Wenn ein Kommissar seinen letzten Fall löst...

Liebhaber von skandinavischen Krimis werden ihn zweifellos kennen – den Göteborger Kommissar Erik Winter aus der Feder von Åke Edwardson. Bereits in seinem ersten Fall, dem in Deutschland 1999 erschienen „Tanz mit dem Engel“ wurde deutlich, dass Erik Winter nicht in das Schema der oftmals desillusionierten und melancholischen skandinavischen Ermittler passte. Edwardson präsentierte uns vielmehr einen sympathischen Snob, der teure Designer-Anzüge trägt, Zigarillos raucht und am liebsten Jazz von Coltrane hört – außerdem ist er mit knapp vierzig der jüngste Kommissar Schwedens. Diesen Erik Winter verdankten die Leser allerdings einem gründlichen Fehlgriff des schwedischen Autors. Sein erster Krimi, den er einem Verlag präsentierte, handelte von einem Kommissar namens Mallander – müde, geschieden, knapp fünfzigjährig. Das waren ganz eindeutig zu viele Parallelen zu Kommissar Kurt Wallander, dem damals bereits sehr bekannten Ermittler des schwedischen Autors Henning Mankell. Dessen Erfolg war offensichtlich komplett an Åke Edwardson vorbeigegangen, weshalb er gezwungen war, seinen Krimi nochmals komplett umzuschreiben. Das könnte man quasi als die Geburtsstunde Erik Winters bezeichnen.
Schon „Tanz mit dem Engel“ ließ ahnen, dass man sich den Namen Åke Edwardson unbedingt merken sollte. Vor allem seine klare Sprache, frei von allen Schnörkeln, sticht bei seinen Krimis hervor. Mit wenigen Worten gelingt es ihm, das Grausame und Erschreckende nur anzudeuten, es aber in die Köpfe seiner Leser einzupflanzen, wo es dann dunkle Früchte trägt. In den nachfolgenden Romanen „Die Schattenfrau“, „Das vertauschte Gesicht“, „In alle Ewigkeit“ und „Der Himmel auf Erden“ veränderte sich Erik Winter ganz allmählich. Er lebte in einer Beziehung mit der Ärztin Angela, die allerdings einige Tiefschläge aushalten musste. Erik konnte sich noch nicht so recht für ein gemeinsames Leben mit Angela entscheiden, als die schließlich von ihm schwanger wurde. Winters Vater starb und die kleine Elsa wurde geboren. Mit ihr veränderte sich vieles in Erik Winters Leben und vor allem in seinen Gedanken. Mehr und mehr wurde aus dem Einzelkämpfer ein sich sorgender Ehemann und Familienvater.
Dabei verliert Kommissar Winter aber nie das aus den Augen, was ihm so sehr am Herzen liegt und was einen großen Teil seiner Gedankenwelt einnimmt: die schwedische Gesellschaft, die seiner Meinung nach am Abgrund steht. Der Verfall von Moral und Werten ist ein wichtiges Thema in Åke Edwardsons Kriminalromanen und Erik Winter ist quasi das Sprachrohr, das er benutzt, um diese Missstände anzuprangern. Hier kommt sie dann doch immer wieder auf, die Melancholie, die für skandinavische Krimis beinahe exemplarisch zu sein scheint. Vor allem in Winters späteren Fällen „Segel aus Stein“, „Zimmer Nr. 10“, „Rotes Meer“ und „Toter Mann“ wird dessen Verzweiflung an der schwedischen Gesellschaft immer deutlicher. Åke Edwardsons erklärte Ziele beim Schreiben sind Moral, Humanismus und Empathie – und für all das steht Erik Winter.
Doch nun scheint es für die Leser Zeit zu sein, Abschied zu nehmen von Erik Winter. Åke Edwardson hat angekündigt, mit „Der letzte Winter“, der in Deutschland am 27. Oktober 2010 erscheint, den endgültig letzten Kommissar Winter-Fall geschrieben zu haben. Mit Erik Winter verabschiedet sich ein zutiefst menschlicher Ermittler von der Krimibühne, der seine Fälle auf oftmals unspektakuläre Art und Weise löste, da es ihm stets wichtig war, sich mit der Psyche der Täter auseinanderzusetzen, um sie so schließlich stellen zu können. Nach zehn spannenden, packenden und oftmals auch sehr berührenden Fällen können wir als Fans skandinavischer Krimis nur eines sagen: Erik Winter, Du wirst uns fehlen!

Stefanie Rufle
Booksection.de

Der Autor

“Wenn man Bücher über Kriminelle und Gewalt schreibt, muss unbedingt ein großer Anteil Menschlichkeit mitschwingen.“ (Åke Edwardson)
Åke Edwardson gehört heute zu den erfolgreichsten schwedischen Krimiautoren, er war neben Henning Mankell einer der ersten skandinavischen Autoren, die sich bei den deutschen Lesern einen Namen machten. Sein Ermittler Kommissar Erik Winter, der im industriellen Göteborg lebt, bildet dabei einen angenehmen Kontrast zu den oftmals finsteren Protagonisten der skandinavischen Kriminalliteratur wie etwa Mankells Wallander.

Åke Edwardson wurde 1953 in Südschweden geboren und arbeitete mehr als zwanzig Jahre lang als Journalist im Auftrag der UNO im Nahen und Mittleren Osten sowie auf Zypern. Als freier Journalist war er auch in anderen Erdteilen unterwegs, wobei seine Fachgebiete zwischen Sport, Reisen, Literatur und Außenpolitik variierten. Er war Mitverfasser zweier Fachbücher und unterrichtete an der Universität Göteborg Creative Writing. Åke Edwardsons erster Versuch, einen Kriminalroman zu schreiben, scheiterte an den üblichen Hürden – er fand keinen Verlag. Dummerweise war wohl Henning Mankells Erfolg mit dessen Ermittler Wallander komplett an Edwardson vorbeigegangen, denn der Kommissar in seinem ersten Roman hieß Mallander und hatte ebenfalls eher düstere Wesenszüge. Aus diesem Grund musste er seinen Krimi komplett umschreiben, ehe ein Verlag bereit war, ihn anzunehmen. Das war die Geburtsstunde von Kommissar Erik Winter.

“Die Leser sollen das Mitgefühl für die Opfer spüren. Sonst sind Krimis leere, platte Unterhaltung. Und sie müssen fühlen, dass sich die Geschichte tatsächlich so ereignet haben könnte.“ (Åke Edwardson)
Erik Winter ist ein Schöngeist, der Designer-Anzüge trägt, Zigarillos raucht und die Jazzmusik Cotranes liebt. Doch obwohl er eher ein Snob ist, sieht er durchaus, woran die schwedische Gesellschaft krankt, und genau das prangert er immer wieder an. Im Verlauf der insgesamt zehn Fälle wird mehr und mehr deutlich, dass er sich im Kampf gegen den Moral- und Werteverfall an vorderster Front sieht. Gerade dieses Grübeln des Protagonisten ist es, das die für skandinavische Krimis so gut bekannte Melancholie beim Leser erzeugt. Im Laufe der Jahre gewinnt Winter deutlich an Facetten hinzu, was ihm zunehmend Sympathie bei der Leserschaft einbringt.

“Ich bewege mich in meinen Büchern in so kleinen Schritten wie möglich vorwärts, bis ich mich dem Kern des Ganzen nähere.“ (Åke Edwardson)
Es ist vor allem die klare und schnörkellose Sprache, die die Krimis von Åke Edwardson so besonders macht. Er nimmt mit großem psychologischem Gespür radikal die Perspektive seiner Figuren ein, was die besondere Authentizität seiner Romane ausmacht. Er ist es durch seine frühere Tätigkeit als Journalist gewohnt, sehr genau zu recherchieren und tauscht sich unter anderem regelmäßig mit einem Freund aus, der in einem Polizeipräsidium arbeitet. Mit ihm diskutiert er häufig über Verbrechen, Täter und die Polizeiarbeit. Edwardson, dessen Krimis sich auf einem hohen Niveau bewegen, erklärte, dass nach zehn Fällen endgültig Schluss sein sollte mit Kommissar Erik Winter. „Der letzte Winter“ solle zudem auch sein letzter Kriminalroman überhaupt sein.

Åke Edwardson, der mit seiner Frau und den zwei Töchtern in einem kleinen Haus in Göteborg lebt, kocht in seiner Freizeit sehr gerne – etwas, das er mit seiner Figur Erik Winter gemeinsam hat. Seine Bücher schreibt er in einem ehemaligen Seuchen-Krankenhaus, der „Kunst-Epidemie“, die sich in einem anderen Stadtteil Göteborgs befindet. Man darf gespannt sein, welchem Genre sich dieser großartige Autor nun zuwenden will. Mit „Samuraisommer“ und „Drachenmonat“ hat er ja bereits eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er es auch im Jugendbuchbereich versteht, seine Leser zu fesseln...zur kompletten Biographie

Die Bücher um Kommissar Erik Winter

Tanz mit dem Engel

In einem Hotelzimmer in London wird ein junger schwedischer Tourist auf äußerst brutale Art und Weise ermordet. Als kurze Zeit später im schwedischen Göteborg ein junger Brite auf dieselbe Weise getötet wird, liegt der Verdacht nahe, dass die beiden Fälle irgendwie miteinander zu tun haben. Der vom Erfolg verwöhnte Göteborger Kommissar Winter beginnt, gemeinsam mit seinem Londoner Kollegen Macdonald zu ermitteln. Die beiden können nicht umhin, eine Verbindung zur Real-Hardcore-Pornoszene herzustellen, denn es finden sich Spuren eines Kamerastativs an den jeweiligen Tatorten und ganz offensichtlich wurde außerdem eine Art von Ritualtanz durchgeführt.

Für Kommissar Winter hat dieser Fall besondere Brisanz, handelt es sich bei dem schwedischen Opfer doch um den Sohn eines Nachbarn. Doch die Ermittlungen verlaufen nicht so, wie sie das sollten und Winter bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass der Täter beim nächsten Mord einen Fehler begeht. Doch noch ahnt der Kommissar nicht, dass der Mörder, der den unheimlichen Tanz mit dem Engel tanzt viel näher ist, als er das zunächst vermutet hat…zur Buchkritik

Die Schattenfrau

Spätsommer in Schweden. Am Stadtrand von Göteborg wird an einem See die Leiche einer ermordeten Frau aufgefunden. Die Identität der Getöteten bleibt indes ungeklärt, es finden sich keine Papiere bei ihr, sie wird zur Frau ohne Namen. Als Kommissar Erik Winter aus seinem wohlverdienten Sommerurlaub zurückkommt, muss er schnell feststellen, dass alle Spuren zunächst ins Nichts führen. Doch bei der Obduktion der Toten stellt sich heraus, dass die zumindest ein Kind geboren haben muss. Nun beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Kind einer Person, von der man noch nicht einmal den Namen kennt.

Zur gleichen Zeit sehnt sich ein zutiefst verängstigtes Mädchen, das versteckt gehalten wird, nach seiner Mutter. Erst als das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters gefunden wird, scheint endlich Bewegung in die Ermittlungen zu kommen. Doch Kommissar Winter wird nur allzu deutlich, dass er diesen Fall nur lösen kann, wenn er sein ganzes psychologisches Gespür einsetzt, denn offensichtlich handelt es sich hier um ein Verbrechen, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen…zur Buchkritik

Das vertauschte Gesicht

Kurz vor der Jahrtausendwende stehen auch für Kommissar Erik Winter von der Göteborger Mordkommission wichtige private Veränderungen bevor. Seine Freundin Angela ist schwanger und Winter fühlt sich endlich bereit, mit ihr zusammenzuziehen. Doch damit nicht genug, bittet ihn auch noch seine Mutter, zu ihr nach Marbella zu reisen, da Eriks Vater im Sterben liegt.

Inmitten dieses privaten Chaos geschieht in Erik Winters unmittelbarer Nachbarschaft ein ungewöhnlich grausamer Mord. Es handelt sich um eine sorgfältig arrangierte Szene, die sich der Polizei am Tatort präsentiert. Ein Ehepaar sitzt ermordet auf seinem Sofa und hält sich an den Händen. Die Gesichter der beiden sind einander zugewandt, vom Tonband ertönt Musik. Doch mit den Köpfen der beiden stimmt etwas ganz und gar nicht. Dem Ermittlerteam ist klar, dass hier Eile geboten ist, denn offensichtlich handelt es sich um einen psychisch schwer gestörten Täter, der weiter morden wird. Als der Mann auch noch beginnt, Kommissar Winter aufzulauern und ihn persönlich in den Fall zu verwickeln, muss Winter sich schließlich eingestehen, dass der Täter wohl in den eigenen Reihen zu suchen ist…zur Buchkritik

In alle Ewigkeit

Als Kriminalkommissar Erik Winter an einen Tatort gerufen wird, erkennt er die dunkle Stelle in einem öffentlichen Park von Göteborg wieder. Hier wurde vor fünf Jahren ein junges Mädchen ermordet aufgefunden – der Fall ist bis heute ungeklärt. An genau dieser Stelle wurde nun eine Frau vergewaltigt und unwillkürlich stellen Winter und seine Kollegen sich die Frage, ob der Täter von damals womöglich zurückgekehrt ist. Jeanette Bielke, das Opfer der jüngsten Vergewaltigung, konnte ihrem Peiniger zwar entkommen, doch ist sie nicht in der Lage, Angaben zu machen, die Winter und seinem Team irgendwie weiterhelfen könnten. Außerdem kann sich Erik Winter sich nicht des Gefühls erwehren, dass Jeanette nicht die volle Wahrheit sagt.

Winter wird die Schatten der Vergangenheit von nun an nicht mehr los, und als kurze Zeit später an derselben Stelle im Park eine junge Frau tot aufgefunden wird, ahnt er, dass das erst der Anfang einer Mordserie sein wird. Erik Winter rekonstruiert nochmals die Tat, die vor fünf Jahren stattgefunden hat und muss erkennen, mit welch subtilem Täter er es hier zu tun hat…zur Buchkritik

Der Himmel auf Erden

Es ist Spätherbst in Göteborg. Kommissar Erik Winter kehrt nach seinem Vaterschaftsurlaub zurück zur Göteborger Kriminalpolizei und bekommt es sofort mit einem äußerst merkwürdigen Fall zu tun: Mehrere Studenten werden nachts von einem Unbekannten niedergeschlagen und beinahe getötet. Keiner der jungen Männer will den Angreifer gesehen haben und alle behaupten, keines der anderen Opfer zu kennen. Kommissar Winter weiß nicht, wo er mit den Ermittlungen ansetzen soll und ist zudem wegen anderer Ereignisse zusätzlich beunruhigt. Mehrere verängstigte Eltern machen Meldung bei der Polizei, dass ihre Kinder von einem „Onkel“ vorübergehend aus ihrem Kindergarten entführt worden seien. Zwar werden die Kinder wieder unbeschadet abgeliefert, doch Winter ist sich sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis tatsächlich ein Verbrechen geschieht – und er behält Recht. Der Kommissar macht sich große Sorgen, denn auch die Tagesstätte, die seine Tochter Elsa besucht, ist von den mysteriösen Ereignissen betroffen.

Winter und sein Team tappen komplett im Dunkeln, denn es ist äußerst schwierig, aus den Aussagen der betroffenen Kinder etwas Brauchbares zu schließen. Das einzige, was die Kriminalbeamten herausfinden können ist, dass der „Onkel“ den Kindern ein Spielzeug weggenommen habe und dass ein kleiner Papagei am Rückspiegel seines Autos hänge. Bald schon muss Erik Winter erkennen, dass die beiden Ermittlungen auf grausame Art und Weise miteinander zusammenhängen…zur Buchkritik

Segel aus Stein

Kriminalkommissar Erik Winter wird von seiner Jugendliebe Johanna Osvald gebeten, ihr bei der Suche nach ihrem in Schottland verschwundenen Vater Axel Osvald zu helfen. Dieser war nach Schottland gereist, um sich auf Spurensuche nach seinem eigenen Vater John zu begeben, eines einfachen Fischers, der während des Zweiten Weltkriegs mit seinem Boot verschollen war. Als Axel Osvalds Leiche unbekleidet und ohne Spuren von äußerlicher Gewalt in den Bergen über Loch Ness gefunden wird, begibt sich Winter kurz entschlossen selbst auf die Reise nach Schottland, wo er seinen alten Freund Steve Macdonald wieder trifft, mit dem er bereits vor Jahren einen Fall gemeinsam lösen konnte.

Zur gleichen Zeit gehen Winters Kollegen Aneta Djanali und Fredrik Halders in Göteborg einem Fall von vermeintlicher Misshandlung nach. Obwohl alles auf häusliche Gewalt hindeutet, weigert sich das vermeintliche Opfer, Anzeige zu erstatten. Doch Aneta Djanali kann den Fall einfach nicht loslassen, ihre Intuition sagt ihr, dass hier etwas so gar nicht mit rechten Dingen zugeht…zur Buchkritik

Zimmer Nr. 10

In einem Göteborger Hotel wird eine junge Frau erhängt aufgefunden. Kommissar Winter kann Selbstmord ausschließen, ist der Abschiedsbrief doch zu seltsam, außerdem ist eine Hand der Ermordeten mit weißer Farbe bemalt. Im Gespräch mit Paulas Eltern wird Winter und seinen Kollegen schnell klar, dass mit dieser Familie etwas ganz und gar nicht stimmt. Zudem fühlt sich Winter auf unangenehme Art und Weise an einen Fall erinnert, der zwanzig Jahre zurückliegt. Die Spuren der damals vermissten Ellen Börge endeten genau in diesem Zimmer Nr. 10 des verrufenen Hotels, in dem Paula Ney tot aufgefunden wurde. Der Ermittler konnte diesen längst vergangenen Fall nie ganz vergessen, wurde die Vermisste doch niemals gefunden.

Doch nicht nur mit den Erinnerungen und dem aktuellen Fall ist Erik Winter beschäftigt. Sein Privatleben gestaltet sich momentan etwas chaotisch, weiß er doch nicht, wohin ihn seine Beziehung mit Angela und seinen beiden Kindern führt. Nach über zwanzig Jahren im Polizeidienst spürt er den dringenden Wunsch nach einer Auszeit, kann andererseits von dem mysteriösen Mordfall, der ihn immer wieder in die Vergangenheit führt, nicht lassen. Dabei kommt Winter dem Mörder näher, als diesem lieb ist…zur Buchkritik

Rotes Meer

Kaum hat Kriminalkommissar Erik Winter seinen Dienst wieder angetreten, wird er schon mit einem besonders blutigen und grausigen Fall konfrontiert: Ein Taxifahrer hat die Leichen von drei Männern in einem kleinen Laden entdeckt. Jimmy Foro, der Besitzer des Ladens und seine beiden kurdischen Mitarbeiter liegen in einer unvorstellbar großen Blutlache, ihre Gesichter sind schlicht nicht mehr vorhanden.

Alles sieht nach einem Mord aus Rache aus. Doch wofür wurden diese drei Männer so grausam bestraft? Winter tappt zunächst einmal völlig im Dunkeln und kommt zudem keinen Schritt weiter auf der Suche nach einem möglichen Zeugen. Der Taxifahrer glaubt, leichte Schritte am Tatort gehört zu haben, die wie die eines Kindes klangen, und immer wieder erhascht Winter während der Ermittlungen einen Blick auf einen kleinen Jungen auf einem Fahrrad. Doch dieser ist für den Kommissar einfach nicht zu fassen und auch von den anderen Befragten schlägt ihm hauptsächlich Misstrauen entgegen. Langsam wird Winter klar, dass er es hier mit einer Parallelgesellschaft zu tun hat, mit Menschen, die nirgendwo wirklich dazugehören. Als ein weiterer Mord geschieht, wird Winters fieberhafte Suche nach dem kleinen Jungen immer dringlicher, scheinen hier doch alle Fäden zusammen zu laufen…zur Buchkritik

Toter Mann

Kommissar Winters Kollege Lars Bergenhem stößt auf einen verlassenen Wagen, in dem Schüsse abgegeben wurden. Der Besitzer des Wagens weiß von nichts und möchte auch seinen Wagen nicht wieder zurück haben. Ein Autor fühlt sich von seinem Nachbarn bedroht und glaubt eine Bestätigung seiner Ängste zu bekommen, als Schüsse fallen. Ereignisse, die sich keiner so recht erklären kann – weder der Autor, noch sein Nachbar, noch der Besitzer des Wagens und schon gar nicht Eric Winter und sein Team. Doch eines ist Winter klar: Hier versuchen mehrere Personen etwas vor ihm zu verbergen und die Vorkommnisse der vergangenen Tage sind nur die Spitze des Eisbergs.

Dann erfährt Winter, wovon das Buch handelt, an dem der Autor gerade schreibt und ihm wird klar, dass dies der Schlüssel zu allem ist. Was geschah mit dem jungen Mädchen, das vor langer Zeit aus einem Sommerlager spurlos verschwand? Welche Verbindungen bestehen zu dem Schriftsteller und zu dessen Nachbarn, zu Edwards, dem Besitzer des Wagens? Und wer ist der große Unbekannte in dieser Geschichte, der, bei dem alle Fäden zusammenlaufen? Als ein Mord geschieht, wird Winter klar, dass nichts so ist, wie es zunächst schien…zur Buchkritik

Der letzte Winter

Kriminalkommissar Erik Winter macht zusammen mit seiner Frau Angela und den beiden Töchtern Elsa und Lilly einen Ausflug zu ihrem Grundstück am Meer. Als Elsa in der Brandung einen Toten treiben sieht, ist das erst der Beginn einer Reihe von Ereignissen, in deren Verlauf sich Winters Privatleben und sein Beruf bedenklich nahe kommen. Während die kleine Elsa noch damit beschäftigt ist, das Gesehene zu verarbeiten, wird in Göteborg eine junge Frau unter äußerst rätselhaften Umständen ermordet. Ihr Mann ruft bei der Polizei an und behauptet, neben seiner Frau im Bett gelegen und geschlafen zu haben, während diese von jemandem mit einem Kissen erstickt wurde. Kurz darauf ereignet sich ein frappierend ähnlicher Mord und in beiden Fällen gelten die Partner der Opfer als Hauptverdächtige.

Die junge Polizistin Gerda Hoffner war als Einzige an beiden Tatorten zugegen und meint, einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gefunden zu haben. Als sie endlich den Mut findet, sich Erik Winter anzuvertrauen, beginnen sich die Ermittlungen der Polizei in eine andere Richtung zu entwickeln. Kurz darauf findet Winter ein Video vor seiner Wohnungstür, in dem offensichtlich ein neuer Mord angekündigt wird. Winter und seinem Ermittlungsteam rennt die Zeit davon und bald schon wird deutlich, dass der Tote am Meer eine Schlüsselrolle in den Geschehnissen innehat…zur Buchkritik

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