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Buchkritik von "Judastöchter", dem dritten und letzten Band der Vampirreihe
von Markus Heitz
„Ich finde Rasenmähen total sinnlos!“
Der erfolgreiche und vielseitige Autor Markus Heitz liest am 14. April 2011 aus „Judastöchter“, dem dritten und auch vorerst letzten Band seiner Mystery-Horror-Reihe, in der Mediathek der Stadt Wehr in Süddeutschland. Booksection war vor Ort.
2010 feierte die Mediathek in Wehr ihr 10jähriges Jubiläum. Der Erfolg ist verständlich wenn man durch die Gänge der vielen Bereiche schlendert und Bücherluft schnuppert. Währenddessen finden sich langsam aber sicher auch die Markus Heitz-Fans zur Lesung ein, die um 19:30 beginnen soll.
Heitz ist in Punkto Lesungen ein Vorzeigeexemplar eines Autors. Er befindet sich viele Wochen im Jahr auf Lesereise und stellt seine zahlreichen Bücher vor. Wer es nicht weiß, kann es durch Markus Heitz selbst erfahren. Er veröffentlicht bei mittlerweile vier verschiedenen Verlagen seine Werke. Bei Piper gibt es mit der Drachenwelt um „Die Mächte des Feuers“ und den „Zwergen“ Fantasyfutter, bei Knaur wird gegruselt und Heyne aus der großen Verlagsgruppe Randomhouse verlegt seine Science-Fiction-Romane. Luebbe veröffentlichte 2010 übrigens „Das Angstmacherchen“ von Markus Heitz – ein Kinderbuch. Noch Fragen? Ja, viele. Zum Beispiel, so kommt es nach der Lesung von „Judastöchter“ gleich, wie er es schaffe, so viele Geschichten zu schreiben. Die Antwort ist dabei so einfach, wie glaubhaft: Weil er in der glücklichen Lage sei, seine Leidenschaft, Geschichten zu erzählen, zum Beruf zu machen. Dass er dies schaffe, sei einzig und allein dem Erfolg der „Zwerge“-Bände geschuldet, die es mittlerweile einmal um die Welt schafften. Dabei erschuf er zuvor bereits die „Ulldart“-Fantasyreihe, die bei seinen Fans nicht minder beliebt ist. Heitz arbeitet zu jeder Zeit stark strukturiert, bringt täglich (auch am Wochenende) 5 Din-A4-Seiten zu Papier und hält immer seine Abgabetermine, wofür ihn einige seiner Kollegen vermutlich hassen dürften, witzelte Heitz mit seinem mittlerweile berühmten verschmitzten Grinsen im Gesicht. Überhaupt ist es nur der Ausstrahlung des Autors zu verdanken, dass seine Lesungen derart gut funktionieren. Er gibt sich sympathisch, offen und hat sein Publikum von der ersten Silbe an unter Kontrolle. Eine Eigenschaft, die man nicht kaufen kann, wohl aber trainieren. Durch viele Lesungen schaffte es Markus Heitz eine Routine zu bekommen, die aber nicht als solche zu erkennen ist. Er liebt seinen Beruf und reißt seine Leser auch live mit. Gekonnt ist eben gekonnt.
So wirft Markus Heitz in seiner Lesung aus „Judastöchter“ seine Zuhörer, filmtrailergleich, in seine Geschichte und blickt, gemeinsam mit den Fans vor ihm, in einzelne Erzählstränge. Los geht es mit dem Butler Wilson, der eine nicht unwesentliche Rolle in der Geschichte spielt. Sia, seine eigentliche Hauptfigur folgt und mit Erik geht es in dessen Strang schon deutlich lockerer zu. Mit Justine, Eriks Stiefschwester, wird es dann richtig lustig und Wilson macht nach etwas über einer Stunde Lesung den befriedigenden und kurzweiligen Abschluss.
Danach sind die Fans dran, die Fragen stellen und sich über Verfilmungsgerüchte und neue Projekte von Markus Heitz auf dem Laufenden halten lassen. Dabei stellt er ganz klar, dass er lieber schreibe, als sinnlose Tätigkeiten zu vollziehen, wie etwa Rasenmähen. Man glaubt es ihm, schließlich gibt es noch viel zu erzählen und viele Fans in unterschiedlichen Genres zufriedenzustellen. „Wenn ich nur noch schreibe, weil ich Geld verdienen muss, dann werde ich mir etwas Neues suchen müssen.“, so Heitz. Wir glauben nicht daran, dass so etwas passieren wird. Die Ideen des Autors scheinen vorerst gesichert zu sein und ein kleines schwarzes Büchlein sorgt dafür, dass er keine davon wieder vergisst. Dieses Jahr wird übrigens das zweite Fantasyabenteuer der Albae folgen. 2012 kündigte er etwas vollkommen Neues an. Wir sind gespannt und danken Markus Heitz für sein Kommen.
Die Reihe:

Kinder des Judas
2007, Knaur
Leipzig, 2007. Sia ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie ist da, wenn man
sie braucht und wird auch gern als Engel betrachtet. Sie spürt, wenn es
für Patienten Zeit ist, zu gehen und begleitet sie am Krankenbett, bis
alles vorbei ist. Sie wacht über die Sterbenden…
Doch niemand ahnt, wer sie in Wirklichkeit ist. Sias Geschichte, die sie eines
Nachts aufzuschreiben beginnt, nimmt im Jahre 1670 ihren Anfang. Die Geschichte
erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die finsteren und düsteren
Machenschaften der „Kinder des Judas“ verwickelt wird. Dieses Bündnis
besteht aus Wissenschaftlern und Vampiren mit dunklen Zielen…...zur
Buchkritik

Judassohn
2010, Knaur
Theresia Sarkowitz, genannt Sia ist ein Kind des Judas, uralt und ewig jung. Sie glaubt fest daran, dass sie die letzte ihrer Art ist. Noch immer achtet sie sehr sorgfältig darauf, nicht erkannt und enttarnt zu werden. Sie wacht hingebungsvoll über ihre Nachkommen, eine unschuldige junge Frau und ihr Kind. Sie will auf keinen Fall, dass sie dasselbe Schicksal wie sie erleiden müssen. Doch dann ändert sich das Leben von Sia von einem Moment auf den nächsten. Es taucht eine langvermisste Gestalt auf, die Sia seit Jahrhunderten gesucht hat. Eine Gestalt, deren Kräfte ausreichen, sie zu töten. Abgesehen davon ist sie von Rachedurst nur so getrieben......zur Buchkritik

Judastöchter
2010, Knaur
Die uralte Vampirin Sia wollte immer nur eines: ihre Nachfahren Emma und Elena beschützen. Doch so einfach ist dies scheinbar nicht, denn kaum, dass Emma schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde und sich einigermaßen auf dem Weg der Besserung befindet, werden sie und ihre kleine Tochter Elena entführt. Dies dient einem ganz besonderen Zweck. Die Entführer wollen von Sia, dass sie eine Gruppe von Gestaltwandlern tötet. Nun ist guter Rat teuer. Was tun, wenn das Leben ihrer Lieben auf dem Spiel steht? Sia scheint keine Möglichkeit zu haben, nicht auf den Deal einzugehen und so macht sie sich zum Schein auf, um das Verlangte zu erbringen. In Wahrheit plant Sia etwas ganz anderes, doch die Probleme, die auf die Vampirin zukommen, sind gewaltig...zur Buchkritik