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Kommende Buchkritiken
In 80 Tagen um die Welt
Le tour du monde en quatre-vingts jours
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Autor
Jules Verne
Genre Science Fiction
Verlag cbj ISBN 3-570-13018-5 Übersetzung unbekannt Erscheinungsdatum (D) 1875 Erschienen 1873 Seiten 262 |
Inhalt
Phileas Fogg ist ein seltsamer, extrem perfektionistischer englischer Herr, wie es ihn sicher kein zweites Mal auf der Welt gibt: Er ist reich ohne zu arbeiten und niemand weiß, woher sein Geld kommt. Er lebt zurückgezogen in seinem großen Haus und sein Leben läuft in streng geordneten Bahnen, stets tut er dieselben Dinge zur selben Uhrzeit. So steht er jeden Tag pünktlich um 8 Uhr auf, frühstückt genau um 8.23 Uhr und ist jeden Tag zur selben Zeit im Reformclub anzutreffen, wo er sich mit dessen anderen Mitgliedern unterhält und wichtige Tagesthemen erörtert. Eines Tages kommt es unter ihnen zu einer Diskussion: Keiner von ihnen glaubt, dass man mit den Verkehrsmitteln des 19. Jahrhunderts die Welt in 80 Tagen umrunden kann - keiner außer Phileas Fogg. Und so beschließt er kurzerhand, die Wette der anderen Mitglieder anzunehmen um ihnen zu beweisen, dass er in seiner Meinung richtig liegt. Schon am nächsten Tag bricht er mit seinem Lakaien Passepartout auf und das Abenteuer beginnt.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Wer kennt ihn nicht, diesen Klassiker von Jules Verne, der schon mehre Male verfilmt wurde und von der 80tägigen Weltreise eines steifen englischen Herrn erzählt, der sich durch nichts von seinen Vorhaben anbringen lässt. Doch trotz seines Bekanntheitsgrades ist diese Ausgabe von "In 80 Tagen um die Welt" etwas enttäuschend: Die Figuren und Handlungen sind stellenweise viel zu idealisiert - vor allem die ständigen glücklichen Umstände, durch die der Protagonist seine Ziele erreicht, stören langfristig und wirken nicht besonders real. Außerdem gibt es so einige Längen, die den Lesefluss hemmen. Obwohl dies wahrlich nicht das spannendste Buch dieses tollen Schriftstellers ist, muss man ihm doch auch so einiges anrechnen: Die Beschreibung der vielen exotischen Länder, die sein Protagonist bereist, sind einfach toll und machen Lust darauf, alle Länder der Welt zu sehen und die Kulturkreise, die Phileas Fogg kennen gelernt hat, selbst zu erleben. Jules Verne hat Besseres vollbracht, doch “In 80 Tagen um die Welt” ist nun mal ein Klassiker und das nicht ganz ohne Grund.

