Interview mit...

...Joseph Delaney


"Spook - Der Kampf des Geisterjä..."

"Ich könnte mir Sean Bean gut als Spook vorstellen!"

Mit Booksection im Gespräch: Joseph Delaney über modrige Keller, die kommende "Spook"-Verfilmung und neue Bücher...

Booksection: Herzlichen Dank, das Sie sich für dieses Interview Zeit nehmen. Ihre „Spook“-Reihe kommt in Deutschland gut an – und auch wir sind große Fans ihrer Geschichten. Wie schaffen Sie es immer wieder, eine detailreiche Geschichte und diese wunderbaren Figuren zu vereinen?
Joseph Delaney:
Ich plane die Handlung nicht weit voraus, verlasse mich auf Träume und plötzliche Eingebungen und Inspirationen, die mir meinen weiteren Weg beleuchten. Ein Großteil der Handlung entsteht aus den Charakteren. Der einfachste Teil des Schreibens ist für mich das Entwerfen von Dialogen, und oft befördert die Interaktion zwischen Tom Ward, Alice oder dem Spook die Geschichte in eine völlig unerwartete Richtung.
 
Booksection:
„Spook“ ist ziemlich gruselig. Ab wie viel Jahren würden Sie Ihre Bücher bedenkenlos empfehlen?
Joseph Delaney: Ich denke, das kommt auf das einzelne Kind an. Mein ältester Enkelsohn las das erste Buch, als er gerade mal acht Jahre alt war, aber andere Kinder in seinem Alter könnten es zu gruselig finden. Ich würde sagen, die Hauptzielgruppe sind Kinder im Alter von etwa elf bis vierzehn, aber es gibt auch viele Erwachsene, denen die Bücher gefallen.
 
Booksection: Wie viele Bücher wird diese Buchreihe umfassen?
Joseph Delaney: Ich habe einen Vertrag für sieben Bücher, aber ich denke, es werden mindestens acht werden. Nächstes Jahr werde ich ein zusätzliches Buch schreiben, in dem Alice die Geschichte ihres Lebens als Lernhexe, bevor sie Tom Ward trifft, erzählt. Ich schreibe auch eine illustrierte „Bestiary“, die Gruppen von Geistern, Boggarts und Hexen darstellt – all die dunklen Kreaturen, denen sich der Spook und sein Lehrling stellen müssen.

Booksection: Wir freuen uns schon sehr auf die Verfilmung des ersten Buches. Matt Greenberg wird das Drehbuch schreiben und Kevin Lima Regie führen. Haben Sie Mitspracherecht bei der Wahl der Schauspieler?
Joseph Delaney: Nein – ich muss mich einfach auf das Urteilsvermögen der Filmleute verlassen. Ich hatte bestimmte Personen vor Augen, aber die meisten von ihnen sind leider schon tot. Aber von denen, die noch unter uns weilen, könnte ich mir Sean Bean gut als Spook vorstellen.

Booksection: Sind Sie genauso aufgeregt, wie wir über die kommende Verfilmung? Und: Was erwarten Sie von dieser Verfilmung?
Joseph Delaney: Ja, ich bin sehr gespannt, aber er ist noch in der Vorproduktion. Es wäre schön, wenn er in Lancashire gefilmt würde, das in den Büchern „The County“ genannt wird. Ich bin sehr glücklich mit Kevin Lima als Regisseur. Ich mochte „Verwünscht!“ sehr. Ich hoffe nur, dass der Film genauso gruselig wie die Bücher wird!

Booksection: Sie sind ein magischer Geschichtenerzähler und begeistern Ihre Fans durch Spannung, Einfallsreichtum und vor allem durch Atmosphäre. Sitzen Sie, wenn Sie Ihre gruseligen Szenen schreiben, bei Kerzenschein in einem kalten, modrigen Keller ohne Fenster?
Joseph Delaney: Nein, überhaupt nicht! Ich schreibe in einem Studio, in dem ich meinen kleinen Garten, der von großen Bäumen umzäunt ist, überblicke. Es war früher das Zimmer eines meiner Kinder, doch jetzt ist es ein Durcheinander von Büchern und Manuskripten mit Postern an sämtlichen Wänden. Es ist angenehm, dort zu arbeiten.

Booksection: Wann kommen Sie mal nach Deutschland, um Ihre Bücher persönlich vorzustellen?
Joseph Delaney: Ich war bisher nie in Deutschland, würde aber sehr gerne herkommen, um die Leser zu treffen und ihre Bücher zu signieren. Ich war in diesem Jahr sehr beschäftigt mit Reisen nach Australien, Neuseeland, in die USA, Frankreich und Rumänien. Vielleicht im nächsten Jahr dann Deutschland? Ich hoffe es.

Booksection: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Joseph Delaney: Viele Grüße an die Leser der Bücher!



Das Interview wurde veröffentlicht am: 16.09.2008 Übersetzung: Stefanie Rufle

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