Specials
Packend & informativ: Die Booksection.de-Interviews
Auf den folgenden Seiten findet ihr spannende Interviews mit vielen verschiedenen
Autoren. Bitte einfach den fettgedruckten und unterstrichenen Autorennamen anklicken,
um zum Interview zu gelangen. (Sortiert ist nach Autoren-Nachname!)
Isabel Abedi

"Meine Leidenschaft ist das Bücher schreiben und damit bin ich auch mehr als ausgelastet."
Interview mit Isabel Abedi vom 15.10.2008
Booksection.de: Sie schreiben mit „Ihrer“
„Lola“ bekannte und berühmte Kinderbücher und mit „Whisper“
und „Imago“ tolle Jugendliteratur. Welche Art Bücher schreiben
Sie lieber?
Isabel Abedi: Jedes auf seine Weise gleich gerne. Das
sind zwei unterschiedliche Qualitäten und je nach Stimmung. Ich freue mich
natürlich nach einem Kinderroman auf einen Jugendroman und nach einem Jugendroman
auf einen Kinderroman.
Booksection.de: Sie feiern mit „Lola“ große
Erfolge. Jetzt wird eines Ihrer Bücher sogar verfilmt. Wie aufgeregt sind
Sie?
Isabel Abedi: Ich freue mich, aber da es noch nicht ganz
konkret ist, warte ich noch ab. Ich glaube an Unterschriften und wenn ich es
schwarz auf weiß sehe, dann steigert sich sicherlich noch mal die Aufregung.
Ich mag ganz gern im Jetzt und Hier leben und die Verfilmung ist für mich
erstmal noch Zukunftsmusik, die ich sehr gern klingen höre und wenn das
zustande kommt, von dem ich hoffe, das es zustande kommt, dann bin ich sehr
freudig aufgeregt, weil ich mir das toll vorstelle...weiterlesen

"...und das Unglück bricht in einen perfekten Tag und eine perfekte Konstellation hinein."
Interview mit Isabel Abedi vom 31.10.2009
Booksection: In „Lucian“ wird erneut ein Mutter-Tochter-Konflikt
thematisiert...
Isabel Abedi: Ja, ich mag das Thema. Und ich glaube auch,
dass das etwas ist, was zu der Sinnfrage von Jugend gehört: die Auseinandersetzung
mit der Mutter, wobei ichden Konflikt in „Whisper“ viel klassischer
fand. Cat ist ja keine “normale” Mutter, die einfach, wie in anderen
Büchern, Schwierigkeiten mit ihren Kindern hat. Ich habe immer das Gefühl,
dass in meinen Romanen die Mütter die “Speziellen” und die
Kinder die “Normalen” sind. Bei „Lucian“ war es so,
dass die Beziehung zwischen Mutter und Tochter für mich ganz lange der
größte innerliche Schwerpunkt war. Ich habe ganz lange gebraucht,
auch mithilfe meiner Lektorin, mich von diesem Punkt zu lösen und mich
beim Planen des Romans auf den Liebesteil und auf Lucian zu konzentrieren. Janne,
Spatz und Rebecca sind eine absolut glückliche Familie und das Unglück
bricht in einen perfekten Tag und eine perfekte Konstellation hinein. An diesem
Punkt habe ich von einer Mutter erzählt, die ihr Kind beschützen will
und aus diesem Grund eigentlich genau das Falsche tut. Das war ein großer
Reiz für mich, das zu erzählen. Da kann man auch nicht anders, als
privat zu werden. Ich weiß, wie stark Mutterliebe ist und wie gefährlich
es ist, zu denken, dass ich mein Kind vor allem Schlimmen bewahren kann. In
„Lucian“ wird es ja klar, dass das nicht geht...weiterlesen
Jussi Adler-Olsen

"Aus jahrelangen Qualen resultieren nicht zwingend Geisteskranke."
Interview mit Jussi Adler-Olsen vom 20.10.2009
Booksection: Dein Ermittler Carl Morck ist ja fast so etwas
wie ein Anti-Held. Sollte er ein Gegenstück bilden zu den vielen düsteren
und unbequemen Ermittlern, die wir sonst oft aus den skandinavischen Krimis
kennen?
Jussi Adler-Olsen: Ja, ich würde ihn auch als Anti-Held
bezeichnen. Ob er ein Gegenstück ist, kann ich nicht sagen, weil ich nie
skandinavische Thriller oder Krimis gelesen habe. Ich habe weder Stieg Larsson,
noch einen anderen skandinavischen Autor gelesen, das kann ich also nicht beurteilen.
Ich habe aber viel über den Geist und die Atmosphäre dieser Bücher
gehört. Ich schreibe Thriller und Krimis, aber ich lese sie nicht - ich
wollte nicht zu sehr von der Sprache und dem Thema beeinflusst werden. Carl
Morck ist so etwas wie der Schatten an der Wand, der Schatten, der die Wahrheit
erzählt. Aber ich würde ihn nicht als Gegenstück bezeichnen,
denn über jede Art von Protagonisten wurde schon einmal geschrieben. Für
mich ist es wichtig, ganz spezielle Figuren zu schaffen, über die ich persönlich
noch nie irgendwo gelesen habe und die in Schauplätzen erscheinen, die
neu und besonders sind. Schauplätze sind sehr wichtig für mich...weiterlesen

"Mit Rose, Assad und Carl ist alles möglich. Und eine Frau im Keller
ist sowieso immer fantastisch."
Interview mit Jussi Adler-Olsen
vom 14.10.2010
Booksection.de: Lass uns über „Schändung“
sprechen. Was auffällt ist, dass Assad eine neue Facette hinzugewonnen
hat. Etwas hat sich offensichtlich verändert. Kannst Du uns etwas darüber
erzählen?
Jussi Adler-Olsen: Die Entwicklung von Assad erstreckt sich
über sämtliche Fälle von ihm und Carl. Es gibt da quasi zwei
Linien – die eine von Assad, die andere von Carl. In „Schändung“
erkennen die Leser, dass Assad nicht Watson ist, sondern vielmehr Sherlock Holmes.
Carl ist Watson. Die Figur, die neben der eigentlichen Hauptfigur steht, ist
in der Literatur oftmals die wirklich clevere. Denken wir nur an Don Quichote
und Sancho Panza oder Stan und Laurel. Diese Geschichte hat mich sehr dazu verführt,
den Lesern mehr zu verraten, als ich eigentlich sollte. Aber ich musste sie
auf die Folter spannen, weil noch so viele Bücher folgen werden. In „Schändung“
haben wir dreidimensionale Figuren wie Carl und Kimmie – wir sind in ihren
Köpfen, wissen um ihre Gedanken. Und dann gibt es aber auch die zweidimensionalen
Figuren wie Rose und Assad – wie verführerisch war es für mich,
sie dreidimensional werden zu lassen. Aber ich darf den Lesern nicht erlauben,
in ihren Gedanken zu sein...weiterlesen

"Ich weiß natürlich, wie alles enden wird, das wusste ich von Anfang an. Das Ende bewahre ich in einem Schließfach auf, niemand außer einer Person kennt das Ende, auch meine Frau nicht."
Interview mit Jussi Adler-Olsen
vom 12.10.2012
Booksection.de: Die Insel Sprogø, um die es in Deinem Thriller „Verachtung“ geht, gibt es tatsächlich. Wie bist Du auf sie und die schlimmen Dinge, die sich dort einst zugetragen haben, aufmerksam geworden?
Jussi Adler-Olsen: Durch meinen Vater. Er war in den Dreißigerjahren Arzt in einer psychiatrischen Klinik dort in der Nähe und er wusste, dass dort Frauen untergebracht wurden, die aus niederen Gesellschaftsschichten kamen. In den Augen der besser gestellten Menschen hatten sie sich unmoralisch verhalten. In ihren Augen waren sie verdorben, weil sie mit Männern schliefen. Ich denke, viele von ihnen waren auch psychisch krank und hätten deshalb behandelt werden müssen. Um sie loszuwerden, erklärte man sie für debil und damit für unmündig. Sie mussten einen IQ-Test bestehen, doch zu dieser Zeit ging es in den IQ-Tests um Allgemeinbildung, die diese Frauen aber nicht besaßen. Die Frauen, die gegen die Unmündigkeitserklärung protestierten – und das waren wahrscheinlich die intelligenteren unter ihnen – wurden auf diese Insel deportiert. Keine von ihnen wusste, wie lange sie dort würde bleiben müssen und der einzige Weg für sie dort wegzukommen, war in eine Sterilisation einzuwilligen. Das sind die Tatsachen. . ...weiterlesen
Andreas Altmann

"Ich bin ein leicht reizbarer Mensch und möchte den Leser verführen
- ihn in all seinen Sinnen ansprechen."
Interview mit Andreas Altmann vom 01.05.2010
Booksection.de: „Weit weg vom Rest der Welt“
ist Ihre erste Reisereportage in Buchform. Im Rückblick auf die zahlreichen
Reisen auf diesem Kontinent: Wie hat sich Ihr Verständnis von Afrika verändert?
Andreas Altmann: Für eine Neuauflage von 2007 bei Frederking &
Thaler wurde ich gebeten, ein Nachwort über die Länder Westafrikas
zu schreiben. Wer das Nachwort liest wird zu Recht feststellen, dass Afrika
nicht zu helfen ist. Das ist natürlich nur eine Meinung und ich habe nicht
die Deutungshoheit über Afrika, aber ich habe als Reporter mindestens eineinhalb
Jahre dort auf Reisen verbracht...weiterlesen.
Kelley Armstrong

"Humor liegt in meiner Natur."
Interview mit Kelley Armstrong vom 13.10.2008
Booksection.de: Die Beziehung zwischen Elena und Clayton
ist sehr detailreich und nachvollziehbar, vor allem aber mehr als erotisch geschrieben.
Gibt es „Clayton“ in Ihrer Welt und wenn ja: Sieht er auch dort
so unverschämt gut aus?
Kelley Armstrong: Es gibt keinen Clayton in meiner Welt. Mein
Mann ist ein wundervoller Mensch, aber ich nehme niemanden in meiner Umgebung
als Vorbild für ihn. Es wäre auch sehr komisch für mich, da die
weiblichen Figuren ja auch nicht auf mir basieren.
Booksection.de: Nächstes Jahr folgt „Stunde der
Wölfin“. Wieviele Bücher werden Ihre Reihe umfassen?
Kelley Armstrong: Ich habe gerade das zehnte Buch beendet,
in dem es wieder um Clay und Elena geht. Gerade habe ich mit meinem englischsprachigen
Verlag einen Vertrag für Band 11-13 unterschrieben. Es wird also mindestens
bis dorthin weitergehen...weiterlesen.
Thomas Ays

"In wen man sich verliebt, ist letztlich egal - Hauptsache man
ist glücklich."
Interview mit Thomas Ays vom 01.03.2010
Booksection: „Romeo und Julian“ ist dein erster
Roman. War die Lust zu schreiben schon immer da oder kam das ganz plötzlich?
Thomas Ays: Ich schreibe seit vielen Jahren Filmkritiken und
ich glaube, dass das auf eine seltsame Art und Weise die Vorbereitung darauf
war. Das Schreiben von Filmkritiken oder Starbiografien war eine gute Vorbereitung
darauf, eine eigene Geschichte zu erzählen. Dennoch war es natürlich
etwas anderes, eine solch lange Geschichte zu schreiben. Den Wunsch einmal ein
Buch zu schreiben, hatte ich eigentlich nicht. Ich würde mich auch nicht
Autor nennen...weiterlesen.

"Leo ist schwul, aber das ist weder das Thema des Buches, noch ein Problem."
Interview mit Thomas Ays vom 19.09.2011
Booksection: Die Veröffentlichung deines Debütromans liegt nun rund 1,5 Jahre zurück. Bist du mit den Reaktionen auf „Romeo & Julian“ zufrieden?
Thomas Ays: Zumindest mit den Verkaufszahlen bin ich zufrieden, weil ich weiß, dass sich Bücher in dieser Nische nicht immer gut verkaufen. Die erste Auflage von „Romeo & Julian“ war recht hoch und die ist nun fast komplett verkauft – das ist natürlich super. …weiterlesen.
Carina Bargmann

"Ach verdammt, wo ist denn das Irrlicht?"
Interview mit Carina Bargmann
vom 14.04.2010
Booksection: Wie entstand die Idee zu Ihrem Buch „Sayuri“?
Carina Bargmann: Die Idee hatte einen ziemlich langen Anlauf.
Es hat alles mit einer Wüste angefangen. Und mit einer Stadt, die zunächst
am Rande der Wüste lag. Dann wurde sie in die Mitte der Wüste verlagert.
Sayuri als Charakter stand schon lange fest. Durch die Zusammenarbeit mit dem
Verlag hat sich alles dann aber noch einmal, teils auch stark, verändert.
Das Wasser kam als wichtiges Element hinzu. An bestimmten Erlebnissen in meinem
Leben kann ich aber nichts festmachen...weiterlesen
Bettina Belitz

"Mit Vampiren hätte meine Geschichte nicht funktioniert."
Interview mit Bettina Belitz
vom 01.02.2010
Booksection: „Splitterherz“ ist ihr Debütroman.
Wie erging es Ihnen beim Schreiben dieser nicht geraden einfachgestrickten Geschichte?
Bettina Belitz: Die Freude darüber, offiziell ein solch umfangreiches
Buch schreiben und dabei auch gleich eine "neue" Spezies (der Aberglaube
daran ist ja uralt ...) erfinden zu dürfen, stand im Vordergrund. Es war
eine aufregende und intensive, aber auch eine sehr anstrengende Zeit, da mein
Söhnchen erst wenige Wochen alt war, als ich mit dem Schreiben begann,
und wie Ellie unter Dauermüdigkeit und Schlafstörungen litt. Der Grund
dafür war in meinem Fall jedoch deutlich harmloser...weiterlesen

"Süße, schmachtende Liebesromane liegen mir nicht."
Interview mit Bettina Belitz
vom 21.01.2011
Booksection.de: Ein Jahr ist es nun her, dass „Splitterherz“
veröffentlicht wurde. Als Leserin weiß ich, wie ungeduldig man auf
die Veröffentlichung des zweiten Teils rundum Ellie und Colin gewartet
hat. Aber wie war die lange Wartezeit für sie als Autorin?
Bettina Belitz: Ich hatte in dieser Wartezeit sehr viel zu
tun - nicht nur mit dem Schreiben und dem Lektorat von Scherbenmond, sondern
auch mit anderen Manuskripten, Lesungen und Messebesuchen. Insofern hatte ich
kaum Zeit, ungeduldig zu werden. Doch wenige Wochen vor dem Erscheinungstermin
hat die Nervosität mich wider Erwarten in ihre Fänge genommen und
leider hatte sie auch jede Menge Selbstzweifel im Gepäck, denn der Erwartungsdruck
war ungleich höher als bei "Splitterherz", wo ich noch nichts
zu verlieren hatte....weiterlesen
Nina Blazon

"Die beste Idee taugt nichts, wenn sie nicht spannend aufgebaut und umgesetzt
ist."
Interview mit Nina Blazon
vom 01.04.2010
Booksection: Sie haben unter anderem Germanistik studiert
und arbeiten nach wie vor auch als Journalistin. Kann man „lernen“
ein guter Autor zu sein?
Nina Blazon: Das Handwerk auf jeden Fall! Ich finde, ein Großteil
des Schreibens ist Handwerk. Natürlich muss man Inspiration haben und Ideen,
aber die beste Idee taugt nichts, wenn sie nicht spannend aufgebaut und umgesetzt
ist. Und das ist tatsächlich etwas, was man lernen kann.
Booksection: Hatten oder haben Vorbilder?
Nina Blazon: Während meines Studiums habe ich mit viel
Begeisterung und Ehrfurcht die Romane von Fjodor M. Dostojewski verschlungen.
Natürlich kann man ihn nicht erreichen (lacht), aber die Art, wie er Personen
zeichnet oder wie er es beherrscht, jeder Person eine eigene Stimme zu geben,
ist wirklich unübertroffen. Wer etwas darüber lernen möchte,
sollte unbedingt seine Romane lesen...weiterlesen
Oliver Bottini

"Seit ich vierzehn war, war Schriftsteller mein Traumberuf, jetzt bin ich es - was will ich mehr?"
Interview mit Oliver Bottini
vom 01.05.2009
Booksection: Herr Bottini, mit ihrer Heldin Louise Bonì ist Ihnen
ja ein wahrer Geniestreich gelungen. Selten findet sich in einem Buch
eine Protagonistin, die derart authentisch und lebendig wirkt. Wie
kamen Sie auf die Idee zu einer solch widersprüchlichen und von
Zweifeln und Schuldgefühlen geplagten Hauptfigur?
Oliver Bottini: Vielen Dank für das Kompliment. Ich
wollte einfach eine Figur mit Tiefe, Widersprüchen, Schwächen,
Stärken, die ihre Konflikte erkennt und sich mit ihnen auseinandersetzt.
Nur solche Figuren interessieren mich als Autor, also Figuren, die
ähnlich wie reale Menschen nicht eindimensional sind, sondern
ihre Ecken, Kanten und vielleicht auch Abgründe haben...weiterlesen

"Wenn ich beim Schreiben ein Gefühl für die Figur bekomme,
dann merke ich, dass es stimmig ist."
Interview mit Oliver Bottini
vom 10.10.2009
Booksection.de: Louise Bonì ist ein wirklich faszinierender
Charakter, der in seiner Authentizität einfach nur gelungen ist. Sie haben
einmal gesagt, dass es Ihnen wichtig sei, Louise immer wieder weiterzuentwickeln,
sie in jedem Roman an einer anderen Position ihres Lebens zu zeigen. Wo steht
Louise denn in „Das verborgene Netz“ gerade?
Oliver Bottini: Für mich ist sie jetzt an einem Punkt
angelangt, an dem sie merkt, dass es so nicht mehr weitergeht. Ihre Art, ihren
Dienst auszuüben funktioniert so nicht mehr, geht zu sehr auf Kosten ihrer
Gesundheit, der Kollegen, der Dienststelle. Das Buch endet ja damit, dass sie
pausieren wird, und ich werde mit ihr auch für ein Buch Pause machen. Das
nächste Buch wird von etwas anderem handeln, aber sie kommt dann „frisch
renoviert“ im übernächsten Buch wieder...weiterlesen
Cassandra Clare

"Ich denke Alec war von Anfang an schwul, es hat nur eine Weile gebraucht, bis ich es gemerkt habe."
Interview mit Cassandra Clare
vom 08.09.2009
Booksection: Eine Figur und deren Entwicklung sticht besonders
aus der Buchreihe heraus: Alec. Wir finden es mehr als überfällig,
eine solche Figur in Fantasyliteratur einzubauen! Wie sind Sie auf diese Idee
gekommen oder war Alec von Anfang an schwul?
Cassandra Clare: In der Ursprungsversion war es Isabelle, Alec’s
Schwester, die in Jace verliebt war und deshalb Clary nicht besonders mochte.
Ich entschied dann aber, dass es nicht sonderlich interessant ist, wie zwei
Mädchen um einen Jungen kämpfen – es war einfach zu typisch!
Es war viel interessanter, und ich glaube auch weniger vorhersehbar, dass Alec
sich stattdessen in Jace verliebt. Ich glaube, es rundet seinen Charakter mehr
ab und macht ihn sympathischer, dass er diese Gefühle hat, über die
er mit niemandem sprechen kann, weil er eben nicht weiß, wie andere darauf
reagieren. Ich denke Alec war von Anfang an schwul, es hat nur eine Weile gebraucht,
bis ich es gemerkt habe...weiterlesen
Eoin Colfer

"Manchmal wünsche ich mir den alten Artemis zurück."
Interview mit Eoin Colfer
vom 13.04.2011
Booksection: Was war zuerst da? Die Geschichte hinter
„Artemis Fowl“, Artemis selbst oder die Welt, in der die Geschichte
spielt?
Eoin Colfer: Artemis war zuerst da. Er basiert ja auf einem
Foto meines Bruders, als der ein Junge war. Er war für die Kirche zurechtgemacht
und sah aus wie ein winziger James Bond-Bösewicht. Da kam mir die Idee
zu Artemis.
Booksection.de: Wir haben im Laufe der Geschichten einige
lieb gewonnene Figuren verloren. Leiden Sie auch, wenn eine Ihrer Kreationen
stirbt?
Eoin Colfer: Ich bedauere es auch, wenn ein Charakter stirbt,
aber es dient alles eben der Geschichte, die ich erzähle. Ich bin immer
überrascht von den Reaktionen der Leser, die sich manchmal sehr darüber
aufregen, wenn eine ihrer Lieblingsfiguren stirbt. Deswegen überlege ich
sehr genau, bevor ich jemanden eliminiere und ich tue es ja auch nicht sehr
oft. ...weiterlesen
Andrea De Carlo

"Durante ist wie ein Speer, der diese Harmonie durchtrennt."
Interview mit Andrea De Carlo
vom 14.10.2010
Booksection.de: „Als Durante kam“ hat mir vor
allem deshalb so gut gefallen, weil zu Beginn eine wohl vertraute Situation
beschrieben wird. Astrid und Pietro sind ein vermeintlich glückliches Paar,
das zusammen ein angenehmes und zufriedenes Leben verbringt. Doch dann kommt
eine dritte Person – Durante – hinzu und plötzlich haben wir
eine hochexplosive Konstellation. Würden Sie sagen, dass „Als Durante
kam“ die klassische Dreiecksgeschichte ist?
Andrea De Carlo: Ich würde nicht sagen, dass es eine
wirklich klassische Geschichte ist. Durante ist jemand, der uns das Gegensätzliche
aufzeigt. Ich wollte nicht mit einem Paar beginnen, das sich offensichtlich
am Ende seiner Beziehung befindet, ich wollte nicht, dass sie augenscheinlich
unzufrieden mit ihrem Leben sind. Deshalb wählte ich diese friedvolle Situation,
in der sich die beiden befinden, ein rundum schönes Leben, das sie zusammen
verbringen. Und dann taucht ein Typ wie Durante auf, der mit der Art, wie er
ist, das alles in Frage stellt. Er ist wie ein Speer, der diese Harmonie durchtrennt...weiterlesen
Joseph Delaney

"Ich könnte mir Sean Bean gut als Spook vorstellen!"
Interview mit Joseph Delaney vom 16.09.2008
Booksection.de: Herzlichen Dank, das Sie sich für dieses
Interview Zeit nehmen. Ihre „Spook“-Reihe kommt in Deutschland gut
an – und auch wir sind große Fans ihrer Geschichten. Wie schaffen
Sie es immer wieder, eine detailreiche Geschichte und diese wunderbaren Figuren
zu vereinen?
Joseph Delaney: Ich plane die Handlung nicht weit voraus, verlasse
mich auf Träume und plötzliche Eingebungen und Inspirationen, die
mir meinen weiteren Weg beleuchten. Ein Großteil der Handlung entsteht
aus den Charakteren. Der einfachste Teil des Schreibens ist für mich das
Entwerfen von Dialogen, und oft befördert die Interaktion zwischen Tom
Ward, Alice oder dem Spook die Geschichte in eine völlig unerwartete Richtung...weiterlesen
Vanessa Diffenbaugh

"Victoria beharrt auf der Sprache der Blumen, weil es auf emotionaler
Ebene sicher ist, in einer Sprache zu sprechen, die keiner versteht."
Interview mit Vanessa Diffenbaugh vom 19.03.2011
Booksection.de: Victoria, ihre Protagonistin aus „Die
verborgene Sprache der Blumen“ ist eine sehr unbequeme und fast schon
unsympathische junge Frau. Sie hat sehr viel Ähnlichkeit mit der Distel,
die in der Sprache der Blumen das Synonym für Misanthropie ist. Haben Sie
selbst je mit einem Kind oder einem jungen Menschen wie Victoria zu tun gehabt?
Vanessa Diffenbaugh: Ich habe mehr als zehn Jahre lang mit
Jugendlichen gearbeitet, die bei mir in Pflegeunterbringung waren, und obwohl
Victoria gänzlich fiktional ist, ließ ich mich in kleinen Teilen
von Pflegekindern inspirieren, mit denen ich schon gearbeitet hatte. Besonders
eine junge Frau, die mein Mann und ich vor vielen Jahren beraten hatten, war
feurig und konzentriert, misstrauisch und unberechenbar, ganz ähnlich wie
Victoria. Ihre Geschichte war heftig: auf der Geburtsurkunde eine Nummer anstelle
eines Namens, mehr Pflegefamilien, als sie zählen konnte. Und trotzdem
war sie unverwüstlich, schön, klug und witzig. Wir liebten sie restlos
und sie gab ihr bestes, das zu sabotieren – immer und immer wieder. Bis
zum heutigen Tag bedauern mein Mann und ich, dass wir keinen Weg fanden, mit
ihr in Kontakt zu kommen und die Pflegeeltern zu werden, die sie verdient hätte....weiterlesen
Wulf Dorn

"Wie alles im Leben hat auch Lob eine Kehrseite: Je höher
du gehoben wirst, desto tiefer kannst du fallen."
Interview mit Wulf Dorn vom 23.08.2010
Booksection.de: Ihr Thriller „Kalte Stille“ zieht
einen von der ersten Seite an in seinen Bann und will einen bis zum Schluss
nicht mehr loslassen. Haben Sie bestimmte Techniken entwickelt, mit denen Sie
eine solche Sogwirkung erzeugen können oder ist die mehr ihrem erzählerischen
Talent zuzuschreiben?
Wulf Dorn: Bei dieser Frage fällt mir mein Nachbar ein.
Er ist Bühnenmagier. Hin und wieder lädt er meine Frau und mich als
Testpublikum für sein neuestes Zauberstück ein. Danach sitzen wir
jedes Mal staunend da und fragen uns, wie er das nur hinbekommen hat. Natürlich
wissen wir, dass er an diesen Tricks monatelang übt und sämtliche
Variationen testet, bis er die richtige gefunden hat. Trotzdem sieht alles so
leicht aus und man ist einfach nur fasziniert. Sein großes Talent besteht
darin, den Zuschauer nicht merken zu lassen, wie viel Arbeit in seinen Kunststücken
steckt...weiterlesen

"Insofern war es schön, Jan noch ein weiteres Stück seines Weges zu begleiten – auch wenn ihn dieser Weg direkt in seine persönliche Hölle geführt hat."
Interview mit Wulf Dorn vom 25.10.2011
Booksection.de: In „Dunkler Wahn“ erzählen Sie die Geschichte des Psychiaters Jan Forstner, der ja bereits in Ihrem vorigen Roman „Kalte Stille“ die Hauptfigur war, weiter. Was waren die Beweggründe dafür, eine neue Geschichte mit einem bereits bekannten Protagonisten zu erzählen? Hatten Sie das Gefühl, mit Jan Forstner noch nicht am Ende des Weges angekommen zu sein?
Wulf Dorn: Nachdem für mich feststand, dass mein nächster Roman von Stalking handeln würde, überlegte ich, wer als potenzielles Opfer in Frage käme. Ich wollte einen Protagonisten, der aus irgendeinem Grund unfreiwillig ins Licht der Öffentlichkeit geraten war. Außerdem musste es jemand sein, der sich durch eine unbekannte Verehrerin keineswegs geschmeichelt fühlen würde. Da fiel mir sofort Jan ein. Der arme Kerl hatte in „Kalte Stille“ sehr viel Schlimmes durchleben müssen und sehnte sich jetzt nur noch nach einem ruhigen und ganz alltäglichen Leben. Das bot jede Menge spannendes Konfliktpotenzial.
Abgesehen davon mag ich Jan sehr, da wir vieles gemeinsam haben. Er ist die Art von Romanfigur, mit ich mich am liebsten mal auf ein Bier treffen würde. Insofern war es schön, ihn noch ein weiteres Stück seines Weges zu begleiten – auch wenn ihn dieser Weg direkt in seine persönliche Hölle geführt hat....weiterlesen
Zoran Drvenkar

"Ich kann mir alles erlauben, was ich möchte, weil ich nicht
pädagogisch bin."
Interview mit Zoran Drvenkar vom 14.10.2010
Booksection.de: Du hast Kinder- und Jungendbücher geschrieben
und bist jetzt mit „Sorry“ und „Du“ auf ein völlig
anderes Gebiet gewechselt. Ist der Sprung zu toughen Thrillern schwer?
Zoran Drvenkar: Nein, für mich ist das alles das gleiche.
Für mich ist Schreiben, Schreiben. Genres mag ich persönlich überhaupt
nicht. Das war sehr peinlich, als ich den Krimipreis bekam und alle sagten,
ich bin jetzt Krimiautor. Das bin ich nicht. Ein Kinderbuch macht die gleiche
Arbeit wie ein Jungend- oder ein Erwachsenenbuch. Nur die Charaktere sind jünger.
Ich gehe in jedem Fall gleich an die Romane heran. Zunächst muss ich die
Charaktere entdecken, daher existiert der Wechsel zwischen Jungend- und Erwachsenbuch
für mich nicht. Es macht mir mehr Spaß Kinder- und Jugendbücher
zu schreiben, weil es mir leichter fällt. Das merkt man auch im Buch „Du“...weiterlesen

"Das ist mein Job. Herausfordern."
Interview mit Zoran Drvenkar vom 14.10.2012
Booksection.de: Auf Deiner Homepage ist zu lesen, dass die Idee zu DER LETZTE ENGEL jahrelang in der Schublade "herumlag". Wie ist denn DER LETZTE ENGEL entstanden?
Zoran Drvenkar: „Der letzte Engel“ war eigentlich eine Kurzgeschichte. Simple Idee schnell runtergeschrieben: Ein Junge bekommt eine Mail, die ihm mit Bedauern mitteilt, dass er nach dem Aufwachen tot sein wird. Der Junge lacht darüber, wird aber etwas nervös, versucht die Nacht durchzumachen und schläft doch ein. Als er aufwacht ist alles wie immer, bis er im Bad vor dem Spiegel steht und die Flügel auf seinem Rücken sieht. Tara!
Ich fand, das war ein guter Einstieg für eine Geschichte. Alle meine Bücher haben so einen Zünder, der meistens aus zehn Seiten besteht und sich irgendwann in einen Roman verwandelt. Ich hatte am Anfang nicht einmal einen Namen für den Jungen. Irgendwann begriff ich, wie müde der Kerl am Tag und wie munter er in der Nacht ist und so kam er zu dem Namen Motte. Anfangs sollte es eine kleine Komödie sein - Motte ruft seinen besten Kumpel an, die beiden ziehen los und erleben Abenteuer, die man so erlebt, wenn man Flügel auf dem Rücken hat. Daraus wurde ja was ganz anderes. Zum Glück machen meine Geschichte, was sie wollen. Manchmal verbinden sie sich auch. ...weiterlesen
Andreas Eschbach

"Im Grunde genommen muss es irgendwann so kommen, die Frage ist allenfalls, wann."
Interview mit Andreas Eschbach vom 10.10.2007
Booksection.de: Ihr neues Buch "Ausgebrannt", das
Sie hier auf der Messe vorstellen, hat uns ausnehmend gut gefallen. Es behandelt
ein sehr heikles Thema und zeichnet gleichzeitig ein Horrorszenario. Das Ende
des Erdölzeitalters ist gekommen, das größte Ölfeld in
Saudi-Arabien steht in Flammen. Kamen nach Erscheinen des Buches Repressalien
auf Sie zu?
Andreas Eschbach: Sie meinen, dass die Ölindustrie mir
irgendwelche Agenten auf den Hals hetzt? Nein, das nicht...weiterlesen
Thomas Finn

"Ich möchte vor allem auf möglichst aufregende Weise
unterhalten."
Interview mit Thomas Finn vom 08.12.2009
Booksection: Mit "Der brennende Berg" haben Sie
2009 Ihre zweite Jugendbuch-Trilogie" "Die Wächter von Astaria"
abgeschlossen. Was begeistert Sie für dieses Genre?
Thomas Finn: Ich finde die Phantastik einfach aufregender,
als andere Genres, da ich hier nicht nur auf eine Erzählgattung beschränkt
bin. Die Elemente eines spannenden Thrillers kann man in einer fantastischen
Erzählung ebenso unterbringen, wie die einer romantischen Liebesgeschichte,
eines klassischen Abenteuerromans oder eines kniffligen Detektivplots. Diesem
Umstand ist es wohl im Wesentlichen zu verdanken, dass ich der Phantastik nun
schon seit über 25 Jahren verfallen bin...weiterlesen

"Eine Idee allein macht noch keinen Roman."
Interview mit Thomas Finn vom 30.03.2010
Booksection: Seit Deinen ersten Veröffentlichungen 1987
in der „ZauberZeit“ und seinem Nachfolger „Nautilus“
sind bereit einige Jährchen ins Land gegangen. Hat sich Dein Schreibstil
über die Jahre entscheidend verändert?
Thomas Finn: Das sind jetzt tatsächlich schon über 20 Jahre.
In der Zeit habe ich sehr viel gelernt. Von 1986 an habe ich für Fanpublikationen
geschrieben, darauf aufbauend, und zwar, seitdem ich in Hamburg lebe, habe ich
dann für „richtige“ Magazine gearbeitet. In dieser Zeit war
ich nicht nur mein eigener Herr, sondern musste meine Texte von anderen Verantwortlichen
absegnen lassen. Damit ging meine schreiberische Lernphase erst richtig los.
Unter anderem habe ich damals eine Menge journalistischer Erfahrungen gewonnen,
die auch heute noch wichtig für mich sind. Zum Beispiel was die Konzentration
auf die Zielgruppe anbelangt. Mit jeder Arbeit habe ich mehr gelernt. Zunächst
waren das Artikel, Rezensionen und Fantasy-Rollenspiel-Abenteuer, dann erst
folgten Romane, Drehbücher und Theaterstücke. Ich glaube, ein Autor,
der von sich sagt, dass er nicht kontinuierlich dazu lernt, der schwindelt (lacht)...weiterlesen

"Ich wollte den Leser verstören und zugleich neugierig machen."
Interview mit Thomas Finn
vom 01.11.2010
Booksection.de: Dein neuer Roman „Weisser Schrecken“
ist mehr als nur ein bisschen gruselig geworden. War es nach zwei Trilogien
im Jugendbuchbereich Zeit für eine „härtete“ Gangart?
Thomas Finn: Jein. Zum einen fühle ich mich in verschiedenen
Genres heimisch, zum anderen sollte niemand vergessen, dass ich vor meinen beiden
Jugendbuch-Trilogien bei Ravensburger mehrere Romane geschrieben habe, die nicht
speziell auf ein junges Publikum abzielten. Allen voran mein Zeitreise-Thriller
„Der Funke des Chronos“, der ebenfalls bei Piper erschien. Speziell
dem Grusel und dem gepflegten Horror fühle ich mich schon seit gut 20 Jahren
eng verbunden. Und zwar seit meiner Zeit als Abenteuer-Spieleautor, als ich
das erste mal mit dem Horror-Rollenspielsystem ‚H. P. Lovecrafts Cthulhu’
– und auch der entsprechenden Literatur - in Berührung kam....weiterlesen

"Die Chroniken haben mich gute zwei Jahre meines Lebens beschäftigt und es war wirklich ein Fest für mich, wieder in diese Welt zurückzukehren."
Interview mit Thomas Finn
vom 20.05.2013
Booksection.de: Sechs Jahre ist es her, dass mit „Die letzte Flamme“ der Abschluss Deiner erfolgreichen Trilogie „Die Chroniken der Nebelkriege“ erschien. Wollten die Figuren noch keine Ruhe geben oder die Fans?
Thomas Finn: Beide, wobei die Wünsche der Fans natürlich eher in Richtung Fortsetzung zielten. Aber so etwas ist für einen Verlag eine sehr schwierige Entscheidung, denn naturgemäß richtet sich eine Fortsetzung vorrangig an Leser, die die bisherigen Bände schon kennen. Hinzu kommt, dass die letzten Jahre dank „Twilight“ der High Fantasy eher einen Bärendienst erwiesen haben. Abgesehen von Romantasy ging da im Buchhandel lange Zeit gar nichts. Eine Rückkehr in die Welt der Chroniken kam daher erst jetzt in Frage, da die Verfilmung des „Hobbits“ der High Fantasy wieder eine Bresche geschlagen hat. Da war ein Prequel das Mittel der Wahl....weiterlesen
Sebastian Fitzek

"Ich finde nichts langweiliger als einen Thriller, der alle Fragen abschließend beantwortet."
Interview mit Sebastian Fitzek vom 01.08.2009
Booksection:
Sie haben ursprünglich Jura studiert. Ihre Bücher
sind allesamt jedoch Psychothriller. Wie kamen Sie auf dieses Genre
und hätten Sie nicht auch einmal Lust beispielsweise einen Gerichtskrimi
zu schreiben?
Sebastian Fitzek: Bei mir beginnt alles mit einer
„Was-Wäre-Wenn-Frage.“ Zum Beispiel: Was wäre,
wenn man negative Erinnerungen für immer aus seinem Gedächtnis
löschen könnte. Und was, wenn etwas dabei schief geht? Das
war die Ausgangsfrage zu „Splitter“. Bis jetzt hatte ich
noch keine WWW-Frage, die mich in ein Justizdrama führt. Aber
ich will niemals nie sagen. Grisham habe ich übrigens früher
verschlungen und (neben vielen anderen) hat er mich ganz sicher dazu
inspiriert, Autor zu werden...weiterlesen

"Ich werde immer aus Alltagssituationen heraus inspiriert."
Interview mit Sebastian Fitzek vom 01.08.2010
Booksection: Sie haben einmal gesagt, dass Ihre Geschichten
immer mit der „Was wäre wenn?“-Frage anfangen. Das leuchtet
ein. Trotzdem ist es für uns als Leser schwer, sich vorzustellen, wie man
auf die Ideen, die Ihren Büchern zugrunde liegen, kommen kann. Nehmen wir
mal „Die Therapie“, Ihr erstes Buch, wie kamen Sie auf eine solch
ungewöhnliche Idee?
Sebastian Fitzek: Da müsste ich zwei Geschichten erzählen.
Die erste bezieht sich auf „Die Therapie“. Ich kam auf die Idee
dieses Buches, als ich tatsächlich im Wartezimmer eines Arztes, einem Orthopäden
saß, die in Berlin immer hoffnungslos überfüllt sind. Meine
damalige Freundin ging also in das Behandlungszimmer. Nach einer dreiviertel
Stunde dachte ich, dass sie doch irgendwann mal wieder herauskommen müsse.
Dann habe ich die Leute beobachtet, die da saßen und warteten und sich
zum Beispiel mit Lesen beschäftigten. Und ich überlegte: „Was
wäre wenn“ die Leute jetzt sagen würden: „Wie, Sie warten
auf jemanden? Wir haben niemanden gesehen, der neben Ihnen saß.“
Und „was wäre wenn“ die Sprechstundenhilfe sagen würde,
dass meine Freundin doch gar keinen Termin habe und wenn dann die Tür des
Behandlungszimmers aufginge und jemand ganz anderes herauskäme? Das war
meine allererste Idee und so kam es dazu, dass ich mir die Geschichte zu „Die
Therapie“ ausgedacht habe – es verschwindet ein kleines Mädchen
spurlos aus dem Behandlungszimmer eines Arztes...weiterlesen
Nicci French

"Wir werden immer von den Ängsten angezogen, die wir verstehen können."
Interview mit Nicci French vom 01.07.2009
Booksection:
Was gab den Ausschlag für Ihre Entscheidung den Versuch
zu wagen, ein gemeinsames Buch zu schreiben und wie lange dauerte
es, bis aus einem eher vagen Plan dann ein unumstößlicher
Entschluss wurde?
Nicci French: Als wir uns kennen lernten, waren wir
beide Journalisten. Es war üblich, dass wir unsere Artikel gegenseitig
lasen, bevor wir sie einreichten. Wir lasen oft die gleichen Bücher
und diskutierten darüber. Irgendwie schien es dann eine ganz
natürliche Entwicklung zu sein, zusammen zu schreiben. Darüber
hatten wir des Öfteren gesprochen, doch dann, 1994, lasen wir
über die sehr kontrovers diskutierte Streitfrage über das
Thema „wieder gefundene Erinnerung“ – traumatische
Erinnerungen, die in Therapien sehr umstritten wieder hergestellt
wurden. Das erschien uns eine sehr kraftvolle Idee für einen
Thriller zu sein und da uns die Idee gemeinsam kam, schien es uns
nur angemessen, das Buch zusammen zu schreiben und eine einzige Stimme
zu entwerfen...weiterlesen
Peter Freund

"Wer behauptet denn, dass die Realität, so wie wir sie kennen, wirklich
so real ist?"
Interview mit Peter Freund vom 16.10.2008
Booksection: Fantasy boomt! Bereits seit einigen Jahren ist gerade im Jugendbuchbereich in diesem Genre einiges los. Wie schwer ist es für Sie, gute und vielleicht auch neue Fantasy zu schreiben?
Peter Freund: Ich hoffe, das es mir gelungen ist, in „Mysteria“
neue Wege zu gehen. Ich habe das ja auch in meinem Buch thematisiert. Es ist
in der Tat so, das ich lange nach einem Mittel gesucht habe, um „Mysteria“
von dem Allgemeinen, normalen Fantasy herauszuheben. Ich glaube sowieso, dass
ich keine „normale“ Fantasy schreibe, weil es mir in all meinen
Büchern um die Verbindung zwischen Realität und der Fantasie geht.
Das habe ich auch bei meinen „Laura“-Büchern schon so gemacht.
Weil: Wer behauptet denn, dass die Realität, so wie wir sie kennen, wirklich
so real ist? Das ist nur unsere Interpretation. Vielleicht haben wir nur nicht
die richtige Sichtweise?...weiterlesen
Gerhard Gemke

"Es ergibt sich manchmal beim Schreiben, dass man von Hölzchen
auf Stöckchen kommt."
Interview mit Gerhard Gemke vom 23.10.2009
Booksection: Hauptberuflich machen Sie Musik bzw. unterrichten
Klavier. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Gehard Gemke: Natürlich kommt jetzt die Antwort: Geschrieben
habe ich schon immer (lacht). Das stimmt aber tatsächlich. Ich bin in einem
Umfeld aufgewachsen, wo viele Leute Kabarett gemacht und selber geschrieben
haben, oder Musiker waren, die mit eigenen Sachen auf die Bühne gingen.
Das hat sich häufig vermischt. Ich habe dann selbst auch Lied- und Kabarett-Texte
geschrieben. Hauptberuflich bin ich aber zunächst Musiker geworden, habe
Musik studiert und bin jetzt am Theater und an der Musikschule gelandet. Irgendwann
hat es mich dann noch mal gepackt, und als meine Kinder so um acht, neun Jahre
alt waren, habe ich mich wieder auf das Schreiben gestürzt...weiterlesen
Susanne Gerdom

"Glücklich im Garten der Ideen und Worte."
Interview mit Susanne Gerdom vom 30.09.2010
Booksection.de: Über eine Lehre zur Buchhändlerin
zur Theaterschaffenden hin zur Autorin: Würden Sie sagen, Sie sind bei
sich "angekommen"?
Susanne Gerdom: Uneingeschränkt ja. Bücher waren
schon immer mein Leben, und wenn ich nicht mit der festen Überzeugung aus
meiner Schulzeit hervorgegangen wäre, dass das Schreiben nicht zu meinen
Talenten gehört, wäre ich wahrscheinlich schon viel früher dort
gelandet, wo ich jetzt bin. Glücklich im Garten der Ideen und Worte. (Oder,
an schlechten Tagen, verzweifelnd an der Widerborstigkeit der Sprache und meiner
Figuren.)
Booksection.de: Was war Ihre ursprüngliche Motivation
mit dem Schreiben zu beginnen?
Susanne Gerdom: Ein empörtes und erstauntes Gefühl:
"das kann ich doch auch!"
Das war zu der Zeit, als ich mit "meiner" Truppe aus Laienschauspielern
ein Stück von Nestroy einstudierte, und meine Regieassistentin mir ein
dickes Manuskript unter die Nase hielt, mit der Bitte, es einmal zu lesen. Sie
hatte einen Fantasyroman geschrieben (und so weit ich mich erinnere, war das
Ding gar nicht mal so übel)...weiterlesen
Paolo Giordano

"Druck bewirkt, dass ich viel langsamer und ruhiger werde und mich sehr
vorsichtig verhalte."
Interview mit Paolo Giordano vom 26.01.2010
Booksection: Ihr Debütroman „Die Einsamkeit der
Primzahlen“ wurde in 26 Länder verkauft und wird derzeit verfilmt.
Wird Ihnen dieser Erfolg manchmal unheimlich?
Paolo Giordano: Es war nicht leicht zu lernen, damit umzugehen.
Erfolg bringt ein leichtes Schuldgefühl mit sich, gegen das ich anzukämpfen
hatte. Ich war gezwungen weitaus mehr Zeit alleine zu verbringen als zuvor.
Das war für mich der Weg die Zeiten auszubalancieren, in denen man so viele
Leute trifft und in denen so viele für einen da sind und einen mit Argwohn
betrachten. Aber das war es wert. Es eröffnete mir so viele Möglichkeiten,
die ich mir gar nie hätte vorstellen können...weiterlesen
Thomas Glavinic

"Wenn ich es erklären könnte, würde ich gar keine
Romane schreiben."
Interview mit Thomas Glavinic vom 19.10.2009
Booksection: „Die Arbeit der Nacht“ ist vor „Das
Leben der Wünsche“ erschienen. Es liegt im ersten Moment aber nahe,
dass die Geschichten vielleicht anders herum gehören. Sehen Sie das auch
so?
Thomas Glavinic: Ich würde sagen, dass es keine Reihenfolge
gibt, weil eine Reihenfolge nicht notwendig ist. Es ist nicht wichtig, welches
Buch man zuerst liest, weil beide Werke auch vollkommen unabhängig voneinander
gelesen werden können. In gewisser Weise gehören sie natürlich
zusammen, aber das war es leider auch schon mit meinem Verständnis, was
die Chronologie der Bücher betrifft...weiterlesen
Heide Solveig Göttner

"Den roten Faden hab ich schon gern in der Hand!"
Interview mit Heide Solveig Göttner vom 30.04.2007
Booksection.de: Liebe Frau Göttner, vielen Dank, dass
Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Wir freuen uns sehr.
Sie gehen ja demnächst auf Lesereise. Aufgeregt?
Heide Solveig Göttner: Dieses Mal bin ich ein bisschen
aufgeregt. Mittlerweile habe ich mich schon an die Lese-Events gewöhnt,
denn im letzten Jahr war ich ziemlich viel unterwegs. Dieses Mal ist es aber
etwas besonderes, weil ich in meine alte Heimatstadt zurückgehe, nach München.
Einige alte Schulkameraden haben sich schon gemeldet, und ich lese in der Bibliothek,
in der ich früher selbst Bücher ausgeliehen habe. Es wird bestimmt
ganz toll...weiterlesen
Michael Greenberg

"Es war berauschend über etwas zu schreiben, was mir so viel bedeutet."
Interview mit Michael Greenberg vom 01.04.2009
Booksection: Ist “Der Tag, an dem meine Tochter
verrückt wurde“ in erster Linie ein Buch für Sie selbst?
Für Ihre Aufarbeitung?
Michael Greenberg: Ich schrieb “Der Tag, an
dem meine Tochter verrückt wurde” weil ich wünschte,
ein solches Buch hätte existiert, als wir mit Sally unsere schwere
Zeit hatten. Ich schrieb es, um anderen einen Beistand anzubieten,
die wie ich das erste Mal mit diesem verzehrenden Feuer in ihren Lieben
in Berührung kommen...weiterlesen
E.L. Greiff

"Manchmal sind meine Figuren klüger als ich."
Interview mit E.L. Greiff vom 14.10.2012
Booksection.de: Im Klappentext erfahren wir das „Zwölf Wasser – Zu den Anfängen“ Ihr Romandebüt ist. Ist das Schreiben tatsächlich eine neue Leidenschaft von Ihnen?
E.L. Greiff: Nein überhaupt nicht, ich habe schon immer geschrieben. Wenn man es ehrlich nimmt, habe ich beruflich nie etwas anderes gemacht. Natürlich in verschiedenen Bereichen, aber die Arbeit mit Texten war dabei immer zentral.
Booksection.de: In wie weit hat Ihnen Ihre Erfahrung vom Theater beim Schreiben geholfen?
E.L. Greiff: Es ging auch dort um Sprache, wobei das Schreiben am Theater etwas sehr szenisches hat und dort die Dialoge im Vordergrund stehen. Ich habe am Theater auch viel mit den Schauspielern mündlich am Text gearbeitet. Wenn ich schreibe, höre ich auch was ich schreibe, weshalb ich nebenbei beispielsweise keine Musik hören kann. Ich brauche totale Stille, damit ich die Figuren sprechen hören kann. Ich denke, dass das sehr vom Theater beeinflusst ist....weiterlesen
Pierre Grimbert

"Ich schreibe Geschichten, die mir gefallen, in einer Form, die mir beliebt."
Interview mit Pierre Grimbert vom 20.01.2009
Booksection: Ihre Saga „Le Secret de Ji“, im deutschen unter dem Titel „Die Magier“ erschienen, war Ihr großer Durchbruch als Autor. Die vier Bücher leben von den unterschiedlichen Charakteren der Hauptfiguren. Haben Sie einen speziellen Liebling unter ihnen?
Pierre Grimbert: Nein, ich habe keinen Favoriten unter den Figuren. Anfangs dachte ich, dass Yan mir ans Herz wachsen würde, aber letztendlich fühle ich mich auch Rey und Grygán ähnlich nahe – ein wenig von mir fließt in diese drei Charaktere mit ein. Während sich in den letzten Jahren meine Familie vergrößerte, entdeckte ich einige Parallelen zwischen Bowbaq und mir. Ich hege auch sehr viel Zuneigung zu meinen weiblichen Charakteren. Dennoch fällt es mir schwerer mich mit ihnen zu identifizieren, da ich mich auch als Betrachter von außen dem Universum von Ji annähere. Deshalb nannte ich diese Charaktere nicht zuerst...weiterlesen
Petra Hammesfahr

"Ein viertel Pfund Fleischwurst!"
Interview mit Petra Hammesfahr vom 10.10.2007
Booksection.de: Frau Hammesfahr, Sie stellen hier an der
Buchmesse Ihr neues Buch vor, eine Sammlung von Kriminalgeschichten, bei dem
Sie die Herausgeberin sind. Wie entstand die Idee, ein Buch herauszugeben, bei
dem namhafte deutsche Autoren beteiligt sind?
Petra Hammesfahr: Ich brauche etwa zwei Jahre,
um einen Roman zu schreiben, deshalb kann ich nicht jedes Jahr einen neuen Roman
veröffentlichen. Die Idee zu „Zum Sterben schön“ entstand
im Verlag und gefiel mir auf Anhieb. Ich hatte bisher noch nie als Herausgeberin
fungiert, das ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Es sind übrigens
nicht nur deutsche Autoren, die bei diesem Buch mitgewirkt haben...weiterlesen
Lukas Hartmann

"Cook war einer der Helden meiner Jugend!"
Interview mit Lukas Hartmann vom 01.03.2009
Booksection: Herr Hartmann, in Ihrem Buch „Bis ans Ende der Meere“ befassen Sie sich mit dem großen britischen Entdecker und Weltumsegler James Cook. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch und wie entstand der Gedanke, die letzte Fahrt Cooks aus Sicht des Malers John Webber zu schildern?
Lukas Hartmann: John Webber, der als Johann Wäber in Bern aufwuchs, war mir schon lange vertraut. Ich kannte die Sammlung der ethnologischen Objekte, die er seiner Vaterstadt vermacht hatte. Und Cook war einer der Helden meiner Jugend, zu einer Zeit, als ich fast nur Seefahrerromane las. „Die See“ war für mich, ebenso wie die afrikanische Savanne, eine Gegenwelt zur kleinbürgerlichen Enge der Fünfzigerjahre; das ist mir nachträglich bewusst geworden. Irgendwann merkte ich, dass es ja zwischen Webber und Cook eine Verbindung gab; und vor etwa drei Jahren beschloss ich, hier mit einer Recherche zu beginnen: Wer waren die beiden? Was brachte sie zusammen? Was erlebten sie auf dieser vierjährigen Weltumsegelung?...weiterlesen

"Es ist eine Art Balanceakt, den ich beim Schreiben immer wieder erlebe."
Interview mit Lukas Hartmann vom 03.11.2010
Booksection.de: „Finsteres Glück“ ist bereits
eine Woche nach Erscheinen auf Platz 2 der Schweizer Bestsellerlisten gelandet.
Wie erklären Sie sich diesen Erfolg bei der doch sehr düsteren Geschichte?
Lukas Hartmann: Ich kann es mir offen gestanden nicht erklären.
Ich habe gedacht, dieses Buch würde ein Flop werden, denn ich enttäusche
damit sehr viele Erwartungen von Lesern, die sich von mir einen weiteren historischen
Roman wünschten. Dann ist es wirklich eine sehr traurige Geschichte –
wenn auch nicht hoffnungslos, was für mich wesentlich war. Außerdem
bin ich ein Mann, der sich in eine Frau versetzt, in die Ich-Erzählerin,
und das ist in den Augen einiger Frauen doch verboten . Wobei mir das seit dem
Erscheinen des Buchs noch niemand vorgeworfen hat. Schließlich gibt es
doch zwischen Männern und Frauen genügend Überschneidungsbereiche.
Allerdings würde ich nie in der Ich-Form eine Geburt beschreiben. Ich selbst
finde es völlig in Ordnung, wenn Frauen sich in Männer hineinversetzen
und dies auf mich glaubwürdig wirkt
Ich war der Meinung, das seien insgesamt keine Erfolgsfaktoren, doch ich habe
noch nie so rasch so viele Rückmeldungen bekommen wie bei diesem Buch.
Ich habe mich auch in meiner Erwartung, das Buch würden hauptsächlich
Frauen lesen, getäuscht. Ich bekomme beinahe mehr Rückmeldungen von
Männern, die sich berührt, aufgewühlt und nachdenklich fühlen
und mir das mitteilen wollen. Von dieser Wirkung bin ich sehr überrascht....weiterlesen
Tanja Heitmann

"Irgendwann sollte Adam seine Geschichte erzählen."
Interview mit Tanja Heitmann vom 16.10.2008
Booksection.de: Sie sind „Buffy“-Fan?
Tanja Heitmann: Ja, total! Deshalb musste Buffy in dem
Buch auch unbedingt genannt werden, da ging gar nichts dran vorbei.
Ich war gespannt, ob der Verlag damit einverstanden ist, weil es vielleicht
fragwürdig ist, wenn eine erwachsene Frau „Buffy“ schaut,
aber es ging durch.
Booksection.de: Welche Art von Büchern lesen Sie privat?
Tanja Heitmann: Privat lese ich eigentlich fast nur Fantastisches,
wie ich zugeben muss. Kreuz und quer. Ich mag auch klassische Fantasy sehr gerne,
Horrorgeschichten...weiterlesen
Markus Heitz

"Ich möchte den Leserinnen und Lesern eine schöne, spannende Zeit
verschaffen."
Interview mit Markus Heitz vom 27.03.2007
Booksection.de: Herr Heitz, Vielen Dank, das Sie sich die
Zeit für dieses Interview nehmen. Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch
zum wirklich gelungenen Roman "Die Mächte des Feuers". Standen
Menschen in Ihrer Umgebung Pate für die überaus beeindruckend gezeichneten
Charaktere Silena und Grigorij?
Markus Heitz: Danke sehr!!! Ich mag das Buch sehr, weil es
thematisch und vom Setting aus dem Rahmen "meiner" Fantasy fällt.
Das war auch der Anspruch, und wenn es Freunde findet, bin ich noch glücklicher.
Menschen aus der Umgebung? Nein. Bei Grigorij habe ich mich an Rasputin orientiert,
Silena wurde völlig frei entworfen...weiterlesen

"Es wird keinen 5. Zwerge-Band geben!"
Interview mit Markus Heitz vom 17.10.2008
Booksection: Dein Buch „Vampire, Vampire“ ist ein Sachbuch über Vampire, erschienen im Piper Verlag. Wann kommt Dein erster Vampirroman?
Markus Heitz: Der ist schon draußen, allerdings erschienen bei Droemer und heißt „Kinder des Judas“. Hier habe ich mit den historischen Elementen aus „Vampire, Vampire“ gearbeitet, habe sie als Hintergrund benutzt und drum herum die Romanhandlung gebaut. Zusammen mit Sachen, die man aus dem Volksglauben über Vampire kennt. Für einige, nicht für alle Leser wird wahrscheinlich neu sein, was Vampire alles können und nicht können und welche Einschränkungen es gibt...weiterlesen

"Ich bin ein Einzelkämpfer."
Interview mit Markus Heitz vom 20.10.2009
Booksection: Wir haben uns sehr über „Die Mächte
des Feuers“ gefreut und darüber, dass Du uns nun mit „Drachenkaiser“
die Fortsetzung dazu in die Buchläden bringst. Du beherrschst auch hier
wieder die verschiedenen Handlungsstränge und führst auch alle Figuren
wieder glaubhaft zusammen. Wie gehst Du hier vor?
Markus Heitz: Als eigentlich alle mit dem nächsten „Zwerge“-Band
gerechnet haben, erschien 2006 der erste Band „Die Mächte des Feuers“.
Mit Absicht. Es sollte eben was anderes sein. Genauso lief es dieses Jahr. „Drachenkaiser“
kam, als alle den nächsten Band der „Albae“ erwarteten. Das
ist mir extrem wichtig, weil es ein Universum ist, in dem zwar Drachen vorkommen,
es aber definitiv etwas anderes ist...weiterlesen

"Ich kann mir nicht vorstellen, keine Ideen zu haben."
Interview mit Markus Heitz vom 01.12.2010
Booksection.de: Über die Person 'Markus Heitz' ist außer
wenigen Einzelheiten nicht sehr viel bekannt…
Markus Heitz: …alles was bei Wikipedia steht, stimmt.
Aber zurück zu Deiner Frage…
Booksection.de: Ja. Na gut. Weiter im Text. Du bist Journalist…
Markus Heitz: Ich war Journalist. Zehn Jahre lang…...weiterlesen

"Und plötzlich krachte eine Eingebung in die nächste."
Interview mit Markus Heitz vom 14.10.2012
Booksection.de: Wie kamst Du denn auf diese großartige Idee zu „Oneiros – Tödlicher Fluch“, die Du, wie gewohnt, eindrucksvoll umgesetzt hast?
Markus Heitz: Danke, danke für die Blumen!
Bei einem langweiligen Zombie-Film.
Unfassbar, oder?!
Mein Kreativbereich sprang an, anstatt weiter den Film zu verfolgen, und ich dachte: Zombies sind arme Gestalten. Theoretisch unsterblich, aber sie verwesen zu schnell......weiterlesen
Bernhard Hennen

"Mir ist sehr daran gelegen, unvollkommene Figuren zu erschaffen. Figuren, bei denen ungewiss ist, ob sie die Konflikte, in die sie verwickelt werden überstehen oder aber daran zerbrechen."
Interview mit Bernhard Hennen vom 30.10.2011
Booksection.de: Mit „Drachenelfen“ beginnen Sie ein neues Elfen-Epos. Nach so vielen Elfen-Büchern aus Ihrer Feder – was reizt Sie nach wie vor an diesem Volk?
Bernhard Hennen: In „Drachenelfen“ mache ich einen weiten Schritt zurück in die Vergangenheit. In den bisher erschienenen Romanen waren die Elfen die Herrscher Albenmarks. In der Epoche, über die ich nun schreibe, gibt es eine andere Weltordnung. Die Elfen sind nur eines von vielen Völkern unter der Herrschaft der Himmelsschlangen. Das Setting ist so grundverschieden, als würde ich nach historischen Romanen über das Hochmittelalter und die Renaissance einen Sprung zurück in die späte Bronzezeit machen. Es geht diesmal also um einen völlig neuen Blick auf die Elfen. Sie sind weit weniger vollkommen als in den bisher erschienenen Romanen. Gerade beginnen sie – unter Anleitung der Himmelsschlangen – die Kunst des Zauberwebens zu beherrschen. Doch dafür bezahlen sie einen hohen Preis....weiterlesen
Wolfgang Hohlbein

"Ein großes Thema, das ich nicht aufgearbeitet habe, gibt es nicht."
Interview mit Wolfgang Hohlbein vom 17.10.2008
Booksection: In der Vorbereitung zu diesem Interview habe ich in Ihr neuestes Buch „Die Templerin – Das Wasser des Lebens“ reingelesen, welches Sie zusammen mit Ihrer Tochter Rebecca geschrieben haben. Muss man zwangsläufig die vorangegangenen drei Bände gelesen haben, um einen guten Einstieg in das neue Buch zu finden?
Wolfgang Hohlbein: Eigentlich nicht. Wenn es einen interessiert sollte man es schon in der richtigen Reihenfolge lesen, aber man kann auch bei diesem Band einsteigen...weiterlesen
Barry Hutchison

"Wenn man Horror mag, wird man gerne geängstigt, egal wie alt man
ist."
Interview mit Barry Hutchison vom 18.11.2010
Booksection.de: Mit Ihren “Invisible Friends”
erschufen Sie bisher zwei tolle Bücher mit richtig gruseliger Atmosphäre.
Wie schreiben Sie ihre Bücher? In welcher Umgebung?
Barry Hutchison: Es gab eine Zeit, in der ich absolute Ruhe
zum Schreiben brauchte, sodass ich fast im Dunkeln spät nachts arbeitete
und mich dabei zu Tode fürchtete. Jetzt ist es so, dass ich ein 14 Monate
altes Baby habe, das sich weigert zu schlafen und ich in der Situation bin,
dass ich schreiben muss, wann immer es geht. So schreibe ich beispielsweise,
während ich mein Kind auf den Knien schaukle und es mich in die Augen piekst.
Somit bin ich viel flexibler darin, wann und wie ich schreibe. Jetzt bin ich
in der Lage, in Zügen, in Bussen oder auf der Parkbank sitzend zu schreiben
– wo immer ich auch fünf Minuten abzwacken kann, um ein paar Worte
zu Papier zu bringen....weiterlesen
Arnaldur Indridason

"Was mich interessiert, sind die Charaktere."
Interview mit Arnaldur Indridason vom 11.10.2007
Booksection.de: Ihr aktueller Krimi handelt von Ausländerfeindlichkeit
in Island. Beim Lesen habe ich den Eindruck gewonnen, dass dieses Thema Ihnen
sehr am Herzen liegt. Können Sie uns sagen warum?
Arnaldur Indridason: Es liegt mir tatsächlich sehr am
Herzen. In den vergangenen Jahren war Island kein multikultureller Staat, aber
mit dem großen Wirtschaftsaufschwung kamen Menschen aus aller Herren Länder
nach Island und eben auch der Rassismus. Mir war es daher wichtig zu betonen,
dass wir alle friedlich zusammenleben sollten. Die Geschichte handelt außerdem
von einem absolut sinnlosen Verbrechen und davon wollte ich auch reden: von
sinnloser Gewalt, von unschuldigen Opfern und einem dummen, idiotischen Mord.
Dieses Problem haben wir leider in Island und ich habe das Gefühl, dass
wir intolerant sind. Das wollte ich zeigen...weiterlesen
Catherine Jinks

"Mit 12 verliebte ich mich in Gene Wilder!"
Interview mit Catherine Jinks vom 01.10.2008
Booksection.de: Bevor Sie Autorin wurden, waren sie unter
anderem als Journalistin tätig. Haben Sie diese Tätigkeit mittlerweile
gänzlich abgelegt oder kommt es auch heute noch vor, dass Sie einen Artikel
veröffentlichen?
Catherine Jinks: Nein, das Schreiben von Romanen nimmt meine
ganze Zeit in Anspruch, gerade weil ich Terminvorgaben internationaler Verleger
einhalten muss.
Booksection.de: Sie wurden hauptsächlich dafür bekannt,
spannende historische Romane zu schreiben, die zumeist in Europa spielen. Wie
kommt es, dass Sie von Australien aus eine solche Faszination für die europäische
Geschichte entwickelt haben?
Catherine Jinks: Wir dürfen nicht vergessen, dass Australien
zu großen Teilen von Europäern kolonialisiert wurde und als
Teil der westlichen Kultur gilt. Ich denke es gibt niemanden auf diesem Planeten,
der nicht von seinem kulturellen Erbe fasziniert ist. Für viele Australier,
mich eingeschlossen, ist das die europäische Kultur, im Besonderen der
Einfluss von England und Irland....weiterlesen
Arabella Kiesbauer

"Wunder Dich nicht, wenn Dir die Kinder „Obruni“ nachrufen."
Interview mit Arabella Kiesbauer vom 12.10.2007
Booksection.de: „Mein afrikanisches Herz“ befasst
sich mit Ihren Wurzeln. Wie kommt man auf die Idee, seine ganz persönliche
Geschichte nieder zu schreiben?
Arabella Kiesbauer: Es ist ja eine Spurensuche nach meinen
afrikanischen Wurzeln und hat im Privaten begonnen. Erst einmal mit vielen Fragen,
die ich mir gestellt habe, gerade im Bezug auf meinen Vater, der 1999 gestorben
ist: Wie viel von ihm hab ich in mir? Was war er für ein Mensch?
Darauf konnte ich alleine keine Antworten finden, so habe ich mich an meine
Mutter gewandt. Leider waren die Gespräche auch nicht so ergiebig,
weil meine Mama ja nur von 1967 bis 1972 ihm zusammen war – Dann
haben sich die beiden getrennt. Danach gab es viele weiße Flecken auf
der Landkarte im Leben meines Vaters. Nachdem ich ihn dann nicht mehr selbst
fragen konnte, kam der Entschluss, die Familie zu suchen. Als ich sie gefunden
habe, bin ich nach Ghana gereist. Während der Reise entstand der Wunsch,
alles niederzuschreiben, weil ich doch gemerkt habe, dass, auch wenn die Thematik
mit dem Afrikahintergrund nicht so viele betrifft, die Thematik ohne ein
Elternteil aufzuwachsen, aufgrund von Trennung, oder Scheidung, das diese Last
doch von vielen getragen wird...weiterlesen
Volker Klöpsch

"Einen Text „zu knacken“ ist einfach spannend."
Interview mit Volker Klöpsch vom 19.10.2009
Booksection: Was war der Anlass für Sie sich an die
Übersetzung „Sunzi -Die Kunst des Krieges“ zu wagen?
Volker Klöpsch: Ehrlich gesagt, war es eine Anfrage des
Verlages. Das macht es für den Übersetzer einfacher, als wenn er mit
einem Text hausieren gehen muss. Es war sehr schwer, als es noch keine Buchmesse
gab, etwas mit dem Thema „chinesische Texte“ an den Verlag zu bringen.
In diesem Fall war es aber in der Tat das Interesse des Verlages, den Text neu
zu übersetzen...weiterlesen
Sebastian Koch

"Dieser Roman ist ein Geschenk, eine Glanzleistung von Jack London"
Interview mit Sebastian Koch vom 20.10.2009
Booksection: Muss man als Schauspieler an seiner eigenen
dunklen Seite rühren, um eine Figur wie Wolf Larsen glaubwürdig verkörpern
zu können, oder hilft einem hier die Schauspieltechnik?
Sebastian Koch: Das ist wie mit dem berühmten Mörder,
den man auch spielen kann ohne selbst zu morden. Ich versuche den Menschen,
den ich spiele zu begreifen und zu verstehen. Wenn ich das Wesentliche begreife,
was ihn treibt, dann kann ich ihn meistens auch spielen und die äußere
Haltung kommt automatisch. Ich weiß dann wohin es geht. Das Begreifen
ist eine Auseinandersetzung, die im Vorfeld stattfindet. Ich überlege,
was diesen Mann ausmacht...weiterlesen
Lea Korte

"Ich habe große Achtung vor den wissenschaftlichen und künstlerischen
Errungenschaften der Mauren."
Interview mit Lea Korte vom 03.06.2010
Booksection.de: „Die Maurin“ ist Ihr zweiter
historischer Roman und erzählt von den Wirren der Reconquista und dem erbitterten
Kampf der Mauren um ihre letzten Gebiete in Spanien. Ist der Wunsch, ein Stück
spanischer Geschichte zu erzählen, entstanden, weil Sie selbst dort leben?
Lea Korte: Das spielt zum Teil sicher eine Rolle, denn ansonsten
wäre ich mit dieser ebenso faszinierenden wie spannenden Historie vielleicht
nie in Berührung gekommen! In der Schule lernt man ja vorwiegend die Geschichte
des eigenen Landes – weswegen wir von den anderen europäischen Ländern
meist nur wenig wissen. Das war natürlich auch ein besonderer Reiz bei
diesem Roman – einmal etwas zu erzählen, was noch nicht (so oft)
erzählt worden ist...weiterlesen
Derek Landy

"Mit einem überraschenden Cliffhanger zu enden, ist eine tolle Art Leser zu quälen!"
Interview mit Derek Landy vom 09.09.2009
Booksection: Booksection: Mr. Landy, vielen Dank für
Ihre Zeit! Wir haben gelesen, Sie hätten von einem lebendigen Skelett geträumt
und daraufhin sei die Idee zu einer Bücherreihe geboren. Ist das wahr?
Derek Landy: Ach, ich wünschte, es wäre wirklich
so poetisch gewesen. Tatsächlich stand ich in meinem Hotelzimmer in London
und der Name SKULDUGGERY PLEASANT kam mir in den Sinn. Ich weiß nicht
warum oder wie oder an was ich zuvor dachte, aber der Name kam und er beschreibt
die Figur so perfekt, dass ich kurzerhand zu schreiben begann…!...weiterlesen
Jason Lethcoe

"In gewisser Weise bin ich nie erwachsen geworden."
Interview mit Jason Lethcoe vom 15.12.2010
Booksection.de: Du hast in den vergangenen Jahren viele Jugendbücher
geschrieben. Wenn viele Kids mit Deinen Geschichten aufwachsen, spürt man
da als Autor ein gewisses Maß an Verantwortung? Auch wegen der vielen
dunklen Szenen, die für diese Art Geschichten sicherlich nicht unwichtig
sind.
Jason Lethcoe: Wenn ich schreibe, schreibe ich die Art Bücher,
die ich selbst gern in einem Buchladen finden würde... diese Art Bücher,
die mein inneres Kind ansprechen. In gewisser Weise bin ich nie erwachsen geworden.
Einer meiner Lieblingsautoren ist Michael Ende. Seine Bücher fangen die
Wunder der Kindheit perfekt ein. Das Lesen von „Die unendliche Geschichte“
und „Momo“ haben mein Leben verändert. Ja, ich spüre eine
gewisse Verantwortung für beide Seiten. Für mich und für den
Leser. Ich biete den Kids eine solide Geschichte und Figuren, die sie an einen
Ort mitnehmen, der neu und ideenreich ist. Dunkle Szenen sind da nötig.
Man muss das Dunkle verstehen. Es bringt uns weiter und lässt uns das Licht
finden. Meine Hoffnung ist, meinen Lesern den Mut zu verleihen, sich ihren Ängsten
zu stellen – egal ob sie real oder irreal sind. Ein Hauptmerkmal meiner
Arbeit ist, dass das Gute immer triumphiert, es aber enorme innere Kraft bedeutet,
sich seinen Ängsten zu stellen....weiterlesen
Hilke Lorenz

"Deutsche durften keine Opfer sein."
Interview mit Hilke Lorenz vom 20.10.2009
Booksection: Welche Motivation hatten Sie, dieses Buch zu
schreiben, wie entstand die Idee zu einem solchen Projekt?
Hilke Lorenz: Als ich vor sechs Jahren „Kriegskinder“
geschrieben habe, habe ich mich schon damit beschäftigt, wie sich Krieg
mit all seinen Auswüchsen, also mit Gewalterfahrung, Heimatverlust, verunsicherten
Eltern, Angst, auf das Leben von Kindern und Erwachsenen auswirkt. Als ich mich
dann im zweiten Schritt intensiv mit dem Komplex Flucht und Vertreibung beschäftigt
habe, war mir klar, dass man das als Angehörige der nächsten Generation
nicht einfach so beschreiben kann und habe mich gefragt, wie ich selber als
Kind von Vertriebenen in meinem Leben und meiner Sozialisation gemerkt habe,
dass ich keine Schwäbin bin. Als ich mich auf diese Spurensuche begeben
und in meiner eigenen Erinnerung gekramt habe, ist mir natürlich ganz viel
aufgefallen, was ich im Moment des Erlebens nicht richtig registriert habe.
Ich war ein Paradebeispiel...weiterlesen
Sergej Lukianenko

"Mit dem Anton des Films bin ich ganz und gar nicht einverstanden!"
Interview mit Sergej Lukianenko vom 12.10.2007
Booksection.de: „Wächter der Nacht“ und
„Wächter des Tages“ haben nun beide ihren Weg in die
Kinos gefunden. Sind Sie denn mit den Verfilmungen zufrieden?
Sergej Lukianenko: Ich wollte eigentlich, dass die Filme weitaus
mehr den Büchern entsprechen. Als wir angefangen haben zu drehen, haben
wir jedoch festgestellt, dass sich die Geschichte und die Technik des Films
mit den Büchern nicht vereinbaren lässt. Jetzt kann ich eigentlich
sagen, dass es in den Filmen eine andere Geschichte ist, die erzählt wird.
Mit den Büchern verbindet sie eigentlich nur der Anfang...weiterlesen
Christoph Marzi

"Ich verdanke dem Cover außerordentlich viel!"
Interview mit Christoph Marzi vom 11.10.2007
Booksection.de: Neil Gaiman erschuf eine Stadt unter der
Stadt in seinem Buch „Niemalsland“. In „Lycidas“ verwenden
sie ebenfalls diese Idee. War dieser „Diebstahl“ gewollt?
Christoph Marzi: Ich wollte schon immer etwas über London
und die U-Bahn schreiben. Ich war selbst auch dort und habe schon vor Jahren
etwas in dieser Richtung ausgearbeitet. Dann bin ich an einem Bahnhofskiosk
auf „Neverwhere“ gestoßen, das war noch vor der deutschen
Übersetzung. Ich habe es gelesen und gedacht „Shit, das gibt’s
schon!“ Daraufhin hab ich das Konzept dann wieder beiseite gelegt. Einige
Zeit später wollte etwas für meine Tochter schreiben – etwas
über "Elfen in der Großstadt". Das ist dann irgendwann
mit der anderen Idee, die ich beiseite gelegt hatte, kollidiert. Ich habe mir
natürlich Gedanken gemacht: „Soll ich es jetzt machen oder soll ich
das Konzept komplett verwerfen?“ Am Ende habe ich mich dafür entschieden,
die Geschichte zu schreiben, weil sie sich vom Setting, der Sprache und der
Ausarbeitung schon stark von Gaimans Unter-London abhebt....weiterlesen

"Was mir im Gedächtnis bleibt, wird irgendwann lebendig."
Interview mit Christoph Marzi vom 17.10.2008
Booksection: Der Erfolg von „Lycidas“ hat Sie bekannt gemacht. Mit „Fabula“ und der „Malfuria“-Trilogie haben Sie sich nun von der Uralten Metropole gelöst. Wie ist es ein solches vertrautes Erzählthema zu verlassen?
Christoph Marzi: Es war ja nicht wirklich ein echter Abschied.
Ich habe mir schon früher überlegt irgendwann einmal wieder in die
uralte Metropole zurückzukehren. Die beiden nachfolgenden Projekte waren
eben mal etwas völlig anders und genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt
schreiben wollte. „Fabula“ ist definitiv mein Lieblingsbuch –
oder das Buch, das mir am meisten am Herzen liegt (dicht gefolgt von „Nimmermehr“,
der titelgebenden Geschichte in meinem Kurzgeschichtenband). Und zu „Malfuria“
- ich wollte nach „Lumen“ fort von diesem winterlichen London und
in eine Welt eintauchen, die komplett erfunden war. Mit meiner Familie verweile
ich des öfteren in Spanien und da wir Ibiza mögen, ist „Malfuria“
geboren worden...weiterlesen

"Der Rest entwickelt sich dann von fast allein."
Interview mit Christoph Marzi vom 23.10.2009
Booksection: Im Nachwort verrätst Du, dass der Film
„Mary Poppins“ eine Inspirationsquelle für HEAVEN – STADT
DER FEEN war. Gab es noch weitere?
Christoph Marzi: Schon als Kind hat mich die Szene, in der
Julie Andrews, Dick van Dyke und die Kinder über den Dächern von London
herumwandern, fasziniert. Insofern war nur dieses Bild (und das Lied dazu) eine
Quelle der Inspiration – und weniger das, was in dem Film geschieht. Darüber
hinaus waren die Songs von Glasvegas, Yamit Mamo und The Divine Comedy überaus
wichtig, weil sich in ihnen die Atmosphäre widerspiegelt, die mir für
die Geschichte vorschwebte. Die Musik ist mir immer sehr wichtig, um in eine
Geschichte einzutauchen....weiterlesen

"Der erste Satz kommt zuerst, meist sogar lange vor dem Rest des Romans. Ich beginne nie, solange dieser Satz nicht existiert."
Interview mit Christoph Marzi vom 11.12.2011
Booksection.de: Dein neues Buch spielt erneut in London. Was fasziniert Dich so an dieser Stadt, dass Du immer wieder Geschichten dort ansiedelst?
Christoph Marzi: London ist für mich der Inbegriff eines modernen Märchenwalds. Als Kind habe ich sehr viele Geschichten über diese Stadt gelesen, mit Charles Dickens fing es an, und diese Faszination des Mysteriösen hat mich nie mehr verlassen. Darüber hinaus mag ich die englische Sprache und die englische Kultur sehr gerne – das alles hat wohl damit zu tun, dass ich in meinen Geschichten oft dorthin zurückkehre....weiterlesen
Kai Meyer

"Ich muss an den Ort in meinem Kopf glauben können."
Interview mit Kai Meyer vom 17.02.2010
Booksection: Ihr neustes Werk ARKADIEN ERWACHT spielt in Sizilien
und lässt einen Mythos neu aufleben. Wie haben Sie sich mit der Mythologie
um diesen Ort auseinandergesetzt, wie recherchiert?
Kai Meyer: Ich bin nach Sizilien geflogen und mit einem Mietwagen
kreuz und quer über die Insel gefahren. Einmal rundum, und dann diverse
Strecken durchs Inland, wobei es mir bei solchen Reisen immer darum geht, einen
Gesamteindruck zu bekommen. Natürlich kann kein Mensch in einer Woche Sizilien
und seine Bewohner wirklich kennen lernen. Es reicht mir, wenn in mir ein rundes
Bild entsteht, das in sich schlüssig ist, nicht allzu sehr mit der Wirklichkeit
kollidiert und sich glaubhaft an die Leser vermitteln lässt. Ich muss an
den Ort in meinem Kopf glauben können und muss auch ein Bild von dem haben,
was abseits der Wege liegt, die von den Charakteren im Roman benutzt werden
– ob dieses Bild hunderprozentig real ist, spielt eigentlich gar keine
Rolle, so lange die Atmosphäre des Ortes gewahrt bleibt. Der Leser muss
von dem Sizilien im Buch überzeugt sein, so wie der Zuschauer eines Films
glauben muss, dass James Bond tatsächlich gerade in einem Restaurant auf
Jamaica sitzt und nicht in einer Kulisse in einer englischen Studiohalle.
Mit dem Mythos der Arkadischen Dynastien, den ich für die Bücher entwickelt
habe, verhält es sich ganz ähnlich: Ich flechte gerade genug überlieferte
Mythologie mit ein, dass auch der Rest, den ich frei erfunden habe, glaubwürdig
wird...weiterlesen
Anthony McCarten

"Das erste Mal vergißt Du nie!"
Interview mit Anthony McCarten vom 11.10.2007
Booksection.de: “Superhero” ist eine Geschichte
über einen vierzehnjährigen Jungen, der bald sterben wird. Im ersten
Moment eine sehr traurige Geschichte, doch als Leser merkt man schnell, dass
sie auch sehr witzig ist. Wie haben Sie es geschafft diese Balance so gut zu
halten?
Anthony McCarten: Bei „Superhero“ handelt es sich
um eine Geschichte, die herausfinden soll, was wichtig im Leben ist. Weil der
Junge bald sterben wird, hat er keine Zeit zu verlieren. Er trifft schnell Entscheidungen,
für die manche von uns ein ganzes Leben brauchen. Donald geht eine schnelle
Entwicklung durch: Von einem kleinen Jungen, der viele Träume hat, zu jemand,
der diese Träume realisiert hat...weiterlesen

"Als Autor halte ich zwei Hände an die Tatstatur - und das
jeden Tag. Das ist auch ein extremer Durchhaltewettbewerb."
Interview mit Anthony McCarten vom 30.11.2009
Booksection: Haben Sie ihren typischen Leser vor Augen, während
Sie an einem Roman schreiben?
Anthony McCarten: Ich weiß, dass die meisten meiner Leser
Frauen sind. Das wurde mir von meinem Verleger gesagt. Dennoch schreibe ich
meine Bücher nicht für bestimmte Personen, sondern nur nach meinem
eigenen Geschmack und über Themen, die mich selbst interessieren. Ich glaube
die Liebesgeschichten in meinen Romanen sprechen im Allgemeinen eher Frauen
anstatt Männer an. Es gibt in meinen Romanen eben keine Menschen, die mit
dem Auto durch die Gegen fahren und Atombomben aus dem Fenster werfen –
oder so ähnlich. (lacht) Frauen sind eher an emotionalen Geschichten interessiert,
auf jeden Fall mehr als Männer, und solche Geschichten lassen sich in meinen
Büchern durchaus sehr häufig finden...weiterlesen

"Ich schreibe zu Beginn immer aus dem Standpunkt eines Unwissenden! "
Interview mit Anthony McCarten vom 14.10.2012
Booksection.de: Neuseeland ist in diesem Jahr Gastland auf der Buchmesse in Frankfurt. Bist du stolz darauf, ein Vertreter dieses Ereignisses zu sein?
Anthony McCarten: Absolut, es ist eine tolle Möglichkeit für das weit entfernte Neuseeland, mit weltweiten Kulturen in Kontakt zu kommen. Und vor allem für neue Stimmen, um gehört zu werden.
Booksection.de: Kennst du deine neuseeländischen Kollegen, die hier in Frankfurt vertreten sind?...weiterlesen
Patrick Ness & Jim Kay

"Der beste Weg, ein Buch zu schreiben, egal welches, ist, so zu tun, als würde es niemand lesen."
Interview mit Patrick Ness & Jim Kay vom 14.10.2012
Booksection.de: Die Idee zu “Sieben Minuten nach Mitternacht“ stammt ursprünglich von der britischen Schriftstellerin Siobhan Dowd, die 2007 ihrem schweren Krebsleiden erlag. War es da schwierig dem Druck standzuhalten, eine Geschichte zu schreiben, deren Idee jemand hatte, der nicht mehr da ist?
Patrick Ness: Ich dachte über etwas anderes nach. Ich war besorgt, dass die Geschichte nicht eigenständig wachsen konnte, weil ich daran glaube, dass eine Geschichte nur dann eine Chance hat, wirklich gut zu werden. Aber ihre Geschichte war so stark und lebendig, dass ich begann, Ideen zu entwickeln, die sich fast unverzüglich verselbständigten. Und dann weißt du, wie eine Geschichte Leben und Dynamik bekommt. Für mich stellte sich die Frage nicht, hauptsächlich, weil ihre Idee an sich schon so gut war. Es fühlte sich eher wie ein lustiges Spiel an, das wir spielten. ...weiterlesen
Garth Nix

"Ich erwarte grundsätzlich gar nichts, wenn ich beginne, ein Buch zu schreiben!"
Interview mit Garth Nix vom 01.05.2009
Booksection:
Wie kamen Sie auf die Idee zu Ihrer Fantasybuchreihe “Die
Schlüssel zum Königreich”?
Garth Nix: Die meisten meiner Bücher beginnen
mit einem einzelnen Bild, ähnlich der Szene eines Films. Von
hier starte ich schrittweise aus diesem Bild: Wo ist das und wer ist
in dem Bild zu sehen usw. Ich war gerade mit etwas anderem beschäftigt,
als mir diese sieben Namen in den Sinn kamen: „Herr Montag,
Grimmiger Dienstag, Kalter Mittwoch, Herr Donnerstag, Lady Freitag,
Mächtiger Samstag, Lord Sonntag“. Ich wusste nicht, wer
sie sind, oder für was diese Namen standen, aber im Laufe des
darauf folgenden Jahres, arbeitete ich die Idee aus, dass diese Namen
für die Treuhänder des Architekten des Universums stehen
und entwickelte die Geschichte von dort an weiter...weiterlesen
Ingrid Noll

"Es ist ein Märchen."
Interview mit Ingrid Noll vom 17.10.2008
Booksection: Frau Noll, hätten Sie sich, als Sie damals Ihr erstes Buch „Der Hahn ist tot“ zum Verlag geschickt haben, ausgemalt, welch großen Erfolg Sie mit Ihren Büchern haben würden?
Ingrid Noll: Nein, und ich staune immer noch darüber! Ich bin stets aufs Neue darüber verwundert, dass es so viele Leute gibt, die gern lesen, was ich geschrieben habe.
Booksection: Sie haben Ihr erstes Buch nur an den Diogenes-Verlag geschickt, der es prompt annahm und Ihnen versicherte, dass er auch an weiteren Ihrer Manuskripte interessiert sei. Das ist ja fast schon filmreif, oder?
Ingrid Noll: Ja, es ist ein Märchen, aber es stimmt. (lacht) Ich muss aber dazu sagen, dass auch viel Glück im Spiel war. Mein Manuskript fiel damals einer Frau in die Hände, der es gut gefiel. Sie hat mich gleich angerufen und gesagt, ich solle es vorläufig nicht irgendwo anders hinschicken. Der Verleger müsse es zuerst lesen und danach selbst entscheiden – das ist noch die gute alte Art, dass nur der Verleger bei unbekannten Autoren ein Urteil fällt. Es hätte aber auch passieren können, dass mein Manuskript in die Hände einer Lektorin geraten wäre, deren Geschmack ich nicht getroffen hätte. Und dann hätte man es wieder zurück geschickt...weiterlesen
Jenny-Mai Nuyen

"Die Angst missverstanden zu werden ist wahnsinnig groß"
Interview mit Jenny-Mai Nuyen vom 16.10.2008
Booksection: In Deinem neuen Buch, „Rabenmond“ gibt es weder Widmung, noch Danksagung. Warum?
Jenny-Mai Nuyen: Leider, leider hatte ich wenig Zeit am Ende des Buches. Ich hab wirklich gerade so den letzten Punkt geschafft. Es tut mir auch wahnsinnig leid, weil ich mich normalerweise freue, wenn ich noch eine Danksagung reinschieben kann.
Booksection: Bereits „Nocturna“ war kein dünnes Buch und auch „Rabenmond“ hätte durchaus ein Mehrteiler werden können. Warum schreibst Du, entgegen dem Trend einer Trilogie, nur abgeschlossene Geschichten?
Jenny-Mai Nuyen: Ich mag es, Dinge zu Ende zu bringen. Ich habe eigentlich nichts gegen Mehrteiler, ich denke nur, es muss zur Geschichte passen. Wenn man eine Geschichte gut aufteilen kann, wenn jeder Teil in sich geschlossen ist und der Spannungsbogen stimmt, dann ist das gut. Aber einfach nur eine Geschichte in der Mitte durchzuhacken, um zu sagen: „Jetzt machen wir drei dicke Bücher draus, das verkauft sich besser!“, finde ich nicht gut...weiterlesen

"Man schreibt ja immer über die Dinge, die einen beschäftigen"
Interview mit Jenny-Mai Nuyen vom 22.09.2009
Booksection: Was hat sich zwischen Deinem ersten Buch „Nijura“
und Deinem neusten, dem ersten Teil Deiner Trilogie „Die Sturmjäger
von Aradon - Feenlicht“ in Deinem Leben verändert?
Jenny-Mai Nuyen: Alles natürlich! Ich glaube meine Bücher haben sich
so verändert, wie auch ich mich verändert habe, wobei man das natürlich
nur schwer beobachten kann, man sieht das ja immer erst rückblickend in
ein paar Jahren.
Booksection: Deine Geschichten sind also mit Dir gewachsen?
Jenny-Mai Nuyen: Schon, ja. Auf jeden Fall sprachlich und auch von den Themen,
die mich interessieren. Bisher habe ich immer geschrieben, was mich gerade selbst
beschäftigt hat, daher müssten die Bücher auch eine Entwicklung
widerspiegeln...weiterlesen
Christopher Paolini

"Am meisten vermisse ich Saphira."
Interview mit Christopher Paolini vom 01.05.2012
Booksection.de: Es liegt eine langer Weg hinter dir, der nun zu Ende geht. Wie ist das Leben ohne Eragon?
Christopher Paolini: Das Leben ist gut, aber natürlich bin ich ein bisschen traurig, dass ich der Buchreihe auf Wiedersehen sagen muss. Ich vermisse die Welt und ihre Figuren, aber gleichzeitig ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Geschichte endlich zu ihrem Ende gebracht wurde. Es ist jetzt sehr aufregend, endlich an neue Projekte denken zu können....weiterlesen
Dr. Carmen Paul

"Niemand in meinem Umfeld bleibt gänzlich von meiner Passion verschont."
Interview mit Dr. Carmen Paul vom 11.12.2011
Booksection.de Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie sich mit Sinologie beschäftigen? Gab es ein einschlägiges Ereignis, das die Initialzündung war?
Carmen Paul: Sprachen, Politik und Geschichte haben mich schon seit meiner Schulzeit interessiert. Als ich dann eine Berufswahl treffen musste, fiel mir die Totenrede von C.G.Jung auf den berühmten Chinakenner Richard Wilhelm in die Hände. Die Metapher "Initialzündung" in Ihrer Frage beschreibt ganz gut, was dann mit mir geschah: Ich wusste blitzartig, dass ich meinen Beruf gefunden hatte. Die Intuition hat nicht getrogen, ich habe mir in den vergangenen Jahren nie einen anderen Beruf vorstellen können....weiterlesen
Michael Peinkofer

"Wir neigen in Deutschland dazu Schubladen aufzumachen und die Leute da rein zu packen."
Interview mit Michael Peinkofer vom 17.10.2008
Booksection: In der Vorbereitung zu diesem Gespräch habe ich habe ich gelesen, dass Sie lange Zeit Ihre Bücher unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlich haben. Ist es einfacher unter einem Pseudonym zu veröffentlichen als unter dem eigenen Namen?
Michael Peinkofer: Nein, eigentlich nicht. Das Pseudonym erleichtert
es zwar in den Markt rein zu kommen, in so fern ist es einfacher, aber man identifiziert
sich mit der Zeit ja auch damit. Insofern, wenn da harsche Kritik kommt –
sprich, der kann nicht schreiben - dann trifft einen das genauso hart, wie wenn
man etwas unter dem eigenen Namen veröffentlicht hat. Insofern ist die
Verantwortung, die man dem Namen gegenüber hat dieselbe. Egal ob es der
eigene ist oder ob es sich um ein Pseudonym handelt...weiterlesen

"Die Charaktere dürfen auch zuweilen „Scheiße“
sagen."
Interview mit Michael Peinkofer vom 27.10.2009
Booksection: In Ihrer „Ork-Trilogie“ kommen die Zauberer
nicht gerade gut weg und haben auch nur einen kleinen Part. Gehen Sie daher
in der Zeit von Erdwelt zurück, um dieses Bild gerade zurücken?
Michael Peinkofer: Es ist schon so, dass man im Laufen von
den drei „Ork“-Bänden relativ viel von den Zauberern erfahren
hat, aber immer nur andeutungsweise. Während der Arbeit an den „Orks“
ist der Wunsch entstanden die Vorgeschichte zu erzählen. Deswegen habe
ich mir als nächstes die Geschichte des großen Krieges vorgenommen
und hier spielen die Zauberer eine tragende Rolle. Das hat sich aus der Handlung,
dem Inhalt heraus entwickelt...weiterlesen

"Wenn man die Ork-Trilogie kennt, weiß man ja, dass es nicht besonders
gut enden wird."
Interview mit Michael Peinkofer vom 23.03.2010
Booksection: Die Zauberer sind ein doch recht elitärer
Kreis, der bei näherer Betrachtung aber auch seine Probleme und Untiefen
hat. Hat es Spaß gemacht einmal nicht nur über Blutbier, Maden und
Fäulnisgeruch zu schreiben?
Michael Peinkofer: Bei den Elfen ist es tatsächlich ja
fast immer umgekehrt (lacht). Die Zauberer sind bis auf eine Ausnahme, von der
wir jetzt wissen, alles Elfen. Sie sind also wirklich eine sehr elitäre,
in meiner Variante auch recht arrogant anmutende Rasse. Es macht natürlich
Spaß, sie dann in Situationen zu bringen, wo sie sich ihrer nicht mehr
ganz so sicher sind. Wo sie ein klein wenig gedemütigt werden. Gerade bei
der Figur des „Aldur“…...weiterlesen

"Ich sehe es immer ein wenig wie bei Hitchcock. Du weißt, es wird
etwas passieren, aber du weißt nicht, wie es passieren wird."
Interview mit Michael Peinkofer vom 19.10.2010
Booksection.de: Mit „Die Zauberer.
Das dunkle Feuer“ schließt Du Deine Zauberer-Trilogie ab. Überwiegt
nun Wehmut, dass es zu Ende ist oder doch eher Erleichterung?
Michael Peinkofer: Es ist immer eine Mischung aus beiden. Die Figuren wachsen
einem natürlich ans Herz und man tut sich schon schwer loszulassen. Andererseits,
solang man eine Trilogie schreibt, begleiten sie einen die ganze Zeit. Nach
dem ersten Band, nach dem zweiten Band trägt man sie im Hinterkopf immer
noch mit sich herum, weil man ja weiß, dass noch etwas kommt. Wenn es
dann wirklich soweit ist, und man den letzten Band schreiben kann, ist trotz
diesem Wehmut auch große Erleichterung dabei, weil man weiß, dass
man die Figuren nun auch loslassen und etwas Neues beginnen kann. Es überwiegt
von daher die Erleichterung. ...weiterlesen
Minh-Khai Phan-Thi

"Ich find Deutschland gut!"
Interview mit Minh-Khai Phan-Thi vom 12.10.2007
Booksection: In
Ihrem Buch „Zuhause sein“ verarbeiten Sie sehr persönliche
Dinge. Was hat Sie denn dazu bewogen, diese Geschichte aufzuschreiben
und zu veröffentlichen?
Minh-Khai
Phan-Thi: Ich habe ja einen Dokumentarfilm
gedreht, „Vietnam: Ein Land und kein Krieg“. Da konnte
ich nur einen Ausschnitt Vietnams zeigen, als das, was ich gerne
erzählen wollte. Das Thema hat mich beschäftigt, seit ich
klein bin. Wenn mich Leute fragen: „Woher kommst Du?“ (Ich
mag diese Frage gar nicht!!) sag ich immer: „Aus Darmstadt!
Also ich bin ä Hess!“ Dann sagen die Leute immer: „Nein,
so sehen Sie gar nicht aus.“ Dann fragen sie halt „Woher
kommen Deine Eltern?“ Dann sag ich immer: „Frag das doch
gleich!“ Und wenn ich dann sage „Vietnam!“ sagen
immer alle: „Oh ja, der Vietnam-Krieg.“ Für mich
ist und war Vietnam nicht immer nur Krieg. Das war also der erste
Anstoß dieses Buch zu schreiben....weiterlesen
Tom Rachman

"In Momenten der Anspannung und des Drucks zeigt man, welche Art
von Mensch man ist."
Interview mit Tom Rachman vom 14.10.2010
Booksection.de: Nach Ihrem Studium haben Sie als Journalist
gearbeitet. Hatten Sie schon immer den Wunsch einen Roman zu schreiben oder
ist dieser Wunsch mit der Zeit entstanden?
Tom Rachman: Nein, das war etwas, was ich schon immer tun wollte.
Ich bin zum Journalist geworden mit dem Ziel, Autor zu werden und ich hoffte,
dass der Journalismus mir die Möglichkeit geben würde, die Welt zu
sehen und interessante Menschen kennen zu lernen und dass mir das vielleicht
eine Inspiration für Geschichten liefern würde. Es war also schon
immer mein Traum und wenn ich „immer“ sage, meine ich so ab Anfang
20, wobei ich davor wiederum eigentlich Filmemacher werden wollte. Doch während
ich an der Universität in Toronto Filmwissenschaften studierte, änderte
ich meine Meinung dahingehend, dass ich doch lieber schreiben wollte...weiterlesen
Brigitte Riebe

"Das Gleichzeitige des Ungleichzeitigen - das ist für mich ein großes
Faszinosum an Hildegard!"
Interview mit Brigitte Riebe vom 09.04.2010
Booksection: Ihr neuester Roman „Die Prophetin vom Rhein“
beschäftigt sich mit Hildegard von Bingen. Was fasziniert Sie an dieser
historischen Persönlichkeit?
Brigitte Riebe: Alles! „Und tausend Jahre sind für
sie wie ein Tag“ – dieses Motto passt für Hildegard von Bingen
bestens. Sie war Visionärin, Naturwissenschaftlerin, Politikerin, Komponistin,
Managerin eines, später sogar zweier Klöster, erfüllt von enormer
Willenskraft und tiefer Frömmigkeit, die sich in sehr eigenen Bildern und
Visionen ausgedrückt hat. Kein liebes „Kräuterweiblein“,
wie es uns die Eso-Welle so gern weismachen möchte, sondern eine Persönlichkeit
mit vielen Ecken und Kanten, die anderen auch unbequeme Dinge direkt auf den
Kopf zusagen konnte – auch, wenn es Erzbischöfe, Päpste oder
der Kaiser war. Manches in ihren Schriften – über die menschliche
Sexualität zum Beispiel – mutet sehr frei, fast modern an- und doch
ist sie ein Kind ihrer Zeit, das u.a. die Kreuzzüge leidenschaftlich befürwortete
und in ihrem Kampf gegen die Ketzersekte der Katharer vor nichts zurückschreckte.
Das Gleichzeitige des Ungleichzeitigen – das ist für mich ein großes
Faszinosum an Hildegard...weiterlesen
Jörg Rohleder

"Ich komme daher, wo die Fahrspuren einspurig, die Nummernschilder zweistellig
und die Telefonnummern dreiziffrig sind – das ist Vorstadt!"
Interview mit Jörg Rohleder vom 15.10.2010
Booksection.de: Wundert es dich ein wenig, dass dir nun eine
Frau gegenüber sitzt, die dein Buch gelesen hat?
Jörg Rohleder: Nein, überhaupt nicht. Ich wollte
nicht explizit ein Jungsbuch schreiben, aber „Lokalhelden“ ist eben
ein Coming-of-Age-Roman aus männlicher Sicht. Wenn ich über das Erwachsenwerden
eines männlichen Protagonisten schreibe, dann kommen eben eher Jungsthemen
drin vor. Naturgemäß interessieren sich also auch Frauen dafür.
(lacht)
Booksection.de: Wen soll dein Buch ansprechen?
Jörg Rohleder: Die Zielgruppe sind Leute, die jetzt jung
sind oder Leute, die in den 90er Jahren jung waren und sich jetzt wieder an
ihre Jugend erinnern wollen. Ich glaub, das schafft dieses Buch. Ich glaube
auch, dass der Ort relativ egal ist. Echterdingen steht stellvertretend für
irgendeine Vorstadt – das könnte auch bei Hamburg oder Köln
sein. Ich glaube fast, dass jeder diese Jugend in der Vorstadt kennt: Man sitzt
im Bus, fährt irgendwo hin, geht auf eine schlechte Party, aber es ist
eben die Einzige, die ist... "Lokalhelden" funktioniert universell
für die Westdeutsche Jugend. Wie es im Osten lief, kann man wunderbar in
"Als wir träumten" nachlesen...weiterlesen
Rafik Schami

"Eine Brücke kann auch sehr müde werden."
Interview mit Rafik Schami vom 17.10.2008
Booksection: Die „Neue Züricher Zeitung“ hat Sie einmal als „Brückenbauer zwischen den Welten“ bezeichnet. Wie sehen Sie selber das?
Rafik Schami: Das ist nur bedingt ein schönes Bild, denn manchmal kann eine Brücke auch sehr müde werden. Natürlich ist es auch schön, denn eine Brücke verbindet ja zwei Seiten, gehört also auch zu beiden Seiten. Aber manchmal bin ich schon sehr müde über dieser Aufgabe, sogar auch verzweifelt. Natürlich freue ich mich, wenn Leute mir sagen, dass sie jetzt erst wissen, wie schön Damaskus ist und beschlossen haben, dort hin zu fahren. Oft können sie vieles viel besser verstehen und erkennen, warum die Dinge dort sind, wie sie sind...weiterlesen
Philipp Schepmann

"Nach der Bibel gibt es da nichts mehr!"
Interview mit Philipp Schepmann vom 15.10.2008
Booksection: Bei der Vorbereitung zu diesem Interview habe ich gelesen, dass zwei Ihrer großen Hörbuchprojekte die Geschichten aus den Chroniken von Narnia sind und das andere Bibelgeschichten.
Philipp Schepman: (lächelt) Nicht nur Bibelgeschichten, sondern sogar die ganze Bibel.
Booksection: Sind beide Projekte Herzensprojekte? Oder kamen Sie eher zufällig dazu?
Philipp Schepman: Es sind beides wirklich Herzensprojekte. Ich bin selber sehr gläubig und wir hatten früher einen Bibelkreis, oder auch Hauskreis daheim. Auf einer Heimfahrt von Düsseldorf habe ich „Harry Potter“ gehört und bin dann direkt in den Hauskreis reingeschneit und meinte, so etwas Tolles müsste es auch im christlichen Bereich geben. Ein Lehrerehepaar, das auch da war, meinte dann sofort, dass es das doch gibt und zwar „Die Chroniken von Narnia“ und ich solle mir das mal ansehen. Bis dahin kannte ich die Narnia-Geschichten noch gar nicht. Ich habe dann alle Teile gelesen und als wir das nächste Mal darüber sprachen, meinten sie, ich könne das doch als Hörbuch aufnehmen. Ich meinte dann, dass das ja wohl nicht so einfach läuft. Man braucht ja einen Verlag für die Vermarktung. Nur im stillen Kämmerlein bringt das ja nichts. „Ruf doch da einfach mal an“, meinten sie dann...weiterlesen
Petra Schier

"Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst eine Doktorarbeit zu schreiben."
Interview mit Petra Schier vom 01.04.2009
Booksection: Sie haben Geschichte und Literatur studiert.
Da liegt es nahe, sich bei den historischen Romanen anzusiedeln. Doch
auch im Bereich der Kinderliteratur und Weihnachtsgeschichten sind
Sie schriftstellerisch tätig. Wie kommt es zu dieser Mischung?
Ist es nicht schwierig zwischen den verschiedenen Genres zu wechseln?
Petra Schier: Auf die Idee mit den Weihnachtsromanen
hat mein Agent mich gebracht, der zusammen mit dem Verlag Rütten
& Loening jemanden suchte, der gerne Weihnachtsgeschichten mit
Hunden schreiben wollte. Da ich sowohl Weihnachten als auch Hunde
liebe, war ich sofort von dieser Idee angetan und schreibe dieses
Jahr nun schon den dritten Weihnachts-Hunderoman. Zu den Kinderbüchern
bin ich über meine Lektoratstätigkeit für den Verlag
Eifelkrone Musik & Buch gekommen. Dort arbeitet man schon lange
sehr erfolgreich mit großen Verlagen in der Manuskripterstellung
zusammen. Ich habe es ausprobiert und festgestellt, dass mir das Schreiben
dieser Kinder-(Bilder-)Bücher Spaß macht.
Gleichzeitig kann ich allerdings nicht in den verschiedenen Genres
schreiben. Es ist nämlich anstrengend, zwischen den unterschiedlichen
Anforderungen, die jedes Genre stellt, hin und her zu schalten. Doch
angenehm empfinde ich es, die verschiedenartigen Projekte nacheinander
anzugehen – immer im Wechsel. So bleiben Ermüdungserscheinungen
in einem einzelnen Genre aus...weiterlesen

"Ich möchte auf keinen Fall irgendeinen „Einheitsbrei“
verfassen."
Interview mit Petra Schier vom 29.04.2010
Booksection.de: Im April 2010 ist Ihr neuester historischer
Roman „Der gläserne Schrein“ erschienen – als zweiter
Teil einer Trilogie. Die Geschichte um Marysa ist in Aachen angesiedelt. Verbinden
Sie etwas Besonderes mit dieser Stadt oder stellt sie einfach einen guten Schauplatz
dar?
Petra Schier: Sie stellt einen hervorragenden Schauplatz dar.
Aachen ist voll von interessanter Historie – und außerdem ist die
Quellenlage ausgezeichnet. Für meine Recherchen ist das ja ausgesprochen
wichtig. Dass Aachen der Schauplatz dieser Trilogie geworden ist, war allerdings
ein Zufall. Ich habe ursprünglich einfach ein wenig im Internet nach Anregungen
allgemein gesucht und bin zufällig auf die Seite des Aachener Domes gestoßen,
auf der damals gerade über die Heiligtumsfahrt von 2007 berichtet wurde.
Das machte mich neugierig, und da ich ja vorhatte, etwas über Reliquien
zu schreiben, passte alles wunderbar zusammen...weiterlesen
Friedrich Schorb

"Niemand sollte gezwungen werden etwas Bestimmtes zu essen."
Interview mit Friedrich Schorb vom 19.10.2009
Booksection: Sie gehören offensichtlich nicht zur Gruppe
der Betroffenen. Wie kamen Sie dazu, sich dennoch mit dem Thema ´Übergewicht´
auseinanderzusetzen?
Friedrich Schorb: Es war eher eine wissenschaftliche Auseinandersetzung.
Zunächst schrieb ich meine Magisterarbeit zu dem Thema und dann brachte
ich mit meinem Doktorvater Henning Schmidt-Semisch den Sammelband „Kreuzzug
gegen Fette. Sozialwissenschaftliche Aspekte des gesellschaftlichen Umgangs
mit Übergewicht und Adipositas“ heraus. Danach durfte ich einen Gastbeitrag
für die Süddeutsche Zeitung schreiben. Das Thema stieß auf großes
Interesse und somit hat sich das Buch dann angeboten...weiterlesen
Nicole Schuhmacher

"Joseph der Schlosser ist mir auf einem Parkplatz in der Lavendelstadt
Sault begegnet."
Interview mit Nicole Schuhmacher vom 11.10.2010
Booksection.de: Sie haben schon einige Markus Heitz-Fantasybücher
als Testleserin vorab gelesen. War er die treibende Kraft hinter Ihrem Debüt?
Nicole Schuhmacher: Markus und ich haben immer wieder Geschriebenes
ausgetauscht und quer gelesen. Ohne ihn wäre ich niemals auf den Gedanken
gekommen, einen Roman zu veröffentlichen, aber ihm gefielen die Geschichten
aus den Thälern so gut, dass er wiederholt nachfragte, ob ich '“Sturmträume“
nicht veröffentlichen wollte. Er war recht hartnäckig, so dass ich
schließlich klein beigab und mich an eine Agentur wandte :-). ...weiterlesen
Michael Scott

"Der Beginn der Dreharbeiten ist wohl für Ende dieses, Anfang nächsten Jahres geplant."
Interview mit Michael Scott vom 11.04.2013
Booksection.de: Als erstes möchten wir uns an der Stelle der vielen, vielen deutschen Fans Ihrer Reihe um „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“ bedanken für fünf Jahre packende Fantasyunterhaltung aus Ihrer Feder. Wir werden Nicholas Flamel und seine Abenteuer vermissen…
Michael Scott: Vielen, vielen Dank! Toll, dass Sie so lange drangeblieben sind. Aber ich bin noch nicht fertig mit diesem Universum. Da sind so viele andere Geschichten um die Welt der Flamels, die ich noch erzählen will. Ich hoffe, sie eines Tages als Kurzgeschichten zu veröffentlichen....weiterlesen
Stefan Seitz

"Eine gute Geschichte ist letztendlich das, was wir schon immer
hören wollten."
Interview mit Stefan Seitz vom 20.10.2009
Booksection: Wie entstand „Das Unkrautland“?
Stefan Seitz: Tja, das ist wohl die schwierigste Frage von
allen. Ich denke, wir alle haben als Kinder nach etwas gesucht. Seien es Geheimtüren,
verborgene Schätze oder sagenumwobene Gebäude. Leider konnte ich mich
nicht zu den Glücklichen zählen, die etwas dementsprechendes gefunden
haben - weshalb ich den Entschluss gefasst habe, selbst ein Geheimnis entstehen
zu lassen, das nun andere ergründen können.
Booksection: Miss Plim und Primus streiten sich sehr oft im
ersten Band zum „Unkrautland“ und liefern sich viele Dialogschlachten.
In unserer Kritik bemängelten wir die Schärfe der Dialoge. Oftmals
hätte es noch bissiger, vielleicht auch böser sein dürfen. Können
Sie diese Kritik nachvollziehen?...weiterlesen
Nicholas Sparks

"Ich schreibe, während die Kinder in der Schule sind."
Interview mit Nicholas Sparks vom 01.08.2008
Booksection: Seit Ihrem Roman „Wie ein einziger Tag“,
das länger als ein Jahr auf den Bestsellerlisten stand, ist Ihr Name auf
der ganzen Welt ein Begriff. Wie hat dieser Erfolg Ihr Leben verändert?
Nicholas Sparks: Einerseits hat sich ganz vieles verändert, andererseits
– und das überwiegt eindeutig - hat es überhaupt nichts verändert.
Meine Frau und ich sind jetzt seit 19 Jahren verheiratet, ich lebe immer noch
in derselben Kleinstadt, ich habe dieselben Freunde, dieselben Hobbys (lesen,
Gewichtheben, Tae Kwon do und Aerobic) und auch mein Arbeitsplan ist immer noch
derselbe. Finanziell gab es natürlich einige Veränderungen, die es
mir auch ermöglichen, Leichtathleten zu trainieren (ein Team, das ich sponsore)
und eine Privatschule zu gründen – beides bedeutet mir heute sehr
viel...weiterlesen
Maggie Stiefvater

"Ich wollte immer Autorin sein."
Interview mit Maggie Stiefvater vom 11.10.2010
Booksection.de: Sie hatten ja schon verschiedenen Jobs, beispielsweise
als Bedienung. Jetzt sind Sie Autorin – genießen Sie das?
Maggie Stiefvater: Ich wollte immer Autorin sein. Ich erinnere
mich, dass ich schon als ich klein war, angefangen hatte Geschichten zu tippen
und mein Vater kam herein und fragte mich: „Maggie, was willst du werden,
wenn du mal groß bist?“ Und ich sagte: „Ich will eine Schriftstellerin
werden“, worauf er antwortete: „Aha, du willst also arm sein!“
Diese Geschichte hasst er jetzt (lacht). Wirklich, ich wollte immer Autorin
werden, auch als ich als Bedienung gearbeitet habe oder Kalligraphie unterrichtet
oder Hunde trainiert habe, habe ich die ganze Zeit auch geschrieben und hoffte,
dass ich eines Tages davon leben könnte...weiterlesen
Arno Strobel

"...wäre da nicht mein latenter Hang zur Starrsinnigkeit!"
Interview mit Arno Strobel vom 29.06.2010
Booksection: Ihr neuer Roman „Der Trakt“ spielt
mit einem Gedanken, der sicherlich bei jedem von uns Urängste auslöst:
Eine Frau wacht auf und wird von niemandem mehr erkannt. Ihr gesamtes voriges
Leben scheint wie ausgelöscht zu sein. Was hat Sie zu diesem Thema bewogen?
Arno Strobel: Für mich sind die Situationen am interessantesten,
in denen der nette Kerl oder die freundliche Frau von nebenan plötzlich
und unverschuldet komplett aus ihrem gewohnten Leben gerissen werden, und ich
freue mich immer, wenn in meinem Umfeld etwas geschieht, das ich aufgreifen
und entsprechend „modifizieren“ kann. In diesem Fall war es eine
Bekannte, die mit ihrem Sohn bei uns zu Besuch war. Der junge Mann (5) war an
diesem Tag extrem anstrengend, sodass seine Mutter irgendwann die Augen verdrehte
und stöhnte: „Ich stelle mir nun einfach mal fünf Minuten vor,
ich hätte keinen Sohn.“
Mein Gedanke dazu war: Wie würdest du wohl reagieren, wenn alle anderen
dir sagen würden, du hättest keinen Sohn? Das war die Grundidee zu
„Der Trakt“...weiterlesen
Martin Suter

"Beim Schminken muss ich dann halt meiner Frau mal genauer zuschauen."
Interview mit Martin Suter vom 17.10.2008
Booksection: Herr Suter, das erste Buch, was ich von Ihnen gelesen habe war „Die dunkle Seite des Mondes“. Damals habe ich beschlossen, diesen Autor, dem es gelingt, so glaubhaft andere Wirklichkeiten zu beschreiben, unbedingt einmal kennen lernen zu wollen. Wie ist es Ihnen möglich, den Wechsel bzw. den Verlust der Identität so realistisch zu beschreiben?
Martin Suter: (überlegt) Ich finde, man muss das sehr realistisch tun. Die Dinge, die stimmen können, die es wirklich gibt, die müssen dann auch unbedingt der Realität entsprechen. Es muss gut recherchiert sein, und auf dieser Basis des Wahrhaftigen kann man dann schon ab und zu mal eine Lüge ersteigen lassen. Ja, aber schlussendlich ist des schon der Realismus – ich muss es mir selber so vorstellen, als ob ich es vor mir sehe und es dann beschreiben...weiterlesen
Thomas Thiemeyer

"Nichts ist schlimmer, als wenn alles erklärbar wäre."
Interview mit Thomas Thiemeyer vom 19.10.2010
Booksection.de: Mir ist aufgefallen, dass der Hauptpart in
Deinen Thrillern immer von einer Frau übernommen wird. Natürlich kommen
auch starke Männer vor, aber es ist doch die starke Frau, die die Hauptrolle
spielt.
Thomas Thiemeyer: Ja, das stimmt.
Booksection.de: Was ist der Grund dafür, dass Du eine Frau in den Mittelpunkt
stellst?
Thomas Thiemeyer: Ich glaube, das hat damit zu tun, dass ich Frauen als Romanfiguren
interessanter finde als Männer. Ihnen steht ein breiteres Spektrum an Emotionen
zur Verfügung. Einer Frau nimmt man eher ab, schwach zu sein, verzweifelt
und am Boden zerstört. Aber man nimmt ihr auch ab, dass sie über sich
hinaus wächst und enorm stark wird. Das ist bei Männern schwierig.
Bei „Reptilia“ hatte ich einen männlichen Protagonisten und
mir erlaubt, ihn anfangs als Softi darzustellen. Er ist ein Zweifler, ein Grübler,
der sich nicht wohl fühlt in der Situation. Hinterher habe ich gemerkt,
das ist bei vielen nicht gut angekommen. Es kamen Rückmeldungen wie: „Was
für ein Waschlappen. Wir hätten uns einen Indiana Jones gewünscht,
der sich durch alles durchhackt.“ Genau das wollte ich aber vermeiden....weiterlesen
Michael Tietz

"Ich hatte schon immer den Traum, etwas zu schreiben, auf dem dann mein
Name steht."
Interview mit Michael Tietz vom 26.10.2009
Booksection: Wir haben hier nun Ihr erstes Buch vor uns liegen.
Sie haben drei Jahre dafür benötigt?
Michael Tietz: Für das Schreiben ein Jahr, aber vorneweg habe
ich zwei Jahre über der Idee gebrütet. Aber am besten fangen wir am
Anfang an, denn die Frage, ob ich schon immer schreiben wollte, wird bestimmt
kommen. (grinst)
Ich hatte schon immer den Traum, etwas zu schreiben, auf dem dann mein Name
steht. Ich habe Kurzgeschichten geschrieben, mit denen ich von der Qualität
und der Sprache her aber nie ganz zufrieden war. Dieses Hobby habe ich dann
irgendwann überhaupt nicht mehr gepflegt. Irgendwann entstand dann bei
mir die Idee zu diesem Thema, doch am Anfang war es einfach nur eine Idee. Dann
kam eines zum anderen, irgendwann hatte ich sogar Figuren im Kopf, bis meine
Frau dann gesagt hat: „Jetzt schreib´s doch endlich auf, damit ich
endlich meine Ruhe habe.“ (lacht) Um zu verhindern, dass mir das Ergebnis
am Ende wieder qualitativ und sprachlich nicht gefallen würde, habe mich
mir drei Bücher ausgesucht, die mir vom Schreibstil her unwahrscheinlich
gut gefallen und nachgesehen, was sie von meinen bisherigen Arbeiten wesentlich
unterscheiden. Mir fielen ein paar Stichpunkte auf, auf die ich achten wollte,
und dann habe ich einfach los geschrieben...weiterlesen
Licia Troisi

"Für gewöhnlich endet alles, was mich als Person bewegt in irgendeiner Form in meinen Büchern."
Interview mit Licia Troisi vom 06.10.2008
Booksection: Sie haben Astrophysik studiert. Arbeiten Sie weiterhin in dieser Richtung oder sind Sie mittlerweile „nur“ noch Bestsellerautorin?
Licia Troisi: Ich arbeite weiterhin in dieser Richtung. In drei Tagen mache ich meinen Doktortitel. Wenn ich es schaffe, studiere ich noch weitere drei Jahre.
Booksection: Die Bände um „Die Drachenkämpferin“ und die Nachfolgegeschichte um „Die Schattenkämpferin“ sind großartige Fantasygeschichten geworden. Wenn Sie eine Ihrer Figuren sein dürften, wer würde das sein?
Licia Troisi: Ich tendiere dazu, mich sehr mit den Hauptfiguren zu identifizieren, die mir im Allgemeinen ähneln. Wahrscheinlich würde mir gefallen, Dubhe zu sein, die für mich die reifere, vollkommenere Person ist.
In der Regel sind meine Helden jedoch unglücklich und haben ein vielschichtiges Leben. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich eine von ihnen sein will…...weiterlesen
Peter von Brett

"Es ist gerade eine wunderbare Zeit, um ein Fantasy-Fan zu sein."
Interview mit Peter von Brett vom 01.07.2009
Booksection:
Ihr Romandebüt „Das Lied der Dunkelheit“
erobert gerade die Herzen der Fantasyleser weltweit. Ein lang gehegter
Traum von Ihnen?
Peter v. Brett: Ein veröffentlichter Autor zu
sein, war mein Traum, seit ich ein kleiner Junge war. Aber es wäre
mir nie in den Sinn gekommen, dass meine Arbeit eines Tages in andere
Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt gelesen wird. Mein
erstes Übersetzungsangebot kam von HEYNE aus Deutschland. Die
Realität hatte meine Träume übertroffen. Seither bewege
ich mich auf unbekanntem Gebiet...weiterlesen
Harro von Senger

"Die Blicke werden sich auf China richten."
Interview mit Harro von Senger vom 30.05.2008
Booksection: Sehr geehrter Herr Prof. von Senger, im April 2008 haben Sie die Bundesministerin
für Bildung und Forschung Frau Dr. Annette Schavan auf
einer Reise nach China begleitet. Welche aktuellen Eindrücke bringen Sie
mit?
Harro von Senger: Der Anlass der fünftägigen China-Reise
(13.-18. April 2008) war das 30jährige Bestehen des chinesisch-deutschen
Abkommens über wissenschaftlich-technologische
Zusammenarbeit (WTZ).
Wir besuchten Institutionen, die mir eher fremd sind, wie das Forschungslabor
der Siemens Corporate Technologies, das Institut für Hochenergiephysik
der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und das chinesisch-deutsche
Zentrum der National Natural Science Foundation of China (NSFC). In Shanghai
waren Schwerpunkte der Delegationsreise ein Besuch des "China-Las" (des
Laserlabors) an der Jiaotong-Universität, die Kooperationsprojekte zwischen
der Max Planck-Gesellschaft und der Chinesischen Akademie der Wissenschaftensowie
die Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW)...weiterlesen

"Ständig muss man sich davor hüten, moderne Gedanken in den
Text zu projizieren."
Interview mit Harro von Senger vom 30.03.2011
Booksection: Was war Ihre Intention sich mit diesem Text
zu befassen?
Harro von Senger: Mitte Juli 2006 fragte mich der Reclam-Verlag,
ob ich bereit sei, Sun Zi Bingfa zu übersetzen. Da ich die gelbe Universal-Bibliothek
des Reclam-Verlags seit meiner Schulzeit immer geschätzt hatte, habe ich
mich über die Anfrage gefreut und dem Reclam-Verlag nach einigem Zögern
zugesagt. Hinsichtlich der Ablieferung meiner Übersetzung vertröstete
ich ihn allerdings auf die Zeit nach meinem Eintritt in den Ruhestand (1. April
2009). Meine Intention, den Text zu übersetzen, erwuchs also aus dem Bestreben,
den Reclam-Verlag nicht zu enttäuschen und einen Beitrag zu dessen Universal-Bibliothek
zu leisten. Abgesehen davon war aber meine Intention, mich „mit diesem
Text zu befassen“, schon vor Jahrzehnten entstanden, und zwar, weil dieser
Text zum Verständnis der „36 Strategeme“ unentbehrlich ist.
Über diese veröffentlichte ich 1988 mein erstes Buch (Strategeme Band
1), weitere vier Bücher folgten 1999 (Die List), 2000 (Strategeme Band
2), 2001 (Die Kunst der List) und 2004 (36 Strategeme für Manager), s.
hierzu www.36strategeme.de . Zudem ist der Text auch eine Grundlage der chinesischen
„Supraplanung“, der ich 2008 ein Buch widmete (www.supraplanung.eu)....weiterlesen
Jan Weiler

"Diese lustigen Dinge sind trojanische Pferde, um die Dinge zu erzählen, die wirklich erschütternd sind."
Interview mit Jan Weiler vom 03.11.2009
Booksection: Um „Maria, ihm schmeckt´s nicht“
ist mittlerweile ein regelrechter Hype entstanden. Selbst Leute, die normalerweise
gar nicht lesen, sind verrückt nach Ihrem Buch.
Jan Weiler: Nicht unbedingt ein Kompliment für das Buch…(lacht)
Booksection: Das würde ich nicht sagen. Wenn ein Buch
es schafft, Leute zum Lesen zu animieren, ist das doch in jedem Fall ein gutes
Zeichen.
Jan Weiler: Ja, okay...weiterlesen
Benedict Wells

"Nichts ist schlimmer als ein Schriftsteller ohne Buch."
Interview mit Benedict Wells vom 01.02.2010
Booksection: Nach dem Abitur bist du von München nach
Berlin gezogen. Warum gerade Berlin?
Benedict Wells: Ich wollte auf jeden Fall weg aus Bayern. Die
typische Heimatflucht (lacht). Vor allem aber, weil ich es mir in Berlin leisten
konnte. München wäre viel zu teuer gewesen. In Berlin kosten die Wohnungen
sehr wenig Geld. Mit ein, zwei Nebenjobs konnte ich das Leben dort gut finanzieren.
Und natürlich ist Berlin auch einfach eine tolle Stadt. Ich habe sie mir
vorher schon mal angeschaut und gleich gemerkt, dass sie zu mir passt...weiterlesen
Dan Wells

"Ich glaube daran, dass es in dieser Welt böse Kräfte gibt."
Interview mit Dan Wells vom 03.06.2010
Booksection.de: Um ehrlich zu sein, bin ich absolut fasziniert
von Ihren beiden Bücher „Ich bin kein Serienkiller“ und „Mr.
Monster“. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie Sie den Charakter des
John präsentieren und was ich – und ich denke die meisten Ihrer Leser
auch – gerne wissen würde, ist, wie Sie es geschafft haben, sich
in die Gedankenwelt eines Soziopathen einzufühlen. Haben Sie einfach viel
darüber gelesen oder wie sind Sie vorgegangen?
Dan Wells: Die Sache bei John ist die, dass es erstaunlich
einfach ist, mit ihm zu fühlen, für die Leser genauso wie für
mich als Autor. Weil er keine Empathie empfinden kann, kann er nicht verstehen,
wie andere Menschen fühlen oder warum sie so fühlen und warum ihn
niemand versteht. Er fühlt sich einfach anders und alleine und abgesondert.
Das ist sehr soziopathisch, aber es ist ebenso eine klassische Beschreibung
für die pubertäre Phase. Wir können mit John mitfühlen,
weil wir alle schon mal an dem Punkt waren, an dem wir uns gefragt haben, wer
wir sind und wer alle anderen sind und warum man diese Welt so schwer verstehen
kann und man sich so gar nicht an sie anpassen kann...weiterlesen
Charlotte Wilde

"Manchmal unterhalte ich mich mit Shahsa und den anderen Geistern aus dem Buch."
Interview mit Charlotte Wilde vom 01.09.2008
Booksection: „Apollonia Cox – Im Auge des Taifuns“
ist Ihr erster Roman. War die Suche nach einem Verlag schwierig?
Charlotte Wilde: Ehrlich gesagt habe ich großes Glück gehabt.
Die Apollonia-Geschichte ging mir schon lange im Kopf herum, bevor ich mich
überwunden habe, sie aufzuschreiben. Als dann das Manuskript fertig war,
dachte ich: Toll. Und jetzt? Zufällig schickte mir eine Bekannte aus Deutschland
kurze Zeit später ein Buch mit dem Titel „Einfach die Welt verändern“.
Ich dachte: Vielleicht ist das ja ein Zeichen - die Welt verändern? Dann
fang mal gleich in deiner eigenen kleinen Welt damit an! Aus dem Internet fischte
ich mir die Adresse des Verlags, in dem das Buch erschienen war, und noch am
selben Tag tütete ich meinen Stapel Papier ein und schickte ihn los. An
den Pendo Verlag nach München. Den Rest können Sie sich denken –
es war magisch, fast so magisch wie die Geschichte von Apollonia...weiterlesen
Tad Williams

"Man sollte über das schreiben, was einem etwas bedeutet. Das ist das was ich tue, ich schreibe über Dinge, die mich bewegen."
Interview mit Tad Williams vom 01.11.2011
Booksection: „Sie sind gerade auf Lesereise, um den vierten Band der „Shadowmarch“-Reihe „Das Herz“ zu präsentieren. Sind Sie froh, dass die Geschichte nun „zu Ende“ ist oder sind Sie auch ein bisschen traurig darüber?
Tad Williams: Eigentlich bin ich nie traurig, wenn ich mit einer Geschichte fertig bin, ich vermisse nur die Charaktere der Geschichte ein wenig. Schon während ich auf einer Lesereise bin, arbeite ich an etwas Neuem und das ist das, was dann für mich „lebendig“ ist. Solange ich eine Geschichte habe, an der ich arbeiten kann, bin ich glücklich. Aber bei so einer umfangreichen Arbeit wie für „Shadowmarch“ ist es so, dass jede Geschichte für sich ein Werk ist und es gibt natürlich gute und schlechte Tage. Manchmal hat man das Gefühl, dass man gar nicht fertig wird und an anderen Tagen läuft alles ganz prima. Aber ich empfinde eine Erleichterung, wenn eine Geschichte erzählt ist und sie mir nicht mehr im Hinterkopf herumschwirrt. Bei diesen Büchern begann die Veröffentlichungsarbeit tatsächlich schon vor zehn Jahren. Begonnen hat „Shadowmarch“ als Fortsetzungsgeschichte im Internet. Diese Website richteten wir schon in 2001 ein und so war das ein sehr langer Prozess zwischen der Website und der Veröffentlichung der übersetzten Version. Auf der einen Seite bin ich traurig, dass diese Zeit nun um ist, denn es ist ja ein Teil meines Lebens. Meine Kinder sind in dieser Zeit aufgewachsen. Mein Sohn war damals noch klein und ist jetzt größer als ich. Trotzdem bin ich froh, wenn ich eine Geschichte aus meinen Kopf habe, wenn sie „erledigt“ ist. Nicht, dass ich ihrer überdrüssig wäre, aber trotzdem...weiterlesen
Jonas Winner

"Wichtig war und ist mir bei diesem Buch, dass wir uns klarmachen, wie
sehr es möglich ist, mit einem Film seine Zuschauer zu beeinflussen."
Interview mit Jonas Winner vom 01.09.2008
Booksection: Auf dem Klappentext von „Davids letzter
Film“ steht zu lesen: „Wie ein Film von David Lynch“. War
es tatsächlich Ihre Motivation, einen Thriller zu schreiben, der einem
Film von Lynch gleicht?
Jonas Winner: Gar nicht. Auf die Idee, David Lynch mit meinem
Roman in Verbindung zu bringen, ist erst der Verlag gekommen, nachdem man mein
fertiges Manuskript dort gelesen und überlegt hat, wie man das Buch ankündigen
kann. Ich habe beim Schreiben nicht einmal an Lynch gedacht, obwohl ich seine
Filme natürlich kenne und schätze. Diese Filme sozusagen imitieren
zu wollen, ihnen nachzueifern, wäre jedoch ein Ansatz, mit dem ich nichts
anfangen könnte. Ich glaube, so etwas kann nur schief gehen.
Aber das stimmt natürlich: Wenn ich hören würde, dass David Lynch
einen Film über einen Mann gedreht hat, der mysteriöse, gefährliche
Filme macht, würde ich geradezu darauf brennen, diesen Film zu sehen....weiterlesen
Sascha Zeus & Michael Wirbitzky

"Alhohol hilft!"
Interview mit Charlotte Wilde vom 17.10.2008
Booksection: Mit „Die Tagung – Chaos ist Chefsache“ habt ihr eure drittes Buch veröffentlicht. Wie kamt ihr, als langjährige Radiomoderatoren, dazu ein Buch zu schreiben?
Michael Wirbitzky: Wir sind gefragt worden. Es ist ganz simpel. Wir wären vielleicht selber gar nicht auf die Idee gekommen. Aber wir haben viele Fans, unter anderem auch im Rheinland wo der Lübbe-Verlag sitzt. Der Verlag hat uns vermutlich im Radio gehört und sich dann gedacht, dass sie die zwei Pappnasen einfach mal anrufen und fragen ob die ein Buch für uns schreiben wollen. So ist inzwischen eine innige Beziehung zu dem Verlag entstanden. Wir haben Spaß daran und der Verlag hat offensichtlich Spaß daran was wir schreiben – ebenso die Leser.
Sascha Zeus: Wir schreiben ohnehin schon lange Scatche für das Fernsehen und früher auch für Harald Schmidt. Wir haben auch schon an einem Filmdrehbuch geschrieben. Das war unsere ganz große Erfolgsgeschichte: Das Buch wurde nie verfilmt. (lacht) Aber dann lag das auch nahe, dass wenn uns mal jemand die Chance gibt ein Buch zu schreiben, dass wir die dann auch wahrnehmen...weiterlesen
Jörg Zittlau

"Wer Macht hat, der missbraucht sie meistens auch."
Interview mit Jörg Zittlau vom 15.11.2009
Booksection: In Ihrem Buch geht es um berühmte Kranke
und ihre schlechten Ärzte, darum, wie oft gerade prominente Persönlichkeiten
mehr als falsch behandelt und teilweise zu Tode therapiert wurden. Es ist schon
außergewöhnlich, über solch ein Thema ein Buch zu schreiben.
Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Jörg Zittlau: Das Thema beschäftigt mich, seitdem
ich den Film „Amadeus“ von Milos Foreman gesehen habe. Darin wird
ja Mozart als lebenslustiges, aber übersensibles Genie dargestellt, das
schließlich von einem Konkurrenten vergiftet wird. Der Haken daran: Mozart
war zur Zeit seines Todes kein Konkurrent mehr für irgendjemanden, er war
finanziell, beruflich und gesundheitlich am Ende. Also habe ich recherchiert
– und festgestellt, dass mittlerweile über 80 Todestheorien zum Tod
des berühmten Komponisten existieren. Und dann habe ich noch festgestellt,
dass sein Arzt sehr sorglos mit ihm umging und am Ende lieber einer Theateraufführung
beiwohnte, als seinem sterbenskranken Patienten beizustehen. Das brachte mich
auf die Idee, die Ärzte der großen Figuren unserer Weltgeschichte
doch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen...weiterlesen