Die Hexe von Portobello

A bruxa de Portobello

Die Hexe von Portobello

Autor Paulo Coelho Genre Roman
Verlag Diogenes
ISBN 978-3-257-06600-5
Übersetzung Maralde Meyer-Minnemann Erscheinungsdatum (D) Oktober 2007   
Erschienen 2006  Seiten 301

Inhalt

Athena ist eine junge Frau, die durch Adoption das Kind libanesischer Christen wurde. Doch eigentlich ist sie eine rumänische Zigeunerin aus Hermannstadt. Sie lebt in London, hat einen kleinen Sohn, mit dessen Vater sie allerdings nicht mehr zusammenlebt. Ihre wahren Wurzeln tun sich vor ihr auf, als sie durch das Tanzen plötzlich übernatürliche Kräfte in sich entdeckt. Kräfte, mit denen sie zunächst nichts anzufangen weiß, die sie verstören und die sie nur langsam kanalisieren kann. Doch mehr und mehr entdeckt Athena, wer sie wirklich ist, erkennt die andere Person, die in ihr ist, die sie selbst als "Hagia Sophia" bezeichnet. Athena weiß jetzt, welchen Weg sie gehen muss, was ihre Aufgabe im Leben ist.

Doch die Menschen um sie herum können mit der neuen Athena nur begrenzt umgehen, vielen macht sie sogar Angst. Dann verschwindet die junge Frau und sie scheint das Rätsel ihrer Person mit sich zu nehmen. Nun kommen all diejenigen zu Wort, die die "Hexe von Portobello" kennen gelernt haben: der Journalist Heron Ryan, die Schauspielerin Andrea McCain, Deidre O´Neill, die besser bekannt ist als Edda, ihr Exmann Lukas Jessen-Petersen oder ihre Mutter Samira R. Khalil. Und langsam entsteht das Bild der Person, die Athena wirklich ist: einer jungen Frau, die ihrer Bestimmung gefolgt ist.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Paulo Coelhos neuer Roman ist ein Plädoyer für mehr Toleranz untereinander und für den Glauben an das, was in jedem Menschen verborgen ist. Nur wenn wir an uns selbst glauben, wenn wir den Mut haben, auf das zu hören, was in uns ist, können wir zu uns selbst finden. Natürlich scheint dieser Ausdruck "zu sich selbst finden" schon fast etwas abgedroschen in der heutigen Zeit - doch genau darum geht es in Coelhos Büchern und sollte es auch für jeden für uns gehen. Bei sich selber ankommen, wahrnehmen, was man selber braucht - das ist es doch, was uns als Menschen ausmacht. "Die Hexe von Portobello" zeigt, wie schwer es ist, seinen Weg zu gehen, dass man oft auf wenig Gegenliebe stößt - und dennoch weitermachen muss. Gleichzeitig zeigt Coelho uns, wie unterschiedlich ein Mensch von anderen wahrgenommen wird - für die einen eine Heldin, eine Heilerin und Heilige, für die Anderen eine Hure, berechnend und machtgierig.

All das ist die Hexe von Portobello. Und keine dieser Wahrnehmungen ist mehr wahr als die andere. So sind wir Menschen eben, von allem etwas ist in uns und wir ganz allein bestimmen, welche Seite stärker in uns ist. Trotz einer wirklich guten und wichtigen Botschaft hält dieser Roman den Leser irgendwie auf Distanz. Es fällt schwer, sich ganz hinein zu geben, fast ist es, als würde die Hexe von Portobello verhindern wollen, dass man zu dicht zu ihr vordringt. "Die Hexe von Portobello" hat eine gute Botschaft, ist interessant geschrieben - und hinterlässt trotzdem keinen bleibenden Eindruck beim Leser.

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Kommentare


Kommentare

Ivy schreibt am 25.12.11, 19:01
Ich habe das Buch in englisch gelesen und ich muss sagen es ist mein absolutes lieblingsbuch, es hat mich in seinen bann gezogen, es lässt einen vom ersten wort an nicht mehr los und bis zum ende hin ist es immer wieder interessant. Ich kann nur sagen wundervolles buch!
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