Schauspieler-Bekenntnisse

Schauspieler-Bekenntnisse

Schauspieler-Bekenntnisse

Autor Beatrice Ottersbach, Nina Haun, Thomas Schadt Genre Biographie
Verlag Uvk
ISBN 978-3896696854
Erscheinungsdatum (D) Mai 2007   Seiten 350

Inhalt

In „Schauspieler-Bekenntnisse“ berichten junge Schauspieler und erfahrene und ältere Hasen des Geschäfts über ihre Erfahrungen, was ihnen der Beruf bedeutet, wie sie überhaupt dorthin kamen, wo sie sind und was sie bewegt. Schauspieler sind Künstler und „die Marionette“ des Regisseurs. Was bedeutet es, ein deutscher Schauspieler zu sein?

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 4 von 5 Bs „Schauspieler-Bekenntnisse“. Was ist ein Schauspieler? Hier widmen sich ganz unterschiedliche Typen dieser Frage. Für den einen ist es etwas ganz anderes, als für den anderen. Spannend ist es hier immer, die verschiedenen Sichtweisen dieser „Gattung“ Schauspieler zu erfahren. Was dieses Buch so interessant macht ist die Aufmachung. Kapitelweise wird sich hier mit einem Schauspieler / einer Schauspielerin befasst. Die Erzählform und der Stil sind dabei ganz unterschiedlich. Der eine wird interviewt, der nächste schreibt seinen ganz eigenen Text. Natürlich ist auch das eine und ihre Form der Selbstdarstellung. Schauspieler, und da machen wir uns mal nichts vor, müssen sich auch wenn die Lichter und Kameras aus sind, darstellen. Wären sie nicht so, wären sie keine guten Schauspieler.
Von Daniel Brühl und Robert Stadlober, über Felicitas Woll und Hannah Herzsprung, bis hin zu Paula Kalenberg und Max Riemelt. Hier darf beinahe jeder bekannte junge Schauspieler etwas sagen. Daneben geben Schauspieler, wie Edgar Selge, Andrea Sawatzki und Udo Samel ihre Texte zum Besten. Das ist nicht nur eine gute, das ist eine grandios gute Idee, auch wenn manche Interviews zu lang und auch ein wenig zu uninteressant geworden sind. Daneben sind jedoch die selbst geschriebenen Texte großartig. Besonders hervorzuheben ist der von Paula Kalenberg. Wenn es mit der Schauspielerei nicht klappt, liebe Paula, darf es auch gerne Buchautorin sein: WIR lesen diese Bücher bestimmt. Witzig und mit ernstem Unterton, und durchaus differenziert schreibt hier die 1986 geborene Schauspielerin ihre Geschichte nieder. (Ja, wir wissen, sie mag es nicht, gelobt zu werden. Gut. Themawechsel).
Daneben erfährt man interessante Dinge über Matthias Schweighöfer, der wieder dieses Bild des jungen, sympathischen Hoffnungsträgers vermittelt, den wir ohnehin schon von ihm haben.
Durchweg toll beginnt das Buch mit Marie Bäumer, die ebenfalls selbst schrieb und eine tolle Geschichte erzählt. Inspirierend: Ja, und gefühlsecht.
Ebenfalls beeindruckend ist das Interview von Andrea Sawatzki. Die Schauspielerin erzählt interessante Dinge und kann völlig überzeugen. Man will danach alle ihre Filme am liebsten gleichzeitig sehen.

„Schauspieler-Bekenntnisse“: Das ist ein Buch über deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler, über die man interessante Dinge erfährt. Originell aufgemacht und mit tollen Menschen „besetzt“, die ihre Texte oft selbst schrieben. Genau das ist es auch, was dieses Buch so besonders macht. Die Interviews sind zwar interessant, die selbst geschriebenen Texte jedoch nicht zu schlagen und um Längen packender. Hier darf der Schauspieler / die Schauspielerin selbst erzählen, ohne dass ein Journalist etwas „dazudichtet“, um es mal böse zu sagen.
Für Fans und interessierte Menschen dieser „Stars“ aus Deutschland ist dieses Buch ein tolles Geschenk. Alle anderen, die dieses Metier sowieso nicht interessiert, werden auch an „Schauspieler-Bekenntnisse“ nichts finden.

Wissenswertes

Die Autoren Beatrice Ottersbach, Nina Haun, Thomas Schadt brachten bereits das Buch "Regisseur-Bekenntnisse" heraus.

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