Isabel Abedi

Interview mit Isabel Abedi (2008)

"Meine Leidenschaft ist das Bücher schreiben und damit bin ich auch mehr als ausgelastet."

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Isabel Abedi

Interview mit Isabel Abedi (2009)

"...und das Unglück bricht in einen perfekten Tag und eine perfekte Konstellation hinein."

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Jussi Adler-Olsen

Interview mit Jussi Adler-Olsen (2009)

"Aus jahrelangen Qualen resultieren nicht zwingend Geisteskranke."

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Jussi Adler-Olsen

Interview mit Jussi Adler-Olsen (2010)

"Mit Rose, Assad und Carl ist alles möglich. Und eine Frau im Keller ist sowieso immer fantastisch."

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Jussi Adler-Olsen

Interview mit Jussi Adler-Olsen (2012)

"Ich weiß natürlich, wie alles enden wird, das wusste ich von Anfang an. Das Ende bewahre ich in einem Schließfach auf, niemand außer einer Person kennt das Ende, auch meine Frau nicht."

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Jussi Adler-Olsen

Interview mit Jussi Adler-Olsen (2013)

"Der Unterschied zwischen mir und einem Rock-Star ist, dass er so isoliert leben muss und das würde ich niemals wollen."

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Jussi Adler-Olsen

Interview mit Jussi Adler-Olsen (2015)

"Die Filme sind schlecht und sie floppten nicht ohne Grund an den Kinokassen."

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Kelley Armstrong

Interview mit Kelley Armstrong (2008)

"Humor liegt in meiner Natur."

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Thomas Ays

Interview mit Thomas Ays (2010)

"In wen man sich verliebt, ist letztlich egal - Hauptsache man ist glücklich."

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Thomas Ays

Interview mit Thomas Ays (2011)

"Leo ist schwul, aber das ist weder das Thema des Buches, noch ein Problem."

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Bettina Belitz

Interview mit Bettina Belitz (2010)

"Mit Vampiren hätte meine Geschichte nicht funktioniert."

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Bettina Belitz

Interview mit Bettina Belitz (2011)

"Süße, schmachtende Liebesromane liegen mir nicht."

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Nina Blazon

Interview mit Nina Blazon (2010)

"Die beste Idee taugt nichts, wenn sie nicht spannend aufgebaut und umgesetzt ist."

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Oliver Bottini

Interview mit Oliver Bottini (2009)

"Seit ich vierzehn war, war Schriftsteller mein Traumberuf, jetzt bin ich es - was will ich mehr?"

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Oliver Bottini

Interview mit Oliver Bottini (2009)

"Wenn ich beim Schreiben ein Gefühl für die Figur bekomme, dann merke ich, dass es stimmig ist."

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Alexandra Burt

Interview mit Alexandra Burt (2016)

"Leser wollen anhand eines Buches Ereignisse durchleiden, die sie in der Realität niemals erfahren würden, wollen sich selbst wirklichkeitsnah in andere Welten hineinversetzen, mitleiden."

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Cassandra Clare

Interview mit Cassandra Clare (2009)

"Ich denke Alec war von Anfang an schwul, es hat nur eine Weile gebraucht, bis ich es gemerkt habe."

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Eoin Colfer

Interview mit Eoin Colfer (2011)

"Manchmal wünsche ich mir den alten Artemis zurück."

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Andrea De Carlo

Interview mit Andrea De Carlo (2010)

"Durante ist wie ein Speer, der diese Harmonie durchtrennt."

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Joseph Delaney

Interview mit Joseph Delaney (2008)

"Ich könnte mir Sean Bean gut als Spook vorstellen!"

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Vanessa Diffenbaugh

Interview mit Vanessa Diffenbaugh (2011)

"Victoria beharrt auf der Sprache der Blumen, weil es auf emotionaler Ebene sicher ist, in einer Sprache zu sprechen, die keiner versteht."

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Vanessa Diffenbaugh

Interview mit Wulf Dorn (2010)

"Wie alles im Leben hat auch Lob eine Kehrseite: Je höher du gehoben wirst, desto tiefer kannst du fallen."

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Vanessa Diffenbaugh

Interview mit Wulf Dorn (2011)

"Insofern war es schön, Jan noch ein weiteres Stück seines Weges zu begleiten – auch wenn ihn dieser Weg direkt in seine persönliche Hölle geführt hat."

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Vanessa Diffenbaugh

Interview mit Wulf Dorn (2011)

"Das Spannende ist dann der Moment, wenn beim Schreiben ein Protagonist von innen gegen den Bildschirm klopft."

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Zoran Drvenkar

Interview mit Zoran Drvenkar (2010)

"Ich kann mir alles erlauben, was ich möchte, weil ich nicht pädagogisch bin."

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Zoran Drvenkar

Interview mit Zoran Drvenkar (2012)

"Das ist mein Job. Herausfordern."

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Zoran Drvenkar

Interview mit Zoran Drvenkar (2014)

"Lies die erste Seite, lieber Leser, beiß an oder lass es sein."

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Andreas Eschbach

Interview mit Andreas Eschbach (2007)

"Im Grunde genommen muss es irgendwann so kommen, die Frage ist allenfalls, wann."

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Thomas Finn

Interview mit Thomas Finn (2009)

"Ich möchte vor allem auf möglichst aufregende Weise unterhalten."

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Thomas Finn

Interview mit Thomas Finn (2010)

"Eine Idee allein macht noch keinen Roman."

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Thomas Finn

Interview mit Thomas Finn (2010)

"Ich wollte den Leser verstören und zugleich neugierig machen."

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Thomas Finn

Interview mit Thomas Finn (2013)

"Die Chroniken haben mich gute zwei Jahre meines Lebens beschäftigt und es war wirklich ein Fest für mich, wieder in diese Welt zurückzukehren."

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Sebastian Fitzek

Interview mit Sebastian Fitzek (2009)

"Ich finde nichts langweiliger als einen Thriller, der alle Fragen abschließend beantwortet."

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Sebastian Fitzek

Interview mit Sebastian Fitzek (2010)

"Ich werde immer aus Alltagssituationen heraus inspiriert."

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Nicci French

Interview mit Nicci French (2009)

"Wir werden immer von den Ängsten angezogen, die wir verstehen können."

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Peter Freund

Interview mit Peter Freund (2008)

"Wer behauptet denn, dass die Realität, so wie wir sie kennen, wirklich so real ist?"

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Paolo Giordano

Interview mit Paolo Giordano (2010)

"Druck bewirkt, dass ich viel langsamer und ruhiger werde und mich sehr vorsichtig verhalte."

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Michael Greenberg

Interview mit Michael Greenberg (2009)

"Es war berauschend über etwas zu schreiben, was mir so viel bedeutet."

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E.L. Greiff

Interview mit E.L. Greiff (2012)

"Manchmal sind meine Figuren klüger als ich."

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Pierre Grimbert

Interview mit Pierre Grimbert (2009)

"Ich schreibe Geschichten, die mir gefallen, in einer Form, die mir beliebt."

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Petra Hammesfahr

Interview mit Petra Hammesfahr (2007)

"Ein viertel Pfund Fleischwurst!"

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Lukas Hartmann

Interview mit Lukas Hartmann (2009)

"Cook war einer der Helden meiner Jugend!"

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Lukas Hartmann

Interview mit Lukas Hartmann (2010)

"Es ist eine Art Balanceakt, den ich beim Schreiben immer wieder erlebe."

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Tanja Heitmann

Interview mit Tanja Heitmann (2008)

"Irgendwann sollte Adam seine Geschichte erzählen."

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2007)

"Ich möchte den Leserinnen und Lesern eine schöne, spannende Zeit verschaffen."

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2008)

"Es wird keinen 5. Zwerge-Band geben!"

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2009)

"Ich bin ein Einzelkämpfer."

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2010)

"Ich kann mir nicht vorstellen, keine Ideen zu haben."

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2012)

"Und plötzlich krachte eine Eingebung in die nächste."

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Markus Heitz

Interview mit Markus Heitz (2013)

"Zwerge 5 wird kommen."

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Bernhard Hennen

Interview mit Bernhard Hennen (2011)

"Mir ist sehr daran gelegen, unvollkommene Figuren zu erschaffen. Figuren, bei denen ungewiss ist, ob sie die Konflikte, in die sie verwickelt werden überstehen oder aber daran zerbrechen."

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Bernhard Hennen

Interview mit Bernhard Hennen (2016)

"Die Möglichkeit eines atomaren Krieges lag als Schatten über meiner Jugend."

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Wolfgang Hohlbein

Interview mit Wolfgang Hohlbein (2008)

"Ein großes Thema, das ich nicht aufgearbeitet habe, gibt es nicht."

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Wolfgang Hohlbein

Interview mit Barry Hutchison (2010)

"Wenn man Horror mag, wird man gerne geängstigt, egal wie alt man ist."

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Arnaldur Indridasonn

Interview mit Arnaldur Indridason (2007)

"Was mich interessiert, sind die Charaktere."

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Arabella Kiesbauer

Interview mit Arabella Kiesbauer (2007)

"Wunder Dich nicht, wenn Dir die Kinder „Obruni“ nachrufen."

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Sebastian Koch

Interview mit Sebastian Koch (2009)

"Dieser Roman ist ein Geschenk, eine Glanzleistung von Jack London."

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Derek Landy

Interview mit Derek Landy (2009)

"Mit einem überraschenden Cliffhanger zu enden, ist eine tolle Art Leser zu quälen!"

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Jason Lethcoe

Interview mit Jason Lethcoe (2010)

"In gewisser Weise bin ich nie erwachsen geworden."

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Hilke Lorenz

Interview mit Hilke Lorenz (2009)

"Deutsche durften keine Opfer sein."

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Sergej Lukianenko

Interview mit Sergej Lukianenko (2007)

"Mit dem Anton des Films bin ich ganz und gar nicht einverstanden!"

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Christoph Marzi

Interview mit Christoph Marzi (2007)

"Ich verdanke dem Cover außerordentlich viel!"

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Christoph Marzi

Interview mit Christoph Marzi (2008)

"Was mir im Gedächtnis bleibt, wird irgendwann lebendig."

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Christoph Marzi

Interview mit Christoph Marzi (2009)

"Der Rest entwickelt sich dann von fast allein."

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Christoph Marzi

Interview mit Christoph Marzi (2011)

"Der erste Satz kommt zuerst, meist sogar lange vor dem Rest des Romans. Ich beginne nie, solange dieser Satz nicht existiert."

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Anthony McCarten

Interview mit Anthony McCarten (2007)

"Das erste Mal vergißt Du nie!"

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Anthony McCarten

Interview mit Anthony McCarten (2009)

"Als Autor halte ich zwei Hände an die Tatstatur - und das jeden Tag. Das ist auch ein extremer Durchhaltewettbewerb."

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Anthony McCarten

Interview mit Anthony McCarten (2012)

"Ich schreibe zu Beginn immer aus dem Standpunkt eines Unwissenden!"

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Patrick Ness & Jim Kay

Interview mit Patrick Ness & Jim Kay (2012)

"Der beste Weg, ein Buch zu schreiben, egal welches, ist, so zu tun, als würde es niemand lesen."

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Eshkol Nevo

Interview mit Eshkol Nevo (2013)

"Es ist nicht einfach, das eigene Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen."

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Garth Nix

Interview mit Garth Nix (2009)

"Ich erwarte grundsätzlich gar nichts, wenn ich beginne, ein Buch zu schreiben."

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Ingrid Noll

Interview mit Ingrid Noll (2008)

"Es ist ein Märchen."

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Jenny-Mai Nuyen

Interview mit Jenny-Mai Nuyen (2008)

"Die Angst missverstanden zu werden ist wahnsinnig groß."

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Jenny-Mai Nuyen

Interview mit Jenny-Mai Nuyen (2008)

"Man schreibt ja immer über die Dinge, die einen beschäftigen."

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Christopher Paolini

Interview mit Christopher Paolini (2012)

"Am meisten vermisse ich Saphira."

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Michael Peinkofer

"Wir neigen in Deutschland dazu Schubladen aufzumachen und die Leute da rein zu packen."

Interview mit Michael Peinkofer vom 17.10.2008

Booksection:  In der Vorbereitung zu diesem Gespräch habe ich gelesen, dass Sie lange Zeit Ihre Bücher unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht haben. Ist es einfacher unter einem Pseudonym zu veröffentlichen als unter dem eigenen Namen?
Michael Peinkofer: Nein, eigentlich nicht. Das Pseudonym erleichtert es zwar in den Markt rein zu kommen, in so fern ist es einfacher, aber man identifiziert sich mit der Zeit ja auch damit. Insofern, wenn da harsche Kritik kommt – sprich, der kann nicht schreiben - dann trifft einen das genauso hart, wie wenn man etwas unter dem eigenen Namen veröffentlicht hat. Insofern ist die Verantwortung, die man dem Namen gegenüber hat dieselbe. Egal ob es der eigene ist oder ob es sich um ein Pseudonym handelt...weiterlesen

"Die Charaktere dürfen auch zuweilen „Scheiße“ sagen."

Interview mit Michael Peinkofer vom 27.10.2009

Booksection: In Ihrer „Ork-Trilogie“ kommen die Zauberer nicht gerade gut weg und haben auch nur einen kleinen Part. Gehen Sie daher in der Zeit von Erdwelt zurück, um dieses Bild gerade zurücken?
Michael Peinkofer: Es ist schon so, dass man im Laufen von den drei „Ork“-Bänden relativ viel von den Zauberern erfahren hat, aber immer nur andeutungsweise. Während der Arbeit an den „Orks“ ist der Wunsch entstanden die Vorgeschichte zu erzählen. Deswegen habe ich mir als nächstes die Geschichte des großen Krieges vorgenommen und hier spielen die Zauberer eine tragende Rolle. Das hat sich aus der Handlung, dem Inhalt heraus entwickelt...weiterlesen

"Wenn man die Ork-Trilogie kennt, weiß man ja, dass es nicht besonders gut enden wird."

Interview mit Michael Peinkofer vom 23.03.2010

Booksection: Die Zauberer sind ein doch recht elitärer Kreis, der bei näherer Betrachtung aber auch seine Probleme und Untiefen hat. Hat es Spaß gemacht einmal nicht nur über Blutbier, Maden und Fäulnisgeruch zu schreiben?
Michael Peinkofer: Bei den Elfen ist es tatsächlich ja fast immer umgekehrt (lacht). Die Zauberer sind bis auf eine Ausnahme, von der wir jetzt wissen, alles Elfen. Sie sind also wirklich eine sehr elitäre, in meiner Variante auch recht arrogant anmutende Rasse. Es macht natürlich Spaß, sie dann in Situationen zu bringen, wo sie sich ihrer nicht mehr ganz so sicher sind. Wo sie ein klein wenig gedemütigt werden. Gerade bei der Figur des „Aldur“…...weiterlesen

"Ich sehe es immer ein wenig wie bei Hitchcock. Du weißt, es wird etwas passieren, aber du weißt nicht, wie es passieren wird."

Interview mit Michael Peinkofer vom 19.10.2010

Booksection.de: Mit „Die Zauberer. Das dunkle Feuer“ schließt Du Deine Zauberer-Trilogie ab. Überwiegt nun Wehmut, dass es zu Ende ist oder doch eher Erleichterung?
Michael Peinkofer: Es ist immer eine Mischung aus beiden. Die Figuren wachsen einem natürlich ans Herz und man tut sich schon schwer loszulassen. Andererseits, solang man eine Trilogie schreibt, begleiten sie einen die ganze Zeit. Nach dem ersten Band, nach dem zweiten Band trägt man sie im Hinterkopf immer noch mit sich herum, weil man ja weiß, dass noch etwas kommt. Wenn es dann wirklich soweit ist, und man den letzten Band schreiben kann, ist trotz diesem Wehmut auch große Erleichterung dabei, weil man weiß, dass man die Figuren nun auch loslassen und etwas Neues beginnen kann. Es überwiegt von daher die Erleichterung. ...weiterlesen

Minh-Khai Phan-Thi

"Ich find Deutschland gut!"

Interview mit Minh-Khai Phan-Thi vom 12.10.2007

Booksection: In Ihrem Buch „Zuhause sein“ verarbeiten Sie sehr persönliche Dinge. Was hat Sie denn dazu bewogen, diese Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen?
Minh-Khai Phan-Thi: Ich habe ja einen Dokumentarfilm gedreht, „Vietnam: Ein Land und kein Krieg“. Da konnte ich nur einen Ausschnitt Vietnams zeigen, als das, was ich gerne erzählen wollte. Das Thema hat mich beschäftigt, seit ich klein bin. Wenn mich Leute fragen: „Woher kommst Du?“ (Ich mag diese Frage gar nicht!!)  sag ich immer: „Aus Darmstadt! Also ich bin ä Hess!“ Dann sagen die Leute immer: „Nein, so sehen Sie gar nicht aus.“ Dann fragen sie halt „Woher kommen Deine Eltern?“ Dann sag ich immer: „Frag das doch gleich!“ Und wenn ich dann sage „Vietnam!“ sagen immer alle: „Oh ja, der Vietnam-Krieg.“ Für mich ist und war Vietnam nicht immer nur Krieg. Das war also der erste Anstoß dieses Buch zu schreiben....weiterlesen

Tom Rachman

"In Momenten der Anspannung und des Drucks zeigt man, welche Art von Mensch man ist."

Interview mit Tom Rachman vom 14.10.2010

Booksection.de: Nach Ihrem Studium haben Sie als Journalist gearbeitet. Hatten Sie schon immer den Wunsch einen Roman zu schreiben oder ist dieser Wunsch mit der Zeit entstanden?
Tom Rachman: Nein, das war etwas, was ich schon immer tun wollte. Ich bin zum Journalist geworden mit dem Ziel, Autor zu werden und ich hoffte, dass der Journalismus mir die Möglichkeit geben würde, die Welt zu sehen und interessante Menschen kennen zu lernen und dass mir das vielleicht eine Inspiration für Geschichten liefern würde. Es war also schon immer mein Traum und wenn ich „immer“ sage, meine ich so ab Anfang 20, wobei ich davor wiederum eigentlich Filmemacher werden wollte. Doch während ich an der Universität in Toronto Filmwissenschaften studierte, änderte ich meine Meinung dahingehend, dass ich doch lieber schreiben wollte...weiterlesen

Brigitte Riebe

"Das Gleichzeitige des Ungleichzeitigen - das ist für mich ein großes Faszinosum an Hildegard!"

Interview mit Brigitte Riebe vom 09.04.2010

Booksection: Ihr neuester Roman „Die Prophetin vom Rhein“ beschäftigt sich mit Hildegard von Bingen. Was fasziniert Sie an dieser historischen Persönlichkeit?
Brigitte Riebe: Alles! „Und tausend Jahre sind für sie wie ein Tag“ – dieses Motto passt für Hildegard von Bingen bestens. Sie war Visionärin, Naturwissenschaftlerin, Politikerin, Komponistin, Managerin eines, später sogar zweier Klöster, erfüllt von enormer Willenskraft und tiefer Frömmigkeit, die sich in sehr eigenen Bildern und Visionen ausgedrückt hat. Kein liebes „Kräuterweiblein“, wie es uns die Eso-Welle so gern weismachen möchte, sondern eine Persönlichkeit mit vielen Ecken und Kanten, die anderen auch unbequeme Dinge direkt auf den Kopf zusagen konnte – auch, wenn es Erzbischöfe, Päpste oder der Kaiser war. Manches in ihren Schriften – über die menschliche Sexualität zum Beispiel – mutet sehr frei, fast modern an- und doch ist sie ein Kind ihrer Zeit, das u.a. die Kreuzzüge leidenschaftlich befürwortete und in ihrem Kampf gegen die Ketzersekte der Katharer vor nichts zurückschreckte.
Das Gleichzeitige des Ungleichzeitigen – das ist für mich ein großes Faszinosum an Hildegard...weiterlesen

Jörg Rohleder

"Ich komme daher, wo die Fahrspuren einspurig, die Nummernschilder zweistellig und die Telefonnummern dreiziffrig sind – das ist Vorstadt!"

Interview mit Jörg Rohleder vom 15.10.2010

Booksection.de: Wundert es dich ein wenig, dass dir nun eine Frau gegenüber sitzt, die dein Buch gelesen hat?
Jörg Rohleder: Nein, überhaupt nicht. Ich wollte nicht explizit ein Jungsbuch schreiben, aber „Lokalhelden“ ist eben ein Coming-of-Age-Roman aus männlicher Sicht. Wenn ich über das Erwachsenwerden eines männlichen Protagonisten schreibe, dann kommen eben eher Jungsthemen drin vor. Naturgemäß interessieren sich also auch Frauen dafür. (lacht)

Booksection.de: Wen soll dein Buch ansprechen?
Jörg Rohleder: Die Zielgruppe sind Leute, die jetzt jung sind oder Leute, die in den 90er Jahren jung waren und sich jetzt wieder an ihre Jugend erinnern wollen. Ich glaub, das schafft dieses Buch. Ich glaube auch, dass der Ort relativ egal ist. Echterdingen steht stellvertretend für irgendeine Vorstadt – das könnte auch bei Hamburg oder Köln sein. Ich glaube fast, dass jeder diese Jugend in der Vorstadt kennt: Man sitzt im Bus, fährt irgendwo hin, geht auf eine schlechte Party, aber es ist eben die Einzige, die ist... "Lokalhelden" funktioniert universell für die Westdeutsche Jugend. Wie es im Osten lief, kann man wunderbar in "Als wir träumten" nachlesen...weiterlesen

Anthony Ryan

Interview mit Anthony Ryan (2016)

"Ich denke, ob ein Buch das Potential hat zukünftige Mythologien zu beeinflussen, ist so weit außerhalb unserer Kontrolle, dass man sich das nicht wirklich zum Ziel setzen kann."

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Rafik Schami

"Eine Brücke kann auch sehr müde werden."

Interview mit Rafik Schami vom 17.10.2008

Booksection: Die „Neue Züricher Zeitung“ hat Sie einmal als „Brückenbauer zwischen den Welten“ bezeichnet. Wie sehen Sie selber das?
Rafik Schami: Das ist nur bedingt ein schönes Bild, denn manchmal kann eine Brücke auch sehr müde werden. Natürlich ist es auch schön, denn eine Brücke verbindet ja zwei Seiten, gehört also auch zu beiden Seiten. Aber manchmal bin ich schon sehr müde über dieser Aufgabe, sogar auch verzweifelt. Natürlich freue ich mich, wenn Leute mir sagen, dass sie jetzt erst wissen, wie schön Damaskus ist und beschlossen haben, dort hin zu fahren. Oft können sie vieles viel besser verstehen und erkennen, warum die Dinge dort sind, wie sie sind...weiterlesen

Philipp Schepmann

"Nach der Bibel gibt es da nichts mehr!"

Interview mit Philipp Schepmann vom 15.10.2008

Booksection: Bei der Vorbereitung zu diesem Interview habe ich gelesen, dass zwei Ihrer großen Hörbuchprojekte die Geschichten aus den Chroniken von Narnia sind und das andere Bibelgeschichten.
Philipp Schepman: (lächelt) Nicht nur Bibelgeschichten, sondern sogar die ganze Bibel.

Booksection: Sind beide Projekte Herzensprojekte? Oder kamen Sie eher zufällig dazu?
Philipp Schepman: Es sind beides wirklich Herzensprojekte. Ich bin selber sehr gläubig und wir hatten früher einen Bibelkreis, oder auch Hauskreis daheim. Auf einer Heimfahrt von Düsseldorf habe ich „Harry Potter“ gehört und bin dann direkt in den Hauskreis reingeschneit und meinte, so etwas Tolles müsste es auch im christlichen Bereich geben. Ein Lehrerehepaar, das auch da war, meinte dann sofort, dass es das doch gibt und zwar „Die Chroniken von Narnia“ und ich solle mir das mal ansehen. Bis dahin kannte ich die Narnia-Geschichten noch gar nicht. Ich habe dann alle Teile gelesen und als wir das nächste Mal darüber sprachen, meinten sie, ich könne das doch als Hörbuch aufnehmen. Ich meinte dann, dass das ja wohl nicht so einfach läuft. Man braucht ja einen Verlag für die Vermarktung. Nur im stillen Kämmerlein bringt das ja nichts. „Ruf doch da einfach mal an“, meinten sie dann...weiterlesen

Petra Schier

"Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst eine Doktorarbeit zu schreiben."

Interview mit Petra Schier vom 01.04.2009

Booksection: Sie haben Geschichte und Literatur studiert. Da liegt es nahe, sich bei den historischen Romanen anzusiedeln. Doch auch im Bereich der Kinderliteratur und Weihnachtsgeschichten sind Sie schriftstellerisch tätig. Wie kommt es zu dieser Mischung? Ist es nicht schwierig zwischen den verschiedenen Genres zu wechseln?
Petra Schier: Auf die Idee mit den Weihnachtsromanen hat mein Agent mich gebracht, der zusammen mit dem Verlag Rütten & Loening jemanden suchte, der gerne Weihnachtsgeschichten mit Hunden schreiben wollte. Da ich sowohl Weihnachten als auch Hunde liebe, war ich sofort von dieser Idee angetan und schreibe dieses Jahr nun schon den dritten Weihnachts-Hunderoman. Zu den Kinderbüchern bin ich über meine Lektoratstätigkeit für den Verlag Eifelkrone Musik & Buch gekommen. Dort arbeitet man schon lange sehr erfolgreich mit großen Verlagen in der Manuskripterstellung zusammen. Ich habe es ausprobiert und festgestellt, dass mir das Schreiben dieser Kinder-(Bilder-)Bücher Spaß macht.
Gleichzeitig kann ich allerdings nicht in den verschiedenen Genres schreiben. Es ist nämlich anstrengend, zwischen den unterschiedlichen Anforderungen, die jedes Genre stellt, hin und her zu schalten. Doch angenehm empfinde ich es, die verschiedenartigen Projekte nacheinander anzugehen – immer im Wechsel. So bleiben Ermüdungserscheinungen in einem einzelnen Genre aus...weiterlesen

"Ich möchte auf keinen Fall irgendeinen „Einheitsbrei“ verfassen."

Interview mit Petra Schier vom 29.04.2010

Booksection.de: Im April 2010 ist Ihr neuester historischer Roman „Der gläserne Schrein“ erschienen – als zweiter Teil einer Trilogie. Die Geschichte um Marysa ist in Aachen angesiedelt. Verbinden Sie etwas Besonderes mit dieser Stadt oder stellt sie einfach einen guten Schauplatz dar?
Petra Schier: Sie stellt einen hervorragenden Schauplatz dar. Aachen ist voll von interessanter Historie – und außerdem ist die Quellenlage ausgezeichnet. Für meine Recherchen ist das ja ausgesprochen wichtig. Dass Aachen der Schauplatz dieser Trilogie geworden ist, war allerdings ein Zufall. Ich habe ursprünglich einfach ein wenig im Internet nach Anregungen allgemein gesucht und bin zufällig auf die Seite des Aachener Domes gestoßen, auf der damals gerade über die Heiligtumsfahrt von 2007 berichtet wurde. Das machte mich neugierig, und da ich ja vorhatte, etwas über Reliquien zu schreiben, passte alles wunderbar zusammen...weiterlesen

Friedrich Schorb

"Niemand sollte gezwungen werden etwas Bestimmtes zu essen."

Interview mit Friedrich Schorb vom 19.10.2009

Booksection: Sie gehören offensichtlich nicht zur Gruppe der Betroffenen. Wie kamen Sie dazu, sich dennoch mit dem Thema ´Übergewicht´ auseinanderzusetzen?
Friedrich Schorb: Es war eher eine wissenschaftliche Auseinandersetzung. Zunächst schrieb ich meine Magisterarbeit zu dem Thema und dann brachte ich mit meinem Doktorvater Henning Schmidt-Semisch den Sammelband „Kreuzzug gegen Fette. Sozialwissenschaftliche Aspekte des gesellschaftlichen Umgangs mit Übergewicht und Adipositas“ heraus. Danach durfte ich einen Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung schreiben. Das Thema stieß auf großes Interesse und somit hat sich das Buch dann angeboten...weiterlesen

Nicole Schuhmacher

"Joseph der Schlosser ist mir auf einem Parkplatz in der Lavendelstadt Sault begegnet."

Interview mit Nicole Schuhmacher vom 11.10.2010

Booksection.de: Sie haben schon einige Markus Heitz-Fantasybücher als Testleserin vorab gelesen. War er die treibende Kraft hinter Ihrem Debüt?
Nicole Schuhmacher: Markus und ich haben immer wieder Geschriebenes ausgetauscht und quer gelesen. Ohne ihn wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen, einen Roman zu veröffentlichen, aber ihm gefielen die Geschichten aus den Thälern so gut, dass er wiederholt nachfragte, ob ich '“Sturmträume“ nicht veröffentlichen wollte. Er war recht hartnäckig, so dass ich schließlich klein beigab und mich an eine Agentur wandte :-). ...weiterlesen

Michael Scott

"Der Beginn der Dreharbeiten ist wohl für Ende dieses, Anfang nächsten Jahres geplant."

Interview mit Michael Scott vom 11.04.2013

Booksection.de: Als erstes möchten wir uns an der Stelle der vielen, vielen deutschen Fans Ihrer Reihe um „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“ bedanken für fünf Jahre packende Fantasyunterhaltung aus Ihrer Feder. Wir werden Nicholas Flamel und seine Abenteuer vermissen…
Michael Scott: Vielen, vielen Dank! Toll, dass Sie so lange drangeblieben sind. Aber ich bin noch nicht fertig mit diesem Universum. Da sind so viele andere Geschichten um die Welt der Flamels, die ich noch erzählen will. Ich hoffe, sie eines Tages als Kurzgeschichten zu veröffentlichen....weiterlesen

Stefan Seitz

"Eine gute Geschichte ist letztendlich das, was wir schon immer hören wollten."

Interview mit Stefan Seitz vom 20.10.2009

Booksection: Wie entstand „Das Unkrautland“?
Stefan Seitz: Tja, das ist wohl die schwierigste Frage von allen. Ich denke, wir alle haben als Kinder nach etwas gesucht. Seien es Geheimtüren, verborgene Schätze oder sagenumwobene Gebäude. Leider konnte ich mich nicht zu den Glücklichen zählen, die etwas dementsprechendes gefunden haben - weshalb ich den Entschluss gefasst habe, selbst ein Geheimnis entstehen zu lassen, das nun andere ergründen können.

Booksection: Miss Plim und Primus streiten sich sehr oft im ersten Band zum „Unkrautland“ und liefern sich viele Dialogschlachten. In unserer Kritik bemängelten wir die Schärfe der Dialoge. Oftmals hätte es noch bissiger, vielleicht auch böser sein dürfen. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?...weiterlesen

Nicholas Sparks

"Ich schreibe, während die Kinder in der Schule sind."

Interview mit Nicholas Sparks vom 01.08.2008

Booksection: Seit Ihrem Roman „Wie ein einziger Tag“, das länger als ein Jahr auf den Bestsellerlisten stand, ist Ihr Name auf der ganzen Welt ein Begriff. Wie hat dieser Erfolg Ihr Leben verändert?
Nicholas Sparks:
Einerseits hat sich ganz vieles verändert, andererseits – und das überwiegt eindeutig - hat es überhaupt nichts verändert. Meine Frau und ich sind jetzt seit 19 Jahren verheiratet, ich lebe immer noch in derselben Kleinstadt, ich habe dieselben Freunde, dieselben Hobbys (lesen, Gewichtheben, Tae Kwon do und Aerobic) und auch mein Arbeitsplan ist immer noch derselbe. Finanziell gab es natürlich einige Veränderungen, die es mir auch ermöglichen, Leichtathleten zu trainieren (ein Team, das ich sponsore) und eine Privatschule zu gründen – beides bedeutet mir heute sehr viel...weiterlesen

Maggie Stiefvater

"Ich wollte immer Autorin sein."

Interview mit Maggie Stiefvater vom 11.10.2010

Booksection.de: Sie hatten ja schon verschiedenen Jobs, beispielsweise als Bedienung. Jetzt sind Sie Autorin – genießen Sie das?
Maggie Stiefvater: Ich wollte immer Autorin sein. Ich erinnere mich, dass ich schon als ich klein war, angefangen hatte Geschichten zu tippen und mein Vater kam herein und fragte mich: „Maggie, was willst du werden, wenn du mal groß bist?“ Und ich sagte: „Ich will eine Schriftstellerin werden“, worauf er antwortete: „Aha, du willst also arm sein!“ Diese Geschichte hasst er jetzt (lacht). Wirklich, ich wollte immer Autorin werden, auch als ich als Bedienung gearbeitet habe oder Kalligraphie unterrichtet oder Hunde trainiert habe, habe ich die ganze Zeit auch geschrieben und hoffte, dass ich eines Tages davon leben könnte...weiterlesen

Anna Stothard

"Beide sind aus einem kleinem Moment erwachsen, in dem ich mir gewünscht habe, jemand anderer zu sein."

Interview mit Anna Stothard vom 10.10.2013

Booksection.de: Für Deine Protagonistin Eva Elliot in „Die Kunst, Schluss zu machen“ ist der wichtigste Moment in einer Beziehung der, wenn sie mit einem Partner Schluss macht. Wie kamst Du auf eine solche Idee?
Anna Stothard: Wenn ich an meine eigenen Beziehungen denke, dann weiß ich nur noch wenig davon, wie sie begannen. Aber jeder einzelne Moment einer Trennung ist mir noch ganz genau im Gedächtnis. Meine erste Beziehung endete auf einem New Yorker Gehweg vor einer Bäckerei. Ich aß gerade einen Cupcake, und ich kann bis heute keine Cupcakes mehr essen. Eine andere Beziehung endete auf dem Los Angeles International Airport auf dem Weg nach London. Bei jeder Beziehung ist das Gefühl, sich zu verlieben ein ganz ähnliches, aber nachdem sie geendet hat, blickt man darauf zurück und sieht alles viel klarer als zu Anfang....weiterlesen

Arno Strobel

"...wäre da nicht mein latenter Hang zur Starrsinnigkeit!"

Interview mit Arno Strobel vom 29.06.2010

Booksection: Ihr neuer Roman „Der Trakt“ spielt mit einem Gedanken, der sicherlich bei jedem von uns Urängste auslöst: Eine Frau wacht auf und wird von niemandem mehr erkannt. Ihr gesamtes voriges Leben scheint wie ausgelöscht zu sein. Was hat Sie zu diesem Thema bewogen?
Arno Strobel: Für mich sind die Situationen am interessantesten, in denen der nette Kerl oder die freundliche Frau von nebenan plötzlich und unverschuldet komplett aus ihrem gewohnten Leben gerissen werden, und ich freue mich immer, wenn in meinem Umfeld etwas geschieht, das ich aufgreifen und entsprechend „modifizieren“ kann. In diesem Fall war es eine Bekannte, die mit ihrem Sohn bei uns zu Besuch war. Der junge Mann (5) war an diesem Tag extrem anstrengend, sodass seine Mutter irgendwann die Augen verdrehte und stöhnte: „Ich stelle mir nun einfach mal fünf Minuten vor, ich hätte keinen Sohn.“
Mein Gedanke dazu war: Wie würdest du wohl reagieren, wenn alle anderen dir sagen würden, du hättest keinen Sohn? Das war die Grundidee zu „Der Trakt“...weiterlesen

Jonathan Stroud

"Spaß und Grusel zu mixen funktioniert, und am Ende will eine Zutat die andere besser machen."

Interview mit Jonathan Stroud vom 10.10.2013

Booksection.de: Der vierte Band um „Bartimäus“ erschien 2010. Mir hat Nathanael gefehlt, der die dunkle Komponente der Geschichte ins Spiel gebracht hat. Existiert nur eine minimale Chance, ihn eines Tages wiederzusehen?
Jonathan Stroud: (lacht) Du bist nicht der erste, der mich das fragt. Ich denke, es wäre ein Fehler, ihn zurückzubringen. Es gibt einige, die mir Wege vorschlugen, um ihn  wieder in die Geschichte zu bringen und ich glaube auch, dass es möglich ist, ein Setting zu schaffen, das nach „Die Pforte des Magiers“ (Band 3) spielt. Allerdings nur mit Bartimäus und Kitty. Nathanael wird hier nur durch Erinnerungen eine Rolle spielen können. Sein Wesen, sein Opfer, wird ein Teil der Geschichte sein können. ...weiterlesen

Martin Suter

"Beim Schminken muss ich dann halt meiner Frau mal genauer zuschauen."

Interview mit Martin Suter vom 17.10.2008

Booksection: Herr Suter, das erste Buch, was ich von Ihnen gelesen habe war „Die dunkle Seite des Mondes“. Damals habe ich beschlossen, diesen Autor, dem es gelingt, so glaubhaft andere Wirklichkeiten  zu beschreiben, unbedingt einmal kennen lernen zu wollen. Wie ist es Ihnen möglich, den Wechsel bzw. den Verlust der Identität so realistisch zu beschreiben?
Martin Suter:  (überlegt) Ich finde, man muss das sehr realistisch tun. Die Dinge, die stimmen können, die es wirklich gibt, die müssen dann auch unbedingt der Realität entsprechen. Es muss gut recherchiert sein, und auf dieser Basis des Wahrhaftigen kann man dann schon ab und zu mal eine Lüge ersteigen lassen. Ja, aber schlussendlich ist des schon der Realismus – ich muss es mir selber so vorstellen, als ob ich es vor mir sehe und es dann beschreiben...weiterlesen

Thomas Thiemeyer

"Nichts ist schlimmer, als wenn alles erklärbar wäre."

Interview mit Thomas Thiemeyer vom 19.10.2010

Booksection.de: Mir ist aufgefallen, dass der Hauptpart in Deinen Thrillern immer von einer Frau übernommen wird. Natürlich kommen auch starke Männer vor, aber es ist doch die starke Frau, die die Hauptrolle spielt.
Thomas Thiemeyer: Ja, das stimmt.

Booksection.de: Was ist der Grund dafür, dass Du eine Frau in den Mittelpunkt stellst?
Thomas Thiemeyer: Ich glaube, das hat damit zu tun, dass ich Frauen als Romanfiguren interessanter finde als Männer. Ihnen steht ein breiteres Spektrum an Emotionen zur Verfügung. Einer Frau nimmt man eher ab, schwach zu sein, verzweifelt und am Boden zerstört. Aber man nimmt ihr auch ab, dass sie über sich hinaus wächst und enorm stark wird. Das ist bei Männern schwierig. Bei „Reptilia“ hatte ich einen männlichen Protagonisten und mir erlaubt, ihn anfangs als Softi darzustellen. Er ist ein Zweifler, ein Grübler, der sich nicht wohl fühlt in der Situation. Hinterher habe ich gemerkt, das ist bei vielen nicht gut angekommen. Es kamen Rückmeldungen wie: „Was für ein Waschlappen. Wir hätten uns einen Indiana Jones gewünscht, der sich durch alles durchhackt.“ Genau das wollte ich aber vermeiden....weiterlesen

Michael Tietz

"Ich hatte schon immer den Traum, etwas zu schreiben, auf dem dann mein Name steht."

Interview mit Michael Tietz vom 26.10.2009

Booksection: Wir haben hier nun Ihr erstes Buch vor uns liegen. Sie haben drei Jahre dafür benötigt?
Michael Tietz:
Für das Schreiben ein Jahr, aber vorneweg habe ich zwei Jahre über der Idee gebrütet. Aber am besten fangen wir am Anfang an, denn die Frage, ob ich schon immer schreiben wollte, wird bestimmt kommen. (grinst)
Ich hatte schon immer den Traum, etwas zu schreiben, auf dem dann mein Name steht. Ich habe Kurzgeschichten geschrieben, mit denen ich von der Qualität und der Sprache her aber nie ganz zufrieden war. Dieses Hobby habe ich dann irgendwann überhaupt nicht mehr gepflegt. Irgendwann entstand dann bei mir die Idee zu diesem Thema, doch am Anfang war es einfach nur eine Idee. Dann kam eines zum anderen, irgendwann hatte ich sogar Figuren im Kopf, bis meine Frau dann gesagt hat: „Jetzt schreib´s doch endlich auf, damit ich endlich meine Ruhe habe.“ (lacht) Um zu verhindern, dass mir das Ergebnis am Ende wieder qualitativ und sprachlich nicht gefallen würde, habe mich mir drei Bücher ausgesucht, die mir vom Schreibstil her unwahrscheinlich gut gefallen und nachgesehen, was sie von meinen bisherigen Arbeiten wesentlich unterscheiden. Mir fielen ein paar Stichpunkte auf, auf die ich achten wollte, und dann habe ich einfach los geschrieben...weiterlesen

Licia Troisi

"Für gewöhnlich endet alles, was mich als Person bewegt in irgendeiner Form in meinen Büchern."

Interview mit Licia Troisi vom 06.10.2008

Booksection: Sie haben Astrophysik studiert. Arbeiten Sie weiterhin in dieser Richtung oder sind Sie mittlerweile „nur“ noch Bestsellerautorin?
Licia Troisi: Ich arbeite weiterhin in dieser Richtung. In drei Tagen mache ich meinen Doktortitel. Wenn ich es schaffe, studiere ich noch weitere drei Jahre.

Booksection: Die Bände um „Die Drachenkämpferin“ und die Nachfolgegeschichte um „Die Schattenkämpferin“ sind großartige Fantasygeschichten geworden. Wenn Sie eine Ihrer Figuren sein dürften, wer würde das sein?
Licia Troisi: Ich tendiere dazu, mich sehr mit den Hauptfiguren zu identifizieren, die mir im Allgemeinen ähneln. Wahrscheinlich würde mir gefallen, Dubhe zu sein, die für mich die reifere, vollkommenere Person ist.
In der Regel sind meine Helden jedoch unglücklich und haben ein vielschichtiges Leben. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich eine von ihnen sein will…...weiterlesen

Peter von Brett

"Es ist gerade eine wunderbare Zeit, um ein Fantasy-Fan zu sein."

Interview mit Peter von Brett vom 01.07.2009

Booksection: Ihr Romandebüt „Das Lied der Dunkelheit“ erobert gerade die Herzen der Fantasyleser weltweit. Ein lang gehegter Traum von Ihnen?
Peter v. Brett: Ein veröffentlichter Autor zu sein, war mein Traum, seit ich ein kleiner Junge war. Aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass meine Arbeit eines Tages in andere Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt gelesen wird. Mein erstes Übersetzungsangebot kam von HEYNE aus Deutschland. Die Realität hatte meine Träume übertroffen. Seither bewege ich mich auf unbekanntem Gebiet...weiterlesen

Harro von Senger

"Die Blicke werden sich auf China richten."

Interview mit Harro von Senger vom 30.05.2008

Booksection: Sehr geehrter Herr Prof. von Senger, im April 2008 haben Sie die Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Dr. Annette Schavan auf einer Reise nach China begleitet. Welche aktuellen Eindrücke bringen Sie mit?
Harro von Senger: Der Anlass der fünftägigen China-Reise (13.-18. April 2008) war das 30jährige Bestehen des chinesisch-deutschen Abkommens über  wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ).    
Wir besuchten Institutionen, die mir eher fremd sind, wie  das Forschungslabor der Siemens Corporate Technologies, das Institut für  Hochenergiephysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften  und das chinesisch-deutsche Zentrum der National Natural Science Foundation of China (NSFC). In Shanghai waren Schwerpunkte der Delegationsreise ein Besuch des "China-Las" (des Laserlabors) an der Jiaotong-Universität, die Kooperationsprojekte zwischen der Max Planck-Gesellschaft und der Chinesischen Akademie der Wissenschaftensowie die Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW)...weiterlesen

"Ständig muss man sich davor hüten, moderne Gedanken in den Text zu projizieren."

Interview mit Harro von Senger vom 30.03.2011

Booksection: Was war Ihre Intention sich mit diesem Text zu befassen?
Harro von Senger: Mitte Juli 2006 fragte mich der Reclam-Verlag, ob ich bereit sei, Sun Zi Bingfa zu übersetzen. Da ich die gelbe Universal-Bibliothek des Reclam-Verlags seit meiner Schulzeit immer geschätzt hatte, habe ich mich über die Anfrage gefreut und dem Reclam-Verlag nach einigem Zögern zugesagt. Hinsichtlich der Ablieferung meiner Übersetzung vertröstete ich ihn allerdings auf die Zeit nach meinem Eintritt in den Ruhestand (1. April 2009). Meine Intention, den Text zu übersetzen, erwuchs also aus dem Bestreben, den Reclam-Verlag nicht zu enttäuschen und einen Beitrag zu dessen Universal-Bibliothek zu leisten. Abgesehen davon war aber meine Intention, mich „mit diesem Text zu befassen“, schon vor Jahrzehnten entstanden, und zwar, weil dieser Text zum Verständnis der „36 Strategeme“ unentbehrlich ist. Über diese veröffentlichte ich 1988 mein erstes Buch (Strategeme Band 1), weitere vier Bücher folgten 1999 (Die List), 2000 (Strategeme Band 2), 2001 (Die Kunst der List) und 2004 (36 Strategeme für Manager), s. hierzu www.36strategeme.de . Zudem ist der Text auch eine Grundlage der chinesischen „Supraplanung“, der ich 2008 ein Buch widmete (www.supraplanung.eu)....weiterlesen

Jan Weiler

"Diese lustigen Dinge sind trojanische Pferde, um die Dinge zu erzählen, die wirklich erschütternd sind."

Interview mit Jan Weiler vom 03.11.2009

Booksection: Um „Maria, ihm schmeckt´s nicht“ ist mittlerweile ein regelrechter Hype entstanden. Selbst Leute, die normalerweise gar nicht lesen, sind verrückt nach Ihrem Buch.
Jan Weiler: Nicht unbedingt ein Kompliment für das Buch…(lacht)

Booksection: Das würde ich nicht sagen. Wenn ein Buch es schafft, Leute zum Lesen zu animieren, ist das doch in jedem Fall ein gutes Zeichen.
Jan Weiler: Ja, okay...weiterlesen

Benedict Wells

"Nichts ist schlimmer als ein Schriftsteller ohne Buch."

Interview mit Benedict Wells vom 01.02.2010

Booksection: Nach dem Abitur bist du von München nach Berlin gezogen. Warum gerade Berlin?
Benedict Wells: Ich wollte auf jeden Fall weg aus Bayern. Die typische Heimatflucht (lacht). Vor allem aber, weil ich es mir in Berlin leisten konnte. München wäre viel zu teuer gewesen. In Berlin kosten die Wohnungen sehr wenig Geld. Mit ein, zwei Nebenjobs konnte ich das Leben dort gut finanzieren. Und natürlich ist Berlin auch einfach eine tolle Stadt. Ich habe sie mir vorher schon mal angeschaut und gleich gemerkt, dass sie zu mir passt...weiterlesen

Dan Wells

"Ich glaube daran, dass es in dieser Welt böse Kräfte gibt."

Interview mit Dan Wells vom 03.06.2010

Booksection.de: Um ehrlich zu sein, bin ich absolut fasziniert von Ihren beiden Bücher „Ich bin kein Serienkiller“ und „Mr. Monster“. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie Sie den Charakter des John präsentieren und was ich – und ich denke die meisten Ihrer Leser auch – gerne wissen würde, ist, wie Sie es geschafft haben, sich in die Gedankenwelt eines Soziopathen einzufühlen. Haben Sie einfach viel darüber gelesen oder wie sind Sie vorgegangen?
Dan Wells: Die Sache bei John ist die, dass es erstaunlich einfach ist, mit ihm zu fühlen, für die Leser genauso wie für mich als Autor. Weil er keine Empathie empfinden kann, kann er nicht verstehen, wie andere Menschen fühlen oder warum sie so fühlen und warum ihn niemand versteht. Er fühlt sich einfach anders und alleine und abgesondert. Das ist sehr soziopathisch, aber es ist ebenso eine klassische Beschreibung für die pubertäre Phase. Wir können mit John mitfühlen, weil wir alle schon mal an dem Punkt waren, an dem wir uns gefragt haben, wer wir sind und wer alle anderen sind und warum man diese Welt so schwer verstehen kann und man sich so gar nicht an sie anpassen kann...weiterlesen

Charlotte Wilde

"Manchmal unterhalte ich mich mit Shahsa und den anderen Geistern aus dem Buch."

Interview mit Charlotte Wilde vom 01.09.2008

Booksection: „Apollonia Cox – Im Auge des Taifuns“ ist Ihr erster Roman. War die Suche nach einem Verlag schwierig?
Charlotte Wilde:
Ehrlich gesagt habe ich großes Glück gehabt. Die Apollonia-Geschichte ging mir schon lange im Kopf herum, bevor ich mich überwunden habe, sie aufzuschreiben. Als dann das Manuskript fertig war, dachte ich: Toll. Und jetzt? Zufällig schickte mir eine Bekannte aus Deutschland kurze Zeit später ein Buch mit dem Titel „Einfach die Welt verändern“. Ich dachte: Vielleicht ist das ja ein Zeichen - die Welt verändern? Dann fang mal gleich in deiner eigenen kleinen Welt damit an! Aus dem Internet fischte ich mir die Adresse des Verlags, in dem das Buch erschienen war, und noch am selben Tag tütete ich meinen Stapel Papier ein und schickte ihn los. An den Pendo Verlag nach München. Den Rest können Sie sich denken – es war magisch, fast so magisch wie die Geschichte von Apollonia...weiterlesen

Tad Williams

"Man sollte über das schreiben, was einem etwas bedeutet. Das ist das was ich tue, ich schreibe über Dinge, die mich bewegen."

Interview mit Tad Williams vom 01.11.2011

Booksection: „Sie sind gerade auf Lesereise, um den vierten Band der „Shadowmarch“-Reihe „Das Herz“ zu präsentieren. Sind Sie froh, dass die Geschichte nun „zu Ende“ ist oder sind Sie auch ein bisschen traurig darüber?
Tad Williams: Eigentlich bin ich nie traurig, wenn ich mit einer Geschichte fertig bin, ich vermisse nur die Charaktere der Geschichte ein wenig. Schon während ich auf einer Lesereise bin, arbeite ich an etwas Neuem und das ist das, was dann für mich „lebendig“ ist. Solange ich eine Geschichte habe, an der ich arbeiten kann, bin ich glücklich. Aber bei so einer umfangreichen Arbeit wie für „Shadowmarch“ ist es so, dass jede Geschichte für sich ein Werk ist und es gibt natürlich gute und schlechte Tage. Manchmal hat man das Gefühl, dass man gar nicht fertig wird und an anderen Tagen läuft alles ganz prima. Aber ich empfinde eine Erleichterung, wenn eine Geschichte erzählt ist und sie mir nicht mehr im Hinterkopf herumschwirrt. Bei diesen Büchern begann die Veröffentlichungsarbeit tatsächlich schon vor zehn Jahren. Begonnen hat „Shadowmarch“ als Fortsetzungsgeschichte im Internet. Diese Website richteten wir schon in 2001 ein und so war das ein sehr langer Prozess zwischen der Website und der Veröffentlichung der übersetzten Version. Auf der einen Seite bin ich traurig, dass diese Zeit nun um ist, denn es ist ja ein Teil meines Lebens. Meine Kinder sind in dieser Zeit aufgewachsen. Mein Sohn war damals noch klein und ist jetzt größer als ich. Trotzdem bin ich froh, wenn ich eine Geschichte aus meinen Kopf habe, wenn sie „erledigt“ ist. Nicht, dass ich ihrer überdrüssig wäre, aber trotzdem...weiterlesen

Jonas Winner

"Wichtig war und ist mir bei diesem Buch, dass wir uns klarmachen, wie sehr es möglich ist, mit einem Film seine Zuschauer zu beeinflussen."

Interview mit Jonas Winner vom 01.09.2008

Booksection: Auf dem Klappentext von „Davids letzter Film“ steht zu lesen: „Wie ein Film von David Lynch“. War es tatsächlich Ihre Motivation, einen Thriller zu schreiben, der einem Film von Lynch gleicht?
Jonas Winner: Gar nicht. Auf die Idee, David Lynch mit meinem Roman in Verbindung zu bringen, ist erst der Verlag gekommen, nachdem man mein fertiges Manuskript dort gelesen und überlegt hat, wie man das Buch ankündigen kann. Ich habe beim Schreiben nicht einmal an Lynch gedacht, obwohl ich seine Filme natürlich kenne und schätze. Diese Filme sozusagen imitieren zu wollen, ihnen nachzueifern, wäre jedoch ein Ansatz, mit dem ich nichts anfangen könnte. Ich glaube, so etwas kann nur schief gehen.
Aber das stimmt natürlich: Wenn ich hören würde, dass David Lynch einen Film über einen Mann gedreht hat, der mysteriöse, gefährliche Filme macht, würde ich geradezu darauf brennen, diesen Film zu sehen....weiterlesen

Sascha Zeus & Michael Wirbitzky

"Alhohol hilft!"

Interview mit Charlotte Wilde vom 17.10.2008

Booksection: Mit „Die Tagung – Chaos ist Chefsache“ habt ihr eure drittes Buch veröffentlicht. Wie kamt ihr, als langjährige Radiomoderatoren, dazu ein Buch zu schreiben?
Michael Wirbitzky: Wir sind gefragt worden. Es ist ganz simpel. Wir wären vielleicht selber gar nicht auf die Idee gekommen. Aber wir haben viele Fans, unter anderem auch im Rheinland wo der Lübbe-Verlag sitzt. Der Verlag hat uns vermutlich im Radio gehört und sich dann gedacht, dass sie die zwei Pappnasen einfach mal anrufen und fragen ob die ein Buch für uns schreiben wollen. So ist inzwischen eine innige Beziehung zu dem Verlag entstanden. Wir haben Spaß daran und der Verlag hat offensichtlich Spaß daran was wir schreiben – ebenso die Leser.
Sascha Zeus: Wir schreiben ohnehin schon lange Scatche für das Fernsehen und früher auch für Harald Schmidt. Wir haben auch schon an einem Filmdrehbuch geschrieben. Das war unsere ganz große Erfolgsgeschichte: Das Buch wurde nie verfilmt. (lacht) Aber dann lag das auch nahe, dass wenn uns mal jemand die Chance gibt ein Buch zu schreiben, dass wir die dann auch wahrnehmen...weiterlesen

Jörg Zittlau

"Wer Macht hat, der missbraucht sie meistens auch."

Interview mit Jörg Zittlau vom 15.11.2009

Booksection: In Ihrem Buch geht es um berühmte Kranke und ihre schlechten Ärzte, darum, wie oft gerade prominente Persönlichkeiten mehr als falsch behandelt und teilweise zu Tode therapiert wurden. Es ist schon außergewöhnlich, über solch ein Thema ein Buch zu schreiben. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Jörg Zittlau: Das Thema beschäftigt mich, seitdem ich den Film „Amadeus“ von Milos Foreman gesehen habe. Darin wird ja Mozart als lebenslustiges, aber übersensibles Genie dargestellt, das schließlich von einem Konkurrenten vergiftet wird. Der Haken daran: Mozart war zur Zeit seines Todes kein Konkurrent mehr für irgendjemanden, er war finanziell, beruflich und gesundheitlich am Ende. Also habe ich recherchiert – und festgestellt, dass mittlerweile über 80 Todestheorien zum Tod des berühmten Komponisten existieren. Und dann habe ich noch festgestellt, dass sein Arzt sehr sorglos mit ihm umging und am Ende lieber einer Theateraufführung beiwohnte, als seinem sterbenskranken Patienten beizustehen. Das brachte mich auf die Idee, die Ärzte der großen Figuren unserer Weltgeschichte doch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen...weiterlesen

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