit der Schwesterseite Moviesection.de, seine Reihe besonderer Specials.

Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schriftstellers sein, sondern die Leserschaft dieses Autors umfassend und interessant informieren.

Im Herbst 2009 im Blickpunkt: Fantasyautorin Jenny-Mai Nuyen, die mit ihren Jugendbüchern „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“, „Das Drachentor“ und „Rabenmond“, um nur eine kleine Auswahl zu nennen, bereits zahlreiche Fans im Sturm erobert hat. Mit „Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht“ legt die erfolgreiche Autorin nun den ersten Teil ihrer ersten Trilogie vor.


Interview:

„Man schreibt immer über die Dinge, die einen beschäftigen.“

Anlässlich von „Feenlicht“ traf Booksection.de Jenny-Mai Nuyen in München zum Interview.

Booksection: Was hat sich zwischen Deinem ersten Buch „Nijura“ und Deinem neusten, dem ersten Teil Deiner Trilogie „Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht“ in Deinem Leben verändert?
Jenny-Mai Nuyen: Alles natürlich! Ich glaube meine Bücher haben sich so verändert, wie auch ich mich verändert habe, wobei man das natürlich nur schwer beobachten kann, man sieht das ja immer erst rückblickend in ein paar Jahren.

Booksection: Deine Geschichten sind also mit Dir gewachsen?
Jenny-Mai Nuyen: Schon, ja. Auf jeden Fall sprachlich und auch von den Themen, die mich interessieren. Bisher habe ich immer geschrieben, was mich gerade selbst beschäftigt hat, daher müssten die Bücher auch eine Entwicklung widerspiegeln.

Booksection: Deine Figurenzeichnung ist in Deinen Büchern immer positiv aufgefallen. Machst Du Unterschiede beim Schreiben von weiblichen und männlichen Charakteren?
Jenny-Mai Nuyen: Ich denke nicht so sehr in diesen Kategorien und versuche den Charakter einer Figur unabhängig vom Geschlecht zu entwickeln. Bei „Rabenmond“ war es z.B. so, dass ich ganz lange alle Figuren andersherum vorgesehen hatte und dann entschied, alle Frauen in Männer zu verwandeln und umgekehrt, weil es einfach besser passte. Natürlich gibt es Unterschiede in der Denk- und Reaktionsweise von Männern und Frauen, ich glaube aber, dass das Geschlecht wirklich keine zu große Rolle spielen sollte.

Booksection: Im Verhältnis gesehen: Wie viel Zeit verwendest Du für die Figuren, wie viel für die Geschichte?
Jenny-Mai Nuyen: Das kann man nicht sagen. Meistens sind es ja die Figuren, die die Geschichte tragen.

Booksection: Es kann also nicht passieren, dass Du beispielsweise eine gute Figur im Kopf hast, und die Geschichte darum bastelst?
Jenny-Mai Nuyen: Das kommt auf die Geschichte an. Bei „Rabenmond“ war es so, dass erst Mion da war, die ja wahnsinnig gut darin ist, die Liebe anderer Menschen zu bekommen, selbst jedoch keine Liebe schenken kann, vielleicht deshalb auch auf andere so attraktiv wirkt. Anschließend kam der Meister, der genau dieses Talent ausnutzt. Danach erschuf ich erst die Welt, in der beide leben und erst dann hat sich die Geschichte entwickelt.
Bei den „Sturmjägern“ war es nun so, dass ich zuerst die Idee zu dem Land hatte, das lebendig ist. Dann habe ich mir überlegt welche Figuren diese Geschichte transportieren können.

Booksection: Der verschwendete Rohstoff im Buch kann man mit unserem Öl gleichsetzen. War Dir dieser Bezug zur Realität wichtig?
Jenny-Mai Nuyen: Ich habe nicht gedacht: „Jetzt erzähle ich eine Geschichte über Umweltverschmutzung oder ausgebeutete Ressourcen!“ aber natürlich war das eine Inspirationsquelle, die mich damals sehr beschäftigt hat und über die ich nachgedacht habe. Man schreibt ja immer über die Dinge, die einen beschäftigen.

Booksection: Gibt es für die Figuren in „Die Sturmjäger von Aradon“ reale Vorbilder? Zu Nova z.B.?
Jenny-Mai Nuyen: Er basiert nicht nur auf einer Figur. Er hat viele Eigenschaften von Menschen, die ich kenne. Figuren, die einem selbst nicht ganz so ähnlich sind, muss man ja schließlich irgendwoher nehmen.

Booksection: Du hast gerade Dein erstes Buch Deiner ersten Trilogie vorgestellt: „Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht“. Haben sich die Anforderungen verändert, da Du die Geschichte der beiden Folgebände ja noch nicht geschrieben hast?
Jenny-Mai Nuyen: : Ich habe mich für jeden Teil ein Thema ausgesucht. Der Grund, warum ich dieses Mal eine Trilogie schreiben wollte, war, weil mich dieses Land so gereizt hat und ich dort ein bisschen länger bleiben wollte und mir selbst den Raum geben wollte, verschiedene Stränge auszuarbeiten.
Das ist ja nun meine erste Trilogie, darum hatte ich die Befürchtung, dass der zweite Teil eine Art Durchhänger wird, wie das ja bei vielen Trilogien der Fall ist. Deshalb habe ich im ersten Band noch nicht sehr viel verraten. Ich bin auch wirklich froh darüber, dass ich noch ganz viele Geheimnisse habe, die dann im zweiten und dritten Band erst enthüllt werden.

Booksection: Wie oft überarbeitest Du Deine Geschichten?
Jenny-Mai Nuyen: Nie! Ich bin ganz schlecht im Überarbeiten. Ich denke dann immer: „Je öfter ich es überarbeite, desto schlechter wird es!“

Booksection: Wir haben ganz viel an „Die Sturmrufer von Aradon“ kritisiert. Welche Versprechen kannst Du uns für Buch 2 geben?
Jenny-Mai Nuyen: Ich habe mir ganz viel aufgehoben! Vielleicht hätte ich ein wenig mehr verraten sollen, aber ich konnte nicht gleich alles herauslassen. Für die nächsten Bände kann ich versprechen, dass einige dunkle Geheimnisse über die Hauptfiguren ans Tageslicht kommen. Es wird eine tiefe Liebesgeschichte geben. Und einer der Helden wird sterben …

Booksection: Hast Du Buchtipps für unsere Leser?
Jenny-Mai Nuyen: Von der Fantasygeschichte „Das Paradies der Schwerter“ von Tobias O. Meißner war ich sehr begeistert. Das ist ein toller Schriftsteller mit einer tollen Sprache und tollen Figuren!

Booksection: Möchtest Du noch ein Grußwort an unsere Besucher und Deine Fans richten?
Jenny-Mai Nuyen: Ich hoffe, alle Leser werden Spaß an „Feenlicht“ haben und noch viele tolle Bücher auf BOOKSECTION.DE entdecken!


Biographie:

Jenny-Mai Nuyen, die 1988 in München geborene Autorin mit dem wunderbar klingenden Namen hat noch viel vor.
Als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern entschied Jenny selbst, dass sie einmal ihre Geschichten veröffentlichen wollte. Ihre Eltern wussten von dem Wunsch und dem Vorbereiten ihrer ersten Bücher und Geschichten zunächst nichts. Mit 13 sagte sich Jenny, sie wolle jetzt - mal eben - ein Buch schreiben. So schwer kann das ja schließlich nicht sein. In zwei Monaten ist der Schmöker im Laden und freut sich auf seine Leser. „Wenn ich damals gewusst hätte, dass es 2, 3 Jahre dauert, bis ein Buch vom Manuskript ins Geschäft braucht, hätte ich es wahrscheinlich gleich aufgegeben.“, sagte uns die sympathische Jenny-Mai im Interview.
2006 erschien dann bei Random-House ihr erster Fantasy Roman "Nijura - Das Erbe der Elfenkrone" und wurde ein wahrer Erfolg für die junge Autorin und den Verlag. Fortan wurde natürlich auch kräftig mit dem Alter der Autorin geworben, schließlich passte sie wunderbar ins Fahrwasser von Kollege Christopher Paolini, der mit "Eragon" etwa zur gleichen Zeit große Erfolge feiern konnte.
2007 erschien "Das Drachentor", was wieder seine Fans finden wird, da sind wir sicher. Im Juli kam dann Jenny's dritter Roman auf den Markt: "Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten".
Im Herbst 2008 folgte "Rabenmond - Der magische Bund" und bewies erneut: Jenny-Mai Nuyen ist eine magische Geschichtenerzählerin. 2009 folgte der erste Teil ihrer Trilogie um "Die Sturmjäger von Aradon".
Jenny studiert nebenbei Filmwissenschaft an der New York University und möchte irgendwann beides tun: Filme machen und Bücher schreiben - momentan pausiert sie jedoch, um weitere Geschichten zu schreiben.
Wir drücken ihr die Daumen und glauben fest an sie!... zur kompletten Biographie-Seite



Bibliographie:

Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

August 2006, cbj

Nill lernte im Leben schnell, was es heißt, zu niemandem zu gehören. Ausgesetzt und ohne zu wissen, wer Vater und Mutter sind, zog sie eine Menschenfamilie auf. Sie selbst ist ein Mischling: Halb Mensch, halb Elfe. Im Dorf ist sie nur der „Bastard“, ein Niemand, eine Ausgestoßene. Nill hat sich damit abgefunden.
Eines Abends, als sich Nill erneut zu lange in ihrem geliebten Wald aufhält, geschieht etwas Seltsames. Ein Baum öffnet sich und „übergibt ihr“ eine Art Messer, einen Steindorn. Es dauert nicht lange und es kommt heraus, das nur dieser Dorn den unbesiegbaren ... zur Buchkritik


Das Drachentor

Mai 2007, cbt

Revyn hat nichts mehr im Leben. Seine Eltern und sein geliebter Bruder sind tot und er lebt allein in einem kleinen Dorf. Nur durch Zufall trifft er jene, die in Haradon Drachen reiten und zähmen. Nach einigem Zögern sieht er endlich seine letzte Chance, seinem Leben entfliehen zu können. In Haradons Hauptstadt Logond Drachenkrieger werden ist sein Plan.
Doch es kommt anders, viel anders. In den wirren Schicksalsschlägen finden sich Revyn bald kaum noch zurecht. Elfen, Drachen, die zu ihm sprechen, ein Krieg, der unaufhaltsam näher grollt. Revyn scheint eine wichtige Figur auf dem Schachbrett der Welt zu sein…...zur Buchkritik


Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten

Juli 2007, cbj

Vampa ist ein Junge, der keine Vergangenheit besitzt. Er kann sich an nichts erinnern, was früher war. Was noch schlimmer ist: Er fühlt nichts. Er ist wie eine Hülle, ein Toter, ein Nichts. Und doch weiß er, was er sucht: Ein Buch. Er muss es finden, denn in ihm steht seine Geschichte...
Unterdessen macht die reiche Apolonia Spiegelgold Bekanntschaft mit Tigwid, einem Straßenjungen, der eindeutig unter ihrer Würde ist. Schließlich ist sie aus einer ehrenwerten Familie und er ist … ein Niemand. Doch dann bemerkt sie eine Eigenschaft an ihm, die ihr vertraut ist. Auch er besitz eine Gabe…...zur Buchkritik


Rabenmond - Der magische Bund

September 2008, cbt

Mion lebt mit ihrer Familie in den Ruinen von Wynter. In der mächtigen und eindrucksvollen Stadt herrschen magische Wesen: Drachen. Sie sehen aus wie Menschen, können aber beliebige Tierformen annehmen und unterscheiden sich vor allem durch eines von ihren Untertanen: Sie haben keine Gefühle.
Als Mion eines Tages einen Fuchs erschießt, um mit dem sterbenden Tier ein grausames Spiel zu spielen, besiegelt sie ihr Schicksal: Denn der Fuchs ist Lyrian, der Prinz von Wynter und ein Drache! Nur kurz haben sich die beiden gesehen und doch haben sie sich ineinander verliebt....zur Buchkritik


Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht

September 2009, cbt

Hel gehört zu den legendären Sturmjägern von Aradon. Sie dient unter der Magierschaft auf dem Schiff „Schwalbe“ und ist Dank ihrer Fähigkeiten ein nicht zu ersetzendes Mitglied der Crew. Doch als das Schiff angegriffen und vernichtet wird, bleibt Hel als einzige Überlebende zurück und muss einen echten Wandel in ihrem Leben hinnehmen. Sie muss den Magiern in Aradon Bericht erstatten. Gemeinsam mit einem unbekannten Jungen macht sie sich auf in die Hauptstadt, nicht ahnend, was auf sie zukommen wird - denn ein mächtiger Krieg steht bevor…...zur Buchkritik


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