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Kommende Buchkritiken
Die vergessliche Mörderin
Third Girl
|
Autor
Agatha Christie
Genre Krimi
Verlag Bertelsmann Verlag ISBN 03640 0 (Buch-Nr.) Übersetzung Edda Janus Erscheinungsdatum (D) 1966 Erschienen 1966 Seiten 188 |
Inhalt
Der berühmte Ermittler Hercule Poirot hat einen neuen Fall. Naja, eigentlich hat er nur eine junge Frau, die überstürzt in sein Haus kommt, nur um ihm mitzuteilen, sie glaube, sie hätte einen Mord begangen, nur um ihn anschließend mit den Worten "Sie sind zu alt!" wieder zu verlassen. Was soll das? Poirot ist vollkommen verwirrt und macht sich dennoch an die Ermittlungen um dieses seltsame junge Weibsbild, und siehe da: Es steckt mehr dahinter, als zunächst vermutet und ehe es sich der berühmte Ermittler versieht, steckt er schon mittendrin in einem verzwickten, komplizierten und keineswegs offenkundigen Fall, der sich noch dazu als außerordentlich gefährlich entpuppt...
Buchkritik von Thomas Ays
Die Kultautorin und britische Schriftstellerin Agatha Christie liefert mit "Die vergessliche Mörderin" einen (fast) undurchsichtigen Krimi ab, der eine spannende und kurzweilige Geschichte bietet. Allerdings braucht man bei diesem Buch eine gute Portion Geduld. Die vielen verschiedenen Figuren, die vielen Handlungsstränge und Indizien muss der Leser erst einmal verdauen, was zur Folge hat, dass man natürlich genauso verwirrt dreinblickt, wie der ermittelnde Detektiv. "Um was geht es jetzt?" "Wer war das noch mal?" "HÄ?" Dennoch versteht es Agatha Christie, ihre Handlungsstränge am Schluss gekonnt zu vereinen und den Mörder zu entlarven. Hier haben Krimifans auch noch etliche Jahrzehnte, nachdem dieser Fall erschienen ist, noch ihren Spaß. Hercule Poirot ist einfach auch ein wunderbarer Ermittler, auch wenn er nicht die Qualitäten seiner berühmten Kollegin Miss Marple besitzt. Dafür ist Poirot eindeutig nicht verschroben genug, um derart begeistern zu können. Dennoch zeichnet Agatha Christie auch hier ein glaubwürdiges Bild eines charmanten Mannes.
"Die vergessliche Mörderin" beweist einmal mehr, dass gute Krimi-Kunst eben zeitlos ist.
