Wenn wir zusammen sind

Autor: Marc Levy
Genre: Liebesroman
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-66267-0
Erscheinungsdatum (D) April 2007 Erschienen 2006
Seiten 352
Übersetzung Bettina Runge und Eliane Hagedorn

Wenn wir zusammen sind Mes amis mes amours

Inhalt

Mathias und Antoine sind nicht nur beide um die dreißig und seit frühester Kindheit die besten Freunde, sondern sie erziehen auch beide ihre Kinder allein. Da sie schnell merken, dass der Alltag als alleinerziehender Vater nicht gerade leicht zu bewältigen ist, beschließen sie, zusammen mit ihren Kindern in ein Haus zu ziehen. Damit das Zusammenleben reibungslos klappt, stellen Antoine und Mathias einige grundsätzliche Regeln auf, darunter die, dass keiner von ihnen einen Babysitter in Anspruch nehmen wird. Das oberste Gebot in diesem Männerhaushalt ist aber, dass keiner eine Frau mit ins Haus bringen darf. Doch es dauert nicht lange und Mathias trifft die Journalistin Audrey, in die er sich auf Anhieb verliebt. Diese Beziehung, die schon dadurch, dass Audrey in Paris und Mathias in London lebt, kompliziert genug wäre, wird durch die goldene Regel natürlich noch zusätzlich verkompliziert. So dauert es nicht lange, bis das Leben der beiden Männer gründlich ins Wanken gerät...

Buchkritik von Johanna  Dessecker

„Wenn wir zusammen sind“ ist eine sehr süße und ideenreiche Geschichte darüber, was passiert, wenn Liebe und Freundschaft sich nicht in Einklang bringen lassen. Die verschiedenen Handlungsstränge machen sie zusätzlich interessant und lebendig; sie machen daher dieses Buch besonders aus. Durch diese Fülle an Nebenpersonen und -handlungen kommt allerdings leider auch die eigentliche wichtige Geschichte um Mathias, Antoine, Audrey und die Kinder etwas zu kurz. Überhaupt entsteht beim Lesen des Romans oft der Eindruck, dass Marc Levy den für den Leser interessanten Informationen recht wenig Platz einräumt. So streift er beispielsweise die Probleme alleinerziehender Väter mit ihren Kindern nur am Rande, bei Antoine und Mathias scheint seltsamerweise das Verhältnis zu den Kindern vollkommen problemlos zu sein. Auch bei der Beschreibung von Gefühlen fehlt oft das gewisse Etwas, so dass der Roman ohne größere Höhen und Tiefen vor sich hin plätschert. Vielleicht liegt es aber auch an der stellenweise holprigen Übersetzung aus dem Französischen, dass der Humor Levys nicht auf den Leser überspringen kann.
Fans von Marc Levy werden über diese kleinen Mängel jedoch sicher hinwegsehen und das Buch bis zur letzten Seite genießen. Und auch für all jene, die nach einer herzerwärmenden und romantischen Liebesgeschichte suchen, ist „Wenn wir zusammen sind“ zu empfehlen.

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