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Jane Fritsche

Name: Jane Fritsche
Jahrgang: 1979
Position: Redakteurin
Bereich: Buchkritiken, Biographien
Bevorzugte Genres: Fantasy, Jugendbuch, Thriller, Romane, Liebesromane, Erzählungen
Kontakt-Email: 'jane.fritsche (at) booksection.de'


Booksection.de-Interview mit 'Jane'

Gibt es einen Autor von dem du bisher alle veröffentlichen Bücher gelesen hast?
Douglas Adams und Joanne K. Rowling ;-) (Anm.: Das ist eine sehr strenge Frage. Vor allem für die Autoren, bei denen ich fast alle Bücher gelesen habe, wie etwa Isabel Allende, Amelie Nothomb, Kurt Tucholsky, Oscar Wilde, Heinrich Kleist oder dem neuen Autorensternchen Stephenie Meyers.)

Auch Du hast ja schon den einen oder anderen Vorstoß ins Krimi-Genre gemacht. Könnte Dich dieses Genre auf Dauer faszinieren?
Krimis sind für mich eher eine interessante Abwechslung, zu meiner sonstigen Literatur. Ich bevorzuge sie auch nur ab und zu. Ansonsten laufen sie bei mir Gefahr ihren Reiz zu verlieren.

Der Buchhandel hat gerade bei den Fantasy-Büchern die Wirkung eines aufreizenden Covers für sich entdeckt. Welchem Genre würdest Du auch eine optisch bessere Vermarktung wünschen?
Eigentlich keinem, aber das liegt daran, dass Cover für mich kein Kaufargument sind.

Liest Du Bücher immer zu Ende, auch wenn Du die Geschichte nicht ansprechend findest?
Früher habe ich sie das häufig getan, weil mir schnell der Geduldsfaden riss. Aber heute lese ich in der Regel die angefangenen Bücher auch zu Ende. Die Arbeit bei Booksection hat mir zudem den unschätzbaren Reiz eines Verrisses veranschaulicht. Es ist sehr befriedigend, nach einem gehörigen Aufbau von Frust beim Lesen, diesen auch wieder über die Buchkritik loswerden zu können. Daher haben lahme Buchgurken wie „Der Kryptograph“ oder die abschreckende Fan-Hymne „Alles über Bella und Edward“ letztendlich auch ihren Wert.

DIE für Dich faszinierendste Buchfigur ist?
Henry Miller als Henry Miller.

Hast Du während eines Buches schon einmal geweint?
Sicherlich, zuletzt bei „Superhero“ von Anthony McCarten, sehr ergreifend!

Welches Buch gehört in Deinen Augen aus den Buchhandlungen und warum?
Ein solches Hassobjekt habe ich nicht oder zumindest fällt mir keines ein. Ich persönlich würde keine Biographien vermeintlich prominenter Menschen wie Dieter Bohlen, Boris Becker und ähnlicher Regenbogenrepräsentanten lesen. Was aber nicht heißt, das sie auf dem Buchmarkt keine Berechtigung hätten. Ich mag sie nur nicht.

Gibt es ein Buch, das in sämtlichen Kritiken verrissen wurde, Du aber einfach nur toll fandest?
Wiederum Henry Miller. Sein autobiographischer Romanzyklus „Nexus“ „Plexus“ und „Sexus“ wird zwar von nicht allen verdammt, hat jedoch immer wieder heftigste Kritik erfahren. Von „sterbenslangweilig“ bis „Pornographie“ ist alles dabei. Für mich sind seine Schilderungen über Kunst und Künstler aller Art immer faszinierend gewesen. Dabei gewährt Henry Miller einen tiefen Einblick in die Kultur der amerikanischen Mittelschicht der 40er und 50er Jahre und setzte sich stets im Sinne des freien Individuums über verstaubte Ansichten und moralische Konventionen hinweg.

Du scheinst einen kunterbunten Buchgeschmack zu haben. Gibt es ein Genre, das Du gar nicht magst?
Spontan fallen mir Lebensberichte, Ratgeber und Horror ein.

Du warst von Anfang an Feuer und Flamme für den Fantasyzyklus um Bella und Edward. Was hat dich daran fasziniert?
Stimmt :), die Reihe hatte mich voll erwischt, ich konnte keines der Bücher aus der Hand legen! Zum einen hat mich als Romantik-Fan natürlich die Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem sterblichen Mädchen fasziniert. Zum anderen empfand ich Stephenie Meyers Vampir-Mythos als unglaublich kraftvolle (Wieder-) Belebung des Genres.
Mit ihrer frischen und unkonventionellen Art gelingt es ihr eine fesselnde Saga zu erzählen und faszinierende Charaktere herauszuarbeiten. Klassische Eigenschaften von Blutsaugern ändert sie ohne Hemmungen ab und macht sich dabei teilweise über abgedroschene Klischees lustig (Knoblauch etc.). Geschickt baut Meyers ihren Plot über mehrere Bände auf und kann dabei immer noch die Spannung steigern und im finalen Teil die Erwartung am Stoff noch überbieten. Wo man anfangs noch denkt, dass ist ein simple Teenagerschwärmerei, wird spätestens im zweiten und dritten Teil deutlich, dass Stephenie Meyers ihr Publikum kennt und versteht. Die vielschichtige Gefühlswelt junger Leserinnen greift sie sensibel auf und schafft ein perfekten Rahmen für das Thema schlechthin: Die Sehnsucht nach der unsterblichen Liebe.
Nach dem Lesen der vier Bände hat man intensive Gefühle durchlebt, großartige Charaktere kennengelernt und Stephenie Meyers hat bewiesen, dass sie sich mit ihrer „Twilight“ -Reihe in der Buchwelt des Mystischen eine festen Platz verdient hat.


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