"Besondere Autoren verdienen besondere Aufmerksamkeit!"

Unter diesem Motto blickt Booksection.de, gemeinsam mit seinen Schwesterseiten Moviesection.de & Musicsection.de, auf besondere Künstler: Die "Portrait-Specials".

Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schriftstellers sein, sondern die Leserschaft dieses Autors umfassend und interessant informieren.

Im Februar und März 2010 im Blickpunkt: Romanautor Benedict Wells, der mit seinen bisher veröffentlichten Büchern "Becks letzter Sommer" und "Spinner" überzeugende Wertungen einfuhr. Der sympathische Deutsche sprach mit uns über seine Bücher und kommende Projekte.


Interview:

„Nichts ist schlimmer als ein Schriftsteller ohne Buch.“

Booksection.de traf Benedict Wells in Konstanz zum Interview.

Booksection: Nach dem Abitur bist du von München nach Berlin gezogen. Warum gerade Berlin?
Benedict Wells: Ich wollte auf jeden Fall weg aus Bayern. Die typische Heimatflucht (lacht). Vor allem aber, weil ich es mir in Berlin leisten konnte. München wäre viel zu teuer gewesen. In Berlin kosten die Wohnungen sehr wenig Geld. Mit ein, zwei Nebenjobs konnte ich das Leben dort gut finanzieren. Und natürlich ist Berlin auch einfach eine tolle Stadt. Ich habe sie mir vorher schon mal angeschaut und gleich gemerkt, dass sie zu mir passt.

Booksection: War die Stadt auch eine Inspirationsquelle für deine Bücher?
Benedict Wells: Ja, auf jeden Fall. Die ersten Monate habe ich sehr viel in mich aufgesogen und die Stadt auf mich wirken lassen. Ich hatte allerdings nicht die Zeit, um stundenlang in Cafés herumzuhängen und um über das Leben zu philosophieren. Ich bin nach Berlin gegangenen um zu schreiben und um zu arbeiten. Wenn man dann noch im Fußballverein spielt oder eine Freundin hat, bleibt nicht mehr viel Zeit.

Booksection: Du hast alles auf eine Karte gesetzt, um Schriftsteller zu werden – kein Studium, keine Ausbildung. Was hättest du gemacht, wenn die Schriftstellerkarriere nicht geklappt hätte?
Benedict Wells: Die Frage habe ich mir schon sehr oft stellen müssen, weil es vier Jahre lang ganz danach aussah, als würde es nicht klappen. Ich hatte immer mal wieder gute Nebenjobs. Unter anderem habe ich bei einer Fernsehsendung gearbeitet und hätte auch die Möglichkeit gehabt, das zu meinem Hauptberuf zu machen. Da hätte ich sogar mehr verdient, als ich jetzt verdiene – obwohl es mittlerweile ganz gut läuft mit dem Schreiben. Aber es war einfach falsch, falsch, falsch: Ich musste schreiben! Zur Not wäre ich auch ins Ausland geflüchtet und hätte dort gekellnert. Es ging immer nur darum, sich finanziell über Wasser zu halten und weiter zu schreiben. Es gab kein Plan B. Auch bei einem Scheitern hätte ich mit dem Schreiben nicht aufgehört. Es ist aber sehr schwierig, wenn man noch nie etwas veröffentlicht hat. Nichts ist schlimmer als ein Schriftsteller ohne Buch – da wird man überhaupt nicht ernst genommen.

Booksection: Was hat sich für dich nach der ersten Veröffentlichung verändert?
Benedict Wells: Sehr viel. Die Leute, die früher gesagt haben, dass das nie etwas wird mit meinem Traum, sind nun auf einmal die, die sagen, dass sie es immer gewusst haben. Bei mir persönlich ist nun eine Grundzufriedenheit da. Früher war sehr viel Verzweiflung in mir, eine Art Dunkelheit die nur schwer in Worte zu fassen ist. Ich habe mich immer danach gesehnt, dass ein Buch von mir veröffentlicht wird. Jetzt ist es so, dass ich selbst an schlechten Tagen immerhin der komische Typ bin, der bei Diogenes zwei Bücher veröffentlicht hat. (lacht) Das kann mir keiner mehr nehmen und macht mich sehr zufrieden.

Booksection: „Becks letzter Sommer“ war 2008 sehr erfolgreich. Wie geht man anschließend mit dem hohen Erwartungsdruck um?
Benedict Wells: Es ist so, dass nach diesem großen Erfolg mit „Spinner“ ein Buch veröffentlicht wurde, das ich schon mit 19 geschrieben habe. Objektiv betrachtet ist ganz klar, dass „Spinner“ nicht mit „Becks letzter Sommer“ mithalten kann. „Spinner“ ist für junge Leute geschrieben, die dieses Buch meistens auch mehr mögen als das erste Buch. Ältere Leser hingegen sehen das ganz anders und finden „Becks letzter Sommer“ viel besser. Von daher habe ich mich nach meiner ersten Veröffentlichung schon auf Gegenwind eingestellt – der dann auch kam. Das tut mir aber eigentlich auch ganz gut.

Booksection: Nachdem du nun dein erstes großes Ziel, ein veröffentlichtes Buch auf dem Markt, erreicht hast: Welches Ziele hast du jetzt, wo soll die Reise hinführen?
Benedict Wells: Es gibt zwei Ziele. Das eine Ziel ist Barcelona. Dort ziehe ich in wenigen Wochen hin und möchte dort einfach nur leben. Am liebsten in einer internationalen WG, in der ich dann einfach nur ‚der Deutsche‘ bin. Das Ziel ist es, wieder ein richtiges Leben führen. Das habe ich fürs Schreiben jahrelang aufgegeben und das möchte ich mir nun wieder zurückholen. Das andere Ziel ist, dass mein drittes Buch, an dem ich derzeit feile, mein bislang Bestes wird. Daran arbeite ich sehr hart und ich bin zuversichtlich, dass das klappt.

Booksection: Würdest du dich als Perfektionist bezeichnen?
Benedict Wells: Anfangs kaum, jetzt immer mehr. Es ist zudem so, dass der neue Roman auf einer wahren Geschichte beruht, und der muss ich unbedingt gerecht werden. Ich habe den Anspruch einfach alles aus mir herauszuholen. Wichtig ist mir auch, dass ich vielfältig schreibe.

Booksection: Wie gehst du bei den hohen Selbsterwartungen mit schlechter Kritik um?
Benedict Wells: Eine meiner frühen Entscheidungen war, dass ich irgendwann damit aufgehört habe, mich selbst zu googeln. Früher oder später dreht man da durch. Irgendwann wird man ein hohler Schwachkopf, der dauernd seinen eigenen Namen eingibt. Das ist ja krank. (lacht) Als „Becks letzter Sommer“ veröffentlicht wurde, habe ich das fast jeden Tag gemacht. Ich muss aber auch sagen, dass es manchmal wirklich gute Verrisse gibt und hin und wieder ist es für mich als Mensch auch von Vorteil, eine schlechte Kritik zu bekommen.

Booksection: Gibt es für dich ein Vorbild, ein Autor der dich zum Schreiben inspiriert hat?
Benedict Wells: Ja, ich bin totaler John Irving-Fan. Als ich 16 war, habe ich "Das Hotel New Hampshire" gelesen. Danach war klar, dass ich auch schreiben will. Das ist für mich Literatur in der tollsten und besten Form. Irving ist zwar auch nicht immer perfekt, aber in seinen Werken steckt Energie und immer eine wunderbare Geschichte. Das hat mir die Augen geöffnet. Und dann lese ich immer mal wieder Autoren, die mich beeinflussen. Ein Kazuo Ishiguro zum Beispiel ist unbeschreiblich gut. Diese zärtliche Strenge in seinen Büchern, diese Tiefe, diese Stille… Ich möchte irgendwann auch einmal so gut werden.

Booksection: Um was wird es in deinem dritten Roman gehen?
Benedict Wells: Es gab in den 80er Jahren einen Milliardär, der die Idee hatte Genies zu züchten. Er war der Meinung, dass sich die Dummen die ganze Zeit wie blöd vermehren und die Klugen, vor allem die Genialen, aussterben, weil sie keine Zeit mehr haben um Kinder zu bekommen. Er wollte die ‚Samenbank der Genies‘ gründen und hat daraufhin die Samen von Nobelpreisträgern und genialen Wissenschaftlern gekauft, um Genies zu züchten. Ein Kind wurde auch tatsächlich hochgenial – IQ von 180, konnte mit fünf Jahren mathematische Probleme diskutieren – und galt als neuer Prototyp der Menschen. Alle haben sich darauf gestürzt. Dann wurde es aber still um diese Samenbank. Erst vor ein paar Jahren hat sich ein Journalist nach den Kindern, die der Samenbank entsprungen sind, erkundigt. Der Milliardär lebt mittlerweile nicht mehr und die Samenbank wurde geschlossen. Das ehemalige Wunderkind von damals, ist heute ein total verschrobener Student. Es hat sich herausgestellt, dass die meisten Kinder zwar intelligent sind, aber nicht überdurchschnittlich. Es gab sogar auch einen Jungen, der ein totaler Versager wurde. Als dieser Junge erfahren hat, dass er ein Retortenkind von einem genialen Wissenschaftler ist, hat er sich auf die Suche nach seinem Vater gemacht, um die Frage zu klären, wieso er selbst so ein Loser wurde, während sein Vater ein Genie ist. Die Geschichte ging in der Realität so absurd aus, dass ich sofort begeistert war. Ich bin nach Amerika gereist, um mir dort alles anzuschauen und zu recherchieren. Mein dritter Roman wird also eine halbfiktive Geschichte werden…

Booksection: Hast du den 'Versagerjungen‘ in Amerika getroffen?
Benedict Wells: Nein, das wollte ich gerade nicht. Von dieser irrsinnigen, wahren Geschichte ausgehend, will ich meine ganz eigene Geschichte erschaffen. Das Buch soll kein Tatsachenbericht werden. Ich wollte mir die Freiheit nicht nehmen lassen, deshalb habe ich den Jungen nicht getroffen.

Booksection: Das klingt auf jeden Fall nach einer sehr spannenden Geschichte…
Benedict Wells: Ja, es ist auch schön, wenn man so ein breites Geläuf hat für eine Geschichte. Ich könnte ja alles machen. Es geht um Genetik, der Irakkrieg wird eine kleine Rolle spielen, genau wie das Trailerpark- und White-Trash-Milieu. Das Buch fängt komischerweise so lustig an wie noch keins von mir und dann wird es plötzlich sehr ernst, weil das Thema sehr ernst ist. Selten hat mich eine Geschichte so sehr gefesselt wie diese. Die lässt mich einfach nicht los. Das Buch ist auch schon fertig. Meine Lektorin hat es schon gelesen und ich überarbeite nun noch einige Stellen und feile.

Booksection: Gibt es schon einen Titel für den dritten Roman?
Benedict Wells: Ja, er wird „Fast genial“ heißen und wieder bei Diogenes erscheinen.

Booksection: Sowohl in „Becks letzter Sommer“ als auch in „Spinner“ schreibst du über Anti-Helden: Was fasziniert dich so sehr an gescheiterten Existenzen?
Benedict Wells: Was ist denn ein wahrer Held? Ist Superman ein Held? Dieser langweilige Schleimer? Ich fand Spider-Man immer viel besser. Spider-Man hat viele Probleme, kriegt nichts auf die Reihe, sein Liebesleben ist ein Desaster und trotzdem rettet er Leute. Das ist für mich ein Held, alles andere ist langweilig. Mich interessieren immer die Schwächen und Fehler an Menschen. Jeder hat sie und ich denke es ist einfach nur wichtig, dass die Figuren trotz allem liebenswert sind.

Booksection: In „Becks letzter Sommer“ geht dein Protagonist auf die 40 zu. Jesper in „Spinner“ ist deinem Alter viel näher. Welche Figurenzeichnung war schwieriger?
Benedict Wells: Mehr Spaß gemacht hat mir Beck, schwieriger war Jesper. Was ich toll finde sind die Parallelen oder auch Unterschiede zwischen den beiden. Es gibt eine Stelle in „Spinner“, an der Jesper Miriam zum ersten Mal anspricht und mit ihr flirten möchte. Er bekommt es aber überhaupt nicht auf die Reihe und hat keinerlei Ideen. Auf der anderen Seite gibt es in „Becks letzter Sommer“ vier Gespräche über die Liebe zwischen Beck und seinen Freundinnen. Ich fand die Unterschiede immer total spannend. Während die eine Figur in diesem Fall eine totale Niete ist, ist der andere schon viel zu routiniert. Das hat mir Spaß gemacht. Ich möchte mal ein Buch schreiben über einen egoistischen Vater, der sich von seiner Frau getrennt hat und dann nach einigen Zwischenfällen plötzlich auf seine zwei Töchter aufpassen muss. Da weiß ich schon jetzt, dass mir das ähnlich viel Spaß machen wird, wie den Beck zu schreiben. Ich werde auch nie wieder eine Figur entwerfen, die in meinem Umfeld angesiedelt ist und ein Kumpel von mir sein könnte.

Booksection: Jesper scheint einige Parallelen zu Deinem eigenen Leben zu haben…
Benedict Wells: Es gibt viele Parallelen, aber die Figur ist nicht ich, obwohl die äußerlichen Umstände natürlich schon ähnlich sind: auch nach Berlin gezogen, auch Schriftsteller, auch Bruchbude, auch nicht studiert… Aber Jesper ist im Kern anders als ich, ganz klar. Ich würde nie eine Figur eins zu eins verwenden, weder einen Lehrer als Beck, noch mich selbst als Jesper. Das wäre zu langweilig.

Booksection: „Becks letzter Sommer“ und „Spinner“ sind parallel zueinander entstanden. Bedingen sich die Bücher gegenseitig?
Benedict Wells: Es stimmt ja eigentlich nicht, dass die Bücher parallel entstanden sind. Das musste ich damals sagen und ich bedauere es heute wirklich sehr. Diogenes wusste zunächst nicht, dass ich noch ein fertiges Buch habe. Fehler von mir, denn „Spinner“ ist nicht das Nachfolgewerk: Ich habe „Spinner“ mit 19 geschrieben und „Becks letzter Sommer“ mit 21.

Booksection: Wie lange hast du an deinen Romanen gearbeitet?
Benedict Wells: Ich habe an den ersten beiden zwei Jahren geschrieben und am dritten Roman ein Jahr. Bei dem Dritten war der Punkt, dass die Geschichte schon da war. Als mir dann noch das Ende einfiel, musste ich das Buch schnell runter schreiben. Bei „Becks letzter Sommer“ wusste ich zum Beispiel gar nicht, wie es ausgehen soll, als ich die erste Seite geschrieben habe. Mein Problem beim Schreiben ist eigentlich, dass ich immer zu viel schreibe. Ich erkläre zu viel und dann muss alles wieder weg. Bei „Becks letzter Sommer“ hatte das Buch ursprünglich über 1500 Seiten. Es war aber meine Entscheidung das Buch so radikal zu kürzen, sonst hätte ich wohl kaum einen Verlag gefunden.

Booksection: Ist dir das leicht gefallen?
Benedict Wells: Nein, das schmerzt schon ein wenig. Vor allem weil auch einige Stellen gestrichen wurden, die besser sind als die, die jetzt noch drin sind. Das Eigenartige war, dass das Buch trotzdem immer stärker wurde, je mehr gute Stellen ich wegließ.

Booksection: Musik ist ein Thema, das vor allem in „Becks letzter Sommer“ viel Platz einnimmt. Was bedeutet die Musik für dich persönlich?
Benedict Wells: Musik bedeutet fast alles für mich. Ich liebe sie und höre ständig Musik. Wenn ich als Sänger ein bisschen mehr Talent gehabt hätte, dann würde ich jetzt vielleicht auch Musik machen und nicht schreiben. Aber auch so schreibe ich immer mal wieder Songs, erst neulich einen für eine befreundete Band.

Booksection: Dein Protagonist Beck hasst Bob Dylan. Magst du Bob Dylan auch nicht?
Benedict Wells: Nein, ich liebe Bob Dylan sogar, der Typ ist ein musikalisches und lyrisches Genie, wenn auch vielleicht nicht gerade der beste Sänger. Am Anfang hat er eigentlich nur eine kleine Rolle in der Geschichte gespielt. Irgendwann fiel mir aber auf, dass Rauli der junge Dylan sein könnte und dann kam die Idee, dass man Bob Dylan in eine Szene tatsächlich einbauen könnte. Als ich das wusste, war mir auch klar, dass ich das Buch in A und B-Seite aufteilen und die Kapitel nach Bob Dylan-Songs benennen muss. Ja, so ist Dylan durch die Hintertür immer mehr in die Geschichte rein gekommen. Aber es ist nur logisch, dass Beck Bob Dylan hasst. Anders wäre es nicht gegangen.

Booksection: Stimmt es, dass “Becks letzter Sommer” verfilmt werden soll?
Benedict Wells: Ja. Der Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg und der Regisseur Frieder Wittich sind auch absolut super, gerade kam ihr erster gemeinsamer Film „13 Semester“ ins Kino. Wenn ihre erste Fassung von „Becks letzter Sommer“ fertig ist, dann werde ich auch noch mal drüber gehen. Ich kämpfe außerdem dafür, dass Christian Ulmen die Hauptrolle spielt. Es wäre ein Traum, wenn das alles funktioniert. Das glaube ich aber auch erst, wenn ich im Kino sitze und das mit eigenen Augen sehe.

Booksection: Machst du dir keine Sorgen darüber, dass der Film deinem Buch nicht gerecht wird?
Benedict Wells: Nein, ich vertraue dem Filmteam total. Es kann natürlich sein, dass die Geschichte tatsächlich zu groß und lang ist und man ihr mit einem 90-minütigen Film nicht gerecht werden kann. Aber wenn ich die Umsetzung jemandem zutraue, dann eben Frieder Wittich und Oliver Ziegenbalg. Für mich gibt es in „Becks letzter Sommer“ zwei Stellen, die für die Handlung überhaupt keinen Sinn haben, dem Buch aber Seele geben. Ohne, dass ich den beiden gesagt habe, welche Stellen das sind, haben sie sofort gewusst, welche ich meine. Weil sie das erkannt haben, weiß ich, dass sie mit dem Drehbuch meinem Buch gerecht werden. Ich möchte auch, dass der Film ein Drama mit komödiantischen Momenten wird und nicht umgekehrt. Aber wie gesagt, das klingt alles so wahnsinnig toll und märchenhaft, dass es eigentlich gar nicht wahr sein kann.

Booksection: Benedict, vielen Dank für dieses Gespräch und weiterhin viel Erfolg für deine Karriere.


Biographie:

Benedict Wells – ein junger Autor auf dem Weg nach oben.

"Nichts ist schlimmer als ein Schriftsteller ohne Buch – da wird man überhaupt nicht ernst genommen."
Geboren wurde Benedict Wells 1984 in der bayrischen Landeshauptstadt München. Schon mit sechs Jahren kam er auf ein Grundschulinternat. In den kommenden dreizehn Jahren begann dann die lange Reise von einem Internat zum Nächsten. Als Wells 2003 das Gymnasium erfolgreich absolvierte, zog es ihn anschließend sofort nach Berlin. Dort angekommen entschied er sich schnell gegen ein Studium und widmete seine Zeit dem Schreiben. Nebenbei arbeitete er in einigen Redaktionen, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Unter anderem hatte er einen Job bei „Menschen bei Maischberger“.

"Ich habe mich immer danach gesehnt, dass ein Buch von mir veröffentlicht wird. Jetzt ist es so, dass ich selbst an schlechten Tagen der komische Typ bin, der bei Diogenes zwei Bücher veröffentlicht hat. Das kann mir keiner mehr nehmen."
Sein erster Roman „Becks letzter Sommer“ erschien 2008 auf unserem Büchermarkt und ließ Benedict Wells sogleich zu einem gefragten Jungautor avancieren. Für sein Debüt wurde Wells von der Presse gefeiert und dürfte sein Ziel, vom Schreiben leben zu können, damit erreicht haben. Seit 2009 ist nun auch sein zweites Werk in den Buchhandlungen erhältlich. „Spinner“ hat Wells mit 19 Jahren geschrieben, „Becks letzter Sommer“ mit 21. Der dritte Roman von Wells ist bereits angekündigt. Unter dem Titel „Fast genial“ kommt das Werk vielleicht schon im Herbst 2010 auf unseren Markt ... zur kompletten Biographie-Seite



Bibliographie:

Becks letzter Sommer

September 2008, Diogenes

Robert Beck ist auf den ersten Blick der typische Durchschnittsmensch. Er unterricht an einem Gymnasium mit mehr oder minder großer Leidenschaft Deutsch und Musik, hat keine Freundin, dafür jede Menge Affären, genießt dann und wann das Münchner Nachtleben. Glücklich ist er dabei allerdings nicht. Das wird ihm schlagartig bewusst, als er den litauischen Schüler Rauli Kantas unter seine Fittiche nimmt. Beck hat als Erster erkannt, dass in Rauli ein großes musikalisches Talent schlummert, das es zu fördern gilt. Er gibt dem Jungen Musikunterricht, schreibt Songs für ihn und versucht letztlich ihn in einem Plattenlabel unterzubringen.

Ganz uneigennützig ist sein großes Engagement für den Jungen allerdings nicht. Beck ist selbst ein gescheiterter Musiker, der vor vielen Jahren aus seiner Band geworfen wurde und seither seinem großen Lebenstraum nachtrauert. Endlich will er nun ausbrechen aus seinem tristen Alltag, der ihm nicht das geben kann, was er schon lange sucht: Erfüllung in der Musik ... zur Buchkritik


Spinner

August 2009, Diogenes

Jesper Lier ist 20 Jahre alt und hat große Erwartungen an das Leben: Nach seinem Abitur flüchtete er auf direktem Weg von München nach Berlin, um sich dort ein eigenes Leben aufzubauen. Sein großes Ziel ist es, einmal ein berühmter und großer Schriftsteller zu werden. Um sich in aller Ruhe auf seine Karriere konzentrieren zu können, speist er seine Mitmenschen mit Lügen über sein Leben in Berlin ab. Offiziell studiert er erfolgreich Geschichte, hat eine angehende Anwältin zur Freundin und steht kurz vor der Beendigung seines ersten Romans. In Wirklichkeit stimmt jedoch nicht von alledem. Die Wahrheit sieht viel eher so aus, dass sich Jesper mit der Geschichte seines Romans hoffnungslos übernommen hat und diese Tatsache mit Hilfe von Alkohol verdrängt. Wie gut, dass er dennoch Freunde hat, die in ab und an aus seinem Keller am Prenzlauer Berg befreien, um ihn das Leben kosten zu lassen…...zur Buchkritik


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