Vögel in Käfigen und Volieren

Uccelli da gabbia e da voliera

Vögel in Käfigen und Volieren

Autor Andrea De Carlo Genre Roman
Verlag Diogenes
ISBN 978-3-257-21386-7
Übersetzung Burkhart Kroeber Erscheinungsdatum (D) 1984   
Erschienen 1982  Seiten 291

Inhalt

Fjodor Barna weiß eigentlich gar nicht so recht, wo er hingehört. In der Firma seines reichen Vaters, unter der Fuchtel seines Bruders, möchte er nicht arbeiten, doch fällt ihm aber sonst nichts Besseres ein. Deshalb geht der junge Amerikaner nach Mailand, um eine Tätigkeit auszuüben, mit der er rein gar nichts anfangen kann. Die Stellung, die eigens für ihn konstruiert wurde, langweilt ihn unerträglich und er hat irgendwie das Gefühl, gar nicht in der Realität zu leben.

Dann aber trifft Fjodor auf die faszinierende Malaidina, in die er sich sofort und haltlos verliebt. Es scheint, dass Malaidina in einer ganz anderen Welt lebt und genau das ist es, was Fjodor so sehr an ihr fasziniert. Doch die junge Frau entzieht sich ihm immer wieder und er beginnt, ihr wie im Wahn nachzujagen. Dabei gerät er unversehens in einen Sumpf aus Verbrechen und politischem Kalkül, dem er völlig unvorbereitet ausgeliefert ist.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Andrea De Carlo beginnt seinen Roman „Vögel in Käfigen und Volieren“ zunächst fast schon träge und gemächlich, so dass zu Anfang beinahe der Verdacht aufkommt, man könne es hier mit einem etwas langweiligen Exemplar zu tun haben. Doch dann steigert sich das Tempo rasant, entwickelt sich die anfängliche Liebesgeschichte zu einem Liebeskrimi, der einem den Atem raubt. Die Handlung wird wild und wilder, es geht um den Kampf junger Menschen gegen das "Establishment", um das organisierte Verbrechen und um eine Liebe, die sich einfach nicht wegdrängen lassen will.

De Carlo hat eine angenehm unprätentiöse Sprache, die aber doch eindeutig den Reiz des Südländischen in sich birgt. Er spricht in „Vögel in Käfigen und Volieren“ von der Liebe und dem Sich-Fallenlassen so melancholisch schön und doch so gar nicht kitschig, dass man gar nicht anders kann, als sich in diese Liebesgeschichte zu ergeben.

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