Special

Frankfurter Buchmesse 2007


Vor Ort: Steffi, Tom, Jojo & Kathrin

Für EUCH vor Ort!

Booksection auf der Frankfurter Buchmesse

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2007 öffneten die Frankfurter Buchmesse zum 59. Mal ihre Tore für die Fachpresse. Wir waren für Euch an diesen drei Tagen vor Ort und haben die Neuheiten der großen und kleinen Verlage unter die Lupe genommen.

Mittwoch, 10. Oktober 2007
Am Mittwochvormittag verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über das riesige Angebot der verschiedenen Verlage. Nach einem netten Gespräch bei CBJ hieß es dann zum ersten Mal: „INTERVIEW!“. Mit Petra Hammesfahr, der bekannten und gefeierten Krimi-Bestellerautorin aus deutschen Landen sprachen wir über ihre Neuerscheinung, „Zum Sterben schön“.

„Ein Viertel Pfund Fleischwurst!“
Booksection im Gespräch mit Krimi-Autorin Petra Hammesfahr

Booksection: Frau Hammesfahr, Sie stellen hier an der Buchmesse Ihr neues Buch vor, eine Sammlung von Kriminalgeschichten, bei dem Sie die Herausgeberin sind. Wie entstand die Idee, ein Buch herauszugeben, bei dem namhafte deutsche Autoren beteiligt sind?
Petra Hammesfahr: Ich brauche etwa zwei Jahre, um einen Roman zu schreiben, deshalb kann ich nicht jedes Jahr einen neuen Roman veröffentlichen. Die Idee zu „Zum Sterben schön“ entstand im Verlag und gefiel mir auf Anhieb. Ich hatte bisher noch nie als Herausgeberin fungiert, das ist eine ganz neue Erfahrung für mich Es sind übrigens nicht nur deutsche Autoren, die bei diesem Buch mitgewirkt haben..

Booksection: Ihr letztes Buch war zum ersten Mal ein Roman, der nicht im Krimigenre angesiedelt war. War das eine ganz neue Herausforderung für Sie?
Petra Hammesfahr: Nein, ich nenne das meinen "Präventionsroman". Geschrieben habe ich ihn – mit sehr viel Herzblut - schon 1984 und es war mir einfach ein Bedürfnis, ihn gedruckt zu sehen. Ich habe ihn lediglich modernisiert. 1984 wusste beispielsweise noch niemand etwas von Handys, auch die Umstellung von Mark auf Euro musste eingebaut werden. Und die Preise musste ich erhöhen, aber ansonsten hat sich da eigentlich nichts verändert, der soziale Hintergrund ist eher noch schlimmer geworden im Laufe der Jahre.

...zum kompletten Interview mit Petra Hammesfahr...


Donnerstag, 11. Oktober 2007
Der Donnerstag war für uns eindeutig der anstrengendste Tag der Buchmesse. 4 große Interviews standen auf dem Programm, außerdem Lesungen und Verlagsbesuche. Trotz der aufwendigen Gespräche, den vielen, vielen Leuten, sollte es ein toller Tag werden. Steffi ließ sich zu Anfang bei KLETT-COTTA erst einmal von Mark Z. Danielewski sein Buch "Das Haus" signieren. Wer dieses Buch kennt, weiß, dass es alles andere als "normal" geschrieben wurde. Wie das Buch, war dann auch die Widmung, wie das nebenstehende Bild zeigt.

Als wir durch die Halle 3 schlenderten, entdeckten wir auch CARLSEN, der ja bekanntermaßen "Harry Potter" verlegt. Jubelschreie ließen sich nur schwer unterdrücken, als der 7. und letzte Teil tatsächlich im Regal stand, nur leider mit leeren Seiten. Die Tränen ließen sich nur schwer zurückhalten.


Um 13:30 trafen sich Steffi & Tom mit dem bekannten und beliebten Fantasyautor Christioph Marzi zum Interview, der in Frankfurt seine erfolgreichen Bücher vorstellte. Sein neuster Streich, „Fabula“ erscheint im Dezember bei HEYNE.

„Ich verdanke dem Cover außerordentlich viel.“
Booksection im Gespräch mit dem Fantasyautor Christoph Marzi

Booksection: Neil Gaiman erschuf eine Stadt unter der Stadt in seinem Buch „Niemalsland“. In „Lycidas“ verwenden sie ebenfalls diese Idee. War dieser „Diebstahl“ gewollt?
Christoph Marzi: Ich wollte schon immer etwas über London und die U-Bahn schreiben. Ich war selbst auch dort und habe schon vor Jahren etwas in dieser Richtung ausgearbeitet. Dann bin ich an einem Bahnhofskiosk auf „Neverwhere“ gestoßen, das war noch vor der deutschen Übersetzung. Ich habe es gelesen und gedacht „Shit, das gibt’s schon!“ Daraufhin hab ich das Konzept dann wieder beiseite gelegt. Einige Zeit später wollte etwas für meine Tochter schreiben – etwas über "Elfen in der Großstadt". Das ist dann irgendwann mit der anderen Idee, die ich beiseite gelegt hatte, kollidiert. Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht: „Soll ich es jetzt machen oder soll ich das Konzept komplett verwerfen?“ Am Ende habe ich mich dafür entschieden, die Geschichte zu schreiben, weil sie sich vom Setting, der Sprache und der Ausarbeitung schon stark von Gaimans Unter-London abhebt.
Außerdem bedient man sich innerhalb des Genres und das ist auch gewollt. Es lebe die Postmoderne. Die Anspielungen soll der Leser auch erkennen ... Es sind, über Gaiman hinaus, auch sehr viele andere Zitate drin, aus „American Werewolf“ oder „Im Auftrag des Teufels“ beispielsweise. Das sind alles bewusste Entscheidungen gewesen. Ich freue mich immer, wenn Leser sagen: „Das hab ich erkannt!“ Um es als „Diebstahl“ zu bezeichnen, wäre es meiner Meinung nach zu plump. Das ist hier ja alles sehr offensichtlich. Es sind Zitate und als solche waren sie immer gemeint.

Booksection: „Lycidas“ ist 2004 erschienen und ihr Debütroman. War die Geschichte von Anfang an auf 3 Teile ausgelegt?
Christoph Marzi: Es war als längere Geschichte gedacht. Ich hatte das erste Drittel von „Lycidas“ vorgelegt und bekam daraufhin den Vertrag. Natürlich war „Lycidas“ der erste Teil und der Verlag wartete erstmal ab, wie die Verkaufszahlen aussahen. Irgendwann Ende April 2005 kam dann das Okay für Teil 2 und Teil 3. Von da an durfte ich die Geschichte zu einem Ende bringen. Außerdem, das muss erwähnt werden, bin ich bei Heyne mit einem Lektorrat beglückt, das auch an „anderen Ideen“ interessiert ist. Nie hat man zu mir gesagt: „Mach es bitte komplett anders“. Wenn Änderungen vorgeschlagen wurden, dann waren das meist nur Kleinigkeiten. Einen Dialog prägnanter schreiben oder etwas in dieser Art. Ich bin mit meinem Verlag
mehr als nur zufrieden. Ich hatte bisher nie das Gefühl in der Produktpolitik gefangen zu sein.

...zum kompletten Interview mit Christph Marzi...


Während Steffi & Tom mit Christoph Marzi sprachen, lauschten Jojo und Kathrin der Lesung der 4 Fantasyautoren Wolfgang Hohlbein, Jenny-Mai Nuyen, Kai Meyer und Peter Schwindt, die im Lesezelt draußen im großen Innenhof ihr gemeinsames Buch „Flammenflügel“ vorstellten.

„Ich kann pädagogisch wertvolle Jugendbücher nicht leiden“ (Wolfgang Hohlbein)

Ein wahres Highlight folgte für viele Messebesucher sicherlich am Mittwochnachmittag, als der Verlag CBJ vier große deutsche Fantasyautoren auf einer Bühne versammelte und zur Podiumsdiskussion einlud. Mit dabei waren Großmeister Wolfgang Hohlbein, die junge Autorin Jenny-Mai Nuyen und die beiden erfolgreichen Schriftsteller Kai Meyer und Peter Schwindt.  Anlass zu dieser Podiumsdiskussion war die Veröffentlichung der Anthologie „Flammenflügel“, die von Wolfgang Holhbein herausgeben wurde und in der die vier anwesenden Autoren, spannende Kurzgeschichten aus dem Fantasybereich niederschrieben. 

Schon vor Beginn, versprach die Gesprächsrunde interessant zu werden, saßen vor dem Publikum doch vier Autoren aus vollkommen unterschiedlichen Generationen. Auf der einen Seite der schon seit vielen Jahren in dieser Branche arbeitende Wolfgang Hohlbein und auf der anderen Seite die noch junge und unerfahrene Autorin Jenny-Mai Nuyen. Dazwischen zwei Autoren, die auf gänzlich unterschiedlichen Wegen zu ihrem Autorenberuf gelangten. Während für Kai Meyer das Schreiben schon immer ein zentraler Punkt in seinem Leben war, kommt Peter Schwindt aus einer vollkommen anderen Ecke: Jahrelang war er als Programmierer von Computerspielen tätig, wechselte dann zu einem Comicverlag, bis er 2004 seinen ersten Roman veröffentlichte.

Der Moderator der Podiumsdiskussion, stellte gleich zu Beginn eine nicht ganz einfache Frage an die Schreiberlinge. Er wollte von ihnen erfahren, warum das Motiv des Drachen, immer wieder in der Fantasyliteratur auftaucht und welche Bedeutung dieses für die einzelnen Autoren habe. Kai Meyer meldete sich zuerst zu Wort und meinte, dass das lediglich ein Klischee sei - Ein Klischee, das für etwas Neues steht, für Veränderungen. Peter Schwindet teilte seinen Zuhörern mit, dass die Drachen in seinen Büchern meistens als Torhüter agieren; als Hindernis, das man passieren muss um weiter zu kommen. Schlussendlich hakte Wolfgang Hohlbein noch in das Gespräch ein und stellte klar, dass ein Drache für ihn keinesfalls eine Bedrohung darstelle. In seinen Büchern seien Drachen meistens wie der große Bruder des Protagonisten und somit auch des Lesers. Die nächste Frage behandelte ein ähnliches Thema. Der Moderator wollte wissen, welche klassischen Fantasyelement am reizvollsten für die Autoren wären. Zu dieser Frage meldete sich Jenny-Mai Nuyen zuerst zu Wort und meinte, dass in ihren Romanen meistens keine klassischen Fantasyelemente vorkommen, da ihre Geschichten meistens in der Neuzeit spielen. Dennoch arbeite auch sie mit vielen Symbolen, was für sie auch das Tolle an der Fantasyliteratur sei. „Ich packe die Realität in Symbole und jeder kann es verstehen“ erzählte sie freudig ihrem Publikum. Anschließend meinte Kai Meyer, dass er gerne mit mythischen Elementen, die einen symbolischen Gehalt haben, arbeitet. Und genau um diesen Gehalt soll es in seinen Geschichten auch gehen und weniger um die Elemente an sich. „Fantasyromane sind gehaltvoll. Sie übermitteln ihrem Leser etwas – genauso wie jedes andere Buch, aus jedem anderen Genre auch.“ Außerdem nahm Meyer kurz Statement zu dem Stellenwert von fantastischen Romanen in der Literatur: „Ich denke die Zeiten in denen Fantasyromane noch hinten anstehen, sind vorbei. Die Schranken sind gefallen und unsere Bücher auf dem Mark akzeptiert, wie jedes andere Buch auch.“ Bei diesem Thema konnte auch Wolfgang Hohlbein nicht länger schweigend zuhören und stimmte Kai Meyer vollkommen zu. Zu dem Thema „gehaltvolle Literatur“ sagte er ganz frei heraus: „Ich kann pädagogisch wertvolle Jugendbücher nicht leiden.“ Als Autor habe man so viele Möglichkeiten eine Message in sein Buch zu packen und das ginge auch sehr gut ohne dabei den Zeigefinger erheben zu müssen. Junge Leute wollen beim Lesen unterhalten und nicht unterrichtet werden. Auch die junge Jenny-Mai konnte ihren Kollegen bei diesem Thema nur zustimmen. „Ein gutes Buch muss mich unterhalten“, erklärte sie. Für sie sei eine Botschaft jedoch sehr wichtig, denn sie fühle sich nur unterhalten, wenn sie im Nachhinein auch über das Gelesene nachdenken könne.
Nach diesem Thema, wechselte der Moderator zum Schluss noch zu einem anderen Themengebiet über. Er wollte von den Autoren wissen, welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben, wenn jemand auf sie zukam, der ihr Buch verfilmen oder als Hörbuch heraus bringen wollte. Jenny-Mai Nuyen zeigte sich als Einzige in der Runde, vollkommen begeistert von diesem Thema. Zwar wollte bisher noch niemand eines ihrer Bücher verfilmen, doch von der Idee mit anderen Menschen zusammen kreativ sein zu können, ist sie begeistert. Sie stellt es sich spannend vor zu erfahren, was andere Menschen über ihre Geschichten denken und welche neuen Sichtweisen sich dadurch eröffnen. Diese Meinung teilte auch Wolfgang Hohlbein, allerdings meinte dieser, dass er in der Vergangenheit schon einige Verfilmungen seiner Bücher abgewiesen hat, da viele Drehbücher einfach nichts taugten und die Geschichte in ihrem Kern zerstören würden. Kai Meyer berichtet von einer positiven Erfahrung mit der Verfilmung eines seiner Bücher durch den deutschen Regisseur Dominik Graf. Im Allgemeinen sei er jedoch im ersten Moment auch sehr kritisch, wenn jemand mit der Idee einer Verfilmung oder der Herausbringung eines Hörbuches auf ihn zukäme. „Immerhin steht ja hinterher mein Name drauf.“, erklärt Meyer den zahlreichen Zuhörern seine grundsätzlich negative Einstellung.


Einige wenige Stunden später stand der Interview-Termin mit dem Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach auf dem Programm. Im Hinterzimmer des LÜBBE-Standes trafen sich Steffi & Tom mit dem preisgekrönten Autor zum Gespräch.

„Im Grunde genommen muss es irgendwann so kommen, die Frage ist allenfalls, wann.“
Booksection im Gespräch mit dem Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach

Booksection: Ihr neues Buch "Ausgebrannt", das Sie hier auf der Messe vorstellen, hat uns ausnehmend gut gefallen. Es behandelt ein sehr heikles Thema und zeichnet gleichzeitig ein Horrorszenario. Das Ende des Erdölzeitalters ist gekommen, das größte Ölfeld in Saudi-Arabien steht in Flammen. Kamen nach Erscheinen des Buches Repressalien auf Sie zu?
Andreas Eschbach: Sie meinen, dass die Ölindustrie mir irgendwelche Agenten auf den Hals hetzt? Nein, das nicht.

Booksection: Obwohl das Szenario ein denkbar düsteres ist, ist es doch nicht von der Hand zu weisen, das dieser so genannte "Peak Oil" tatsächlich in nächster Zeit geschehen könnte. Eigentlich sind Sie ja Science Fiction-Autor, doch das Thema dieses Buches ist ein sehr reales.
Andreas Eschbach: Das eine widerspricht dem anderen nicht. Nehmen Sie einmal das Wort Science Fiction auseinander: Science heißt Wissenschaft, Fiction heißt Fiktion. Jeder Roman stellt ja die Frage "Was wäre wenn?" - wenn das auf einer wissenschaftlichen Annahme basiert und daraus eine Fiktion gesponnen wird, ist es ein Science Fiction-Roman. Nicht ob Aliens oder Raumschiffe vorkommen ist also das Kriterium, sondern ob eine wissenschaftliche Frage durchgespielt wird. Wir haben es hier mit einem Science Fiction-Roman zu tun, weil er die wissenschaftliche Annahme durchspielt, dass das Öl irgendwann ausgeht. Und diese Annahme ist ja nun nicht von der Hand zu weisen; im Grunde genommen muss es irgendwann so kommen, die Frage ist allenfalls, wann.
Selbst die Zuspitzung, die der Roman sich gestattet, ist nicht unwahrscheinlich. Im schlimmsten Fall wäre das alles möglich, es ist bestürzend wenig daran erfunden. Gehen Sie davon aus, dass Sie das Ende des Ölzeitalters noch erleben werden; das wird noch zu unseren Lebzeiten passieren. Das kann eine weiche Landung werden, wenn man die Wirtschaft rechtzeitig entsprechend umstellt, es kann aber auch eine harte Landung werden, wenn man so tut, als wäre nichts, und einfach alles weiterlaufen lässt. Ich habe in meinem Roman einfach die richtig harte Variante gewählt.

...zum kompletten Interview mit Andreas Eschbach...


Gleichzeitig unterhielten sich Kathrin und Jojo mit dem isländischen Autor Arnaldur Indridason über seinen Roman „Frostnacht“, ebenfalls bei LÜBBE.

„Was mich interessiert, sind die Charaktere.“
Booksection im Gespräch mit dem Krimi-Autor Arnaldur Indridason über sein aktuelles Buch, Island und sein Verhältnis zu seinem Kommissar Erlendur.

Booksection: Ihr aktueller Krimi handelt von Ausländerfeindlichkeit in Island. Beim Lesen habe ich den Eindruck gewonnen, dass dieses Thema Ihnen sehr am Herzen liegt. Können Sie uns sagen warum?
Arnaldur Indridason: Es liegt mir tatsächlich sehr am Herzen. In den vergangenen Jahren war Island kein multikultureller Staat, aber mit dem großen Wirtschaftsaufschwung kamen Menschen aus aller Herren Länder nach Island und eben auch der Rassismus. Mir war es daher wichtig zu betonen, dass wir alle friedlich zusammenleben sollten. Die Geschichte handelt außerdem von einem absolut sinnlosen Verbrechen und davon wollte ich auch reden: von sinnloser Gewalt, von unschuldigen Opfern und einem dummen, idiotischen Mord. Dieses Problem haben wir leider in Island und ich habe das Gefühl, dass wir intolerant sind. Das wollte ich zeigen.

Booksection: Sie wollten also ein Zeichen gegen den Rassismus setzen?
Arnaldur Indridason: Ja, ich wollte die Leute zum Nachdenken darüber bringen. Als Autor muss man etwas zu sagen haben, das die Menschen zum Zuhören bringt und dann hoffentlich eben auch zum Nachdenken. Ich kann die Gesellschaft zwar nicht verändern, aber sie vielleicht dazu bringen, manche Dinge anders zu verstehen. Und das versuche ich in all meinen Büchern.

...zum kompletten Interview mit Arnaldur Indridason...


Im Anschluss wurde, ebenfalls bei LÜBBE, ein LIVE-Interview mit dem Schauspieler, Moderator und Entertainer Joachim Fuchsberger über sein Buch „Denn erstens kommt es anders…“ geführt. Tom war für Euch vor Ort.

Auch nach dem LIVE-Interview war für die Besucher der Buchmesse klar: Joachim Fuchsberger ist zwar älter geworden, hat aber nichts von dem Charme verloren, der ihn zu dem gemacht hat, der er ist.

In seinem Buch „Denn erstens kommt es anders…“ erzählt „Blacky“ Fuchsberger Geschichten aus seinem bewegenden Leben als Schauspieler und Moderator und nicht zuletzt mit seinem Umgang mit Weltstars, wie zum Beispiel Barbra Streisand.

Nachdem er einige nette kleine Anekdoten zum Besten gab, ließ es sich Fuchsberger nicht nehmen, an die Jugend zu appellieren. Junge Menschen sollten sich keine Gedanken darüber machen müssen, wie viel Rente sie wohl mit welchem Beruf bekommen würden, so Fuchsberger. Wichtig sei es, Dinge zu tun, die man liebt, was einen bewegt und glücklich macht. Daraufhin erhielt der Charmeur heftigen Applaus.

Auch die angebliche Monotonie des deutschen Fernsehens zweifelt Blacky an. Man sei doch bei der Vielzahl der Sendungen und TV-Sender schlicht zu faul, eine Sendung auszusuchen. Wer bei dieser Auswahl, bei so vielen verschiedenen Sendern nichts findet, der soll sich erschießen!, sagte Fuchsberger mit seinem bekannten und beliebten Augenzwinkern.


Um 17:30 Uhr mussten dann noch einmal Kathrin & Steffi zum Interview. Dieses Mal mit dem erfolgreichen Autor Anthony McCarten, der sein Buch „Superhero“ bei DIOGENES vorstellte.

„Das erste Mal vergißt Du nie!“
Booksection im Gespräch mit dem Autor des Buches „Superhero“, Anthony McCarten

Booksection: “Superhero” ist eine Geschichte über einen vierzehnjährigen Jungen, der bald sterben wird. Im ersten Moment eine sehr traurige Geschichte, doch als Leser merkt man schnell, dass sie auch sehr witzig ist. Wie haben Sie es geschafft diese Balance so gut zu halten?
Anthony McCarten: Bei „Superhero“ handelt es sich um eine Geschichte, die herausfinden soll, was wichtig im Leben ist. Weil der Junge bald sterben wird, hat er keine Zeit zu verlieren. Er trifft schnell Entscheidungen, für die manche von uns ein ganzes Leben brauchen. Donald geht eine schnelle Entwicklung durch: Von einem kleinen Jungen, der viele Träume hat, zu jemand, der diese Träume realisiert hat.

Booksection: Warum haben Sie gerade einen vierzehnjährigen Jungen und keinen älteren als Protagonisten gewählt?
Anthony McCarten: Die Geschichte von „Superhero“ basiert auf einer wahren Begebenheit – es ist so ähnlich vor 15 bis 20 Jahren in Australien passiert. Es war wichtig, dass Donald ein noch junger und unerfahrener Junge ist. Er ist noch eine Jungfrau und zu heutigen Zeiten, ist das bei einem Sechzehnjährigen unrealistisch. Ebenso bei einem Fünfzehnjährigen. Bei einem Vierzehnjährigen ist das glaubhaft und okay. Aber jetzt haben wir ein Problem, denn dieser kleine Junge wird von seinem Psychologen zu einer Prostituierten gebracht und genau darin lag die Herausforderung für mich: Was für eine Beziehung muss ein kleiner Junge zu seinem Psychologen haben, dass so etwas passieren kann?

...zum kompletten Interview mit Anthony McCarten...


Freitag, 12. Oktober 2007
Am Freitag, unserem letzten Tag auf der Buchmesse, gaben wir noch einmal alles. Wir waren auf diesen Tag doch sehr gespannt, es standen wirklich interessante Interview-Partner auf dem Programm.

Unser erstes Interview an diesem Tag war mit dem russischen Schriftsteller Sergej Lukianenko, der mit "Wächter der Nacht" und seinen mittlerweile 3 Forstzungen große Erfolge feiern konnte. Zur Buchmesse kam er wegen der Präsentation seines neuen Buches, dem Jugendbuch "Das Schlangenschwert", das bei BELTZ erschien.

„Mit dem Anton des Films bin ich ganz und gar nicht einverstanden!“
Booksection im Gespräch mit dem Autor des Buches „Wächter der Nacht“, Sergej Lukianenko

Booksection: „Wächter der Nacht“ und „Wächter des Tages“  haben nun beide ihren Weg in die Kinos gefunden. Sind Sie denn mit den Verfilmungen zufrieden?
Sergej Lukianenko: Ich wollte eigentlich, dass die Filme weitaus mehr den Büchern entsprechen. Als wir angefangen haben zu drehen, haben wir jedoch festgestellt, dass sich die Geschichte und die Technik des Films mit den Büchern nicht vereinbaren lässt. Jetzt kann ich eigentlich sagen, dass es in den Filmen eine andere Geschichte ist, die erzählt wird. Mit den Büchern verbindet sie eigentlich nur der Anfang.

Booksection: Wie ist das mit den Schauspielern? Sind Sie mit der Besetzung  und der Umsetzung der Figuren einverstanden?
Sergej Lukianenko: Das ist ganz unterschiedlich. Seltsamerweise bin ich gerade mit dem Hauptdarsteller nicht ganz einverstanden. Der Anton des Films ist doch etwas abgewrackter, etwas heruntergekommener. Das war eine Idee des Regisseurs Timur Bekmambetov. Der Anton der Bücher steht doch mehr auf beiden Beinen, ist mehr im Leben verankert und kommt doch besser klar.
Mit den anderen Figuren bin ich sehr einverstanden. Svetlana & Olga sind zum Beispiel sehr gut gelungen.

...zum kompletten Interview mit Sergej Lukianenko...


Während Steffi & Tom mit Sergej Lukianenko plauderten, lauschten Kathrin & Jojo der Feministin Alice Schwarzer, die ihr Buch „Emma - die ersten 30 Jahre“ in Frankfurt vorstellte.

„Was, Frau Schmidt? Sie haben es nötig die „Emma“ zu lesen?“

Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der Frauenzeitschrift „Emma“, brachte Alice Schwarzer – pünktlich zur Buchmesse -  zusammen mit dem Randomhouse Verlag „Collection Rolf Heyne“ den Bildband „Emma – die ersten 30 Jahre“ heraus. In einem bis auf den letzten Platz belegten Lesezelt, stellte die Frauenrechtlerin diesen imposanten Bildband vor, in dem alle Highlights der Zeitschrift „Emma“ festgehalten wurden. Neben einer Chronik, wurden hauptsächlich Bilder abgedruckt, die dem Leser einen Eindruck der erfolgreichen Zeitschrift vermitteln sollen.

Zunächst gab Alice Schwarzer ihren zahlreichen Zuhörern erst einmal einige wichtige Informationen über die „Emma“. Demnach sei „Emma“ einer der wenigen unabhängigen Zeitschriften in Deutschland, die sich zu 90% nur durch ihre Verkaufseinnahmen finanziere. Außerdem sei die Zeitschrift so enorm wichtig, da sie seit nun über 30 Jahren als „Stimme der Frauen“ agiere und somit auch ihren Teil zu der Emanzipation beigetragen habe. Interessant zu erfahren, war die Tatsache, dass es „Emma“ gerade im ersten Jahre nicht leicht hatte. Die Zeitschrift sei verpönt gewesen und viele Deutsche standen ihr mit einem großen Maß an Aggression gegenüber. So manche Frau wurde beim Kauf der Zeitschrift mit Sätzen wie: „Was, Frau Schmidt? Sie haben es nötig die „Emma“ zu lesen?“, konfrontiert. Letztendlich ginge es sogar soweit, dass rebellische kleine Mädchen in der Schule plötzlich „Emma“ genannt wurden. Doch man gab nicht auf und heute, 30 Jahre später, ist die „Emma“ eine akzeptierte und erfolgreiche Frauenzeitschrift – sogar eine der erfolgreichsten Zeitschriften des 20. Jahrhunderts.

Zu dem Bildband „Emma – die ersten 30 Jahre“, teilte Alice Schwarzer dem Publikum mit, dass in ihm alle wichtigen Themen, die in den vergangenen Jahren behandelt wurden, noch einmal aufgegriffen werden. Dabei betonte sie immer wieder, dass „Emma“ schon seit Jahren am Puls der Zeit sei. Schon in den ersten Ausgaben seien große Themen der „Emma“ Mütter und Hausfrauen gewesen. Auch das Pornografie- und Magersuchtproblem behandele die Zeitschrift schon seit Jahren. Ebenso wichtig wäre jedoch auch das Thema Mode gewesen, solle man sich doch vorstellen, dass es vor Jahren noch ein wirkliches Problem für Frauen war, eine Hose zu tragen.

Sichtlich zufrieden mit der Präsentation ihres Buches, verließ Alice Schwarzer nach einer halben Stunde die Bühne wieder, um im gegenüberliegenden Signierzelt, die mitgebrachten Exemplare der treuen Leserinnen zu unterschreiben.  


Im Anschluss folgte ein weiteres, kleines Highlight des Messebesuchs. Anlässlich ihres Films „TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA“ kamen Regisseur Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm") und Produzent Roland Emmerich ("The Day after Tomorrow") nach Frankfurt. Hier hatten die Besucher die Möglichkeit den Film vor dem deutschen Start zu sehen. Wie uns zeigte sich auch das Publikum beeindruckt und erschüttert durch und von diesem Film.

Nach dem Film stellen sich die beiden den Fragen des Publikums. Es wurde über Globalisierung, Missstände und große und schwerwiegende Probleme in Mexiko und der Welt gesprochen. Kreuzpaintner hofft mit dem Film etwas bewegen zu können. Durchweg sympathisch und "normal" präsentierten sich die beiden Filmemacher ihren Zuschauern.

Hier kommt Ihr zur Filmkritik von „TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA“ auf Moviesection.de .


Um 14:00 trafen Kathrin & Tom die Moderatorin Arabella Kiesbauer zum Interview bei PENDO. Die sympathische Wienerin stellte ihr biographisches Buch „Mein afrikanisches Herz“ vor.

„Wunder Dich nicht, wenn Dir die Kinder „Obruni“ nachrufen.“
Booksection im Gespräch mit Arabella Kiesbauer

Booksection: „Mein afrikanisches Herz“ befasst sich mit Ihren Wurzeln. Wie kommt man auf die Idee, seine ganz persönliche Geschichte nieder zu schreiben?
Arabella Kiesbauer: Es ist ja eine Spurensuche nach meinen afrikanischen Wurzeln und hat im Privaten begonnen. Erst einmal mit vielen Fragen, die ich mir gestellt habe, gerade im Bezug auf meinen Vater, der 1999 gestorben ist:  Wie viel von ihm hab ich in mir? Was war er für ein Mensch? Darauf konnte ich alleine keine Antworten finden, so habe ich mich an meine Mutter gewandt. Leider  waren die Gespräche auch nicht so ergiebig, weil meine Mama ja nur von 1967 bis 1972 ihm  zusammen war – Dann haben sich die beiden getrennt. Danach gab es viele weiße Flecken auf der Landkarte im Leben meines Vaters. Nachdem ich ihn dann nicht mehr selbst fragen konnte, kam der Entschluss, die Familie zu suchen. Als ich sie gefunden habe, bin ich nach Ghana gereist. Während der Reise entstand der Wunsch, alles niederzuschreiben, weil ich doch gemerkt habe, dass, auch wenn die Thematik mit dem Afrikahintergrund nicht so viele betrifft, die Thematik ohne  ein Elternteil aufzuwachsen, aufgrund von Trennung, oder Scheidung, das diese Last doch von vielen getragen wird.

Booksection: Haben Sie als Kind schon gespürt, das da irgendwie eine Hälfte von Ihnen fehlt?
Arabella Kiesbauer:Eigentlich nicht, nein. Ich habe mich wirklich erst später auf die Suche nach meinem Vater begeben. Als Kind hab ich nicht soviel vermisst. Ich bin sehr behütet und mit viel Liebe aufgewachsen – Meine Großmutter hat mich großgezogen und ich habe auch ein sehr enges Verhältnis zu meiner Mama gehabt. Da hat mir eigentlich nichts gefehlt. Erst jetzt, mit dem Älterwerden, gerade wenn man selbst Nachwuchs erwartet, kommen die Fragen. Da will man seine Familiengeschichte aufschreiben. Ich habe mir auch lange Vorwürfe gemacht, weil ich diese wunderbaren Geschichten meiner Großmutter, die Sudetendeutsche war und gegen Ende des Krieges fliehen musste, nicht aufgeschrieben habe. Da hab ich mir wirklich gedacht: Das passiert mir hier aber nicht und bin mit einem Aufnahmegerät zu meiner Mama und hab gesagt: „So jetzt erzählst Du aber!“

...zum kompletten Interview mit Arabelle Kiesbauer...


Während Kathrin & Tom mit Arabella über ihr Buch redeten, saß Jojo bei der Lesung von Anthony McCarten und dessen Buch „Superhero“.

Eine außergewöhnlich lebendige und humorvolle Lesung präsentierte am Donnerstagmittag der Spiegel-Online-Redakteur Daniel Haas: Anthony McCarten stellte sein Buch „Superhero“ vor und Rufus Beck las daraus vor. Nicht nur als professioneller Leser, sondern vor allem als Fan sei er hier, sagte Haas zu Anfang und drückte seine Hoffnung aus, dass die Besucher des Lesezeltes am Ende der Veranstaltung auch zu McCarten-Fans geworden sein sollten.
Tatsächlich zeigten sich alle Besucher sehr schnell beeindruckt vom komischen und zugleich respektvollen Schreibstil des Autors, was nicht nur, aber zu einem Großteil an der tollen Darbietung von Rufus Beck lag. Der Schauspieler las das erste Kapitel aus „Superhero“, einer Geschichte um einen krebskranken Jungen, so lebhaft und ausdrucksstark vor, dass man als Zuhörer fast denken konnte, die Stimme käme aus dem CD-Player. Rufus Beck zuzuhören ist wirklich ein fantastisches Erlebnis! Kein Wunder, dass auch Anthony McCarten zuvor gesagt hatte, er sei eigentlich nur da, um einmal den berühmten Rufus Beck zu hören.
Im Gespräch mit McCarten ging es dann um die Frage, welche Qualitäten ein Superheld für ihn haben müsse. Ganz klar, die klassischen Superhelden-Fähigkeiten müsse er schon besitzen, so der Neuseeländer, aber noch viel wichtiger sei ihm, dass dieser auch die Macht habe, die Seele der Menschen zu berühren. Und so wie der Held dies können müsse, so habe auch er sich beim Schreiben darum bemüht. Die Verbindung vom großen Schmerz des Jungen mit der humorvollen Seite des Romans sei aber ebenfalls notwendig gewesen, damit die Geschichte beim Leser ankommen könne. Zur Demonstration las Anthony McCarten ein weiteren Ausschnitt aus dem Buch vor.
Zum Ende der Lesung ging Moderator Daniel Haas auf die Frage ein, ob McCarten seine unkonventionellen Erzählformen deshalb einsetze, weil er nicht mehr an die Form des Romans glaube, was McCarten mit einem Augenzwinkern und dem Hinweis, dass die Frankfurter Buchmesse doch der beste Gegenbeweis sei, klar verneinte. Einen runden Abschluss bildete Rufus Beck, der trotz der knappen Zeit noch einen kleinen Ausschnitt aus „Superhero“ vorlas und damit endgültig alle Zuhörer im Lesezelt von diesem wunderbaren Roman begeistern konnte.


Das letzte Interview führten Tom & Steffi mit der Moderatorin und Schauspielerin Minh-Khai Phan-Thi, die ihr Buch „Zuhause sein“ in Frankfurt vorstellte.

„Ich find Deutschland gut!.“
Booksection im Gespräch mit Minh-Khai Phan-Thi

Booksection: In Ihrem Buch „Zuhause sein“ verarbeiten Sie sehr persönliche Dinge. Was hat Sie denn dazu bewogen, diese Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen?
Minh-Khai Phan-Thi: Ich habe ja einen Dokumentarfilm gedreht, „Vietnam: Ein Land und kein Krieg“. Da konnte ich nur einen Ausschnitt Vietnams zeigen, als das, was ich gerne erzählen wollte. Das Thema hat mich beschäftigt, seit ich klein bin. Wenn mich Leute fragen: „Woher kommst Du?“ (Ich mag diese Frage gar nicht!!)  sag ich immer: „Aus Darmstadt! Also ich bin ä Hess!“ Dann sagen die Leute immer: „Nein, so sehen Sie gar nicht aus.“ Dann fragen sie halt „Woher kommen Deine Eltern?“ Dann sag ich immer: „Frag das doch gleich!“ Und wenn ich dann sage „Vietnam!“ sagen immer alle: „Oh ja, der Vietnam-Krieg.“ Für mich ist und war Vietnam nicht immer nur Krieg. Das war also der erste Anstoß dieses Buch zu schreiben.
Als ich mit 20 in die Medienbranche kam, hab ich immer gesagt, dass ich irgendwann einen Dokumentarfilm drehen werde, in dem ich mit diesen Missverständnissen, die man über dieses Land hat, aufräume. Das hab ich dann mit dem Film gemacht, der dann auch sehr erfolgreich wurde. Danach hat mich dann eine Literaturagentur angesprochen: „Möchtest Du nicht über Vietnam ein Buch schreiben?“ und ich gleich: „Um Gottes Willen! Auf keinen Fall!! Ich bin Moderatorin und Schauspielerin und vor allen Dingen Mama. Ich hab keine Zeit für so was!!“ Nach langem Hin und Her, auch nachdem auf der Buchmesse 2005 großes Interesse bekundet wurde, was ich nie für möglich gehalten hätte, hab ich vom DIANA VERLAG einen total süßen Brief bekommen. Die haben mich dann sehr gut rum bekommen.
Das Buch steht auf drei Säulen: Die erste ist meine Sichtweise auf Vietnam und auf Deutschland, die zweite ist die Integration und die dritte ist die Geschichte meiner Eltern. So entstand dieses Buch. Ich sollte eigentlich 120 Seiten schreiben, jetzt sind es 280 Seiten geworden. Es kam alles so aus mir raus…

Booksection: War es schwer dieses Buch zu schreiben?
Minh-Khai Phan-Thi: Ich werde ja sehr oft zu solchen Themen, wie Integration, als Gastredner eingeladen. Deshalb war das eigentlich nicht schwer. Es war eher schwer für mich das zu strukturieren. Ich rede sehr viel durcheinander, da konnte das schwierig werden. Die ersten 8 Monate habe ich sehr autark geschrieben und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich konnte mir dadurch auch leisten, vieles nicht zu machen. Ich wollte mich aufs Schreiben konzentrieren und viel mit meinem Sohn zuhause sein. Das hatte auch Vorteile.

...zum kompletten Interview mit Minh-Khai Phan-Thi...


Abschließend können wir nur sagen: „Toll war’s“. Zwar auch anstrengend und auspowernd, aber insgesamt gesehen einfach ein tolles Erlebnis, über das wir Euch hoffentlich gut informiert haben. Am Wochenende öffnen ja bekanntermaßen noch für alle Besucher die Türen, daher empfehlen wir Euch unbedingt einen Blick auf die Messe zu werfen. Nicht nur wegen der Autoren, sondern auch der Stimmung wegen, die in Frankfurt einfach toll ist.

Wir hoffen, Euch hat dieser Einblick in unsere Messetage ein wenig gefallen. Nächstes Jahr wieder!

Eure/r
Steffi, Kathrin, Jojo & Tom
Booksection.de

Text & Bildmaterial: Booksection.de

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