Das Eva-Prinzip

Autor: Eva Herman
Genre: Sachbuch
Verlag: Pendo
ISBN: 978-3-86612-105-8
Erscheinungsdatum (D) 2006 Seiten 264

Das Eva-Prinzip

Inhalt

Wie sieht die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft aus? Wollen Frauen nur noch schnell Karriere machen und entscheiden sich deshalb immer mehr von ihnen gegen Kinder und Familie? Wie sieht es mit der Selbstverwirklichung der Frau aus, wo bleiben die Männer dabei? Ist der Feminismus Schuld am permanenten Rückgang der Kinderzahlen? Diese Fragen sind Inhalt des "Eva Prinzips" und werden von der ehemaligen "Miss Tagesschau" Eva Herman erörtert.

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Ehrlich gesagt gibt es kaum Worte, um die unfassbaren Thesen, die in diesem Buch aufgestellt werden, adäquat zu beschreiben. Die Frage ist auch, welche Motivation es eigentlich geben sollte, sich wirklich kritisch mit diesem Machwerk auseinanderzusetzen - denn im Grunde genommen hat es das haltlose und unausgegorene Gerede einer Eva Herman nicht verdient, näher erörtert zu werden. Doch soviel sei gesagt: Nicht alles, was in diesem Buch steht, ist falsch. Einige Punkte sind durchaus diskussionswürdig - doch die Art und Weise, wie Frau Herman ihre Theorien präsentiert, ist schlicht unverschämt. Hier kann von einem Abwägen von pro und kontra gar nicht die Rede sein, es darf nur die Meinung einer Frau gelten, die sich ganz offensichtlich auf einem privaten Feldzug befindet. "Das Eva Prinzip" diffamiert den Feminismus, beleidigt ganz offen Frauen wie Alice Schwarzer, denen wir doch ohne Frage eine ganze Menge zu verdanken haben. Frau Herman möchte ein vergangenes Frauenbild wieder aufleben lassen, von dem wir uns (Gott sei Dank!) schon längst verabschiedet haben. Es gibt heutzutage viele Wege für eine Frau, ihr Leben zu leben - und das ist gut so. Wenn Frau Herman sich dafür entschieden hat, zu Hause für ihre Familie Apfelkuchen zu backen, soll sie das getrost tun und dabei glücklich werden. Aber sie soll uns doch bitte mit ihren niveaulosen und schlecht geschriebenen Ergüssen verschonen. Kein Bücherregal hat es verdient, mit Büchern einer "Autorin" bestückt zu werden, der es so offensichtlich an Toleranz und Respekt für andere fehlt. Gäbe es eine Bewertung, die schlechter als 1B ist - dieses Buch hätte sie in jedem Fall verdient!

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