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Kommende Buchkritiken
Fortunas Tochter
Hija de la fortuna
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Autor
Isabel Allende
Genre Roman
Verlag Bertelsmann ISBN 062828 (Buch-Nr.) Übersetzung Lieselotte Kolanoske Erscheinungsdatum (D) 1999 Erschienen 1998 Seiten 483 |
Inhalt
Eliza Sommers ist ein Findelkind. Sie wird in Chile im Hause der Geschwister Sommers nach englischen Maßstäben erzogen. Ihre Pflegemutter Rose, die sich in der harten chilenischen Wirklichkeit eine britische Enklave erschaffen hat, ist damit, auf diese Art ein Kind auch ohne Mann haben zu können, sehr zufrieden. Roses Bruder Jeremy arrangiert sich mehr oder minder mit der Situation, während der andere Bruder John, da Seefahrer und somit selten zu Hause, glücklich mit diesem Leben ist. Gleichzeitig aber hat die Haushälterin, Mama Fresia, eine India, großen Einfluss auf Eliza. So wächst sie glücklich zwischen zwei Kulturen, zwischen Ziegenstall und Klavierspielen, auf. Doch dann, als sich Eliza von einem Mädchen in eine Frau verwandelt, verliebt sie sich unsterblich in Joaquin Andieta. Bald aber verlässt sie dieser, um nach Kalifornien zu gehen, denn gerade ist dort Gold entdeckt worden und der Goldrausch hat auch ihn erfasst. Eliza bleibt verzweifelt und schwanger zurück. Doch sie hat sich in den Kopf gesetzt, ihrem Geliebten zu folgen und ihn zu suchen. Sie reist als blinder Passagier mit Hilfe des Chinesen Tao Chi’en nach Kalifornien. Unterwegs verliert sie das Kind und beinahe ihr Leben. In Kalifornien beginnt eine jahrelange Suche nach Joaquin, bei der sie so viel erlebt, dass sie auf der Suche nach ihrem Geliebten etwas viel Wertvolleres findet, nämlich sich selbst. Am Ende der Suche steht ein völlig unerwartetes Ergebnis….
Buchkritik von Angelika Koch
Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ bekommt mit diesem Buch einen wundervollen Inhalt. Es ist sehr schwer, diese Geschichte zusammen zu fassen, denn Isabel Allende erzählt auf verschiedenen Ebenen; parallel tauchen Geschichten anderer Personen auf, die einen ebenso fesseln wie die Hauptgeschichte. Sehr treffend ist dies in einer Kritik der „Brigitte“ beschrieben, Zitat: „Mehr als die Chronik einer spektakulären Emanzipation: Eine Unmenge von Geschichten, oft beiläufig erzählt und dabei voller Sinnlichkeit, Farben und Gerüche.“ Ihre Sprache ist so lebhaft und echt, dass man komplett in dieses Buch eintauchen kann (großes Kompliment an dieser Stelle an die Übersetzerin). Es fällt schwer, dieses Buch auch nur einen Moment aus der Hand zu legen, zudem ist dies eines der Bücher, bei denen man sich auch mal wieder ein bisschen freiwillig Geschichte und Geographie verinnerlicht. Wo genau liegt noch mal Chile? Wie verläuft die Landesgrenze? Wie stellen sich die Reiserouten der Akteure dar? Wann genau begann der Goldrausch …. Prädikat: Sehr wertvoll und unbedingt zu empfehlen.
