Lumen

Lumen

Autor Christoph Marzi Genre Fantasy
Verlag Heyne Verlag
ISBN 978-3-453-81081-5
Erscheinungsdatum (D) Oktober 2006   
Erschienen 2006  Seiten 800

Inhalt

Nach wie vor ist es dem Waisenmädchen Emily Laing nicht vergönnt ihr gefundenes Glück zu genießen. Eigentlich könnte alles so schön sein. Bei ihrem Mentor, dem Alchimisten Mortimer Wittgenstein hat sie in neues zu Hause gefunden und mit Adam ihre große Liebe. Doch dann eröffnet ihr Adam, dass er zurück nach Paris gehen will und geheimnisvolle Nebel machen die Straßen von London und der darunter liegenden uralte Metropole unsicher. Menschen werden ermordet aufgefunden und alle Spuren scheinen diesmal nach Prag zu führen. Während Emily mit Wittgenstein auf den Spuren von dessen Vergangenheit in Prag nach einer Waffe gegen die Nebel suchen, begibt sich Aurora, Emily Freundin, zusammen mit Lilith in die Tiefen der Hölle. Denn Londons einzige Hoffnung auf Rettung ist jemand, der eigentlich seit Jahren tot ist.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 4 von 5 Bs Ganz nüchtern betrachtet, ist der dritte Teil der Geschichte um das Waisenmädchen Emily und ihre Freunde der „schlechteste“ von allen. Wobei schlecht eigentlich das falsche Wort ist. „Überfrachtet“ trifft es eher. Der Schlussband der Erzählung die mit "Lycidas" ihren Anfang nahm, ist voll von Enthüllungen, neuen Geheimnissen und Verstrickungen, die in Band zwei noch welche waren, sich in Band drei lösen, nur um dann erneut ein heilloses Durcheinander an Lügen, Intrigen und Verrat zu ergeben. Schon in der Mitte des Buches schwirrt einem der Kopf. Gut wird Böse, wird Gut, nur um am Ende dann wieder einen Verrat zu begehen. Christoph Marzi verspricht mit „Lumen“ alle noch offenen Fragen der vorangegangenen zwei Bände zu beantworten. Dies tut er auch, und zwar in dem er weitere Verstrickungen einbaut und damit den Bogen einfach einen Tick überspannt. Man hat am Ende einfach genug von den Enthüllungen dunkler Geheimnisse und der Rückkehr tot Geglaubter. Auch sein Drang für (fast) alle Figuren noch ein Happy End hinzubiegen, nimmt vielen Charakteren die Würze, die sie durch ihre Undurchsichtigkeit erhielten. Sprachlich bleibt der Autor seinem Stil treu und enttäuscht seine Leser nicht. Die Unterhaltungen zwischen dem Zyniker Wittgenstein und Emily zum Beispiel sind nach wie vor ein Highlight der Geschichte. Positiv fällt auch auf, dass die im Band zwei doch störenden Wiederholungen früherer Geschehnisse nicht mehr auftauchen bzw. geschickter in die Handlung eingebaut sind. In jedem Fall muss man für das Verständnis der Geschichte die beiden Vorbände gelesen haben.

Als vorläufiger Abschluss der Trilogie ist „Lumen“ auf jedem Fall Pflichtlektüre und auch ein stimmiger Schlussstrich. Der Zauber, der den beiden ersten Bänden innewohnte fehlt jedoch ein Stück weit. In jedem Fall hat es Christopher Marzi geschafft aus vielen bekannten Elementen der Märchen- und Phantasiewelt etwas Neues, Eigenes zu schaffen, dass wirklich etwas Besonderes ist.

Wissenswertes

Die Geschichten aus der Uralten Metropole umfassen folgende Bücher:

Band 1:
Lycidas
Band 2:
Lilith
Band 3:
Lumen
Band 4:
Somnia

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